03.05.1929: Nach meinem Dafürhalten geht es nicht (Rudu)

Berlin den 3. Mai [1929]

Liebe Leni,

hab Dank für die Zusendung der Karte.
Zweck dieser Zeilen ist folgendes: neulich hörte ich, daß Achim + ich die Geschwister P. zu Tisch Weiterlesen

17.02.1929: Grund: es gibt zuviel Hornochsen. (Rudu)

Von regem Briefverkehr zwischen Leni und Rudolf kann man wahrlich nicht sprechen. Immerhin ist seit seinem letzten Brief diesmal „nur“ ein Dreivierteljahr vergangen. Rudolf ist 21, Leni 19.


Berlin, den 17. Februar 29.

Meine liebe kleine Leni,

Du bist vielleicht erstaunt, so schnell auf Deinen Brief eine Antwort zu haben, doch Weiterlesen

„Ist das jetzt der Urlaub?“ von Christine Hutterer

Zutaten für einen gelungenen Urlaub

Zutaten für einen gelungenen Urlaub

Was ich besonders an Reiseberichten schätze, ist die Tatsache, dass ich die Reisen nicht selbst machen muss und trotzdem einen tollen Einblick in eine mir vollkommen unbekannte Gegend bekomme. Dieses wunderbare Buch ist aber viel mehr als Weiterlesen

05.05.1928: Ich bin in dieser Beziehung auf schwachen Füßen. (Rudu)

Leider sind bei den handschriftlichen Briefen die Antworten nicht vorhanden, daher gibt es keine Antwort von Leni. Fast ein Jahr ist seit dem letzten Brief von Rudolf vergangen.


Freiburg den 5. Mai 1928

Meine liebe kleine Leni,

lange hatte ich vor, dir für deinen lieben Brief zu danken, ich hatte jedoch Weiterlesen

24.05.1927: „vorzüglich, ausgezeichnet, wunderbar, es geht mir besser, fabelhaft!“ (Rudu)

Das ist er, der erste Brief in dem dicken Ordner. Er stammt vom Bruder meiner Großmutter, der zu diesem Zeitpunkt offenbar gerade sein Studium in Freiburg begonnen hatte. Die Rechtschreibung ist seine – offensichtlich fehlende Stückchen habe ich ergänzt, Zeichensetzung übernommen.


Freiburg den 24. Mai 1927.

Meine liebe Leni,

wir haben so lange nichts mehr voneinander gehört, daß es jetzt höchst an der Zeit ist, daß ich mich mal wieder hinsetze und dir einiges berichte. – Vielleicht hast du schon Weiterlesen

Ein Ordner voller Briefe

Meine Großmutter hinterließ uns einen Ordner voll alter Briefe. Die meisten sind auf Luftpostpapier geschrieben, mit winzigem Zeilenabstand auf der Schreibmaschine. Die älteren in Sütterlin auf Briefpapier. Der Ordner ist voll. Ich habe die Seiten nicht gezählt, aber es sind viele. Besonders an dieser Korrespondenz ist, dass sie (zumindest ab 1936) die Briefe beider Seiten enthält – also die Durchschläge der Briefe meiner Großmutter aus Norddeutschland und die Antworten ihrer Brüder in Mittelamerika.

Die Briefe sind chronologisch sortiert und reichen von 1927 bis 1991. Meine Großmutter lebte von 1909 bis 1994. Fast ein ganzes Leben in Briefen habe ich also vor mir liegen. Es soll nicht in Vergessenheit geraten. Deshalb werde ich die Briefe – zumindest in Ausschnitten – nach und nach hier veröffentlichen.