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14.04.1930: Ein Osterkuß von der guten alten Sorte (Rudu)

3. Juni 2013/in Briefe

Wie mir das schlaue Internet gerade mitgeteilt hat, sind die Briefe gar nicht in Sütterlin- sondern Kurrentschrift geschrieben. Riesig ist der Unterschied nicht, Sütterlin wäre im Idealfall wohl lesbarer. Mehrere Personen, die die Briefe im Original gesehen haben, zeigten eine gewisse Fassungslosigkeit, dass ich sie lesen kann. Das macht mich natürlich stolz. Irritiert wiederum hinterlässt mich der Inhalt dieses Briefes – „Germania“! Röchel!


Leipzig, den 14. April 1930.

Liebe kleine süße Leni!

Vorerst laß Dir einmal einen dicken Osterkuß geben und zwar einen von der guten alten Sorte. Du treibst Dich dort jetzt an der See herum, in Gedenken sehe ich Dich blühend und frisch wieder einrücken und in Zukunft kann auch Papa außer Herrn K. von seiner Tochter als eine Germania sprechen. […] Mittwoch fahre ich mit Ulle und Günter nach N., freue mich natürlich sehr. – Schreib mir mal wie es Dir dort geht und äußere Dich Günter gegenüber über Deinen Besuch bei Micky.

Von Herzen Dein Rudolf.


Gerade fällt mir auf, dass ich eine „Germania“ für blond halten würde. Ich dachte, Leni sei braunhaarig gewesen. Ich selbst kenne sie nur mit weißen Haaren. Ich muss wohl mal nach alten Fotos suchen.

 

Schlagworte: alte sorte, blühend, briefe, germania, osterkuss
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GESA FÜẞLE

übersetzt, lektoriert, entziffert.

Nachdem Ihr Text bei mir auf dem Schreibtisch lag, ist er verständlicher. Weil Sie ihn in der deutschen Übersetzung besser verstehen. Weil nach dem Lektorat komplizierte Zusammenhänge verständlich geworden sind. Weil Sie endlich wissen, was das Sütterlin-Gekrakel in dem alten Dokument bedeutet.

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