Dieses und jenes, das meinen Alltag kreuzt

Abwarten und Tee trinken

Vielleicht kann man besser warten, wenn man Tee trinkt. Ich habe es nicht ausprobiert, denn ich halte Tee für eine grobe Fehlinterpretation von gutem Geschmack. Gewartet habe ich aber. Sicher hätte ich die Zeit anders nutzen können. Ich habe mich zurückgezogen und Dinge liegen lassen. Ich hätte weiter renovieren können. Aber ohne Deadline-Stress („Noch eine Stunde, dann kommen die Kinder!“) macht mir das meiste keinen rechten Spaß.

Es ist mir schwer gefallen, Dinge unkommentiert zu lassen (wer mich kennt, kann sich das wohl ungefähr vorstellen). Wie es zur Wendung kam, wissen wir nun alle nicht so recht. Tatsache ist, dass nach einem langen Jahr des Ausharrens meine Kinder wieder bei mir schlafen. Das ist so unfassbar toll, dass ich immer nur noch grinsen könnte. Somit habe ich dann auch umgehend die Renovierungsarbeiten wieder aufgenommen. Ich suhle mich in abblätternder und frischer Farbe sowie in großzügigen Staubmengen.

Das Wichtige ist, sich nicht benagen zu lassen

Im Hinterkopf nagt noch das Gifttier kleine Zweifel ins Gebälk. Doch das ist stabil, wenn es die vorhergehenden Axthiebe auch ausgehalten hat. Obwohl zugegebenermaßen ja auch immer wieder Kitt im Spiel war.

Leinölfarbe macht übrigens eine irre Sauerei

Aber genug der Gleichnisse und bunten Bilder. Apropos bunte Bilder: Alle sagen, man müsse „Orange is the new Black“ gucken. Ich glaube, ich habe fünf Folgen durchgehalten. Dann haben mich die Geschehnisse so runtergezogen, dass ich dieser Serie mich fortan verweigere. An dem Vorwurf, ich sei zu sensibel, ist vielleicht doch was dran. Nur, dass ich das nicht mehr als Vorwurf auffasse. Wenn ich in den letzten Jahren eins gelernt habe, dann ja wohl, dass sich niemand für seine Gefühle rechtfertigen muss, kann oder sollte. Zumal es ohnehin nichts bringt. Für meinen Geschmack rechtfertige ich mich ja auch nicht. Ich mag keinen Tee. Gar keinen. Ich kann auch mit Cola warten.

Man nennt das „radikale Akzeptanz“ – Dinge hinnehmen, die man nicht ändern kann. Klappt erstaunlich gut. Es ist ohnehin völlig sinnlos, sich ständig über irgendwas aufzuregen. Vor allem ist es völlig sinnlos, seine Lebenszeit mit Negativem zu verplempern. Damit verbaut man sich den Blick fürs Schöne und vergrätzt womöglich noch all die netten Menschen, mit denen man so viel Spaß haben könnte.

Ist nicht immer einfach, aber auf jeden Fall mit und ohne Tee gleich gut möglich.

Unordnung ist gefährlich

Eine Überschrift, die aus meiner Feder eher unglaubwürdig klingt. Wer mich kennt, weiß, dass Unordnung nur ein von der Gesellschaft aufgezwungenes Konzept ist, Weiterlesen

Oben

Ich bin von Christa zum Thema Authentizität befragt worden. Das wollte ich hier noch gern unterbringen. Darum geht es aber gar nicht. Sondern um Steffens Oben. Weiterlesen

In der Versenkung

Ein Rückblick

Manchmal sind die Dinge nicht so, wie sie einem gefallen. Eine Weile kann man das ignorieren. Aber irgendwann dann nicht mehr. Dann kann es passieren, dass man in ein Loch Weiterlesen

Geile Scheiben

Essen, das sich an den Gaumen schmiegt

Eine Trennung ist nicht nur ein Abschied, sie ist auch eine Rückbesinnung auf die eigenen Küchenwaren. Die Aufteilung unserer gemeinsamen Dinge lief komplikationslos und ohne Diskussionen ab. Dann kam der Tag, als ich eine Handvoll Küchengerätschaften zusammenwarf, um sie zu behalten.

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Ich war in der Kirche

An die Sonne denken

Meine Kinder gehen auf eine kleine Grundschule, deren Schüler, Schülerinnen und Lehrerinnen sich einmal im Jahr, nämlich kurz vor Weihnachten, geschlossen auf den Weg in die zwei Kilometer entfernte Kirche machen, um dort den anwesenden Eltern Weihnachtslieder ins Ohr zu brüllen.

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Hallo Blog,

lange nicht mehr hier gewesen.

In der Ecke stapeln sich die Betten, die noch beschrieben werden müssen. In der anderen liegt ein Haufen Briefe, der abgetippt werden möchte. Vor mir ein Berg Bücher, die ich gelesen und für gut befunden habe. Hinter mir ein turbulentes halbes Jahr.

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Paris mit Bier

Täschle mit Kaltgetränken

Letztes Wochenende war ich in Paris. Dort gibt es jetzt mehr Sicherheit – oder Unsicherheit, je nach Sichtweise. Ich wohnte bei meinem besten Freund (dem von Bett 7) und verbrachte die Tage mit meiner besten Freundin (der von Bett 3a).

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Fluchthände

Was im Moment hilft

Nein, dies wird kein Bericht über meine Hände, nicht primär. Meinen Händen geht es noch immer gut.

Ich war im Zug, München-Hamburg.  Naja, erst war ich im Zug nach Berlin, ich war wohl mental nicht richtig anwesend, also von Pasing zurück zum Hauptbahnhof, und Weiterlesen

Ode an die Freundschaft

Ich weiß nicht, warum ich eine Nomadin bin. Vielleicht wird irgendetwas im Gehirn getriggert, wenn man zu einem bestimmten Zeitpunkt einmal zu oft umzieht. Dann geht das immer so weiter.

Ich bin mit 17 nach England gegangen und war dann 17 Jahre unterwegs, immer maximal 4 Jahre an einem Ort. 14 Umzüge, Weiterlesen