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Nostalgiebetten – Bett 3a

23. November 2015/4 Kommentare/in Bettgeschichten: Nostalgiebetten

Bettwäschennostalgie

Ich weiß nicht, wie oft ich bei ihr übernachtet habe. Meine beste Freundin war eine Klasse über mir, wir kannten uns aus dem Kindergarten, hatten uns in der Grundschule kurzzeitig aus den Augen verloren und fanden uns dann beim Schwimmen wieder, als wir gewisse gemeinsame Nicht-Begabungen feststellten, was die hohe Schwimmkunst angeht – den eleganten Sprung vom Drei-Meter-Brett, nämlich.

Ich habe in ihrem kleinen Kinderzimmer im ersten Stock übernachtet. Ich habe im Ex-Zimmer ihrer großen Schwester übernachtet, als die ausgezogen war. Ich habe in ihrem neuen Zuhause übernachtet.

Geschlafen habe ich auf einer zusammenklappbaren Gartenliege neben dem grünen Holzbett mit dem Papageienaufkleber am Fußende. Oder war es gar ein Wellensittich? In meiner Erinnerung lag ich meistens in der IKEA-Bettwäsche, die ich nun immer freudig in Paris begrüße (dazu kommen wir bei 13a). Wir haben lange gequatscht, wir haben lange geschlafen und dann die Reste des Frühstückstisches geplündert. Bei ihr gab es am Wochenende keine Anwesenheitspflicht beim Frühstück.

Manchmal hat ihr Hund auf meinen Füßen geschlafen. Der Hund, vor dem ich am Anfang so wahnsinnig Angst gehabt hatte.

Waschmittel und Rauch

Man kümmerte sich angenehm wenig um uns, wie sich überhaupt in meiner Erinnerung angenehm wenig um die Kinder gekümmert wurde. Und so klein waren wir dann irgendwann ja auch gar nicht mehr. Wir waren sogar so groß, dass wir gemeinsam für eine Woche die Wohnung bewohnten, wenn die Freundinmutter oder meine Eltern verreist waren. Auch damals pflegte ich schon Freundschaften mit kochbegeisterten Menschen. Vielleicht ist diese Freundin überhaupt der Auslöser dafür gewesen.

Bei meiner besten Freundin zu übernachten war aufgrund der Häufigkeit eigentlich nur mittelaufregend, aber eine Übernachtung ist ein hoher Freundschaftsbeweis. Das macht man nicht bei jedem. Ganz deutlich ist mir der Geruch in der Nase. Die Mischung aus Waschmittel und Rauch. Vielleicht ein Grund, warum ich Rauchgeruch bis heute nicht so schlimm finde wie manch anderer. Ich muss dabei immer an IKEA-Bettwäsche denken.

 

 

Schlagworte: bettgeschichten, geruch, ikea-bettwäsche, kindheit, rauch, woanders übernachten
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4 Kommentare
  1. Beste Freundin sagte:
    25. November 2015 um 10:36

    Du erinnerst Dich ja an Dinge! Vieles weiß ich gar nicht mehr.

    • leitzordner sagte:
      25. November 2015 um 11:20

      Das glaub ich nicht! Ich denke ja immer noch über die Vogelaufkleber nach. Waren es zwei? Ein Papagei UND Wellensittiche?
      Schön, dass du mich liest, beste Freundin! :)

      • Beste Freundin sagte:
        25. November 2015 um 11:49

        Ich tippe auf Wellensittiche, aber ich erinnere mich nicht mehr. Das Bett ist im Löschwasser der Feuerwehr abgesoffen.

        • leitzordner sagte:
          25. November 2015 um 12:42

          Och! Mein Stapelbett gibts auch nicht mehr.

Kommentare sind deaktiviert.

GESA FÜẞLE

übersetzt, lektoriert, entziffert.

Nachdem Ihr Text bei mir auf dem Schreibtisch lag, ist er verständlicher. Weil Sie ihn in der deutschen Übersetzung besser verstehen. Weil nach dem Lektorat komplizierte Zusammenhänge verständlich geworden sind. Weil Sie endlich wissen, was das Sütterlin-Gekrakel in dem alten Dokument bedeutet.

Telefon: +49 40 73509964
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