Eiergeschichten

Wie ich gerade erfahre, haben die afghanischen Mädchen, die bei unserer Bekannten wohnten, auch immer „Ey, fsst!“ gesagt. Mustafa hat mittlerweile begriffen, dass er damit nicht weiterkommt. So weit, so gut.

Gestern Nachmittag war Anton aushäusig unterwegs, Mustafa und Alma spielten parallel, aber nicht miteinander. Alles friedlich. Gegen fünf, Mustafa war offenbar auch wirklich müde, wurde er wieder traurig, ließ sich trösten und wollte dann doch allein sein. Das wiederholte sich einige Male, dann ging er wieder spielen. Eine Viertelstunde später war er wieder traurig. Ich beschloss, das Abendbrot etwas vorzuziehen, um für Ablenkung zu sorgen. Da Mustafa jetzt morgens und abends hartgekochte Eier isst, holte ich die letzten zwei Eier aus dem Kühlschrank, in der Annahme, dass sie natürlich gekocht sind. Alma wollte auch eins. Ich schlug beide Eier beherzt auf mein Brettchen – und da liefen sie auch schon aus. Tja, da hatte ich wohl die falschen erwischt.

Die Kinder lachten herzlich, die Stimmung war gerettet. Heute Morgen wurde die Geschichte dann auch noch Andi und Anton erzählt bzw. lautmalerisch dargestellt.

Was tut man nicht alles, um ein Kind zum Lachen zu bringen. :)

Heute fahre ich mit Mustafa ins Krankenhaus zur Voruntersuchung.


Eure Spenden sind weiterhin willkommen, vor allem natürlich direkt bei der Herzbrücke. Von der Höhe der eingegangenen Spendengelder hängt es ab, wie viele Kinder in Deutschland operiert werden können. Alles, was bei uns an Spenden ankommt und nicht direkt für Mustafa verwendet werden kann, überweisen wir später an die Herzbrücke.

2 Kommentare
  1. Paula sagte:

    Hehe, witzig! Das erinnert mich an die Geschichte, als ich meinem Opa das erste Ei meines Lebens kochte. Ich tat es zusammen mit kaltem Wasser und einem Tauchsieder in ein schlankes Gefäß, folgte seiner Bitte „5 Minuten“ und nahm das Ei nach fünf Minuten wieder heraus, tat es in einen Eierbecher und brachte es stolz zu meinem Opa. Er köpfte es mit einem Messer. Den Rest kann man sich denken!

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