<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>geburtstag Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
	<atom:link href="https://www.textfuss.de/tag/geburtstag/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link></link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 06 Oct 2021 09:40:54 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/05/cropped-favicon-32x32.png</url>
	<title>geburtstag Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
	<link></link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Friedrich hat Geburtstag &#8211; Leni bloggt (3)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/friedrich-hat-geburtstag-15-4-45/</link>
					<comments>https://www.textfuss.de/friedrich-hat-geburtstag-15-4-45/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2015 07:51:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[Vor 70 Jahren]]></category>
		<category><![CDATA[1945]]></category>
		<category><![CDATA[2. weltkrieg]]></category>
		<category><![CDATA[flucht]]></category>
		<category><![CDATA[geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[krieg]]></category>
		<category><![CDATA[schütze arsch]]></category>
		<category><![CDATA[soldat]]></category>
		<category><![CDATA[vor 70 jahren]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gesakram.de/?p=1300</guid>

					<description><![CDATA[<p>35 wird Friedrich heute. Wie er seinen Tag wohl verbringen mag? Sich jetzt noch den Russen entgegen zu stellen, scheint mir derartig sinnlos zu sein. Und doch schicken noch immer Mütter ihre Söhne freiwillig an die Front. Noch immer gibt es Menschen, die an diesem Wahnsinn festhalten. Von Westen rücken die Alliierten vor. Ich hoffe, sie erreichen uns [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/friedrich-hat-geburtstag-15-4-45/">Friedrich hat Geburtstag &#8211; Leni bloggt (3)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>35 wird Friedrich heute. Wie er seinen Tag wohl verbringen mag? Sich jetzt noch den Russen entgegen zu stellen, scheint mir derartig sinnlos zu sein. Und doch schicken noch immer Mütter ihre Söhne freiwillig an die Front. Noch immer gibt es Menschen, die an diesem Wahnsinn festhalten.<span id="more-1300"></span></p>
<p>Von Westen rücken die Alliierten vor. Ich hoffe, sie erreichen uns bald, aber vor den Russen werden sie auf jeden Fall da sein. Die Straßen sind vollkommen mit Flüchtlingen verstopft, sie lagern auf dem ganzen Gut, es ist schrecklich. Viele Kinder sind unterwegs gestorben. Sie werden notdürftig am Straßenrand verscharrt, das könnte ich nicht. &#8222;Aber man kann keine Leiche mit sich herumtragen&#8220;, sagt die eine Mutter, man könne nicht mal eben auf den nächstbesten Friedhof gehen und ein Grab ausheben lassen, es ist alles überfüllt, man muss vorangehen, jeder Aufenthalt kann das Ende bedeuten.</p>
<p>Ich kann mir das nicht vorstellen.</p>
<p>Die Kinder spielen mit den vorbeiziehenden Flüchtlingskindern, die vollkommen verdreckt sind. Einige baden im eiskalten See, der leuchtend blau daliegt, obwohl er von dem vielen Schmutz schon ganz grau sein müsste.</p>
<hr />
<p>Wie wird Friedrich seinen 35. Geburtstag verbracht haben? Kaum sehr feierlich. Er war im heutigen Polen stationiert, es dürfte ziemlich schlimm gewesen sein. Sein einziger Geburtstag als Soldat.</p>
<p>&#8222;Schütze Arsch&#8220; war das Ziel seiner Soldatenausbildung, in der er nach eigenen Angaben hauptsächlich lernte, so strammzustehen, dass ein zwischen die Arschbacken gestecktes Markstück seine Prägung verlieren würde.</p>
<p>Das erwähnte er öfter, da er sich im Alter naturgemäß nicht mehr ganz so aufrecht hielt &#8211; von meiner Mutter, der Krankengymnastin, aber verordnet bekommen hatte, sich ab und zu mal vernünftig aufzurichten. Dann stand er da, blitze mich schelmisch an und sagte: &#8222;Sag ihr, dass ich aufrecht gestanden habe.&#8220;</p>
<p>Herzlichen Glückwunsch, Großpapa. Es war eine schöne Zeit mit Dir.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/eb9404ce4879443ba746ef90782ac364" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/friedrich-hat-geburtstag-15-4-45/">Friedrich hat Geburtstag &#8211; Leni bloggt (3)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.textfuss.de/friedrich-hat-geburtstag-15-4-45/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>02.09.1936: Die alten Zeiten! (Ingrid)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/020936/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Sep 2013 08:03:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[geffkestraße]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[hochzeit]]></category>
		<category><![CDATA[hochzeitstag]]></category>
		<category><![CDATA[insel verlag]]></category>
		<category><![CDATA[weihnachten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesakram.wordpress.com/?p=354</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ingrid hat wieder viel zu erzählen &#8211; außerdem muss sie sich noch für die Weihnachtsgeschenke bedanken. Diesmal gibt es bei Leni Neuigkeiten! La U., 2. Sept. 36. Liebe Leni, lieber Friedrich, Dieser Brief sollte schon lange bei Euch sein und es ist für seine Verzögerung nicht einmal eine Entschuldigung zu finden. Ist es doch schon [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/020936/">02.09.1936: Die alten Zeiten! (Ingrid)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ingrid hat wieder viel zu erzählen &#8211; außerdem muss sie sich noch für die Weihnachtsgeschenke bedanken. Diesmal gibt es bei Leni Neuigkeiten!</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">La U., 2. Sept. 36.</p>
<p>Liebe Leni, lieber Friedrich,</p>
<p>Dieser Brief sollte schon lange bei Euch sein und es ist für seine Verzögerung nicht einmal eine Entschuldigung zu finden. Ist es doch schon mehr als 14 Tage her, daß Euer frohes Telegramm hier eintraf. Leni, wir haben soviel<span id="more-354"></span> an Euch gedacht und von Euch Beiden gesprochen, uns so unendlich mit Euch gefreut; aber ich glaube, Du verstehst, wie es so geht wenn man all das in Worte fassen will – man wartete auf eine ruhige Stunde um mit allen Gedanken bei Euch zu sein. –</p>
<p>Wie schön, daß es nun soweit ist und wie gerne wären wir jetzt mit Euch zusammen um Euch so richtig sagen zu können wie sehr wir uns freuen! Ich kann mir ja vorstellen wie selig Ihr seid, wie Ihr Pläne schmiedet und anfangt Euer kleines Heim einzurichten und ich wünsche Euch, daß Ihr es bald verheiratet beziehen könnt. Mutti schrieb Du wärest eifrig auf Wohnungssuche und hättest erwas in der Geffkenstr. in Aussicht. Ich erinnere reizende rote Backsteinhäuser dort, und sehe Euch schon in einer wonnigen Etage mit den hübschen neuen Laden. Das Geschäft der Wohnungssuche hast Du ja genug betrieben in alten Zeiten, mit welch anderen Gefühlen wirst Du jetzt losziehen! Die alten Zeiten! Wie werden die dann versinken, wenn das neue Leben zu zweit begonnen hat – man kann es sich garnicht mehr vorstellen, daß man einmal allein war!</p>
<p>Wie schön, daß Friedrich seine Lehrlingszeit so schnell beendet hat und eine so gute Anstellung gefunden. Daß freut mich besonders für ihn. Eure Hochzeit, Leni werdet Ihr sicher sehr still und schön feiern. Wie schwer wird es uns nicht dabei zu sein und wie innig werden wir in Gedanken mit Euch und Mama verbunden sein an dem Tag, der auch vor allem Mama, trotz aller Freude an Eurem Glück, so schmerzlich stimmen wird. Ich sehe noch so deutlich Mamas und Papas glückliche Gesichter an unserem Hochzeitstag. Wie wird Mama sich allein fühlen. Und doch ist es ein trostreicher und schöner Gedanken daß Papa um Eure Zukunft gewußt hat und sich noch daran freuen konnte.</p>
<p>Liebe Leni es ist zwar reichlich spät, Dir jetzt erst für die Weihnachtsgeschenke zu danken; ich schrieb Mama schon, daß ich, als Rudu Dir zum Gebutstsag schrieb, im Bett lag. Ich muß Dir jetzt sehr danken für die beiden Wechselrahmen und das Inselbuch, es war so lieb von Dir an uns zu denken, wir haben uns so gefreut. Du kannst Dir vorstellen wie gut wir die Rahmen für unse<span style="text-decoration: line-through;">r</span>re Postkarten gebrauchen können und wie hübsch sie in der schlichten Silberumrahmung aussehen.</p>
<p>Bea bekam zur Feier von Rudus Geburtstag zwei Zähne auf einmal und ist sonst die alte Vergnügte; groß wird sie und lernt jeden Tag mehr. Zu süß ist es, wie sie alles nachzumachen versucht, flöten, Kopfschütteln und zu Backe Backe Kuchen sagt sie schon bake, bake. Nur die Haare wachsen sehr bedächtig, ganz helle flaumige Krussellocken hat sie und sehr dunkelblaue Augen mit langen dunkleren Wimpern. Wir sind ja so glücklich, dass wir sie haben. Ihren Papa hat sie erst langsam wieder kennen lernen müssen, er war viel fort in der letzten Zeit auch an seinem Geburtstag; deshalb war ich so froh, ihn wenigstens an unserem 2 jährigen Hochzeitstag! hier zu haben.</p>
<p>Könntet Ihr nur einmal schnell hineinsehen in unser Häuschen und wir vier in der gemütlichen Wohnzimmerecke einen langen Klöhn veranstalten! All unsere Schätze müßtet Ihr betrachten und sehen wie schön es in U. ist.</p>
<p>An der Hinterseite des Hauses entsteht ein Zimmer für Bea “annexo Beate“ in dem ich unendlich hoffe Mutti und Mama unterzubringen. Ganz vielleicht wird Mutti uns besuchen. Ich male es mir so wundervoll aus, wenn Achim Mama und Mutti mitbringt! Leni, rede nur allen ordentlich zu!</p>
<p>Ich will schließen. Von Herzen wünschen wir Euch Beiden, daß sich alles so gestaltet wie Ihr es erhofft und senden Euch in großer Mitfreude viele liebe Gedanken.</p>
<p>Eure Ingrid.</p>
<p>./.</p>
<p>Ihr lieben Beiden!</p>
<p>Ingrids Wünschen schließe ich mich von Herzen an und möchte noch einmal betonen, wie gern ich bei Euch wäre in diesen Wochen.</p>
<p>Immer von neuem erleben wir hier draußen die Bedeutung eines glücklichen Zusammenseins von Mann und Frau und in dieser Erkenntnis möchte ich von einem gütigen Geschick für Euch alles das erbitten, was die Erfüllung eines solchen Glücks in sich birgt.</p>
<p>Von Herzen</p>
<p>Euer Rudu.</p>
<hr />
<p>Leni heiratet! Na gut, das kam für mich jetzt nicht so überraschend. Ingrid und Rudu scheinen sich aufrichtig zu freuen und aus Ingrids (wieder recht atemlosen) Brief meine ich herauszulesen, dass auch sie glücklich ist. Bei dem Inselbuch handelt es sich ganz sicher um eins der hübschen Bücher aus dem Insel-Verlag.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/fb5cf873b7bd44de9f43150423009bc3" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/020936/">02.09.1936: Die alten Zeiten! (Ingrid)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>05.06.1935: Abends ist man stets so eigentümlich müde. (Rudu)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/050635/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Aug 2013 09:50:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[1935]]></category>
		<category><![CDATA[30er]]></category>
		<category><![CDATA[briefe]]></category>
		<category><![CDATA[geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[guatemala]]></category>
		<category><![CDATA[regenzeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesakram.wordpress.com/?p=323</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ingrid zwingt Rudu zum Schreiben &#8211; immerhin schreibt er also noch vor Lenis Geburtstag am 21.6. Obs gereicht hat? La U. 5. Juni 35. Meine liebe Muschi! Ingrid schiebt mir den Brief von Dir ein, so habe ich Gelegenheit, Dir auch noch einen lieben Geburtstagsgruß und Kuß in Gedenken zu geben. Schon lange wollte ich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/050635/">05.06.1935: Abends ist man stets so eigentümlich müde. (Rudu)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Ingrid zwingt Rudu zum Schreiben &#8211; immerhin schreibt er also noch vor Lenis Geburtstag am 21.6. Obs gereicht hat?</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">La U. 5. Juni 35.</p>
<p>Meine liebe Muschi!</p>
<p>Ingrid schiebt mir den Brief von Dir ein, so habe ich Gelegenheit, Dir auch noch einen lieben Geburtstagsgruß und Kuß in Gedenken zu geben. Schon lange wollte ich Dir antworten, aber die Zeit läßt sich so schwer finden. Abends ist man stets so eigentümlich müde.<span id="more-323"></span></p>
<p>Der erste Sommer, den ich nicht auch in N. mit Euch verlebe, dafür wandern meine Gedanken oft dahin. Mutter schrieb gestern, daß Du bei Alice bist, Maria vielleicht in eine Klinik geht und die Kinder in Blankenese sind. Was wohl vorliegt? Du wirst inzwischen gehört haben, daß die Eltern hier einen recht ungünstigen Bericht + Eindruck über Marias Tun + Treiben hatten und daß man allgemein auf Seiten Werners ist, sowie man Einblick in die Vorgänge hatte.</p>
<p>Ingrid hat Dir von allem so ausführlich erzählt, daß mir wenig verbleibt. Lediglich sagen kann ich noch, wie Ingrid mir hier fehlt und wie schade ich es finde, daß Colerinchen sie noch immer besucht. Es ist so wichtig, daß sie das los ist und auf der anderen Seite möchten wir so gern wieder hier zusammen sein.</p>
<p>Der Regen kommt schon mit großer Regelmäßigkeit jeden Tag. In B. war vor einiger Zeit Hochzeit von Herrn R., sonst geht hier wenig vor sich. Mutter und Vater von Ingrid schreiben sehr regelmäßig, dadurch hört man stets etwas aus R. Unser Haus dort soll sich so verändert haben? Was Mama wohl gesagt hat?</p>
<p>Und Du? Wo Du wohl den 21. begehst? Diese Zeilen schicke ich lieber ans Kontor. Es hat uns so gefreut, daß Du den seligen Bericht aus München schicktest, hoffentlich füllt der Dich solange aus, bis Friedrich soweit ist, daß Ihr an eine Heirat denken könnt. In allen Dingen, in denen Du und Friedrich Rat haben wollt, wendet Euch nur ruhig an Papa, ich habe das Gefühl, daß er stets einen Ausweg weiß.</p>
<p>Wie Du wohl mit Hertha Dich auseinandergesetzt hast? Du mußt mir mal schreiben, überhaupt so über das Leben und Treiben von Euch Jugend, denn Mama sieht doch mehr andere Dinge und berichtet die. Was macht Babs? Ich möchte ihr wohl mal schreiben und hoffe dazu zu kommen. Erst kommt jetzt Ulle mal, der schlecht behandelt ist. Am rührendsten hat sich mal wieder Klaus um uns bekümmert, er schickt uns lauter schöne Dinge und schreibt reizende Berichte.</p>
<p>Was sagst Du zu dem bevorstehenden Ereignis hier bei uns? Ingrid ist so selig und wir beraten sehr eifrig die Dispositionen, die wir <span style="text-decoration: line-through;">dies</span> für diese wichtige Zeit zu treffen haben.</p>
<p>Und Richard? Hier schwirren wilde Gerüchte durchs Land, keiner weiß richtig Bescheid.</p>
<p>Leb wohl, von Herzen wünsche ich Dir noch nachträglich, denn leider werden wohl diese Zeilen verspätet eintreffen, recht viel Gutes.</p>
<p>In inniger brüderlicher</p>
<p>Liebe Dein Rudu.</p>
<hr />
<p><em><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/fdb3464220c04fe7aca2abb856b22b45" alt="" width="1" height="1" /></em>Auch ich wüsste jetzt ja mal gern über Richard Bescheid! Und über Marias Tun + Treiben wüsste ich ebenfalls gern mehr. Das ist der große Nachteil von Briefen innerhalb der Familie &#8211; jeder weiß im Grunde genommen, worum es geht, man muss nicht weiter darauf eingehen. Aber &#8211; Trommelwirbel &#8211; Leni hat an die Nachwelt gedacht und die Durchschläge ihrer eigenen Briefe mit abgeheftet. Der nächste ist von ihr! Ich freue mich, nächste Woche endlich eine Antwort präsentieren zu dürfen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/050635/">05.06.1935: Abends ist man stets so eigentümlich müde. (Rudu)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>21.06.1934: Du mußt Nachsicht üben. (Rudu)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/210634/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Aug 2013 10:12:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[1934]]></category>
		<category><![CDATA[30er]]></category>
		<category><![CDATA[batterien]]></category>
		<category><![CDATA[briefe]]></category>
		<category><![CDATA[brüderlicher kuß]]></category>
		<category><![CDATA[eastbourne]]></category>
		<category><![CDATA[fahrradlampe]]></category>
		<category><![CDATA[geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[wahlverwandtschaften]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesakram.wordpress.com/?p=304</guid>

					<description><![CDATA[<p>Schon wieder Geburtstag! Leni wird an diesem Tag (Rudu schreibt also wieder nicht rechtzeitig) 25 Jahre alt. Leider wird wieder nichts Politisches erwähnt. R., den 21. Juni 34. Liebe Leni! So friedlich und ruhig ist alles hier, ich sitze allein in der S.schen Wohnung und meine Gedanken wandern nach N., wo Ihr sicher Deinen Geburtstag [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/210634/">21.06.1934: Du mußt Nachsicht üben. (Rudu)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon wieder Geburtstag! Leni wird an diesem Tag (Rudu schreibt also wieder nicht rechtzeitig) 25 Jahre alt. Leider wird wieder nichts Politisches erwähnt.</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">R., den 21. Juni 34.</p>
<p>Liebe Leni!</p>
<p>So friedlich und ruhig ist alles hier, ich sitze allein in<span id="more-304"></span> der S.schen Wohnung und meine Gedanken wandern nach N., wo Ihr sicher Deinen Geburtstag heute gebührend feiert. Von Herzen alles Gute Dir zum neuen Lebensjahr! Hoffentlich findest Du etwas, was Dich ausfüllt und Dir Befriedigung verschafft.<br />
Meine Glückwünsche kommen verspätet, Du mußt Nachsicht üben. Gestern abend reiste Ingrid ab und bis dahin war die Zeit so voll besetzt. Am Tage vorher waren wir in Travemünde zusammen, gestern wurde Ingrid leider noch etwas krank, dazu viel Hin und Her am Kontor – kurz, die Ruhe fehlte, um Dir rechtzeitig zu schreiben. An sich wollte ich auch selbst erscheinen, doch meine Reise nach England bedarf noch einiger Vorbereitung, auch wartet sonstiges hier noch auf mich. Mit Mama habe [ich] noch kurz über ein Geschenk für Dich gesprochen und möchte Dich nun gern selbst fragen, ob ich Dir ein Buch aussuchen darf oder ob Du für Dein neues Rad gern eine Lampe haben möchtest? Es gibt die neuen Lampen mit auswechselbaren Batterien. Vielleicht äußerst Du Dich mal kurz, ich würde Dir gern das schenken, was Dir Freude macht.<br />
Für meine Englandreise wäre es sehr nett, wenn Du Papa am Montag das mitgeben würdest, was Du beabsichtigtest. Ich gehe zu einem Mr. Pledge nach Eastbourne, der glaube ich ein sehr geeigneter Mann ist für das, was ich vorhabe. Seine Frau ist eine Schwester des netten Herrn P., durch den ich auch die Adresse bekommen habe. Es soll ein sehr gelehrtes Haus sein.<br />
Heute war ich mit Ulle und einer Freundin von ihm zusammen. Wir haben uns sehr gut unterhalten. Die beiden lesen sich in ihrer freien Zeit Goethes „Wahlverwandtschaften“ vor, sie gibt ihm sehr viel Anregung. Sonnabend gibt Ulle eine kleine Gesellschaft, es ist zu schade, daß Ingrid nicht mehr hier ist.<br />
Papa wird Dich nach der Adresse von <del>Ull</del> Richard fragen, die Du ihm unbedingt sagen mußt. Es kann für Richard von großem Wert sein.<br />
Grüß in N. alle, vor allem die Eltern und den guten Albrecht. Laß Dir einen innigen brüderlichen Kuß geben von<br />
Deinem Rudu.</p>
<hr />
<p>Die S.sche Wohnung ist die von Ingrids Eltern, also die zukünftige Schwiegerelternwohnung. Warum Rudu dort trotz Ingrids Abwesenheit noch weilt, ist mir nicht ganz klar. Immerhin hatten auch seine Eltern ein Haus im Ort. Seid Ihr auch so überrascht, von batteriebetriebenen Fahrradlampen zu lesen? Da dachte man immer, seinerzeit hätte es nur den Dynamo gegeben. Wo das doch bis heute der einzige legale Fahrradlampenantrieb ist &#8230; Sehr romantisch (und natürlich unfassbar anregend!) stelle ich mir gegenseitiges Vorlesen von Goethes Werken vor. Hach! Ich sehe sie förmlich unter einer Linde weilen, versonnen flechten ihre Hände einen Blumenkranz, während sein Blick es nie lang auf dem Geschriebenen aushält, sondern immer wieder auf ihre von der Sonne gebräunten Schultern fällt.</p>
<p>Und nein, ich weiß nicht, was Rudu in Eastbourne vorhat und was für Richard von großem Wert sein könnte. Leni war ja auch mal in Eastbourne, allerdings bei einer Peggy Irgendwas. Die Adresse hatte sie noch in den 90ern parat, als mein Bruder und ich uns nach Eastbourne aufmachten. Wir haben sie nicht besucht.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/f8a77a9380714fcb83dd2319d4cdf613" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/210634/">21.06.1934: Du mußt Nachsicht üben. (Rudu)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>21.06.1933: Ich fiel einer Intrige zum Opfer (Rudu)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/210633/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Aug 2013 12:33:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[1933]]></category>
		<category><![CDATA[30er]]></category>
		<category><![CDATA[bremen]]></category>
		<category><![CDATA[briefe]]></category>
		<category><![CDATA[brüderliche liebe]]></category>
		<category><![CDATA[geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[wartesaal]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesakram.wordpress.com/?p=258</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wieder einmal ein verspäteter Geburtstagsbrief &#8230; 21. Juni 33 Meine liebe Leni – gestern fing ich einige Zeilen an Dich an, fiel aber einer Intrige zum Opfer, ein Telefongespräch kam, dann sich unseren anrichten und dann schnell zum Zug, um mich mit Richard zu treffen. So hole ich dann etwas verspätet das versäumte nach und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/210633/">21.06.1933: Ich fiel einer Intrige zum Opfer (Rudu)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_254" style="width: 235px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/08/brief-17.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-254" class="size-medium wp-image-254 " src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/08/brief-17.jpg?w=225" alt="Könnte auch Steno sein ..." width="225" height="300" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/08/brief-17.jpg 1536w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/08/brief-17-225x300.jpg 225w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/08/brief-17-768x1024.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/08/brief-17-773x1030.jpg 773w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/08/brief-17-1125x1500.jpg 1125w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/08/brief-17-529x705.jpg 529w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/08/brief-17-450x600.jpg 450w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><p id="caption-attachment-254" class="wp-caption-text">Könnte auch Steno sein &#8230;</p></div>
<p>Wieder einmal ein verspäteter Geburtstagsbrief &#8230;</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">21. Juni 33</p>
<p>Meine liebe Leni –</p>
<p>gestern fing ich einige Zeilen an Dich an, fiel aber einer Intrige<span id="more-258"></span> zum Opfer, ein Telefongespräch kam, dann sich unseren anrichten und dann schnell zum Zug, um mich mit Richard zu treffen. So hole ich dann etwas verspätet das versäumte nach und wünsche Dir in allerherzlichster brüderlicher Liebe sehr viel Gutes für Dein Neues Lebensjahr. Es sind da so verschiedene Punkte, die besonders hervorzuheben wären, aber ich brauche sie wohl nicht zu nennen, denn in solchen Herzensdingen ist es schon gut zu wissen, daß der andere mit einem fühlt. Hoffentlich lebst Du Dich in Leipzig ein und bekommst Freude an Deiner Arbeit, die Dich die Unannehmlichkeiten vergessen läßt.</p>
<p style="text-align: left;">23.</p>
<p>Du musst bitte vielmals entschuldigen, liebe Leni – aber es sind schon wieder 2 Tage hingegangen + ich habe diesen Brief nicht zu Ende gebracht. Enorm viel vor noch vor Papas Ankunft, jetzt sitze ich hier im Bremer Wartesaal und warte auf ihn.<br />
In Hamburg mußte ich Wiedersehen feiern mit Klaus + Günter und besonders mit ersterem gab es sehr viel zu besprechen. Wolf U. hat ja nun zum Glück eine Stellung.<br />
Wenn Papa nichts Besonderes mit mir vorhat, habe ich vor am Montag nach Leipzig zu fahren. Dienstag hat der Professor Sprechstunde.<br />
Von den Dingen hier muß ich Dir dann mündlich erzählen. Von B.s werde ich noch eine Karte senden, sobald ich genau weiß, ob ich fahre.<br />
Bitte schelt nicht zu sehr auf mich, ich weiß, daß es an sich haarsträubend ist, daß Du zum Geburtstag keine Post von mir hattest. Ich werde mich bessern.</p>
<p style="text-align: left;">Von Herzen<br />
einen lieben dicken<br />
Kuß von Rudu</p>
<hr />
<p>Liegt es an der Hitze? Ich kann schon wieder ein Wort nicht lesen. Rudu gibt sich aber auch gar keine Mühe, leserlich zu schreiben. Dafür hat er offenbar sein Studium doch noch nicht vergessen und möchte seinen Professor aufsuchen. Ob das helfen wird?</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/3d029b6847684216a51f4bf1d1c32a27" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/210633/">21.06.1933: Ich fiel einer Intrige zum Opfer (Rudu)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>20.06.1932: Erdbeeren haben wir ordentlich gefuttert. (Rudu)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/200632/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jul 2013 15:54:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[30er]]></category>
		<category><![CDATA[altengamme]]></category>
		<category><![CDATA[briefe]]></category>
		<category><![CDATA[erdbeere]]></category>
		<category><![CDATA[geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[kino]]></category>
		<category><![CDATA[kirchwerder]]></category>
		<category><![CDATA[kopenhagen]]></category>
		<category><![CDATA[neuengamme]]></category>
		<category><![CDATA[zollenspieker]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesakram.wordpress.com/?p=195</guid>

					<description><![CDATA[<p>Schon wieder hat Leni Geburtstag &#8211; und ich möchte meinen, dass der Brief wieder nicht rechtzeitig ankam. Besonders freue ich mich, dass Rudu am Zollenspieker war.  Das ist ja nunmehr meine Wohngegend, wie ich neulich kundtat. Hamburg, den 20. Juni [1932] Meine liebe Leni, bedauerlich, daß ich den Tag morgen nicht mit Euch zusammen feiern [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/200632/">20.06.1932: Erdbeeren haben wir ordentlich gefuttert. (Rudu)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Schon wieder hat Leni Geburtstag &#8211; und ich möchte meinen, dass der Brief wieder nicht rechtzeitig ankam. Besonders freue ich mich, dass Rudu am Zollenspieker war.  Das ist ja nunmehr <a href="https://www.textfuss.de/kirchwerder/">meine Wohngegend</a>, wie ich neulich kundtat.</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">Hamburg, den 20. Juni [1932]</p>
<p>Meine liebe Leni,</p>
<p>bedauerlich, daß ich den Tag morgen nicht <span id="more-1905"></span>mit Euch zusammen feiern kann. Für Dein neues Lebensjahr sende ich Dir viele herzliche Wünsche, besonders hoffe ich, daß Du Glück hast beim Suchen einer Beschäftigung, die Dich ausfüllt und befriedigt. – Ich habe von Euch nichts gehört, hoffentlich ist alles im Lot. Du mußt mir mal schreiben, wenn Papa nach Berlin geht und wie er sich die Sache dort vorstellt. Ich halte es für <span style="text-decoration: underline;">sehr richtig</span>, daß Papa sich untersuchen läßt und vor allem, daß er sich gründlich untersuchen läßt. Ich glaube, Papa rechnet nicht damit, daß er dafür in die Klinik des Arztes muß für mehrere Tage, was mir unbedingt nötig erscheint.</p>
<p>Gestern war Ilse aus Bremen hier. Wir haben eine fabelhafte Wanderung durch die Vierlande gemacht. Wir fuhren mit dem Dampfer von Hamburg nach Zollenspieker und gingen zu Fuß auf dem Elbdeich über Altengamme nach Neuengamme. Erdbeeren haben wir ordentlich gefuttert.</p>
<p>In Hamburg ist sonst wenig los und ich war meistens zu Haus. Die Theater sind geschlossen und Kinos – nun, Du weißt ja.</p>
<p>Am kommenden Sonntag steigt die Tour nach Kopenhagen, eine Woche später denke ich Euch in N. zu besuchen. Bei der Gelegenheit <span style="text-decoration: line-through;">denke</span> will ich Dir ein kleines Präsent mitzubringen, heute auf diesem Wege nur viele liebe Wünsche und einen dicken, herzlichen Kuß!</p>
<p>Dein</p>
<p>Rudu.</p>
<hr />
<p>Rudu ist nach wie vor recht umtriebig, keine Erwähnung anstehender Prüfungen, dafür umso mehr Reisen. Und natürlich Mädels, auch wenn es diesmal nur eins ist. Und was ist denn nun mit Kino? Alles schon gesehen oder was? Eine Übersicht der Filme von damals findet Ihr <a title="Kinofilme" href="http://www.filmportal.de/thema/die-wichtigsten-deutschen-filme-chronologische-uebersicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>. Was mit Papa ist, weiß ich auch nicht.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/06e59b279f3a4917b0ea84277dfeb35e" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/200632/">20.06.1932: Erdbeeren haben wir ordentlich gefuttert. (Rudu)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>20.06.1930: Ein kleiner Scherz aus meinem Koffer (Rudu)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/200630/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jun 2013 12:35:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[30er]]></category>
		<category><![CDATA[briefe]]></category>
		<category><![CDATA[buppen]]></category>
		<category><![CDATA[examen]]></category>
		<category><![CDATA[geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[koffer]]></category>
		<category><![CDATA[leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[prüfung]]></category>
		<category><![CDATA[scherz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesakram.wordpress.com/?p=119</guid>

					<description><![CDATA[<p>Anders als im Jahr davor scheint Rudu die Geburtstagspost diesmal fast rechtzeitig verfasst zu haben. Leipzig, den 20. Juni [1930] Meine liebe Leni, wie gern möchte ich Dir morgen einen wirklichen echten Buppen von der guten alten Sorte geben! Ich muß mich begnügen mit einem nur in Gedanken gegebenen, der jedoch soviel Glück und Liebes [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/200630/">20.06.1930: Ein kleiner Scherz aus meinem Koffer (Rudu)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Anders als <a title="Geburtstagsbrief von 1929" href="http://www.gesakram.de/220629/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im Jahr davor</a> scheint Rudu die Geburtstagspost diesmal fast rechtzeitig verfasst zu haben.</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">Leipzig, den 20. Juni [1930]</p>
<p>Meine liebe Leni,</p>
<p>wie gern möchte ich Dir morgen einen wirklichen echten <span id="more-1898"></span>Buppen von der guten alten Sorte geben! Ich muß mich begnügen mit einem nur in Gedanken gegebenen, der jedoch soviel Glück und Liebes in sich schließt, wie Du nur irgend vertragen kannst. Ich wünsche Dir vor allem im neuen Lebensjahr, daß Du etwas findest, was Dich ausfüllt. Wir müssen uns darüber nochmal unterhalten. Am Mittwoch <span style="text-decoration: line-through;">oder</span> und Donnerstag werde ich ja kurz in N. erscheinen, ich hoffe, Dir dann noch irgend einen kleinen Scherz aus meinem Koffer überreichen zu können.</p>
<p>Diese Zeit ist für mich einfach widerwärtig, das Examen nimmt mich doch scheußlich mit. Wenn es glücken sollte, werde ich mit Dir zusammen in N. im Juli einen enormen Hofstaat halten, es wird eine wahre Pracht werden.</p>
<p>Verleb den Tag morgen recht munter, liebe Leni; es wird mit sehr viel lieben Wünchen bei Dir sein</p>
<p>Dein Rudu.</p>
<hr />
<p>Offenbar langweilt sich Leni zu Hause und weiß nichts mit sich anzufangen. Ganz schön ätzend, wenn man es &#8222;nicht nötig&#8220; hatte, zu arbeiten. Im Alter konnte sich Leni nur sehr mühsam bewegen &#8211; stillgesessen hat sie trotzdem nicht. Die Untätigkeit muss ihr sehr gegen den Strich gegangen sein.</p>
<p>Dass Rudu sich von seinem Examen so schlauchen lässt, ist interessant. Es wird &#8211; ja, ich bin ich einige Briefe voraus &#8211; übrigens nie wieder erwähnt. Erst 1933 (!!) muss er in Leipzig zu einem Professor* in die Sprechstunde. Aber das seht Ihr dann ja.</p>
<p>Ach so, ein <strong>Buppen</strong> ist ein Kuss. Muss ein familieninternes Wort sein, ich kenne es jedenfalls auch nur von meiner Großmutter. Der Buppen wird mit sich wiederholendem Kussgeräusch und dabei dauerhaft gespitzten Lippen auf der Wange platziert.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/4458153ad09c4a1882bb3b1f93578a23" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/200630/">20.06.1930: Ein kleiner Scherz aus meinem Koffer (Rudu)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>22.06.1929: Ich hielt Dich bis dahin für ganz geschäftstüchtig! (Rudu)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/220629/</link>
					<comments>https://www.textfuss.de/220629/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 May 2013 14:27:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[20er]]></category>
		<category><![CDATA[briefe]]></category>
		<category><![CDATA[drachenfels]]></category>
		<category><![CDATA[fabelhaft]]></category>
		<category><![CDATA[geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[geschäftstüchtig]]></category>
		<category><![CDATA[hotel peterhof]]></category>
		<category><![CDATA[rhein]]></category>
		<category><![CDATA[siebengebirge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesakram.wordpress.com/?p=100</guid>

					<description><![CDATA[<p>Berlin, den 22. Juni [1929] Meine liebe Leni, noch nachträglich meine herzlichsten Glückwünsche zu Deinem Geburtstag! Wenn sie auch etwas verspätet Dich erreichen, so sind sie drum nicht weniger herzlich. Vor ein paar Tagen war ich drauf + dran Dir zu schreiben, plötzlich klopft es und Achim kommt in die Tür. Du kannst Dir denken, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/220629/">22.06.1929: Ich hielt Dich bis dahin für ganz geschäftstüchtig! (Rudu)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;">Berlin, den 22. Juni [1929]</p>
<p>Meine liebe Leni,</p>
<p>noch nachträglich meine herzlichsten Glückwünsche zu Deinem Geburtstag! Wenn sie auch etwas verspätet Dich erreichen, so sind sie drum nicht weniger herzlich. Vor ein paar Tagen war ich drauf + dran <span id="more-1896"></span>Dir zu schreiben, plötzlich klopft es und Achim kommt in die Tür. Du kannst Dir denken, daß ich dann jede freie Zeit benutzte, um mit Achim zusammenzusein.</p>
<p>In den nächsten Tagen werdet Ihr beiden eine schöne Autotour machen. Von Achim horte ich, daß Ihr den Rhein hinauffahren werdet. Als besonders schönen Punkt möchte ich Euch bei Königswinter den Drachenfels empfehlen. Oben liegt ein <span style="text-decoration: underline;">fabelhaftes</span> Hotel, der Peterhof (?), mit einer enormen Aussicht auf das Siebengebirge und den Rhein.</p>
<p>Ich hörte, daß Du Dein Rad für einen lächerlichen Preis verkauft hast. Ich hielt Dich bis dahin für ganz geschäftstüchtig!</p>
<p>Hab&#8216; glückliche, sonnige Tage im neuen Lebensjahr, insbes. wünsche ich es Dir für die kommende kleine Reise.</p>
<p>Von ganzem Herzen</p>
<p>Dein</p>
<p>Rudolf.</p>
<hr />
<p>Es ist der 22. Juni und Rudolf schreibt Leni einen Geburtstagsbrief. Das ist sehr löblich, allerdings hatte sie bereits am 21. Geburtstag. Aber wenn Bruder Achim zu Besuch kommt, hat man natürlich keine Zeit. Wobei man wohl davon ausgehen sollte, dass auch er ihr hätte schreiben sollen &#8230;? Meine Großmutter hat ihren Geburtstag, so lange ich mich erinnern kann, immer am Samstag nach dem 21.6. gefeiert, immer im Garten &#8211; denn es war immer gutes Wetter. Dieser Tatsache ist auch mein eigener Hochzeitstag geschuldet, da ich bei dem Datum von gutem Wetter ausging. In der Tat hat es funktioniert, obwohl niemand so recht dran glauben wollte.</p>
<p>Dass Leni ihr Fahrrad verkauft hat, wundert mich.  Das Geld wird sie wohl auf der Reise mit ihrem fast 8 Jahre älteren Bruder Achim ausgegeben haben &#8211; auch wenn es offenbar hätte mehr sein können, wenn man Rudolf Glauben schenken darf. Überhaupt, Rudolf &#8211; was macht der eigentlich neuerdings in Berlin?</p>
<p>Die Vokabel &#8222;fabelhaft&#8220; gehörte übrigens zu einer der liebsten meiner Großmutter. Aus der Tatsache, dass Rudolf sie hier unterstreicht, möchte ich gern schließen, dass das schon damals so war.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/5e5624c415034fdb92a35fd518a6f939" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/220629/">22.06.1929: Ich hielt Dich bis dahin für ganz geschäftstüchtig! (Rudu)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.textfuss.de/220629/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
