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	<title>krimi Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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	<title>krimi Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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		<title>&#8222;Spreewaldgrab&#8220;: Interview mit Christiane Dieckerhoff</title>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Mar 2016 22:02:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Ich kenne keinen Joachim.&#8220; Christiane Dieckerhoff kannte ich bisher nicht. Aber nun habe ich ihren Spreewaldkrimi gelesen und bin begeistert. Ich durfte sie ausfragen und freue mich über ihre großartigen Antworten. Liebe Frau Dieckerhoff, ein Spreewaldkrimi! Und dazu noch so ein spannender! Ich bin entzückt – zumal ich finde, dass der Spreewald gerade im Westen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/interview-mit-christiane-dieckerhoff/">&#8222;Spreewaldgrab&#8220;: Interview mit Christiane Dieckerhoff</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>&#8222;Ich kenne keinen Joachim.&#8220;</h1>
<p>Christiane Dieckerhoff kannte ich bisher nicht. Aber nun habe ich ihren Spreewaldkrimi gelesen und bin begeistert. Ich durfte sie ausfragen und freue mich über ihre großartigen Antworten.<span id="more-1666"></span></p>
<p><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/03/Spreewald.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-1667 alignleft" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/03/Spreewald-300x251.jpg" alt="Spreewald" width="300" height="251" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/03/Spreewald-300x251.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/03/Spreewald-768x644.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/03/Spreewald-705x591.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/03/Spreewald-450x377.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/03/Spreewald.jpg 940w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p><strong>Liebe Frau Dieckerhoff,</strong><br />
<strong> ein Spreewaldkrimi! Und dazu noch so ein spannender! Ich bin entzückt – zumal ich finde, dass der Spreewald gerade im Westen noch viel zu unbekannt ist. </strong><strong>Warum haben Sie sich für das Setting entschieden?</strong></p>
<p>Manchmal bekommt man Antworten im Leben, bevor sich die dazugehörigen Fragen stellen. So ging es mir mit dem Spreewald. Ein Redakteur der Lausitzer Rundschau fragte, ob ich einen Kurzkrimi für lr-online schreiben könnte, der im Spreewald spielt. Bei den Recherchen zu diesem Projekt habe ich mich dann in die Region verliebt. Ich mag diese Mischung aus Idylle und Geheimnis, die vor allen in den frühen Morgenstunden über der Landschaft liegt.</p>
<p><strong>Was war zuerst da, der Plot oder das Setting? Oder gehören sie unumstößlich zusammen?</strong></p>
<p>Das Setting war schon von Anfang an sehr wichtig und ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, welche Geschichten in den Spreewald passen könnten. Nur auf dem ersten Blick ist alles idyllisch. Der Spreewald ist durchaus auch gefährdet und die Region hat strukturelle Probleme, wie viele Regionen in Deutschland, in denen die Schwerindustrie auf dem Rückmarsch ist.</p>
<p><strong>Kennen Sie sich dort gut genug aus oder mussten Sie beim Schreiben öfter mal hinfahren? Haben sich die Lübbenauer über ihre Hauptrolle gefreut? Vor allem die Piratenbowlingbahnbetreiber?</strong></p>
<p>Ich bin schon häufig im Spreewald und lasse die Landschaft auf mich wirken, oder schaue mich nach potentiellen Tatorten um. Ich glaube, die Betreiber der Piratenbowlingbahn am Hafen in Lübbenau haben mich nicht wirklich ernst genommen. Das mag jetzt anders aussehen. Aber solange ich ihnen keine Leiche unters Klavier packe, sind sie sehr gelassen.<br />
Ob die Lübbenauer sich gefreut haben? Ich weiß es nicht. Ich glaube, die Meinung im Ort ist zwiegespalten. Was wir als Außenstehende als authentisch erleben, ist für die Einheimischen nur ein Teil ihres Lebens.<br />
Eine Wirtin sagte zu mir: Hoffentlich schreiben Sie nicht auch, dass wir alle sorbisch brabbeln, in ungeheizten Holzhütten hausen und durch die Gegend staken. Aber natürlich gehört auch so etwas in einen Spreewaldkrimi. Allerdings habe ich die ungeheizten Häuser weggelassen. Das ist doch ein Anfang.<br />
Die Polizei in Lübben war sehr freundlich und hilfsbereit. Mein Babbenbier kann ich jetzt auf jeden Fall mit einem original „Polizei Brandenburg“ Flaschenöffner öffnen.</p>
<p><strong>Spreewaldgurken kennt man ja. Dass man daraus Schnaps brauen kann, war mir neu. Haben Sie auf das Erscheinen des Buches mit Gurkenschnaps angestoßen?</strong></p>
<p>Nein, wie die meisten Krimiautoren habe ich einen Hang zu Gin Tonic und genau damit habe ich auch angestoßen, als die Autorenexemplare eingetroffen sind. Bei der Premierenlesung gab’s dann allerdings Gurken, wenn auch nicht als Schnaps, sondern nur als Häppchen mit Schwarzbier.</p>
<p><strong>Es ist sehr gruselig, wie im Nebenstrang eine Frau ihrem Tod entgegensieht. Hat Sie die Vorstellung beim Schreiben belastet? Ich bekomme beim Lesen ja schon fast Albträume.</strong></p>
<p>Ja sehr. Die Recherchen zu diesem Teil waren sehr belastend. Es ist wirklich beängstigend, wie undurchdringliche Dunkelheit innerhalb kürzester Zeit Menschen zerstört.</p>
<p><strong>Können Sie (Jo-)Achims grundsätzlich nicht leiden? (Ich könnte das nachvollziehen!) Die im Buch sind ja alle nicht übermäßig sympathisch.</strong></p>
<p>Ich kenne keinen Joachim. Das war mir wichtig.</p>
<p><strong>Andersrum: Für wen in dem Buch empfinden Sie die größte Zuneigung? (Ich bin Thang-Fan.)</strong></p>
<p>Thang mag ich auch sehr. Aber tatsächlich gehört mein Herz Klaudia, auch wenn, oder gerade weil sie sich immer wieder selbst im Weg steht.</p>
<p><strong>Dürfen wir Klaudia auch in Zukunft bei ihren Ermittlungen begleiten?</strong></p>
<p>Aktuell arbeite ich am zweiten Band der Reihe, der voraussichtlich im Januar 2017 bei Ullstein erscheinen wird. Ob es danach weitergehen wird, entscheiden letztendlich die Leser. Aber im Moment sieht es gut aus. Die erste Auflage war bereits nach drei Wochen vergriffen.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview!</strong></p>
<p>Ich danke Ihnen für die Fragen.</p>
<p>Herzliche Grüße<br />
Christiane Dieckerhoff<br />
<a href="http://www.krimiane.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.krimiane.de</a></p>
<p>Und jetzt seid Ihr an der Reihe! Was sagt Ihr: <strong>Habt Ihr Angst vor der Dunkelheit? Was würdet Ihr als ultimative Angstvorstellung in einem Krimi unterbringen, wenn Ihr einen schreiben würdet?</strong></p>
<p>Hinterlasst mir bis zum 9.3.2016 einen Kommentar und erzählt mir, wovor Euch gruselt!</p>
<p><strong>Gewinne</strong></p>
<p>Hauptpreis: 1x Spreewaldgrab von Christiane Dieckerhoff &amp; 1x <a href="http://www.spreewaelder-hofladen.de/Spreewaldtrio-Balance-Picknick-:-Gewuerz-,-Honig-und-Knoblauchgurken,art-1807" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spreewaldtrio Balance-Picknick</a></p>
<p>2.-3. Preis: je ein Buch &#8222;Spreewaldgrab&#8220; von Christiane Dieckerhoff</p>
<p><strong>Teilnahmebedingungen</strong></p>
<p>Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt Ihr Euch mit den <a href="http://www.netzwerk-agentur-bookmark.de/2015/06/allgemeine-teilnahmebedingungen-der.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Teilnahmebedingungen </a>einverstanden.</p>
<div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/e358145f234f4beda027d63f64416e56" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/interview-mit-christiane-dieckerhoff/">&#8222;Spreewaldgrab&#8220;: Interview mit Christiane Dieckerhoff</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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		<title>&#8222;Scherben der Wahrheit&#8220;: Interview mit Mark Billingham</title>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2015 22:01:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[atrium]]></category>
		<category><![CDATA[krimi]]></category>
		<category><![CDATA[mark billingham]]></category>
		<category><![CDATA[scherben der wahrheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Ich bin kein großer Planer.&#8220; Für die aktuelle Blogtour durfte ich Mark Billingham ausfragen. Sein letztes bei Atrium erschienenes Buch &#8222;Die Lügen der Anderen&#8220; hat mir sehr gut gefallen. Und auch &#8222;Die Scherben der Wahrheit&#8220; hat mich nicht enttäuscht. Auch wenn die Zeit etwas knapp war für über 400 Seiten. Zunächst mal danke, Mark. Ich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/interview-mark-billingham/">&#8222;Scherben der Wahrheit&#8220;: Interview mit Mark Billingham</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>&#8222;Ich bin kein großer Planer.&#8220;</h1>
<p><span style="line-height: 1.5;">Für die aktuelle Blogtour durfte ich Mark Billingham ausfragen. Sein letztes bei Atrium erschienenes Buch &#8222;Die Lügen der Anderen&#8220; hat mir sehr gut gefallen. Und auch &#8222;Die Scherben der Wahrheit&#8220; hat mich nicht enttäuscht. Auch wenn die Zeit etwas knapp war für über 400 Seiten.</span></p>
<p><span id="more-1412"></span>Zunächst mal danke, Mark. Ich hatte weniger als vier Tage Zeit, dieses Buch zu lesen. Es kam zu spät &#8211; und dieses Interview muss bis Mittwoch fertig sein. Der Fairness halber bekommst auch du also weniger als vier Tage, um meine Fragen zu beantworten.</p>
<div id="attachment_1416" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/09/Billingham3.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1416" class="size-medium wp-image-1416" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/09/Billingham3-300x168.jpg" alt="Wenn man so einen Stein durchs Fenster wirft, gibt es auch Scherben" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1416" class="wp-caption-text">Wenn man so einen Stein durchs Fenster wirft, gibt es auch Scherben</p></div>
<p>Aber was ich eigentlich sagen wollte: Ich bin froh, dass ich nicht mehr Zeit hatte, denn auf diese Weise hatte ich immer eine Entschuldigung, zu dem Buch zurückzukehren, wann immer ich fünf Minuten entbehren konnte.</p>
<p>Noch ein großartiges Buch! Wie machst du das?</p>
<p>Oh, ich glaube, das willst du nicht beantworten. Ich fange noch einmal an.</p>
<p><strong>Du füllst offensichtlich gern viele Seiten. Wie viel Detail legst du ins Plotten? Hast du einen groben Rahmen, wenn du mit dem Schreiben anfängst, oder hast du einen detaillierten Plan? Du musst einen genauen Plan haben, aber wie funktioniert das?</strong></p>
<p>Ich fange einfach mit einer starken Eröffnungsszene an. Eine Szene, die beim Leser Fragen aufwirft. Wer sind diese Leute? Warum tun sie diese Dinge? Das sind oft Fragen, die ich mir selbst stelle, während ich schreibe. Von da aus mache ich weiter. Ich bin kein großer Planer, weil mir das den ganzen Spaß und die Spannung am Schreiben verdirbt.</p>
<p><strong>Wie viel Zeit verwendest du aufs Plotten, bevor du mit dem Schreiben beginnst? Passiert es, dass du an mehr als einem Buch plottest?</strong></p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Ach Gott, ich kann ja kaum EINS auf einmal bewältigen. Ich plotte nicht im Voraus. Ich fange mit ein paar Protagonisten und einer Eingangsszene an. Natürlich ist eine dieser Personen mein wiederkehrender Detektiv Tom Thorne und Konsorten, aber mit Einzelbänden wie diesem hier fange ich ganz von vorne an.</span></p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Wenn du so viel Zeit mit deinen Protagonisten verbracht hast, ist es dann schwer, sie gehenzulassen? Tom Thorne zum Beispiel. Er lebt in deinen Büchern – sogar in diesem hier.</span></strong></p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Ja, er hat eine winzige Nebenrolle, weil ich nicht widerstehen kann. Es ist ECHT schwer, seine Protagonisten loszulassen. Das ist auch der Grund, warum Helen Weeks, die in diesem Buch ihr Debüt feiert, jetzt in anderen Büchern auftritt und sogar ihre eigene BBC-Serie bekommt. Also bin ich froh, dass ich sie nicht habe gehen lassen.</span></p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Ich bin keine Freundin überflüssiger Wörter. Wenn ich Bücher lese, streiche ich im Kopf oft ganze Passagen. (Kein Wunder, dass ich Lektorin bin.) Aber nicht in diesem Fall. Jede einzelne Seite ist notwendig. Wie viel musstest du streichen? Hast du ein persönliches Seitenlimit?</span></strong></p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Kein Seitenlimit, aber ich versuche, alle überflüssigen Wörter zu streichen. Irgendwer hat mal gesagt, dass gutes Schreiben eigentlich Textbearbeitung ist. Die Kunst ist, zu entscheiden, was weggelassen werden kann. Der großartige Schriftsteller James Lee Burle hat gesagt, dass ein Buch fertig ist, wenn nichts „klappert“, also versuche ich, die Bücher so klapperfrei wie möglich zu kriegen!</span></p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Du dankst Jane Maier, die zu einem günstigen Zeitpunkt schwanger war. Als Autor erwartet man von dir, dass du die Gefühle von Menschen beschreiben kannst, die vielleicht gar nicht so sind wie du. Wir bekommen nur Einsicht in die Gedanken der „netten“ Leute. Diejenigen, deren Handlung wir vielleicht verstehen können. Hast du je versucht, uns zum Beispiel Waves Gedanken näherzubringen und es aufgegeben? Oder hätte uns das zu viel verraten?</span></strong></p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Wenn möglich, tauche ich gern in die Köpfe aller meiner  Protagonisten ein. Wie könnte ich sonst abgerundete Charaktere kreieren? Aber manchmal muss eine Person auf andere Weise definiert werden – durch das, was sie sagt oder tut, ohne dem Leser Einsicht in ihre Gedankenprozesse zu geben. Das beste Beispiel dafür ist Sam Spade im Malteser Falken, und er ist noch immer eine herausragende Figur.</span></p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Wann hasst du das Schreiben am meisten?</span></strong></p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Beim Anfangen. Immer am Anfang. Es braucht nur ein paar Wochen vom Beenden eines Buches zum Gefühl, nie eins geschrieben zu haben. Anfangen ist immer der schwierigste Part und ich zögere es so lange wie möglich heraus. Fertig werden ist FANTASTISCH!</span></p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Ist das Schreiben über Verbrechen und Mord nötig als Ausgleich für dein Leben als Comedian? Glaubst du, du würdest über etwas anderes schreiben, wenn du von Beruf &#8230; Schlachter wärst? Oder Lehrer?</span></strong></p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Ich habe dunkle Geschichten immer geliebt und ja, das ist die Kehrseite meines ausgeprägt lustigen Charakters. Comedians haben sowieso oft eine ziemlich dunkle Seite. VIEL verworrener als jeder Krimiautor, den ich kenne.</span></p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Wenn ich mir deine Bibliografie so ansehe, scheinst du gern zu schreiben und auch gern viel. Wie geht es dir, wenn du ein Buch schreibst? Tauchst du richtig ein oder behältst du einen gewissen Abstand?</span></strong></p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Es gibt gute und schlechte Zeiten. Obwohl ein Buch oft ein Kampf sein SOLLTE. Wenn das Schreiben zu einfach wird, ist das oft ein sehr schlechtes Zeichen.</span></p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Danke für die Beantwortung meiner Fragen und dass du dich so beeilt hast.</span></strong></p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Gern geschehen. Danke.</span></p>
<hr />
<p>Und nun seid Ihr an der Reihe. Ihr könnt bis zum 30.9.2015 eins von insgesamt fünf Büchern gewinnen, wenn Ihr folgende Frage beantwortet: Was für eine Geschichte würdet Ihr gern mal lesen? Gibt es vielleicht gar eine bestimmte Mordart, die Ihr schon immer mal verwurstet haben wolltet?</p>
<div>
<div id="id_560ac66534d6d8323095896">
<div>
<p><span style="line-height: 1.5;">Teilnahmebedingungen: M</span>it der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt Ihr Euch mit den <a href="http://www.netzwerk-agentur-bookmark.de/2015/06/allgemeine-teilnahmebedingungen-der.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Teilnahmebedingungen</a> einverstanden.</p>
<div></div>
</div>
</div>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/277000746450420492a9926921397899" alt="" width="1" height="1" /></p>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/interview-mark-billingham/">&#8222;Scherben der Wahrheit&#8220;: Interview mit Mark Billingham</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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		<title>Blogparade: Wie entspannend sind Bücher?</title>
		<link>https://www.textfuss.de/wie-entspannend-sind-buecher/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Aug 2014 13:47:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
		<category><![CDATA[bücher]]></category>
		<category><![CDATA[entspannung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8230; fragt meine Kollegin Stella Cornelius-Koch. Komische Frage, denke ich und lege mein Buch aus der Hand. Muss man überhaupt darüber nachdenken? Mich entspannt Lesen ungemein. Ich lese beruflich und habe lange Zeit &#8211; auch wegen der kleinen Kinder, die einen ständig davon abhalten &#8211; fast keine Bücher mehr einfach nur aus Spaß gelesen. Irgendwann [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/wie-entspannend-sind-buecher/">Blogparade: Wie entspannend sind Bücher?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; fragt meine Kollegin <a href="http://www.stress-abbauen-blog.de/blogparade-wie-entspannend-sind-buecher/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stella Cornelius-Koch</a>.</p>
<p>Komische Frage, denke ich und lege mein Buch aus der Hand. Muss man überhaupt darüber nachdenken?</p>
<p>Mich entspannt Lesen ungemein. Ich lese beruflich und habe <span id="more-1084"></span>lange Zeit &#8211; auch wegen der kleinen Kinder, die einen ständig davon abhalten &#8211; fast keine Bücher mehr einfach nur aus Spaß gelesen. Irgendwann stellte ich fest, dass mir das Einfach-so-Lesen enorm fehlte, kaufte mir eine Ans-Buch-klemm-Lampe fürs Bett und vertiefte mich wieder jeden Abend in ein Buch. Dann begann ich, Bücher fürs <a href="http://buch-magazin.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Buch-Magazin</a> zu rezensieren, wodurch ich jetzt immer bestens mit Lesestoff ausgestattet bin.</p>
<p>Ich lese gern Romane, momentan recherchebedingt besonders gern Bücher, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts spielen. Manche Bücher lese ich einfach nur ohne Hintergedanken als reine Unterhaltung, das können Krimis sein, Liebesgeschichten von mir aus auch. Ich betrachte auch Fachbücher als Freizeitlektüre. Und manchmal hat man Glück und ein Buch in der Hand, das einen so richtig fesselt. Das war zum Beispiel &#8222;In der Nacht&#8220; von Dennis Lehane. Ein Buch wie ein Film &#8211; inklusive dem Drang, wegsehen zu wollen, wenns brutal wird. Geht ja aber nicht.</p>
<p>War das nun entspannend? Ja. Denn durchs Lesen wird mein Kopf frei, umherschwirrende Gedankenfetzen ziehen sich zurück und machen der Fantasie Platz. Ich lese, bis mir die Augen zufallen. Manchmal bin ich auch vernünftig und mache das Licht früher aus.</p>
<p>Ich lese Papierbücher, was daran liegt, dass ich meine Rezensionsexemplare so bekomme. Einen Reader habe ich daher bisher nicht. Mit Hörbüchern komme ich leider gar nicht klar, weil ich dringend einschlafen muss, wenn mir jemand eine Weile lang etwas erzählt.</p>
<div id="attachment_1086" style="width: 235px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/08/pict3921.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1086" class="size-medium wp-image-1086" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/08/pict3921-225x300.jpg" alt="Nur Bücher, die wiederholt gelesen werden möchten, dürfen in dieses Regal. Alphabetisch und nach Sprachen sortiert." width="225" height="300" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/08/pict3921-225x300.jpg 225w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/08/pict3921-768x1024.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/08/pict3921-773x1030.jpg 773w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/08/pict3921-1125x1500.jpg 1125w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/08/pict3921-529x705.jpg 529w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/08/pict3921-450x600.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/08/pict3921.jpg 1536w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><p id="caption-attachment-1086" class="wp-caption-text">Nur Bücher, die wiederholt gelesen werden möchten, dürfen in dieses Regal. Alphabetisch und nach Sprachen sortiert.</p></div>
<p>Ich lese, wann immer die Freizeit es mir erlaubt, ich brauche dafür lediglich etwas Ruhe. Wo ich nicht lese: im Urlaub. Dort will ich in keine andere Welt eintauchen, dort will ich ganz sein. Im Urlaub lese ich eventuell einen Reiseführer und gern lokale Zeitschriften. Lektüre habe ich höchstens für die Fahrt dabei, aber auch da möchte ich lieber meine Umwelt aufsaugen.</p>
<p>Lesen ist an sich ja schon ein Kurzurlaub. Die Buchstaben entführen mich in eine andere Welt. Das funktioniert auch mit wirklich schlechten Büchern, allerdings ist das dann vielleicht nicht die Welt, die ich kennen möchte. Oder eine große Anzahl von Schreibfehlern bringt mich aus dem Konzept. Sehr, sehr selten finde ich überhaupt keinen Zugang zum Buch, die Tür in die fremde Welt bleibt zu. Das sind die sehr, sehr wenigen Fälle, in denen ich ein Buch nicht fertig lese.</p>
<p>Übrigens höre ich, wenn gerade kein Kapitelende in Sicht ist, mit dem Lesen immer nach dem ersten Absatz auf der linken Seite auf. So kann ich sofort weiterlesen, wenn ich das Buch wieder zur Hand nehme und muss nicht lange suchen, wo ich war. Spart wertvolle Sekunden!</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/93ee260ed4c54f7c85830b927fa37a91" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>&#8222;Rehragout&#8220;: Interview mit Lisa Graf-Riemann</title>
		<link>https://www.textfuss.de/interview-mit-lisa-graf-riemann/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jul 2014 12:00:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Letztes Jahr erschien &#8222;Hirschgulasch&#8220; von Lisa Graf-Riemann und Ottmar Neuburger &#8211; der wahrscheinlich spannendste Krimi, den ich je gelesen habe. Selten habe ich so mitgefiebert! Insofern ist es nicht verwunderlich, dass ich das Erscheinen des Nachfolgebandes kaum erwarten konnte. Endlich war er da, ich habe ihn gelesen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Letztes Jahr erschien &#8222;Hirschgulasch&#8220; von Lisa Graf-Riemann und Ottmar Neuburger &#8211; der wahrscheinlich spannendste Krimi, den ich je gelesen habe. Selten habe ich so mitgefiebert! Insofern ist es nicht verwunderlich, dass ich das Erscheinen des Nachfolgebandes kaum erwarten konnte. Endlich war er da, ich habe ihn gelesen &#8230; und die Euphorie blieb aus. Darüber war ich selbst ein bisschen verwundert, denn das Buch ist keineswegs schlecht.</p>
<p><span id="more-1045"></span>Im Gegenteil! Es ist großartig geschrieben, man taucht in die Welt der Protagonisten ein und hat das Gefühl, hautnah dabei zu sein. Die Geschichte ist bis ins Detail durchdacht, eins fügt sich zum nächsten und doch ist das Ende nicht gewiss.</p>
<p>Aber irgendetwas störte mich. Ich dachte ein paar Tage drüber nach, formulierte anschließend, was mir aufgefallen war und schickte das Ganze an die eine Hälfte vom Autorenpaar, nämlich an Lisa Graf-Riemann.</p>
<p>Die dachte wiederum selbst ein paar Tage nach und stand mir anschließend tapfer Rede und Antwort.</p>
<p><strong><span style="color: #000000;">„Rehragout“ ist die reine Fortsetzung von „Hirschgulasch“. Ohne Hirschgulasch funktioniert Rehragout nicht, es ist quasi Ragout auf Gulaschbasis. Dagegen ist ja nichts einzuwenden, ich hätte das Buch trotzdem gelesen. Auf der U4 heißt es ja auch, dass die Gaunerkomödie in die zweite Runde geht, aber ich war trotzdem enttäuscht, dass es keinen richtigen neuen Fall gab. Wie seht Ihr das?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Rehragout ist eine Fortsetzung, ja, ganz eindeutig. Hauptperson ist hier nicht eine Ermittlerin (Leni), die eben am selben Ort, im selben Amt, einen neuen Fall auf den Schreibtisch bekommt. Protagonisten sind die drei ukrainischen Ganoven, die mit dem Geld aus Berchtesgaden nicht so richtig glücklich werden und irgendwann Nachschub brauchen und zurückkommen, um ihn sich zu holen. Aus ganz verschiedenen Gründen: Wiktor, der nur Sicherheit für sich und seinen Sohn will, wird übers Ohr gehauen. Marjana verliert im Luxusleben den Anschluss, wenn nichts mehr nachkommt. Und Luba hat so riesige Pläne, dass nur eine riesige Menge Geld dafür reichen kann.</span><br />
<span style="color: #000000;"> Unser Interesse war es zu verfolgen, wie es dem Trio mit dem Geld nun geht, wenn sie wieder zu Hause sind, was sie damit anstellen und ob es ihnen Glück bringt.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Wurde das Hirschgulasch in „Hirschgulasch“ nur einmal erwähnt (glaube ich), wird jetzt ja doch sehr auf dem Rehragout rumgeritten. Man kann das durchaus als Running-Gag verstehen, aber ich finde es doch etwas konstruiert, wie nachträglich eingebaut. Stand der Titel von vornherein fest?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Nein, der Titel stand nicht fest, in beiden Fällen nicht. Wir wollten das in beiden Bänden einigermaßen dezent einbauen, kann sein, dass sich das zum Running Gag entwickelt hat.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Und: das Cover! Sollte mir die spiegelverkehrte Verwendung vom Hirschhasen einen Hinweis auf den Inhalt geben („Hirschgulasch“, nur ein bisschen anders)? Und wo bleibt da das Reh?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Im „Hirschgulasch“ gab es auch keinen Hirsch zu sehen, sondern einen böse dreinschauenden Wolpertinger.* Das war ein Entwurf der Grafikabteilung. Für das „Rehragout“ hatten wir Bilder von hölzernen Schützenscheiben (z. T. historisch) eingereicht, u. a. mit Rehen drauf. Wobei dann der Gedanke des Schießens und Tötens des Tieres nicht zu verdrängen gewesen wäre. Es geht im Roman aber nicht um die Jagd von Tieren oder Ähnlichem.</span><br />
<span style="color: #000000;"> Die Entscheidung des Verlags fiel deshalb in punkto Cover so, weil „Hirschgulasch“ ein Emons-Bestseller war. Man wollte unbedingt diesen Wiedererkennungseffekt haben &#8211; dasselbe gilt für den Titel. Man hoffte, dass die Leser das Coverbild wiedererkennen und auch das „Rehragout“ lesen, wenn ihnen das „Hirschgulasch“ gefallen hat. Und ich glaube, dieses Kalkül geht auf.</span></p>
<div id="attachment_1046" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/PICT3868.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1046" class="size-medium wp-image-1046" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/PICT3868-300x225.jpg" alt="Wiedererkennungseffekt vorhanden." width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/PICT3868-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/PICT3868-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/PICT3868-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/PICT3868-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/PICT3868-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/PICT3868-450x338.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/PICT3868.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1046" class="wp-caption-text">Wiedererkennungseffekt vorhanden.</p></div>
<p><strong><span style="color: #000000;">Und zuallerletzt: Es werden ja immer wieder aktuelle politische Geschehnisse verbaut. Aber wenn mich nicht alles täuscht, sind die jünger als 2011. Der Bilderfund zum Beispiel. In ein paar Jahren ist das egal, aber jetzt?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;"> Da hast du Recht &#8211; aber es hat so gut gepasst, dass wir uns diese dichterische Freiheit erlaubt haben. Vgl. auch <em>Monuments Men</em> und die aufgelassenen Stollen in Altaussee.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Wie stehst Du selber zu dem Buch?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Wie meinst du das? Möchtest du hören, ob ich es gut finde, besser, schlechter als Hirschgulasch? Ich weiß, wie lange ich / wir dran gearbeitet haben und ich habe auf jeden Fall mein Bestes gegeben. Wir haben unsere Figuren ein Stück begleitet und ihnen über die Schulter geschaut und uns erzählen lassen, was sie so gemacht haben, nachdem sie das Abenteuer in Berchtesgaden überstanden hatten und nach Kiew zurückkamen. Wie verzweifelt Jurij war, als er begreifen musste, dass Wladimir tot war, wie gern er es geleugnet hätte. Wie viel Angst Wiktor hatte, zu Jurij zu gehen. Wie sich Marjana in dem Maybach gefühlt hat und wie sich Luba mit ihren Mitarbeitern das Wolfs-Video angesehen hat aus Tschernobyl. Wir fanden es schön, wieder ein stück mit ihnen zu gehen und zu sehen, was ihnen so alles einfällt. Nicht zu vergessen Leni auf ihrer Alm und mit den Kollegen in Berchtesgaden und im festsitzenden Aufzug mit Wiktor. Ihre Erinnerungen an den verhinderten Rallyefahrer Max und dessen Erinnerungen an die Wilderei im Haus seiner Tante.</span><br />
<span style="color: #000000;"> Das sind alles Miniaturen, Einzelepisoden, die mein / unser Herz berühren. Alles kann nicht beim Leser/bei der Leserin ankommen, das ist klar. Dann wären wir Genies. Ein bisschen vielleicht &#8211; und die Ahnung, dass da noch alles Mögliche drinsteckt.</span><br />
<span style="color: #000000;"> Natürlich steh ich zu meinem Buch. Alles andere wäre Verrat an meinen Figuren und an meiner Geschichte.</span></p>
<p><strong>Wenn das kein wunderbares Abschlusswort ist! Danke an Lisa für die ehrliche Beantwortung meiner Fragen – und ich muss sagen, diese Antworten haben jeden Zweifel am Inhalt des Buches in Nichts aufgelöst. Also: Hirschgulasch und Rehragout kaufen und beide lesen. Unbedingt. Jetzt. Und die <a title="Mehr Lisakrimis" href="http://www.gesakram.de/eisprinzessin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">anderen Krimis</a> von Lisa Graf-Riemann gleich mit.</strong></p>
<div id="attachment_1048" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/pict3874.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1048" class="size-medium wp-image-1048" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/pict3874-300x225.jpg" alt="Ich hätte sie ja im Regal fotografiert, aber Ticki Tack wollte unbedingt mit aufs Bild" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/pict3874-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/pict3874-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/pict3874-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/pict3874-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/pict3874-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/pict3874-450x338.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/pict3874.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1048" class="wp-caption-text">Ich hätte sie ja im Regal fotografiert, aber Ticki Tack wollte unbedingt mit aufs Bild</p></div>
<p>* ein Wolpertinger ist ein Mischwesen, das aus verschiedenen Tieren besteht, oft mit einem gehörnten Hasenkopf</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/b89f9d45e09849889e643765ffd57bd4" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>„Brandbücher“ von Birgit Ebbert</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jul 2013 11:11:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ganz frisch erschienen ist dieser Kriminalroman von Birgit Ebbert. Seit langem verfolge ich ihr Blog www.buecherverbrennung.de, auf dem sie uns an ihren Recherchen teilhaben ließ. Nun ist also der Krimi fertig und wurde von mir umgehend verschlungen. Bücherverbrennung im Dritten Reich ist ein Thema, von dem wir alle schon gehört haben, aber über das die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_208" style="width: 235px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/07/pict0002.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-208" class="size-medium wp-image-208 " src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/07/pict0002.jpg?w=225" alt="&quot;Brandbücher&quot; von Birgit Ebbert" width="225" height="300" /></a><p id="caption-attachment-208" class="wp-caption-text">&#8222;Brandbücher&#8220; von Birgit Ebbert</p></div>
<p>Ganz frisch erschienen ist dieser Kriminalroman von Birgit Ebbert. Seit langem verfolge ich ihr Blog <a title="buecherverbrennung.de" href="http://www.buecherverbrennung.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.buecherverbrennung.de</a>, auf dem sie uns an ihren Recherchen teilhaben ließ. Nun ist also der Krimi fertig und wurde von mir umgehend verschlungen.<br />
Bücherverbrennung im Dritten Reich ist ein Thema, von dem wir alle schon gehört haben, aber über das die wenigsten <span id="more-1908"></span>richtig gut Bescheid wissen. Nach der Lektüre dieses Buches ist das anders, denn hier wird Fiktion geschickt mit der Realität vermischt.<br />
Beim Sichten des Nachlasses ihrer Großtante stößt Karina auf alte Postkarten, die diese geschrieben hat. Jedes Kapitel setzt sich zusammen aus zwei bis fünf zusammenhängenden Postkarten, gefolgt von einem Abschnitt über die Jetzt-Zeit mit Karinas Nachforschungen über die Vergangenheit ihrer Großtante. Darauf folgt ein Abschnitt über die Anfänge des Dritten Reichs, der das tatsächlich Erlebte von Karinas Großtante darstellt.<br />
Trotz oder wegen dieses Hin-und-her-Springens liest sich das Buch sehr flüssig, denn man möchte jeden Erzählstrang so schnell wie möglich weiterverfolgen. Die Angst des jüdischen Studenten Samuel wird deutlich spürbar, als sich sein Umfeld gegen ihn wendet. Karina stößt bei ihren Nachforschungen auf die Nachkommen von Samuels Verfolgern, die darüber wenig erbaut sind. Obwohl auch sie bedroht wird, ist ihre Angst weniger greifbar. Das könnte daran liegen, dass sie einen Verbündeten hat, insgesamt finde ich die Bezeichnung „Kriminalroman“ aber etwas hoch gegriffen. Für mich ist es ein spannender Roman, der wegen seines brisanten Inhalts fesselt, nicht wegen der akuten Bedrohung.</p>
<p>Die Handlung spielt in einem kleinen Ort im Münsterland, in dem die älteren Bewohner gern Plattdeutsch sprechen. Die Autorin hat die plattdeutschen Repliken bewusst kurz gehalten, aber ich frage mich trotzdem, ob sie einen nicht-Platt-affinen Leser nicht zu sehr aus dem Lesefluss werfen. Andererseits tragen sie sehr schön zum kleinstädtischen Bild bei und sorgen für Authentizität. Ich habe also keine überzeugende Lösung für das Problem* und bitte daher die besagten Plattdeutsch-fernen Leser um eine Stellungnahme.<br />
Echte Zitate und Personen wurden in die Fiktion eingewoben, wobei die Zitate mit einem Asterisk gekennzeichnet sind. Leider erfährt man erst im Nachwort, was es damit auf sich hat. Ich hatte schon verzweifelt den Anhang gesucht.</p>
<p>Insgesamt bietet der Roman eine fesselnde Lektüre, bei der man ganz nebenbei viel Geschichtliches lernt. Das Buch eignet sich meines Erachtens sehr gut für den Unterricht an Schulen, ist aber selbstverständlich für Erwachsene ebenso lesenswert. Ich bin gespannt, welches Thema Birgit Ebbert uns als nächstes präsentiert!</p>
<p>Witzigerweise ist entspricht Birgit Ebberts Buch vom Aufbau her ungefähr genau dem, was ich auf lange Sicht mit meinen echten Briefen vorhabe. Ich bin sehr froh, dass sich die Idee als absolut praktikabel entpuppt!</p>
<p>Am Schluss noch eine Frage in eigener Sache:<br />
Die Protagonistin Karina findet, dass die Sütterlin-Schreibschrift leichter zu lesen ist als die gedruckte Frakturschrift. Mir geht es da ganz anders. Was sagt Ihr dazu?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* Wer will schon mit Fußnoten arbeiten?</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/72816865e38f4b708282a5bed84ac692" alt="" width="1" height="1" /></p>
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