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	<title>Bücher Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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	<title>Bücher Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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		<title>&#8222;Sonntags fehlst du am meisten&#8220;: Interview mit Christine Drews</title>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Dec 2017 14:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Eine bemerkenswerte Sprachlosigkeit&#8220; Christine Drews hat einen Roman geschrieben, der mir sehr gut gefallen hat. Ich habe ihrein paar Fragen gestellt. Liebe Christine, zunächst einmal gratuliere ich zu diesem Roman, den ich sehr gern gelesen habe. Wenn du nicht schreibst, schreibst du auch. Drehbücher nämlich. In dem Fall werden deine Figuren von Außenstehenden mit Leben [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1><em>&#8222;Eine bemerkenswerte Sprachlosigkeit&#8220;</em></h1>
<p>Christine Drews hat einen Roman geschrieben, der mir sehr gut gefallen hat.<span id="more-1884"></span> Ich habe ihrein paar Fragen gestellt.</p>
<p><strong>Liebe Christine, zunächst einmal gratuliere ich zu diesem Roman, den ich sehr gern gelesen habe. Wenn du nicht schreibst, schreibst du auch. Drehbücher nämlich. In dem Fall werden deine Figuren von Außenstehenden mit Leben gefüllt. Ein Roman muss die Optik selbst transportieren – das wäre der wesentliche Unterschied, der mir auf Anhieb einfällt. Wie war die Arbeit am Roman für dich?</strong></p>
<p>„Sonntags fehlst du am meisten“ ist zwar mein erster Familienroman, aber ich habe vorher ja schon viele Kriminalromane und Thriller geschrieben, insofern war mir das Arbeiten „auf langer Strecke“ schon vertraut. Denn das ist es im Vergleich zum Drehbuch vor allen Dingen: lange Strecke. Beim Drehbuch bist du zügig, springst von Bild zu Bild, hältst dich nicht mit langen Beschreibungen auf, sondern konzentrierst dich auf die Handlung. Beim Roman musst du natürlich viel mehr beschreiben. Das ist aber auch sehr schön, weil du viel freier bist, dich viel mehr auslassen kannst und weniger einschränken musst. Wenn ich will, geht meine Hauptperson durch die Jahrhunderte, fliegt zum Mars oder jagt Dinosaurier – alles Dinge, die im Drehbuch nicht gehen. Aber „lange Strecke“ bedeutet auch: monatelang alleine am Schreibtisch zu sitzen. Da hat man natürlich auch Durchhänger, die man überstehen muss. Aber wenn ein Roman fertig ist, ist das Glücksgefühl natürlich groß.</p>
<p><strong>Die Geschichte beschäftigt sich mit unserem Erbe. Dem Erbe der Kriegskinder und –enkel, der nachkriegsbedingten Sprachlosigkeit. Was war zuerst da? Die Idee zum Roman, die dann zum Thema Kriegskinder führte, oder die Beschäftigung mit dem Verhalten der Kriegskinder, aus der ein Roman entstand?</strong></p>
<p>Die Idee zum Roman war als erstes da. In meiner gesamten Kindheit und Jugend war der 2. Weltkrieg immer ein zentrales Thema. Irgendwie war alles um uns herum immer noch von diesem Krieg geprägt, sei es nun im Geschichtsunterricht oder im allgegenwärtigen Kalten Krieg. Und trotzdem hat man von den Eltern und Großeltern nie Konkretes erfahren. Es wurden höchstens Anekdoten aus der Kriegszeit erzählt. Als mein Sohn so alt war wie mein Vater, der mit fünf Jahren durchs zerbombte Osnabrück radelte, wurde mir erst richtig bewusst, was das für ein Kind bedeutet haben muss und ich habe mich gefragt, was das mit dieser Generation wohl gemacht hat – und mit uns, den Kriegsenkeln. Das fand ich sehr spannend und darüber wollte ich schreiben.</p>
<p><strong>Die Protagonistin Caro ist gerade dabei, ihr Leben neu zu sortieren. Oder überhaupt „ihr Leben“ aus ihrem Leben zu machen. Inwieweit hattest du beim Schreiben Mitleid mit Caro? Wie hast du entschieden, wie viel du ihr zumuten kannst?</strong></p>
<p>Ich hatte durchaus Mitleid mit Caro, gerade die Szene, in der ihre Großmutter stirbt, geht mir immer noch zu Herzen. Aber ihr Weg soll auch zeigen, wie stark sie durch das geworden ist, was sie erlebt hat. Caro ist eben nicht an ihrem Schicksal zerbrochen, sie ist daran gewachsen.<a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/12/20171202_190922-e1512240516420.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-1885 alignleft" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/12/20171202_190922-e1512240516420-168x300.jpg" alt="Buch an Kinderwagen" width="168" height="300" /></a></p>
<p><strong>Caros Eltern kommen bei aller Kritik recht gut weg, finde ich, zumal gerade das Verhalten vom Vater für die Leserschaft erklärt wird, indem du seine Kindheit aufrollst. Ein großes Thema ist, dass Konfrontationen nahezu unmöglich zu sein scheinen. Wie stehst du dazu? Sollte die nachfolgende Generation die Eltern konfrontieren oder muss der Respekt vor der Vergangenheit gewahrt werden?</strong></p>
<p>Ich wollte an dem Verhältnis zwischen Caro und ihrem Vater zeigen, wie wichtig es ist, miteinander zu reden. Respekt für die Vergangenheit ist sicherlich auch wichtig, aber wenn man die andere Generation verstehen will, dann muss man miteinander sprechen. Das gilt übrigens für beide Seiten, auch Caros Eltern nehmen sich den Problemen ihrer Tochter ja viel zu wenig an, denken viel zu häufig „sie hat es doch gut!“ Natürlich kann man nicht alles auf den Tisch bringen und ständig diskutieren. Aber gerade zwischen den Kriegskindern und den Kriegsenkeln gibt es eine bemerkenswerte Sprachlosigkeit, die viel mit dem Erlebten zu tun hat.</p>
<p><strong>Caros Freundschaft zu einer Frau der Generation ihres Vaters lässt sie erkennen, dass man auch mit „den Alten“ reden kann. Wieso schaffen es manche, das Schweigen zu durchbrechen, andere aber überhaupt nicht?</strong></p>
<p>Ich glaube, das liegt an der Distanz, die sie zu der Frau hat. Frau Schneiders ist eine Fremde und Fremden offenbart man sich manchmal ja leichter, als den Menschen, die uns am nächsten sind. Denn Fremde haben uns noch nicht verletzt, wir teilen keine Vergangenheit mit ihnen, es gibt nichts, worauf man Rücksicht nehmen müsste. Daher kann Caro mit ihr viel offener reden, als mit ihren Eltern.<br />
Männer wie Caros Vater sind zudem noch mit einem ganz anderen Verständnis groß geworden, was den Umgang mit ihren Gefühlen angeht. Ein Mann dieser Generation reißt sich zusammen, zeigt keine Emotionen, sondern hat sich im Griff. Solche Männer schaffen es nur schwer, das Schweigen zu durchbrechen.</p>
<p><strong>Auch Alkoholsucht spielt in dem Roman eine Rolle – ebenfalls eine Form des Probleme-nicht-Konfrontierens. Insgesamt ist dein Buch also durchaus ein Plädoyer für das Miteinander-Reden. War dir das wichtig? Was war für dich der wichtigste Aspekt an der Geschichte?</strong></p>
<p>Ja, das war mir sehr wichtig. Die Geschichte wirbt um mehr Verständnis für unsere Elterngeneration. Außerdem war mir noch wichtig zu zeigen, dass Menschen, die scheinbar alles haben, so wie Caro, die intelligent, schön und reich ist, trotzdem kreuzunglücklich sein können. Leid ist immer subjektiv. Egal wie wunderbar ein Leben nach außen auch aussehen mag, der Mensch hinter der schönen Fassade kann so unglücklich sein wie Caro.</p>
<p><strong>Vielen Dank, Christine!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>&#8222;Das Buch der Wunder&#8220;: Interview mit Stefan Beuse</title>
		<link>https://www.textfuss.de/interview-mit-stefan-beuse/</link>
		
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		<pubDate>Wed, 01 Mar 2017 12:18:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[beuse]]></category>
		<category><![CDATA[wald]]></category>
		<category><![CDATA[wolf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Nutzt du den Schmerz?&#8220; Einen Roman „Das Buch der Wunder“ zu nennen, birgt einen gewissen Anspruch in sich. Ich zumindest erwarte dann etwas Ungewöhnliches, etwas, das mich zum Nachdenken bringt, aber bitte auf eine schöne Art, denn sonst müsste es „Das Buch der unschönen Erkenntnisse“ heißen und wer möchte das schon lesen. Mein Anspruch wurde [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/interview-mit-stefan-beuse/">&#8222;Das Buch der Wunder&#8220;: Interview mit Stefan Beuse</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>&#8222;Nutzt du den Schmerz?&#8220;</h1>
<p>Einen Roman <a href="https://www.mairisch.de/programm/stefan-beuse-das-buch-der-wunder/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Das Buch der Wunder“</a> zu nennen, birgt einen gewissen Anspruch in sich. Ich zumindest erwarte dann etwas Ungewöhnliches, etwas, das mich zum Nachdenken bringt, aber bitte auf eine schöne Art, denn sonst müsste es „Das Buch der unschönen Erkenntnisse“ heißen und wer möchte das schon lesen.<span id="more-1778"></span> Mein Anspruch wurde erfüllt, ich war ordnungsgemäß an manchen Stellen verwundert, habe den Stil wahrlich bewundert und das Buch gleich ein zweites Mal gelesen. Da habe ich manche Emotionen anders empfunden – darüber habe ich mich dann aber schon nicht mehr gewundert.*</p>
<p>Es geht um die Geschwister Tom und Penny, die eine sehr unterschiedliche Sichtweise auf die Welt haben – Tom glaubt an den wissenschaftlichen Ansatz, den Penny mit ihren alternativen Theorien gekonnt torpediert. Aber Penny bleibt nicht für immer bei Tom, und so hat er niemanden mehr, der seine sicher stets vernünftig getroffenen Entscheidungen infrage stellt. Doch Penny hat vorgesorgt.</p>
<div id="attachment_1803" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/03/Stefan_Beuse_4Foto_von_Simone-Scardovelli.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1803" class="size-medium wp-image-1803" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/03/Stefan_Beuse_4Foto_von_Simone-Scardovelli-300x200.jpg" alt="Autor im Grünen" width="300" height="200" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/03/Stefan_Beuse_4Foto_von_Simone-Scardovelli-300x200.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/03/Stefan_Beuse_4Foto_von_Simone-Scardovelli-768x512.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/03/Stefan_Beuse_4Foto_von_Simone-Scardovelli-1030x687.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/03/Stefan_Beuse_4Foto_von_Simone-Scardovelli-1500x1000.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/03/Stefan_Beuse_4Foto_von_Simone-Scardovelli-705x470.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/03/Stefan_Beuse_4Foto_von_Simone-Scardovelli-450x300.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1803" class="wp-caption-text">Schreibt Bücher und beantwortet Fragen: Stefan Beuse (mairisch.de, Foto: Simone Scardovelli)</p></div>
<p><b>Ein Buch, das nachhaltige Emotionen auslöst. Kompliment. Inwieweit hattest du einen Einfluss auf die Handlung – war dir immer klar, was passieren muss, wie die Figuren reagieren werden?</b></p>
<p>Während des Schreibens zu glauben, einen Einfluss auf was-auch-immer zu haben, ist zwar notwendig, um bei der Stange zu bleiben, aber absolut trügerisch. (Erstaunliche Parallele zum Leben, übrigens.) Jedenfalls bin ich froh, erst gegen Ende gemerkt zu haben, dass da etwas entsteht, das vollkommen anders ist als das, was ich gedacht oder gewollt habe. Sowieso ist es wenig ratsam, mit Literatur etwas Konkretes zu wollen. Wer was will, soll sich mit dem Megafon auf den Rathausmarkt stellen, Flugblätter verteilen oder Mondkalendersprüche schreiben; ich habe weder einfache Aussagen noch Antworten zu bieten. Was ich habe, sind ein paar ganz interessante Fragen, von denen ich glaube, dass sie Antworten ganz tief in uns zum Klingen bringen können. „Das Buch der Wunder“ ist eine dieser Fragen.</p>
<p><b>In Pennys und Toms Familie werden Probleme lieber verschwiegen als besprochen. Das bestärkt das Gefühl des Ausgeliefertseins – dass kein Einfluss auf das eigene Schicksal möglich ist. </b></p>
<p>Puh, die große Schicksal-oder-Selbstbestimmung-Frage, oder? Aber gut. Für mich gibt es da kein „oder“. Ich verstehe Schicksal als eine Art vor der Geburt gewählte Aufgabe, die von Mensch zu Mensch verschieden ist. Ich glaube, die meisten von uns haben diese Aufgabe vergessen, was nicht bedeutet, dass sie nicht existiert. Ich glaube, du kannst deine Aufgabe ignorieren. Du kannst dich entscheiden, nicht daran zu arbeiten. Du kannst Umwege gehen, kein Problem, das ist deine Möglichkeit zur Selbstbestimmung. Nur kann es dann halt sehr, sehr ungemütlich werden. Weil das, was wir „Schicksal“ nennen, dich immer wieder an deine Aufgabe  erinnert. Und wenn diese Erinnerungen unsanft, die Wake-up-Calls lauter werden, du also beispielsweise krank wirst, sprechen wir von Schicksalsschlägen. Ein Wort übrigens, das viel klüger ist als das, was wir daraus machen. Wir verstehen Schicksalsschläge als willkürliche, ungerechte Verteilung von Leid aus heiterem Himmel. Für mich sind „Schicksalsschläge“ sowas wie ein Kumpel, der dich freundschaftlich gegen die Schulter knufft, wenn du dich selbst aus den Augen verlierst. Und wenn dieser Kumpel merkt, du reagierst nicht, wird er eben deutlicher. Kennst du diesen Aimee-Mann-Song aus Magnolia? „It’s not going to stop ‘til you wise up?“ Ich glaube, das ist es, worum es auch in „Das Buch der Wunder“ geht: Wie weit kannst du dich von deinem wahren Wesen entfernen, ohne dich selbst zu verleugnen? Ab wann fügst du dir dadurch so viel Schaden zu, dass es schmerzhaft wird? Und dann: Nutzt du den Schmerz? Erträgst du ihn? Oder machst du dich nur unempfindlich dagegen?</p>
<p><b>Auf den ersten Blick scheint es auf der Welt mehr Toms als Pennys zu geben. Wissen sich die Pennys einfach nur gut anzupassen? Oder steckt in jedem von uns ein gewisses Pennypotenzial?</b></p>
<p>Ich glaube, wir tragen alle denselben Glutkern in uns. Die Sehnsucht nach einem verloren geglaubten Paradies, die Erfahrung von Einssein mit allem. Dummerweise leben wir Menschen aber in der Dualität, im Getrenntsein. Es gibt Mann und Frau, hell und dunkel, gut und böse. Das ist vor allem für jene ein Problem, die sich noch gut an das Einssein erinnern können, an das gleißende, allumfassende, molekülzerfetzende Glück, dem man als Mensch normalerweise nicht mal nahe kommt. Tom hat sich ins Menschsein gefügt, in seine Regeln, Mechanismen und Erklärungsmodelle, in die Begrenztheit. Penny aber spürt noch ursprüngliche Größe in sich. Sie weiß, dass es keine Grenzen gibt. Dass alles möglich ist, was gedacht werden kann. Insofern steckt naturgemäß in jedem von uns eine Penny. Nur meist gut versteckt unter sehr, sehr viel Kram.</p>
<p><b>Pennys Verschwinden ist für den Plot unerlässlich, trotzdem ist es schmerzhaft. Hast du andere Varianten ausprobiert oder stand ihr Verschwinden immer fest?</b></p>
<p>Es geht in „Das Buch der Wunder“ um Transformation, um die Durchlässigkeit von Grenzen, unter anderem der zwischen Geist und Materie. Dass jemand diese Grenze überschreiten muss, war immer klar. Wer also, wenn nicht Penny? Wichtig für mich war, diese Grenzüberschreitung nicht mit Fantasy-Mitteln zu erzählen. Die geheime Pforte, hinter der sich plötzlich eine sagenhafte Welt auftut: So Zeug ärgert mich immer, weil es sich der Erzähler dadurch sehr einfach macht. Wir sind ja nicht in Gotham City, aber wir sind trotzdem Helden. Deswegen wollte ich festen Boden unter den Füßen, so lange es irgend geht. Je länger dir der Leser durch eine stabile und bekannte Welt folgt, desto mehr vertraut er dir. Und je stärker er dir vertraut, desto mehr kannst du am Ende mit ihm anstellen. Wenn du ein Weltbild erschüttern willst, schaffst du das nicht, indem du eingangs sagst: Die Welt, die wir jetzt betreten, ist übrigens gar nicht echt.</p>
<p><b>Du sagst, du hast acht Jahre an dem Buch geschrieben. Wie muss ich mir das vorstellen? Wie viel hast du umgeschrieben, bis alles passte? </b></p>
<p>Das war ein kräftezehrender und sehr aufwändiger Prozess. Immer wieder neu- und umschreiben, ausprobieren, scheitern, verzweifeln, neu anfangen, kämpfen, verlieren, trotzdem wieder aufstehen, Figuren rausschmeißen, Lieblings-Handlungsstränge eliminieren, weil sie in dem Text nichts verloren haben … Der Roman hat zahlreiche Metamorphosen durchlaufen, die Transformation gibt es nicht nur inhaltlich, sondern auch formal. Genau wie die Sache mit den Frequenzen: Ich wollte, dass die im Buch beschworene Frequenzänderung auch mit dem Leser passiert, und dazu musste ich auf sämtlichen Ebenen diese kleinen Unschärfen, Irritationen, Durchlässigkeiten erzeugen, die sich zwar richtig anfühlen, es aber rein logisch – Tom würde sagen: wissenschaftlich – betrachtet nicht sind. Diese Irritation infiziert sogar die Perspektive: Es gibt da eine Erzählstimme, die nie wirklich zu verorten ist, weil sie sich ständig wandelt. Ist das ein innerer Gedankenstrom? Die Stimme eines Über-Ichs? Einflüsterungen des Dämons? „Das Buch der Wunder“ ist eine Art Spiegel, der darauf reagiert, wer wann und in welcher Verfassung hineinsieht. Zumindest fände ich es schön, wenn es so wäre.</p>
<div id="attachment_1797" style="width: 178px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/03/17036621_10154731931323113_1206849420_o.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1797" class="size-medium wp-image-1797" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/03/17036621_10154731931323113_1206849420_o-168x300.jpg" alt="Buch vor Kamin" width="168" height="300" /></a><p id="caption-attachment-1797" class="wp-caption-text">Halluzinierend schön! Nicht im Bild: das papayafarbene Vorsatzpapier. Das bekommt man nur zu sehen, wenn man das Buch kauft. (Foto: Alma)</p></div>
<p><b>Wie oft liest du dir einen Satz vor, bis du zufrieden bist? Schreibst du in Klausur oder lieber mit Trubel im Hintergrund?</b></p>
<p>Ich lese mir Sätze nie laut vor, aber es gibt einen Punkt, hinter dem es nicht mehr um Inhalt geht, sondern nur noch um Musik, Takt, Rhythmus. In dieser Phase brauche ich absolute Stille, um den Text wirklich zu hören. Wenn mich da irgendwas rausbringt, ein Geräusch, ein Gedanke … muss ich von vorn anfangen, um im Fluss zu bleiben. Bis ich diesen Punkt erreiche, fließen allerdings Blut, Schweiß und Tränen. Ohne jetzt versponnen klingen zu wollen: Ich arbeite so lange und so hart an Texten, bis sie ihre lyrische Essenz offenbaren.</p>
<p><b>Tom, der Ältere, schläft unten im Bett. Für mich ist das unrealistisch, meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass die Großen immer oben schlafen. War es wichtig, dass Penny oben ist? Hätten die Szenen nicht auch andersrum funktioniert?</b></p>
<p>Ich habe früher im Etagenbett auch über meiner jüngeren Schwester gelegen. Aber oben an der Decke kleben im Buch nun mal diese Leuchtsterne. Also Artefakte, Nachbildungen von Natur. Davon gibt es Einiges im Buch. Die künstlichen Seerosen im Gartenteich zum Beispiel. Das alles steht für den menschlichen Versuch, Größe auf ein erträgliches und handhabbares Format zu konfektionieren. Penny findet das natürlich unerträglich. Deswegen zerschlägt sie die Plastikrosen. Deshalb reißt sie die Leuchtsterne von der Decke. Deswegen muss sie oben liegen.</p>
<p><b>Die Mütter bleiben namenlos und kommen überhaupt ziemlich schlecht weg, wenn sie mal auftauchen, sie scheinen nur sekundär am Wohl ihrer Kinder interessiert zu sein. Die Stiefväter haben Namen und bemühen sich wenigstens um die Kinder, wenn auch eher weniger mitreißend. Als Mutter fühle ich mich da einen Hauch angegriffen. </b></p>
<p>Interessant. Ich hätte gedacht, dass alle Eltern im Buch gleich schlecht wegkommen. Sie stehen aber – genau wie die Kirche – eher für ein Prinzip. Für Konditionierung. Für maximales Angepasstsein an Macht- und Gesellschaftsstrukturen, für ein entkerntes Zombie-Leben.</p>
<p><b>A propos Kirche: Noch nie habe ich diese Strophen von „Maria durch ein&#8216; Dornwald ging“ gehört. Wieso kennst du die? Wird das tatsächlich irgendwo so gesungen? Ich bin völlig irritiert. Ich hielt mich für firm in diesen Dingen.</b></p>
<p>Ich komme aus Münster. Beantwortet das die Frage?</p>
<p><strong>Dazu sage ich jetzt nichts. Danke für das geduldige Beantworten!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* Entschuldigt die Wortwahl. Manchmal kann ich einfach nicht anders.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/ee881d1f590d4e59940a85bedb07d6c1" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/interview-mit-stefan-beuse/">&#8222;Das Buch der Wunder&#8220;: Interview mit Stefan Beuse</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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		<title>&#8222;Niemand ist bei den Kälbern&#8220;: Interview mit Alina Herbing</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Feb 2017 15:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Ich habe sehr viel experimentiert&#8220; Alina Herbing hat ein Buch über das Landleben geschrieben und ich habe sie dazu ausgefragt. Ich bin übrigens selbst auf dem Land aufgewachsen und nenne zwei Paar Gummistiefel mein Eigen (ein Paar zum Ausgehen) &#8211; falls ihr noch Bedarf an Buch oder Gummistiefeln habt (ich empfehle beides!), beantwortet bis zum [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/interview-mit-alina-herbing/">&#8222;Niemand ist bei den Kälbern&#8220;: Interview mit Alina Herbing</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>&#8222;Ich habe sehr viel experimentiert&#8220;</h1>
<p>Alina Herbing hat ein <a href="https://www.amazon.de/dp/3716027626/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1487519189&amp;sr=8-1&amp;keywords=niemand+ist+bei+den+k%C3%A4lbern" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Buch über das Landleben</a> geschrieben und ich habe sie dazu ausgefragt. Ich bin übrigens selbst auf dem Land aufgewachsen und nenne zwei Paar Gummistiefel mein Eigen (ein Paar zum Ausgehen) &#8211; falls ihr noch Bedarf an Buch oder Gummistiefeln <span id="more-1762"></span>habt (ich empfehle beides!), beantwortet bis zum 20.2.17  die unten stehende Frage. Doch nun ist erst einmal die Autorin mit dem Antworten dran.</p>
<p><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/02/16602693_1278164048910546_6144136954302568744_n.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-1763 alignleft" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/02/16602693_1278164048910546_6144136954302568744_n-300x120.jpg" alt="Blogtourbanner" width="300" height="120" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/02/16602693_1278164048910546_6144136954302568744_n-300x120.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/02/16602693_1278164048910546_6144136954302568744_n-768x307.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/02/16602693_1278164048910546_6144136954302568744_n-705x282.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/02/16602693_1278164048910546_6144136954302568744_n-450x180.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/02/16602693_1278164048910546_6144136954302568744_n.jpg 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p><b>Leben in einem Dorf in Mecklenburg – nach der Lektüre möchte man das eher nicht. Also ich nicht, und ich mag es ruhig. Du bist in der Gegend aufgewachsen. Wars so schlimm?</b></p>
<p>Für mich war es nicht so schlimm wie für Christin im Buch, aber anders schlimm. Es gibt viele Menschen, die sich in Mecklenburg sehr wohlfühlen und ich bin auch meistens gern dort, für eine begrenzte Zeit.</p>
<p><b>Das Buch geht mit einem starken Bild los – ein getötetes Rehkitz, das zum größten Teil unsichtbar bleibt und trotzdem sehr eindrucksvoll beschrieben ist. Als ob du sichergehen wolltest, dass auf keinen Fall der Eindruck von Landidylle entsteht. Täusche ich mich da?</b></p>
<p>Das zerhäckselte Rehkitz war einfach der erste Gedanke des Romans. Als Kind wurde auf den Feldern hinter unserem Dorf auch mal ein Kitz beim Mähen erwischt, das Geschwisterchen hat der Bauer meiner Mutter gebracht und wir haben es mit der Milch unserer Ziegen aufgepäppelt. Duftendes Heu gibt es ja kaum noch auf dem Land, tote Tiere und Güllegestank aber schon. Das wollte ich nicht ausschließen, wenn ich einen Roman schreibe, der in Dörfern spielt.</p>
<p><b>Ich hätte mir beim Lesen manchmal gern die Augen zugehalten, wenn Christin Dinge tut, die sie vernünftigerweise lieber nicht täte. Wie ist dein Verhältnis zu ihr? Hat sie dich manchmal genervt?</b></p>
<p>Ja, hin und wieder schon, aber sie ist eben nicht mutig und stark, sie ist sehr allein und nicht besonders selbstbewusst. Ich wollte keine Protagonistin, die mir zu ähnlich ist, ich wollte eine eigenständige Figur, mit der es auch manchmal schwierig werden kann.</p>
<p><b>Überhaupt, wie stehst du zu den Protagonisten und Protagonistinnen? Hättest du sie manchmal gern weicher gezeichnet? Oder gar härter? Wie hast du für dich entschieden, was zu viel oder zu wenig ist?</b></p>
<p>Diese Fragen müsste ich für jede Figur ganz individuell beantworten. Manche standen relativ schnell fest, an anderen habe ich viel länger gearbeitet und sie immer wieder geschärft, neue Szenen eingebaut oder ihnen winzige Eigenschaften gegeben, die viel verändern. Wichtig war dabei auch für jede Figur eine eigene Sprache zu entwickeln. Bis zum Schluss habe ich noch an einzelnen Wörtern gefeilt.</p>
<p><b>War es schwierig, den zum Inhalt passenden Ton zu finden? Wie viel hast du mit deiner eigenen Sprache experimentiert? </b></p>
<p>Ich habe sehr viel experimentiert, von Anfang an, mit verschiedenen Perspektiven, mit der Erzählstimme und auch mit der Sprache jeder einzelnen Figur. Dabei war es oft schwierig, in den sehr reduzierten Dialogen Informationen und Stimmungen unterzubringen und die Sprecher zu charakterisieren.</p>
<p><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/02/16839800_1289752674418350_1742013563_n.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-1768 alignleft" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/02/16839800_1289752674418350_1742013563_n-178x300.jpg" alt="16839800_1289752674418350_1742013563_n" width="178" height="300" /></a></p>
<p><b>Was für eine Persönlichkeit sollte man deiner Meinung nach haben, um auf Jans Hof glücklich zu werden? Muss man sich in sein Schicksal fügen wollen oder gibt es andere Aspekte?</b></p>
<p>Wenn man sich nichts Schöneres vorstellen kann, als Milchbauer in Mecklenburg-Vorpommern zu sein und einem die ständige Bedrohung der instabilen Milchpreise nichts ausmacht, ist man auf so einem Hof bestimmt glücklich, vor allem, wenn man mit Menschen dort wohnt, bei denen man sich geliebt und geborgen fühlt.</p>
<p><b>Haben die Bewohnerinnen und Bewohner von Schattin sich zu dem Buch geäußert? </b></p>
<p>Mir gegenüber noch nicht. Ich bin gespannt, was sie dazu sagen, dass ich dem Dorf im Buch diesen Namen gegeben habe. Der Roman spielt aber nicht in dem echten Schattin. Vorbild war für mich ein anderer Ort, den ich aber so verwandelt habe, dass er zu der Geschichte passt.</p>
<p><b>Warum wolltest du ein Buch zum Thema „tristes Landleben“ schreiben? Ist das Thema damit für dich abgeschlossen, kommen jetzt Sandalenthemen? Oder möchtest du noch bei den Gummistiefeln bleiben?</b></p>
<p>Ich wollte nie ein Buch über tristes Landleben schreiben. Diese Wertung hat das Buch eher nachträglich von außen bekommen. Ich habe mir gar nicht vorgenommen, zu einem bestimmten Thema zu schreiben und ich glaube, dass man meinen Roman auch nicht darauf reduzieren kann. Der Ausgangspunkt ist eine relativ alltägliche Szene des Landlebens. In meiner Kindheit und Jugend hatte ich viele solcher oder ähnlicher Szenen erlebt und auch darüber hinaus Menschen getroffen, die Konflikte mit sich herumtragen, die denen der Romanfiguren ähneln. Ich fand es spannend, Figuren zu erschaffen, die diesen Konflikten ausgesetzt sind, zum Beispiel Frauen, die nichts anderes kennen als in so einer männerdominierten Gesellschaft aufzuwachsen. Wie geht es denen dort? Was passiert eigentlich, wenn die Globalisierung auf winzige, lange weitestgehend abgeschottete Dörfer trifft? Das waren eher Fragen, die ich mir beim Schreiben gestellt habe.</p>
<p><strong>Vielen Dank!</strong></p>
<p>Meine Frage an euch: <strong>Wie steht ihr zum Landleben? Gummistiefelidylle oder Güllegrauen? Warum?</strong></p>
<div>Teilnahme bis einschließlich 23.2.2017 möglich</div>
<div></div>
<div><strong>Gewinne:</strong></div>
<div>Preis 1: 1 Paar Gummistiefel + “Niemand ist bei den Kälbern” von Alina Herbing in Print</div>
<div>Preis 2-5: Je ein Buch in Print “Niemand ist bei den Kälbern” von Alina Herbing</div>
<div></div>
<div><strong>Teilnahmebedingungen :</strong></div>
<div>Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den <a href="http://www.netzwerk-agentur-bookmark.de/2015/06/allgemeine-teilnahmebedingungen-der.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Teilnahmebedingungen</a> einverstanden.</div>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/0aa6de76d8d54858b202225b4c6b0201" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/interview-mit-alina-herbing/">&#8222;Niemand ist bei den Kälbern&#8220;: Interview mit Alina Herbing</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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		<title>&#8222;Urban Yoga&#8220; &#8211; Interview mit Amiena Zylla</title>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2017 12:01:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[draußen yoga]]></category>
		<category><![CDATA[urban yoga]]></category>
		<category><![CDATA[yoga]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Sinne schärfen Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch! Sicher habt ihr lauter gute Vorsätze. &#8222;Mehr Sport&#8220; zum Beispiel. Da kann ich euch behilflich sein, denn Amiena Zylla hat wieder einmal ein praxisnahes Yogabuch veröffentlicht. Ich habe Amiena ein paar Fragen zu ihrem Buch gestellt. Das Wichtigste zuerst: Wie kann Yoga urban sein? Was [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/interview-mit-amiena-zylla/">&#8222;Urban Yoga&#8220; &#8211; Interview mit Amiena Zylla</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Die Sinne schärfen</h1>
<p>Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch! Sicher habt ihr lauter gute Vorsätze. &#8222;Mehr Sport&#8220; zum Beispiel. Da kann ich euch behilflich sein, <span id="more-1739"></span>denn <a href="http://www.amienazylla.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Amiena Zylla</a> hat wieder einmal ein praxisnahes Yogabuch veröffentlicht.<a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/Amiena-Urban-Yoga.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-1741 alignleft" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/Amiena-Urban-Yoga-300x168.jpg" alt="fünf Yoga-Bücher" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Ich habe Amiena ein paar Fragen zu ihrem Buch gestellt.</p>
<p><strong>Das Wichtigste zuerst: Wie kann Yoga urban sein? Was muss ich mir da vorstellen? Ist Stadtyoga anders als Yoga auf dem Land?</strong></p>
<p>Ja, denn auf dem Land ist man tendenziell eher entspannt als in der Stadt. Die Stadtmenschen sind eher gestresster. Deswegen geht es bei Urban Yoga darum, genau dieses Thema, nämlich das Leben in der Stadt, in etwas Positives umzuwandeln, die Sinne mehr zu schärfen, die Architektur für sich optimal auf körperlicher und geistiger Ebene zu nutzen, aber auch zu gucken, wo versteckte Ruheoasen zu finden sind; die Anonymität ein wenig aufzulösen und mehr mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren und, und, und &#8230;. Es gibt, wie du siehst, eine ganze Reihe von Dingen, wie man Yoga in der Stadt leben kann.</p>
<p><strong>Laut Titel haben wir hier Übungen zum Auftanken und zum Runterkommen. Mit anderen Worten, die einen geben Energie, die anderen entspannen? Wie muss ich mir das vorstellen?</strong></p>
<p>Ganz genau so ist es. Ich habe versucht, möglichst viele Situationen, auf die wir Stadtmenschen in unserem Leben treffen, mit Übungen und Flowsequenzen abzudecken. Viele Flows sollen auch mehr jüngere Menschen zu Yoga motivieren, deshalb ist die Sprache so gewählt, dass sie sich angesprochen fühlen – es gibt sogar einen Flow, der „Thank God it&#8217;s Friday“ heißt, der als Warm-up für eine Partynacht dient ;)</p>
<p><strong>Das ist ja <a href="https://www.textfuss.de/alles-yoga-von-amiena-zylla/">nicht dein erstes Yogabuch</a>. Wodurch unterscheidet es sich von den anderen?</strong></p>
<p>Wie schon erwähnt, ist die Sprache etwas anders, die Flowsequenzen und Übungen haben englische Titelnamen – man könnte sagen, es ist ein Buch für die jüngere Generation. Ich habe versucht, die Gedanken des Yogas u. a. in Form von Challenges umzuwandeln, sodass jüngere Leute sich angesprochen fühlen.</p>
<p><strong>Das Buch kommt, wie erwähnt, mit viel Englisch und jungen Leuten in hippen Klamotten daher. Würdest du älteren Menschen eine andere Art von Yoga empfehlen?</strong></p>
<p>Ja und nein! Die Grundidee war tatsächlich ein Yogabuch für die Youtube/Snapchat/Instagram-Generation zu schaffen und gleichzeitig aber auch den Stadtmenschen dort abzuholen, wo er gerade ist. Beim Schreiben entwickelte sich das Buch aber immer mehr und mehr dahin, eine moderne Sicht des Yogas für jung und alt zu bekommen und auf eine besondere tiefe Ebene die Liebe zu seiner Stadt zu finden. Deshalb glaube ich, dass, wenn ein älterer Mensch das Buch in die Hand nehmen würde und nicht nur die Bilder durchblättert, er Gefallen daran finden könnte. Abgesehen davon, warum soll ein älterer Mensch nicht auch Yoga auf einer Parkbank machen können?</p>
<p><strong>Hand aufs Herz, machst du tatsächlich &#8222;mal eben auf der Parkbank&#8220; Yoga? Ist das nicht peinlich?</strong></p>
<p>Hand aufs Herz, JA! Ich mache das wirklich, ich häng mich auch an ein Treppengeländer oder spiele mit Treppenstufen. Die Deutschen muss man aber tatsächlich noch ein bisschen mehr motivieren, draußen für sich einfach Yoga zu machen. In Amerika oder China z. B. ist das Gang und Gebe, da schaut keiner. Aber es findet mehr und mehr ein Umbruch statt, sodass man immer öfter Leute sieht, die ihre Übungen gerne auch draußen machen.</p>
<p><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/aw_AmienaZylla.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-1742 alignleft" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/aw_AmienaZylla-279x300.jpg" alt="Amiena" width="279" height="300" /></a></p>
<p><strong>Ist Yoga etwas, das man lieber im Stillen oder mit anderen gemeinsam machen sollte? Warum?</strong></p>
<p>Alles ist möglich. Für mich gibt es da keine Regel.</p>
<p><strong>Es geht in dem Buch darum, den Kontakt zu sich selbst wieder herzustellen. Wie gelingt dir das am besten im Alltag? Hast du eine Lieblingsübung zum Runterkommen?</strong></p>
<p>Puuh! Da hab ich viele. Es kommt immer auf die Situation an. Aber wenn ich jetzt wählen müsste, würde ich sagen, dass ich am liebsten Drehhaltungen mache.</p>
<p><strong>Wie oft machst du selbst Yoga?</strong></p>
<p>Ganz unterschiedlich. Aber zurzeit versuche ich jeden Tag 15 bis 20 Minuten zu schaffen.</p>
<p>Nicht immer ganz einfach, wenn man ständig auf Achse ist, Aber auch Hotelzimmer lassen sich gut in ein kleines „urbanes“ Yogastudio umwandeln.</p>
<p><strong> Vielen Dank, Amiena!</strong></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/interview-mit-amiena-zylla/">&#8222;Urban Yoga&#8220; &#8211; Interview mit Amiena Zylla</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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		<title>&#8222;Nächte der Toten&#8220;: Interview mit Tim Vogler</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2016 14:45:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[berlin metropolis]]></category>
		<category><![CDATA[thriller]]></category>
		<category><![CDATA[tim vogler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Fast rauschartig&#8220; &#8222;Nächte der Toten&#8220; ist der zweite Band der Reihe &#8222;Berlin Metropolis&#8220; von Tim Vogler. Ich habe selten ein Buch gelesen, das auf so vielen verschiedenen Zeitebenen spielt. Da haben wir einerseits das Berlin des Jahres 2049, andererseits aber seine separaten Viertel, in denen die Menschen wie zur Kaiserzeit bzw. zur Zeit des geteilten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/interview-mit-tim-vogler/">&#8222;Nächte der Toten&#8220;: Interview mit Tim Vogler</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>&#8222;Fast rauschartig&#8220;</h1>
<p>&#8222;Nächte der Toten&#8220; ist der zweite Band der Reihe &#8222;Berlin Metropolis&#8220; von Tim Vogler.</p>
<p>Ich habe selten ein Buch gelesen, das auf so vielen verschiedenen Zeitebenen spielt. Da haben wir einerseits das Berlin des Jahres 2049, <span id="more-1714"></span>andererseits aber seine separaten Viertel, in denen die Menschen wie zur Kaiserzeit bzw. zur Zeit des geteilten Berlins leben. Damit ihr euch das vorstellen könnt, gibt es hier den Trailer zum ersten Band &#8222;Stunde der Rache&#8220; (zu dem Zeitpunkt noch mit dem Arbeitstitel &#8222;Hinterland&#8220;):</p>
<p>Die Handlung der knapp 470 Seiten spielt an fünf aufeinanderfolgenden Tagen, bei jeder agierenden Person wissen wir, um welche Zeit sie was macht. Es liegt in der Verantwortung des Lesers, sich darüber im Klaren zu sein, was zeitgleich passiert. Man muss also durchaus aufpassen beim Lesen.</p>
<p><strong>Meine brennendste Frage ist deshalb: Wie um Himmels Willen behält man als Autor da den Überblick? Ich stelle mir großformatige Zeitstrahlen vor, mit Notizen gepflasterte Wände, große Pfeile usw. Wie lief das genau?</strong></p>
<p>Ich habe beim Schreiben schon einige Seiten vollgekritzelt, aber eher, um mit Pfeilen und Gruppierungen plastisch zu machen, wer mit wem gegen wen arbeitet und wie die Verstrickungen sind. Ich arbeite viel im Kopf, z. B. beim Spazierengehen, und nutze Hilfsmittel wie graphische Darstellungen eigentlich nur, um das Unterbewusstsein anzuregen. Wenn da die Lampen angehen, ist das bei mir viel machtvoller, als alles, was man bewusst zu kontrollieren versucht. Letztendlich schlägt die richtige Inspiration aus meiner Sicht jeden errechneten Plan.</p>
<p>Außerdem sucht man sich ja Genres und Formen aus, die einem liegen. Mir liegt das Komplexe und Überbordende. Insofern hatte ich nie wirklich das Problem, mich in der Handlung zu verlieren oder selbst den Überblick über die Welt und die Geschichte zu verlieren. Die Herausforderung war eher, im Großen und Kleinen die bestmögliche Übersetzung für den Leser zu finden. Dafür musste ich oft aus mir heraustreten und versuchen, die Geschichte unbefangen zu betrachten und das ist kaum möglich. Es wird umso schwieriger, je tiefer man selbst alles verinnerlicht hat.</p>
<p><strong>Hast du dich mal richtig verzettelt? Bist du beim Schreiben in eine Sackgasse geraten? Musstest du eher hinzufügen oder löschen, bis das Buch so war, wie du es haben wolltest?</strong></p>
<p>Wenn ich schreibe, passiert das fast rauschartig. In Sackgassen bin ich nicht geraten, aber beim Überarbeiten gab es Momente, an denen es zäh wurde. Der Anfang war zum Beispiel eine ziemliche Herausforderung. Ich musste ihn so gestalten, dass er für alle funktioniert und diese komplexe, verrückte Welt erlebbar macht, egal ob sie das erste Buch »Stunde der Rache« gelesen haben oder nicht. In Bezug auf das erste Drittel hat mein Lektor auch den größten Bedarf an Sorgfalt gesehen und mich immer wieder angetrieben, es noch weiter zu verfeinern und plastischer zu machen. Irgendwann war er begeistert davon und ich habe ihm zur Sicherheit noch einmal das ganze Buch geschickt, weil die Veröffentlichung anstand. Ich bin erleichtert mit meiner Freundin nach Prag gefahren und dachte, dass ich nun den Knoten durchgehauen hatte und alles seinen Gang nehmen kann. Zurück am Berliner Hauptbahnhof erreichte mich eine Mail von Daniele, dass der Anfang jetzt so gut sei, dass ich unbedingt die Mitte und den Schluss noch besser machen muss, damit alles aus einem Guss ist. Ich musste erstmal kurz um den Block gehen, aber dann habe ich mich entschieden, das Korrektorat abzusagen und habe noch einmal Monate am Text gefeilt. Es gab einige Stellen, an denen ich so entschieden habe. Es war am Ende immer gut und hat alles besser gemacht, aber im ersten Moment weint man etwas.</p>
<p><strong>Und mit dem Löschen und Hinzufügen und so?</strong></p>
<p>Das ging in beide Richtungen. Ich habe hinzugefügt, gelöscht, einzelne Passagen ganz neu eingefügt, aber am meisten wohl gelöscht. Die Dialoge sind manchmal ausgeufert. Ich wollte sehr viel erklären, damit sich niemand verliert, musste aber irgendwann einsehen, dass das Buch dadurch an Magie verliert. Ich habe gelernt, dass ich mein Bestes geben, aber auch dem Leser vertrauen muss.</p>
<p><strong>Welches Viertel in Berlin Metropolis gefällt dir selbst am besten? Wo konntest du die Figuren am leichtesten agieren lassen?</strong></p>
<p>»Nächte der Toten« fokussiert sich am meisten auf das Berlin der 20er-Jahre. Es war leicht, in diese Welt hineinzufinden und eine ganz spezielle Atmosphäre zu erzeugen, weil man so viele Bilder dazu kennt und sie so inspirierend sind. Es war eine verrückte Zeit damals zwischen den Kriegen, mit vielen Neuerungen und Extremen, mit Varietés und Bordellen, Glamour und Gangstervierteln. Berlin war schon damals ein Moloch, eine bunte, durchgeknallte Melange. Noch heute lebt die Stadt etwas von diesem Charme, der sich trotz oder sogar wegen der Diktaturen und ihrer Monstrosität entwickeln konnte. Ich habe diesen Geist in der Stadt oft gespürt und mir ausgemalt, wie es wäre, ihn noch einmal pur zu erleben. Auch daraus ist das Buch entstanden.</p>
<p><strong>Es ist ja schon der zweite Thriller, der in Berlin Metropolis spielt. Hat sich beim Schreiben des zweiten Teils deine Wahrnehmung von der fiktiven Stadt verändert? Hast du neue Details eingefügt, die es im ersten Teil noch nicht gab?</strong></p>
<p>Ich spreche lieber vom ersten Buch, weil alle Bücher sehr große Bögen haben und in sich abgeschlossen sind. Im ersten Buch habe ich mich noch geweigert, genau zu benennen, was in der Großen Katastrophe passiert ist, die die Welt so radikal verändert hat. Ich wollte das offen halten und die Fantasie der Leser anregen, habe aber eingesehen, dass es angemessener ist, den Lesern ein halbwegs fertiges Szenario zu liefern.</p>
<p>Ansonsten entwickeln sich die Charaktere natürlich weiter, intensivieren ihre Beziehung und geraten auf Abwege. Beim Ermittler Castorf z. B. wird im ganzen ersten Buch angedeutet, welche tragische Geschichte ihn umtreibt, aber erst im zweiten Buch werden die Details dazu geliefert. Im Prinzip sind die Bücher wie Staffeln einer Serie. Neue Figuren kommen hinzu, neue Türen gehen auf, andere schließen sich, aber im Grunde genommen geht man immer feiner hinein in die Geschichte an sich und die Geschichten der einzelnen Figuren.</p>
<p><strong>Was inspiriert dich beim Schreiben? Wo bekommst du deine Ideen her?</strong></p>
<p>Die Ideen für die Reihe habe ich bekommen, als ich als leitender Redakteur für ein Zukunftsmagazin tätig war. Generell kommen mir die besten Ideen beim Reisen. Leider klappt das gerade nicht so oft, wie ich es mir wünsche. Aber jede Zug- oder Busfahrt ist eine kleine Reise. Im Grunde muss ich nur in Bewegung bleiben, um zur Ruhe und zu Ideen zu kommen. So komisch das auch klingen mag.</p>
<p><strong>Da Berlin ja wächst – auch in der Zukunft – könntest du dir vorstellen, Berlin Metropolis um weitere Viertel zu erweitern?</strong></p>
<p>Das wird nicht passieren. Mit dem dritten Buch gehe ich in eine andere Stadt und zeige eine ähnlich verrückte, aber komplett andere Welt. Es kann sein, dass ich nach Berlin zurückkomme, aber generell beinhaltet das Konzept Metropolis-Reihe, dass mit ähnlichen aber stets neu durchmischten Ermittlern verschiedene Metropolen „bereist“ und Fälle gelöst werden. Wie es genau nach Buch III weitergeht, weiß ich noch nicht, aber Moskau wäre eines der möglichen ferneren Episoden, die die Ermittler vor neue Herausforderungen stellt. Die Auswahl ist groß, mal sehen. Paderborn kommt glaube ich nicht dran. ;)</p>
<p><strong>Gibt es unter den Protagonisten Figuren, die dir lieber sind als andere, oder schreibst du alle Handlungsstränge gleich gern?</strong></p>
<p>Ich kann nur Figuren entwickeln, die mir irgendwie auch nah sind. Bei mir sind die Charaktere auch nicht schwarz-weiß. Die Bösen sind auch ein bisschen gut und haben Qualitäten, die Guten haben ihre Schatten. Alle sind Menschen, viele kämpfen mit ihren Dämonen. Es gibt einige, die mir näher und lieber sind, aber alle haben ihren Platz. In gewisser Weise nimmt man als Autor eine Schöpferrolle ein, die sich etwas Neutralität bewahren muss. Man gibt Raum für Leben, es muss sich entfalten können, ohne dass man alles kontrolliert und wertet. Jede Figur ist Teil eines Planes, der als Gesamtes über allem steht. Das ist so notwendig und man nimmt das an, auch wenn man nicht mit jeder Figur gerne ein Bier trinken gehen würde.</p>
<p><strong>Vielen Dank!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/interview-mit-tim-vogler/">&#8222;Nächte der Toten&#8220;: Interview mit Tim Vogler</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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		<title>&#8222;Ad hoc visualisieren&#8220;: Interview mit Malte von Tiesenhausen</title>
		<link>https://www.textfuss.de/interview-mit-malte-von-tiesenhausen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2016 12:43:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[graphic recording]]></category>
		<category><![CDATA[malte von tiesenhausen]]></category>
		<category><![CDATA[visualisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Visuelle Eselsbrücken Malte! Ein Buch mit lauter bunten Bildchen, die einem das Erstellen von lauter bunten Bildchen erklären. Das ist so cool! Aber bleiben wir sachlich. Du verdienst dein Geld damit, dass du die Dinge malst, die andere gerade erklären oder erzählen oder sonstwie von sich geben. Du weißt vorher nicht, was sie sagen werden, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/interview-mit-malte-von-tiesenhausen/">&#8222;Ad hoc visualisieren&#8220;: Interview mit Malte von Tiesenhausen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>Visuelle Eselsbrücken</h1>
<p>Malte! Ein <a href="http://www.businessvillage.de/ad-hoc-visualisieren/eb-930.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Buch</a> mit lauter bunten Bildchen, die einem das Erstellen von lauter bunten Bildchen erklären. Das ist so cool!<span id="more-1693"></span></p>
<p><span style="color: #993300;"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/VIS_6759.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-1694 alignleft" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/VIS_6759-300x200.jpg" alt="VIS_6759" width="300" height="200" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/VIS_6759-300x200.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/VIS_6759-768x513.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/VIS_6759-1030x688.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/VIS_6759-1500x1001.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/VIS_6759-705x471.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/VIS_6759-450x300.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></span></p>
<p><strong>Aber bleiben wir sachlich. Du verdienst dein Geld damit, dass du die Dinge malst, die andere gerade erklären oder erzählen oder sonstwie von sich geben. Du weißt vorher nicht, was sie sagen werden, du malst einfach so rum. So, wie man sich in einer Vorlesung Notizen macht, nur in bunt. Richtig?</strong><br />
<strong> Oder doch anders? Wie anstrengend ist das? [Für den Zuschauer ist es, um man von mir auf andere zu schließen, oft interessanter als das Gesagte.]</strong></p>
<p>Ich finde das überhaupt nicht anstrengend. Eigentlich ist das aktives Zuhören mit einem Add-On, dem Zeichnen. Also zu einem Drittel zuhören und den roten Faden finden, das Gehörte mit bekannten Bildern verknüpfen – das ist das nächste Drittel – und dieses Bild dann aufzeichnen, das ist das letzte Drittel. Das Bild unterstützt die Kommunikation.</p>
<div id="attachment_1697" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/20160615_094648.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1697" class="size-medium wp-image-1697" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/20160615_094648-300x168.jpg" alt="Die Eckpfeilerdrittel" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1697" class="wp-caption-text">Die Eckpfeilerdrittel</p></div>
<p><strong>Hast du beim Ad-hoc-Visualisieren schon mal so richtig den Faden verloren? Oder irgendwas total falsch verstanden?</strong></p>
<p>Nur einmal war ich thematisch ziemlich „lost“, das war eine monoton vorgetragene Power-Point-Präsentation mit Kolonnen von statistischen Ergebnissen aus verschiedenen Ländern. Ich habe dann Teile der Kolonnen und die entsprechenden Länderflaggen aufgemalt.<br />
Üblicherweise funktioniert es aber sehr gut, visuell zu folgen. Der große Vorteil an der Technik des Graphic Recording ist, dass man die Zuhörer zu „Mittätern“ macht: die Visuals dienen im hohen Maße der Unterstützung von Erinnerung und Kommunikation. Sollte ich also tatsächlich mal einige Details nicht vollständig verstehen, kann ich dennoch mit Bildern Erinnerungsstützen schaffen, die von den Teilnehmern der Veranstaltung dann kognitiv ergänzt werden.<br />
Und wenn das Thema sehr komplex ist, setze ich mich im Vorfeld mit den Veranstaltern zusammen, das hilft enorm.</p>
<div id="attachment_1698" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/20160615_094633.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1698" class="size-medium wp-image-1698" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/20160615_094633-300x168.jpg" alt="Experten (das sind die Blumen) sind in ihren Themen verwurzelt, brauchen aber Hilfe, um sich gegenseitig zu befruchten." width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1698" class="wp-caption-text">Experten (das sind die Blumen) sind in ihren Themen verwurzelt, brauchen aber Hilfe von außen (von den Bienen), um sich gegenseitig zu befruchten.</p></div>
<p><strong>Du erntest bei deinen „Auftritten“ (wie nennt man das?) sicher meistens Bewunderung und Lob. Oder nicht? Gabs auch schon Niedermacher?</strong></p>
<p>Nein. Es gibt öfter Skepsis im Vorfeld. Aber im Zweifelsfall finden alle gut, was ich mache!</p>
<p><strong>Leute, die gut zeichnen können, behaupten oft, dass es eigentlich niemanden gibt, der nicht zeichnen kann. Du scheinst das auch so zu sehen. Und ja, natürlich kann man sich vieles aneignen, aber den einen fällt es eben leichter als den anderen. Warum sollen die anderen, denen es nicht leicht fällt, sich dann trotzdem mit dem Stift abmühen?</strong></p>
<p>Siehe Seite 50. :) Man muss ja nicht gleich Rockstar werden. Jeder kann sich alles aneignen und alle haben das Zeichnen als Kinder jahrelang geübt. Keiner startet bei Null. Kinder vereinfachen die Dinge, die sie zeichnen. Erst im Alter von 9 bis 12 Jahren wächst das Bedürfnis, die Realität darzustellen, gleichzeitig ist man in dem Alter aber sehr kritikanfällig und so geben viele das Zeichnen auf.<br />
Talent kann aber auch Entwicklung verhindern, weil man dann nicht übt. Ohne Talent wiederum fängt man gar nicht erst an. Wichtig ist, dass man Freude am Zeichnen hat, dann lässt es sich wie ein Handwerk erlernen.</p>
<div id="attachment_1696" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/VIS_6711.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1696" class="size-medium wp-image-1696" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/VIS_6711-300x200.jpg" alt="Fies! Das ist gar nicht Seite 50! " width="300" height="200" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/VIS_6711-300x200.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/VIS_6711-768x513.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/VIS_6711-1030x688.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/VIS_6711-1500x1001.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/VIS_6711-705x471.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/VIS_6711-450x300.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1696" class="wp-caption-text">Fies! Das ist gar nicht Seite 50!</p></div>
<p><strong>Das Buch vermittelt den Eindruck, als hättest du die ganze Zeit Spaß beim Arbeiten. Ist das so?</strong></p>
<p>Ja. Spätestens, wenn es losgeht, macht es Spaß.</p>
<p><strong>Ich gehe davon aus, dass du ein gutes visuelles Gedächtnis hast. Ich weiß aber auch, dass du dir Zitate und Texte gut merken kannst. Hast du da eine bestimmte Merktechnik?</strong></p>
<p>Ich merke mir die Dinge, die mich interessieren und baue mir visuelle Eselsbrücken. Bilder, Metaphern und Symbole sitzen direkt an den neuronalen Knotenpunkten und lassen sich leichter abrufen, wenn man sie braucht.</p>
<p><strong>Wäre je ein anderer Beruf als „was mit Stift“ für dich infrage gekommen?</strong></p>
<p>Ich habe schon immer gern gezeichnet. Das als Beruf zu machen habe ich mich aber nicht wirklich getraut, also habe ich Grafik-Design studiert. Am Ende habe ich mir ein Freisemester genommen und ganz viel gezeichnet, das war für mich der Moment, an dem ich wusste: „Genau das willst du machen!“<br />
Ich habe auch viel in Bands gesungen, ich stehe gern auf der Bühne. Das habe ich jetzt prima kombiniert, indem ich auf der Bühne stehe und zeichne.</p>
<div id="attachment_1695" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/malte-4.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1695" class="size-medium wp-image-1695" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/06/malte-4-300x199.jpg" alt="Malte von Tiesenhausen, Visualisierungsbiene" width="300" height="199" /></a><p id="caption-attachment-1695" class="wp-caption-text">Malte von Tiesenhausen, Visualisierungsbiene</p></div>
<p><strong>Warum hast du das Buch geschrieben? Möchtest du allen erklären, wie einfach das ist, und dir damit deinen eigenen Arbeitsplatz streitig machen? Und – ist es wirklich so einfach, wie du es darstellst?</strong></p>
<p>Das Thema gibt genug für alle her. <a href="https://www.carlsen.de/serie/ninja-hinter-den-schatten/22889" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mein letztes Buch</a> ist schon lange her, seitdem habe ich viel gelernt – außerdem gibt dieses Buch die Antwort auf die ständige Frage „Was genau machst du eigentlich?“. Und es ist die perfekte Ergänzung zum <a href="http://das-visualisierungs-buch.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Buch von meinem Partner bei Visual Facilitators, Mathias Weitbrecht</a>, das die Theorie und Haltung hinter dem Beruf darstellt.</p>
<p><strong>Zu guter Letzt: Was findest du selber an deinem Buch das Beste?</strong></p>
<p>Dass ich es anderen in die Hand drücken kann! Außerdem ist es das aktuelle Résumé meines Schaffens.</p>
<p><strong>Danke, Malte!</strong></p>
<hr />
<p>Übrigens kann man bei den <a href="www.visualfacilitators.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Visual Facilitators</a> auch einen <a href="http://www.visualfacilitators.com/newsletter " target="_blank" rel="noopener noreferrer">Newsletter</a> abonnieren. Was aber noch viel cooler ist: Sie bieten <a href="http://visualisierung.training/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Trainings</a> an.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/62bf4c8d257f42a2a7dee964e3226e22" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/interview-mit-malte-von-tiesenhausen/">&#8222;Ad hoc visualisieren&#8220;: Interview mit Malte von Tiesenhausen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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		<title>&#8222;Spreewaldgrab&#8220;: Interview mit Christiane Dieckerhoff</title>
		<link>https://www.textfuss.de/interview-mit-christiane-dieckerhoff/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Mar 2016 22:02:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[dieckerhoff]]></category>
		<category><![CDATA[dunkelheit]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[krimi]]></category>
		<category><![CDATA[spreewald]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Ich kenne keinen Joachim.&#8220; Christiane Dieckerhoff kannte ich bisher nicht. Aber nun habe ich ihren Spreewaldkrimi gelesen und bin begeistert. Ich durfte sie ausfragen und freue mich über ihre großartigen Antworten. Liebe Frau Dieckerhoff, ein Spreewaldkrimi! Und dazu noch so ein spannender! Ich bin entzückt – zumal ich finde, dass der Spreewald gerade im Westen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/interview-mit-christiane-dieckerhoff/">&#8222;Spreewaldgrab&#8220;: Interview mit Christiane Dieckerhoff</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>&#8222;Ich kenne keinen Joachim.&#8220;</h1>
<p>Christiane Dieckerhoff kannte ich bisher nicht. Aber nun habe ich ihren Spreewaldkrimi gelesen und bin begeistert. Ich durfte sie ausfragen und freue mich über ihre großartigen Antworten.<span id="more-1666"></span></p>
<p><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/03/Spreewald.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-1667 alignleft" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/03/Spreewald-300x251.jpg" alt="Spreewald" width="300" height="251" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/03/Spreewald-300x251.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/03/Spreewald-768x644.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/03/Spreewald-705x591.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/03/Spreewald-450x377.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/03/Spreewald.jpg 940w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p><strong>Liebe Frau Dieckerhoff,</strong><br />
<strong> ein Spreewaldkrimi! Und dazu noch so ein spannender! Ich bin entzückt – zumal ich finde, dass der Spreewald gerade im Westen noch viel zu unbekannt ist. </strong><strong>Warum haben Sie sich für das Setting entschieden?</strong></p>
<p>Manchmal bekommt man Antworten im Leben, bevor sich die dazugehörigen Fragen stellen. So ging es mir mit dem Spreewald. Ein Redakteur der Lausitzer Rundschau fragte, ob ich einen Kurzkrimi für lr-online schreiben könnte, der im Spreewald spielt. Bei den Recherchen zu diesem Projekt habe ich mich dann in die Region verliebt. Ich mag diese Mischung aus Idylle und Geheimnis, die vor allen in den frühen Morgenstunden über der Landschaft liegt.</p>
<p><strong>Was war zuerst da, der Plot oder das Setting? Oder gehören sie unumstößlich zusammen?</strong></p>
<p>Das Setting war schon von Anfang an sehr wichtig und ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, welche Geschichten in den Spreewald passen könnten. Nur auf dem ersten Blick ist alles idyllisch. Der Spreewald ist durchaus auch gefährdet und die Region hat strukturelle Probleme, wie viele Regionen in Deutschland, in denen die Schwerindustrie auf dem Rückmarsch ist.</p>
<p><strong>Kennen Sie sich dort gut genug aus oder mussten Sie beim Schreiben öfter mal hinfahren? Haben sich die Lübbenauer über ihre Hauptrolle gefreut? Vor allem die Piratenbowlingbahnbetreiber?</strong></p>
<p>Ich bin schon häufig im Spreewald und lasse die Landschaft auf mich wirken, oder schaue mich nach potentiellen Tatorten um. Ich glaube, die Betreiber der Piratenbowlingbahn am Hafen in Lübbenau haben mich nicht wirklich ernst genommen. Das mag jetzt anders aussehen. Aber solange ich ihnen keine Leiche unters Klavier packe, sind sie sehr gelassen.<br />
Ob die Lübbenauer sich gefreut haben? Ich weiß es nicht. Ich glaube, die Meinung im Ort ist zwiegespalten. Was wir als Außenstehende als authentisch erleben, ist für die Einheimischen nur ein Teil ihres Lebens.<br />
Eine Wirtin sagte zu mir: Hoffentlich schreiben Sie nicht auch, dass wir alle sorbisch brabbeln, in ungeheizten Holzhütten hausen und durch die Gegend staken. Aber natürlich gehört auch so etwas in einen Spreewaldkrimi. Allerdings habe ich die ungeheizten Häuser weggelassen. Das ist doch ein Anfang.<br />
Die Polizei in Lübben war sehr freundlich und hilfsbereit. Mein Babbenbier kann ich jetzt auf jeden Fall mit einem original „Polizei Brandenburg“ Flaschenöffner öffnen.</p>
<p><strong>Spreewaldgurken kennt man ja. Dass man daraus Schnaps brauen kann, war mir neu. Haben Sie auf das Erscheinen des Buches mit Gurkenschnaps angestoßen?</strong></p>
<p>Nein, wie die meisten Krimiautoren habe ich einen Hang zu Gin Tonic und genau damit habe ich auch angestoßen, als die Autorenexemplare eingetroffen sind. Bei der Premierenlesung gab’s dann allerdings Gurken, wenn auch nicht als Schnaps, sondern nur als Häppchen mit Schwarzbier.</p>
<p><strong>Es ist sehr gruselig, wie im Nebenstrang eine Frau ihrem Tod entgegensieht. Hat Sie die Vorstellung beim Schreiben belastet? Ich bekomme beim Lesen ja schon fast Albträume.</strong></p>
<p>Ja sehr. Die Recherchen zu diesem Teil waren sehr belastend. Es ist wirklich beängstigend, wie undurchdringliche Dunkelheit innerhalb kürzester Zeit Menschen zerstört.</p>
<p><strong>Können Sie (Jo-)Achims grundsätzlich nicht leiden? (Ich könnte das nachvollziehen!) Die im Buch sind ja alle nicht übermäßig sympathisch.</strong></p>
<p>Ich kenne keinen Joachim. Das war mir wichtig.</p>
<p><strong>Andersrum: Für wen in dem Buch empfinden Sie die größte Zuneigung? (Ich bin Thang-Fan.)</strong></p>
<p>Thang mag ich auch sehr. Aber tatsächlich gehört mein Herz Klaudia, auch wenn, oder gerade weil sie sich immer wieder selbst im Weg steht.</p>
<p><strong>Dürfen wir Klaudia auch in Zukunft bei ihren Ermittlungen begleiten?</strong></p>
<p>Aktuell arbeite ich am zweiten Band der Reihe, der voraussichtlich im Januar 2017 bei Ullstein erscheinen wird. Ob es danach weitergehen wird, entscheiden letztendlich die Leser. Aber im Moment sieht es gut aus. Die erste Auflage war bereits nach drei Wochen vergriffen.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview!</strong></p>
<p>Ich danke Ihnen für die Fragen.</p>
<p>Herzliche Grüße<br />
Christiane Dieckerhoff<br />
<a href="http://www.krimiane.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.krimiane.de</a></p>
<p>Und jetzt seid Ihr an der Reihe! Was sagt Ihr: <strong>Habt Ihr Angst vor der Dunkelheit? Was würdet Ihr als ultimative Angstvorstellung in einem Krimi unterbringen, wenn Ihr einen schreiben würdet?</strong></p>
<p>Hinterlasst mir bis zum 9.3.2016 einen Kommentar und erzählt mir, wovor Euch gruselt!</p>
<p><strong>Gewinne</strong></p>
<p>Hauptpreis: 1x Spreewaldgrab von Christiane Dieckerhoff &amp; 1x <a href="http://www.spreewaelder-hofladen.de/Spreewaldtrio-Balance-Picknick-:-Gewuerz-,-Honig-und-Knoblauchgurken,art-1807" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spreewaldtrio Balance-Picknick</a></p>
<p>2.-3. Preis: je ein Buch &#8222;Spreewaldgrab&#8220; von Christiane Dieckerhoff</p>
<p><strong>Teilnahmebedingungen</strong></p>
<p>Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt Ihr Euch mit den <a href="http://www.netzwerk-agentur-bookmark.de/2015/06/allgemeine-teilnahmebedingungen-der.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Teilnahmebedingungen </a>einverstanden.</p>
<div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/e358145f234f4beda027d63f64416e56" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/interview-mit-christiane-dieckerhoff/">&#8222;Spreewaldgrab&#8220;: Interview mit Christiane Dieckerhoff</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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		<title>&#8222;Der Pfau&#8220;: Interview mit Isabel Bogdan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Feb 2016 15:23:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Buckelvolvo&#8220; Meistens übersetzt Isa. Aber manchmal schreibt sie auch. Und dann kann es passieren, dass ein Pfau daraus wird und alle sich vor Freude überschlagen. Ich habe ihr ein paar Fragen dazu gestellt und erfahren, warum sich das Buch im Sommer zum Flirten eignet. Herzlichen Glückwunsch, es ist ein &#8230; Pfau. Du scheinst ein Händchen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/interview-mit-isabel-bogdan/">&#8222;Der Pfau&#8220;: Interview mit Isabel Bogdan</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>&#8222;Buckelvolvo&#8220;</h1>
<p>Meistens übersetzt Isa. Aber manchmal schreibt sie auch. Und dann kann es passieren, dass ein Pfau daraus wird und alle sich vor Freude überschlagen. Ich habe ihr ein paar Fragen dazu gestellt und erfahren, warum sich das Buch im Sommer zum Flirten eignet.</p>
<p><span id="more-1643"></span></p>
<p><strong>Herzlichen Glückwunsch, es ist ein &#8230; <a href="http://www.kiwi-verlag.de/buch/der-pfau/978-3-462-04800-1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pfau</a>. Du scheinst ein Händchen für eingängige Titel zu haben. Noch lange bevor die Wortspielchen mit <a href="http://www.rowohlt.de/taschenbuch/isabel-bogdan-sachen-machen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Sachen machen“</a> auch nur annähernd abebben (sollten sie es jemals tun), wimmelt es in deiner Facebook-Timeline nun von Pfauenbildchen, Pfauenkleidchen, Pfauenmustern usw. Hast du ansatzweise geahnt, wie viel Pfauzeug es gibt? War es gar Berechnung?</strong></p>
<p>Ich habe mir überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, wie viel Pfauenzeug es gibt, und dass es Leute geben würde, die es mir schenken wollen. Hätte ich, dann hätte ich das Buch vielleicht „Buckelvolvo“ oder „Schokolade“ genannt.</p>
<p>Berechnung war es sicher nicht, denn mal ehrlich: Das meiste Pfauenzeug ist furchtbar kitschig.</p>
<p><strong>Ich bin mir sicher, dass wir jeden Titel irgendwie ausschlachten können – viel wichtiger ist aber: Gibt es Pläne für mehr Bogdanliteratur?</strong></p>
<p>„Pläne“ würde ich es noch nicht nennen. Es gibt eine lose Idee. Jedenfalls habe ich Lust! Aber es liegen auch noch Übersetzungen an, bis zum nächsten eigenen Roman wird es also noch dauern.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Du bist Übersetzerin. In meiner total subjektiven Wahrnehmung kommen viele LektorInnen und ÜbersetzerInnen irgendwann an den Punkt, ein eigenes Buch zu schreiben. Ist es die Textarbeit, die einem verdeutlicht, dass man das auch selbst könnte? Möchte man einfach nur mal auf der anderen Seite stehen?</span></strong></p>
<p>Als Übersetzerin wird man dauernd gefragt, ob man nicht mal selbst etwas schreiben wolle. Und diese Frage ärgert einen meist, weil dabei unterschwellig oft mitschwingt, Übersetzen sei so etwas wie „Schreiben zweiter Klasse“. Als hätten Übersetzer das „richtige“ Schreiben nicht geschafft. Aber so ist es nicht. Schreiben und Übersetzen sind zwei ganz unterschiedliche Tätigkeiten, nicht jeder Übersetzer will oder kann schreiben, und nicht jede Autorin will oder kann übersetzen.</p>
<p>Aber Schreiben und Übersetzen können einander sehr befruchten, in beide Richtungen.</p>
<p><strong>Was war zuerst da: der Wunsch, eine abstruse Geschichte zu schreiben oder der Pfau-Plot?</strong></p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Der Pfau-Plot! Ich hatte nie den dringenden Wunsch zu schreiben. Aber als mir diese Geschichte erzählt wurde – es gab tatsächlich einen verrücktgewordenen Pfau auf einem einsamen Anwesen in Schottland, der blaue Autos angriff – da wollte ich sie unbedingt aufschreiben, natürlich mit einem anderen Twist und fiktiven Figuren. Anfangs war es nur eine Kurzgeschichte, aber dann wurde sie immer länger und verwickelter.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1644" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/02/Isabel_Bogdan_hres-1005.jpeg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1644" class="size-medium wp-image-1644" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/02/Isabel_Bogdan_hres-1005-300x200.jpeg" alt="lachende Isa Bogdan" width="300" height="200" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/02/Isabel_Bogdan_hres-1005-300x200.jpeg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/02/Isabel_Bogdan_hres-1005-768x512.jpeg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/02/Isabel_Bogdan_hres-1005-1030x687.jpeg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/02/Isabel_Bogdan_hres-1005-705x470.jpeg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/02/Isabel_Bogdan_hres-1005-450x300.jpeg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/02/Isabel_Bogdan_hres-1005.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1644" class="wp-caption-text">Isabel Bogdan, zu Recht gut gelaunte Autorin<br />Foto: Smilla Dankert</p></div>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Was ist in der Entstehung enervierender: ein Buch zu übersetzen, das besonders herausfordernd oder langatmig ist – oder das eigene Buch zu schreiben, bei dem man an allem, das nicht funktioniert, automatisch selbst schuld ist?</span></strong></p>
<p>Als Übersetzerin bin ich glücklicherweise inzwischen in der Lage, mir die Bücher auszusuchen, die ich mache. Ich muss nichts mehr übersetzen, was mich schon von Anfang an nervt (denn, ja: been there, done that, und das ist wirklich anstrengend). Als Autorin kann ich alles löschen, was mir nicht gefällt. Der Vorteil beim Übersetzen ist, dass immer schon was dasteht – als Autorin habe ich die dauernde Angst, dass mir nichts mehr einfallen wird.</p>
<p>Das Anstrengendste war für mich eigentlich, dass ich zunächst keinen Abgabetermin hatte, denn ein Verlag kauft ein Manuskript normalerweise nicht, wenn es erst 30 Seiten lang ist. Und ohne Termin funktioniere ich schlecht. Das habe ich dadurch gelöst, dass ich mir eine Agentin gesucht habe, die mir ein bisschen Druck gemacht hat. Und die ich überhaupt heiß und innig liebe.</p>
<p><strong>Wie anstrengend war das Lektorat im Vergleich zum Übersetzungslektorat?</strong></p>
<p>Genauso anstrengend, nämlich gar nicht. Die Lektorinnen und Lektoren, mit denen ich in den letzten Jahren zusammengearbeitet habe, sind allesamt sehr konstruktiv und kompetent, das macht großen Spaß.</p>
<p><strong>Auf die Gefahr hin, dass die Antwort niemanden überraschen wird: Entschädigt die von vornherein positive Resonanz für den Stress des Schreibens?</strong></p>
<p>Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, das gegeneinander aufzurechnen. Der „Stress“ war auch gar nicht so, dass ich mich fürchterlich unter Druck gefühlt hätte – ich habe halt ausprobiert, wie weit ich komme, und habe mit meiner Agentin jemanden gefunden, der mich unterwegs an der Hand nahm. Als KiWi es dann gekauft hatte, hatten wir auch noch genügend Zeit fürs Lektorat, das war eigentlich alles recht entspannt. Natürlich gab es Phasen, in denen ich gezweifelt habe und das Gefühl hatte, nicht weiterzukommen, aber dann hat mir auch immer schnell wieder jemand Mut gemacht. In der Rückschau empfinde ich die Zeit nicht als besonders stressig. Stressig war dann das Warten, bis es endlich wirklich erscheint.</p>
<p>Die positive Resonanz jetzt ist natürlich großartig, damit habe ich nie im Leben gerechnet.</p>
<p><strong>Für deinen Plot mussten Banker herhalten. Hattest du noch andere klischeebeladene Berufsgruppen in der Auswahl?</strong></p>
<p>Ja, mein Lektor und ich haben zwischendurch überlegt, ob wir einen anderen Beruf nehmen. Eine Abteilung irgendeines Konzerns, Versicherungsleute, Modebranche … aber am Ende ist der genaue Bereich ja gar nicht wichtig für die Geschichte, also konnten sie auch ebensogut Banker bleiben.</p>
<p><strong>Kannst du jemals wieder Pute/Gans essen, ohne dabei an verrückte Pfauen zu denken?</strong></p>
<p>Ich weiß zu viel über Putenmast, um überhaupt je wieder Pute zu essen.</p>
<p><strong>Wie geil ist es, dass Christoph Maria Herbst das Hörbuch eingelesen hat?</strong></p>
<p>Sehr! Er hat das so großartig gelesen, die ganze indirekte Rede, das ist ja nicht so einfach, und hat einen Witz reingebracht, dass ich beim Zuhören plötzlich so kleine Herzchen in den Augen hatte.</p>
<p><strong>Und das Cover! Glanz und Schimmer! Der Moment, als du es das erste Mal sahst?</strong></p>
<p>Das war sehr aufregend. Als erstes kam eine Mail mit zwei Entwürfen in jeweils drei verschiedenen Farbkombinationen. Ich hatte fast Angst, die Mail aufzumachen! Und dann fand ich gleich den ersten Entwurf absolut großartig, und die Farben waren dann auch schnell entschieden. Als ich es dann noch mit der Glanzfolie gesehen habe … wow. Großer Dank an Barbara Thoben! Das muss man erstmal schaffen: Ein Pfau aus Glanzfolie, der nicht kitschig ist. Ich möchte das Buch dauernd in die Hand nehmen und es im Licht schimmern lassen. Und ich glaube, im Sommer kann man damit flirten – wenn die Sonne richtig drauffällt, kann man prima mit den Lichtreflexen spielen.</p>
<p><strong>Vielen Dank, Isa, für deine Antworten. Draußen scheint die Sonne &#8211; die Pfauenflirtsaison ist eröffnet!</strong></p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/5d83dfd1916848f2af1be4da0364ae29" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<item>
		<title>&#8222;Hinterm Stall die Blumen&#8220;: Interview mit Britta Freith</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2015 08:51:44 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;nicht seltsam abgehoben&#8220; Britta Freith hat vor einer Weile ein Gartenbuch geschrieben, das ich nun endlich, endlich auch gelesen habe. Mal abgesehen davon, dass es sehr hübsch ist, macht die Lektüre auch Spaß. Und ganz nebenbei bildet man sich automatisch weiter. Wenn Ihr dieses Buch auch bewundern möchtet, kommentiert mir hier bis zum 22.12.2015 um [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>&#8222;nicht seltsam abgehoben&#8220;</h1>
<p>Britta Freith hat vor einer Weile ein Gartenbuch geschrieben, das ich nun endlich, endlich auch gelesen habe. Mal abgesehen davon, dass es sehr hübsch ist, macht die Lektüre auch Spaß. Und ganz nebenbei bildet man sich automatisch weiter. Wenn Ihr <span id="more-1555"></span>dieses Buch auch bewundern möchtet, kommentiert mir hier <strong>bis zum 22.12.2015 um 23:59 Uhr</strong> rein, warum. Britta stellt ein Exemplar zur <strong>Verlosung</strong> bereit. Rechtsweg oder Bargeld nicht und so.</p>
<p><span style="color: #008000;"><strong><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Buchcover.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-1557" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Buchcover-233x300.jpg" alt="Buchcover Landfrauenbuch" width="233" height="300" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Buchcover-233x300.jpg 233w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Buchcover-450x579.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Buchcover.jpg 466w" sizes="(max-width: 233px) 100vw, 233px" /></a></strong></span></p>
<p><strong>Britta, du bist doch eigentlich Sprech- und Filmtante. Wie kamst du darauf, ein Gartenbuch zu schreiben? Der Besitz eines Gartens allein scheint mir dafür keine rechte Grundlage zu sein.</strong></p>
<p>Sprech- und Filmtante &#8230; Himmel, ich arbeite doch schon an meiner Positionierung. Offenbar kennst du mich nur ausschnittsweise. Richtig ist, dass ich medienübergreifend arbeite. Ich schreibe genauso gern Konzepte für Onlinespiele wie für animierte Filmchen. Darum habe ich damals auch meinen Buchtrailer animiert produziert. Meine Leidenschaft gehört aber dem Schreiben. Werbetexte, Websitetexte, Longcopies &#8230; Was es halt so gibt. Das mache ich seit über 15 Jahren. Mit der Sprechtante meinst du meine Ausbildung zur Hörfunkjournalistin. Darum werde ich bis heute für Sprecherjobs gebucht, aber das ist wirklich nur ein kleiner Teil. Ich schreibe auch Radiospots, PR-Meldungen und übernehme Pressearbeit. Da bin ich breit aufgestellt. Zu allem Überfluss bringe ich anderen diese Dinge auch noch gern bei. Darum gebe ich Seminare von Podcast bis Öffentlichkeitsarbeit. Da ich lange mit einem landwirtschaftlichen Schwerpunkt gearbeitet habe (Biostudium, große Affinität zu allem Organischen), wurde ich dann irgendwann gefragt, ob ich nicht ein Buch schreiben möchte. Das erste war über <a href="http://www.ulmer.de/Unser-Schaf-und-Ziegenhof,L1VMTUVSU0hPUF9ERVRBSUw_U0hPUF9JRD0xNTU3MjkyJk1JRD0zMjEw.html?UID=BAE438F82F6E624AA8308DF7ED0BE237D45698901D8191" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schafe und Ziegen</a>, das zweite über Landfrauen und ihre Gärten. Lustigerweise wurde ich von verschiedenen Abteilungen des gleichen Verlags getrennt gefragt, im Abstand von ein paar Jahren. Das heißt, ich konnte im Leben schon mindestens zwei Buchverlagsmitarbeiter von meinem Können überzeugen. Toll, was? Weitere dürfen gern kommen.</p>
<p><strong>Warum Landfrauen? Hättest du auch Stadtfrauen interessant gefunden? Oder bestehst du auf ausladende Grünanlagen?</strong></p>
<p>Diese Landfrauenidee war schon recht weit gediehen, ich habe sie dann quasi abgearbeitet. Mich interessieren Menschen und ihre Geschichten. Die meisten Menschen haben etwas zu erzählen. Man muss es nur aus ihnen rauskitzeln. Darin sehe ich meine Aufgabe. Wenn es dann noch Themen sind, die mich interessieren, ist es natürlich umso besser. Landwirtschaft, Ernährung, Nachhaltigkeit, Garten sind ganz klar meine Themen, das ist schon richtig. Aber ich habe auch schon in ganz anderen Bereichen so gearbeitet. Mein allererster Auftrag in der Richtung war eine Radiosendung zum Thema Aids, das war Anfang der 90er-Jahre.</p>
<p><strong>Das Buch behandelt ja viele Aspekte. Die Optik, die Möglichkeiten des Anbaus, aber auch die Arbeit, die der Garten macht. Wo liegt für dich der Schwerpunkt des Buchs?</strong></p>
<p>Wieder: In den Geschichten, die die Frauen zu erzählen haben. In ihrem unglaublichen Wissen.</p>
<p><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-3.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-1559 alignleft" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-3-300x200.jpg" alt="Begrünter Torbogen" width="300" height="200" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-3-300x200.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-3-768x512.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-3-1030x687.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-3-1500x1000.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-3-705x470.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-3-450x300.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p><strong>Welche Auswahlkriterien mussten die Gärten bestehen? Oder hast du alles genommen, das du kriegen konntest (an auskunftsbereiten Landfrauen, meine ich)?</strong></p>
<p>Es gab eine Vorauswahl, die war ungefähr doppelt so groß. Zusammen mit der planenden Lektorin bin ich dann die Auswahl durchgegangen: Wie decken wir eine möglichst große Bandbreite ab, was doppelt sich, was kann raus &#8230; Ich wollte keine Intensivmastbetriebe dabei haben. Nur Milchviehhaltung wäre auch langweilig gewesen. Es sollten kleine und große Höfe sein, sie sollten auch im Vollerwerb arbeiten. Gleichzeitig sollte das Buch nicht seltsam abgehoben sein, sondern schon die landwirtschaftliche Wirklichkeit abbilden. Die Gärten sollten unterschiedlich sein – um das abzufragen, hatten die Höfe Interviewbögen erhalten. Ganz zum Schluss kam der praktische Aspekt: Wie können die Fotografin und ich die Höfe halbwegs zeitsparend abfahren? Wir besuchten die Höfe getrennt voneinander.</p>
<p><strong>Du hast viele Interviews geführt. Haben es alle ins Buch geschafft? Wie lange hast du dich in den jeweiligen Gärten aufgehalten?</strong></p>
<p>Ein Garten hat es leider nicht geschafft, das macht mich bis heute traurig, der war nämlich sehr schön. Es wäre ein weiterer Garten in Ostfriesland gewesen. Der eigentliche Nutzgarten war sehr klein, dazu gab es einen großen Landschaftspark. Aber die Fotografin konnte zu der Zeit, als sie im Norden war, dort noch keine Fotos machen: Das Pflanzenwachstum war nicht weit genug. Ein weiterer Termin war schlicht nicht im Budget drin. Wirklich, wirklich schade.</p>
<div id="attachment_1556" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-2.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1556" class="size-medium wp-image-1556" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-2-300x200.jpg" alt="Funkien" width="300" height="200" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-2-300x200.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-2-768x512.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-2-1030x687.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-2-1500x1000.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-2-705x470.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-2-450x300.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1556" class="wp-caption-text"><br />&#8222;Noch nie gezeigtes Foto vom nicht aufgenommenen Garten &#8211; seitdem pflanze ich auch Funkien an, die mochte ich vorher nicht.&#8220;</p></div>
<p>Die Termine dauerten zwischen 4 und 8 Stunden. Was, nur 4 Stunden?? Nun, als Journalistin muss ich schon schnell zur Sache kommen. Das ist eine Frage der Technik. Ich kann ja auch nicht ewig viel in ein Buch schreiben, ich musste mich also fokussieren. Bei manchen dauerte es länger, die wesentlichen Sachen herauszubekommen, bei anderen war ganz schnell ein gemeinsamer Nenner da. Am schwierigsten fand ich es das eine Mal, als ich zusammen mit der Fotografin vor Ort war. Das hat ungeheuer abgelenkt. Es muss schon eine vertrauliche Nähe entstehen, die ist für diese Arbeit nötig.</p>
<p><strong>Wie empfindest du das Verhältnis der Gartenbesitzerinnen zu ihren Gärten? Überwog das Sachliche oder gerieten sie leicht ins Schwärmen?</strong></p>
<p>Nee, die schwärmen überhaupt nicht. Ein Garten macht Arbeit, das wissen auch alle, die einen haben. Was aber immer rauskam: Sie mögen ihr Leben so, wie es ist. Das würde ich aber nicht Schwärmen nennen, das klingt zu wirklichkeitsfremd. Es ist eher ein bewusstes Sein.</p>
<p><strong>Du kennst dich (jedenfalls im Vergleich zu mir) unglaublich gut mit Pflanzen aus. Wieso eigentlich? Wie viel neues Wissen konntest du dir durch die Gespräche aneignen?</strong></p>
<p>Mein erstes Biobuch bekam ich mit acht Jahren. In dem Alter etwa bestellte ich auch meine erste Pflanze in einer Gärtnerei, eine Mimose. Sie kostete 8 Mark, weil der Gärtner nett war. Sonst wäre sie wohl teurer gewesen; ich denke, er hat sie mir zum Einkaufspreis mitgebracht. Für mich war es ungeheuer viel Geld. Ach ja, die Gärtnerei: Ich habe 5 Jahre direkt neben einer alten Gärtnerei gewohnt und in den Gewächshäusern gespielt. Bis heute liebe ich den Geruch. Meine Großeltern von beiden Seiten kamen von Bauernhöfen und bewirtschafteten beide große Nutzgärten. Beide Großmütter kochten ausgezeichnet. Das hat mich bestimmt geprägt.</p>
<p>Dann habe ich Biologie studiert (nach diversen anderen Ausflügen von Sprachwissenschaften bis Kunstgeschichte) und wollte in den angewandten Obstbau. Mein Schwerpunkt war Botanik, bis ich dieses Volontariatsangebot beim Radio bekam. Ich habe abgewogen und mich für den Journalismus entschieden.</p>
<div id="attachment_1560" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-1.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1560" class="size-medium wp-image-1560" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-1-300x200.jpg" alt="Foto aus dem Auto" width="300" height="200" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-1-300x200.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-1-768x512.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-1-1030x687.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-1-1500x1000.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-1-705x470.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Britta-Garten-1-450x300.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1560" class="wp-caption-text">Gartenjournalismus: &#8222;Das habe ich geliebt, dieses Herumfahren und Sachen entdecken. Herrlich war das.&#8220;</p></div>
<p>Wissen löffele ich gern in großen Portionen. In den Gärten gab es besonders viel davon. Ich weiß vielleicht mehr als der Durchschnitt, aber weit weniger als ein richtiger Gartenprofi. Darum habe ich sehr, sehr, sehr viel gelernt und werde das auch künftig bei Gartenthemen weiter tun.</p>
<p><strong>Sieht dein eigener Garten jetzt anders aus? Hast du umgepflanzt, Neues hinzugefügt oder rausgeworfen?</strong></p>
<p>Im Moment sieht er in erster Linie ungepflegt aus. Ich komme gerade zu nichts. Was ich bewusster mache: Ich säe Blumen zwischen die Nutzpflanzen. Kamille und Minze zu den Kartoffeln, Ringelblumen um die Beete. Den abgeschnittenen Buchs versuche ich zu kleinen Hecken zu ziehen. Im Frühjahr werde ich sehen, was davon angewachsen ist. Mit Rosenstecklingen hatte ich bisher kein Glück, aber daran arbeite ich weiter, ich bin zuversichtlich, dass es noch klappt.</p>
<p>Ach, natürlich habe ich auch Neues hinzugefügt: ein großer Alant aus Österreich und gelbes Brandkraut aus der Lüneburger Heide wachsen jetzt bei mir. Die habe ich aus den Landfrauengärten mitgebracht. Der Rosenthymian aus Bayern ist leider nicht angewachsen.</p>
<p><strong>Das Buch ist groß. Groß und schwer. Man kann es trotzdem in einem Rutsch lesen. Oder prominent als Coffee-Table-Book arrangieren.  Mit Rosenblättern drumrum. Siehst du das Buch mehr als hübsch oder als praktisch oder als interessant?</strong></p>
<p>Alles :) Willst du eins verlosen? Dann mach das.</p>
<hr />
<p>Ja, das mache ich. Vor Weihnachten werdet Ihr es nicht mehr bekommen, aber Ihr könnt Euch im Gewinnfall einen Gutschein an Euch selbst unter den Weihnachtsbaum legen. Viel Glück!<br />
<img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/a69a6a786d3e4152be1db557bf9db40c" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<item>
		<title>&#8222;Hamburg abseits der Pfade&#8220;: Interview mit Cordula Natusch</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2015 09:23:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Bisschen Glitzer am Anfang&#8220; Meine Freundin Cordula hat ein Buch geschrieben. Einen Reiseführer. Über Hamburg. Gähn!, denkt der ein oder andere, Hamburg kennen wir inzwischen doch ganz gut, was soll es da noch geben, überhaupt, PFADE, und die soll man dann AUCH NOCH verlassen, das kann ja nur im Matschchaos enden. Ja, denkste. Und die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>&#8222;Bisschen Glitzer am Anfang&#8220;</h1>
<p>Meine Freundin Cordula hat ein <a href="https://sachsentorbuch.buchhandlung.de/shop/article/27714366/cordula_natusch_hamburg_abseits_der_pfade.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Buch</a> geschrieben. Einen Reiseführer. Über Hamburg. Gähn!, denkt der ein oder andere, Hamburg kennen wir inzwischen doch ganz gut, was soll es da noch geben, überhaupt, PFADE, und die soll man dann AUCH NOCH verlassen, das kann ja nur<span id="more-1522"></span> im Matschchaos enden.</p>
<p>Ja, denkste.</p>
<p>Und die Bilder sind auch nicht bunt!</p>
<p>Ja, stimmt. Das ist wie bei einem Roman, der funktioniert auch ohne Bilder. Man kann dieses Buch nämlich auch von vorn bis hinten einfach durchlesen. Am Anfang schrieb ich mir noch Tipps raus, aber das ließ ich alsbald bleiben, denn das muss man alles mal besuchen, am besten reicht ihr fürs nächste Frühjahr gleich mal eine Woche Urlaub ein. Das wird zwar nicht reichen, ist aber ein Anfang.</p>
<p>Das Buch wird euch in Keller ziehen, in Hinterhöfe und in die Vierlande.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Und das Tollste ist: Ihr könnt eins gewinnen! Wie das geht, steht unten.</span></strong></p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Wie hat Cordula es nun geschafft, so einen unglaublich coolen Reiseführer zu schreiben? Ich geh mal fragen.</span></p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Cordula, wie hast du das geschafft? Wo hast du dir Inspiration geholt? Oder waren das lauter Zufallsfunde?</span></strong></p>
<p>Das ist über die Jahre gewachsen. Ich bin vor fast neun Jahren nach Hamburg gezogen, weil ich schon immer nach Hamburg wollte. Seitdem bin ich viel in der Stadt unterwegs. Und da ich nicht wusste, wo man als Hamburger eher nicht hingeht, war ich schon in allen möglichen Ecken. In Rahlstedt etwa. Oder in Harburg und Barmbek-Nord. Einfach weil ich wissen wollte, wie es da aussieht. Ich bin von Natur aus furchtbar neugierig, frag mal meine Mutter, die kann ein Lied davon singen. Und ich rede gern mit Menschen. Die Hamburger selbst haben mit der Zeit ganz viele Tipps beigesteuert, was es in ihren Vierteln noch so zu sehen gibt.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Kann man, wenn man weiß, dass man drüber schreiben muss, das Ausprobieren der Routen und die Besichtigungen überhaupt noch richtig genießen? Warst du im Kopf schon am Formulieren oder hast du noch ein paar Tage abgewartet und dann nur beschrieben, was als besonders herausragend im Gedächtnis blieb?</span></strong></p>
<p>Meist war es so ein Mittelding. Anfangs hat es einfach nur Spaß gemacht, die Touren zu planen und auszuarbeiten. Aber natürlich stand dann irgendwann die Arbeit im Vordergrund. Oft hatte ich eine Checkliste dabei mit den Punkten, die ich noch klären musste, mit Motiven, die ich noch fotografieren wollte, und mit Terminen, die ich vorher mit Gesprächspartnern verabredet hatte. Das konnte dann auch mal stressig werden. Aber es ist ein tolles Gefühl, wenn man merkt, dass da etwas rund wird, dass die Dinge sich plötzlich ineinanderfügen. Und wenn man vielleicht noch etwas entdeckt, was die Tour zu etwas ganz Besonderem macht.</p>
<p>Notizen hatte ich mir schon immer gemacht, während ich unterwegs war. Das ist auch notwendig, sonst hätte ich zu viel vergessen. Oft hatte ich auch schon bestimmte Formulierungen im Kopf, die wollte ich möglichst schnell aufs Papier bringen. Allerdings habe ich den Text noch ungefähr siebenunddröfzig Mal umgeschrieben. Berufskrankheit …</p>
<div id="attachment_1523" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Cordula-Hamburg.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1523" class="size-medium wp-image-1523" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Cordula-Hamburg-300x200.jpg" alt="Autorin mit Buch" width="300" height="200" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Cordula-Hamburg-300x200.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Cordula-Hamburg-768x512.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Cordula-Hamburg-1030x687.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Cordula-Hamburg-1500x1000.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Cordula-Hamburg-705x470.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Cordula-Hamburg-450x300.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1523" class="wp-caption-text">Auch im Herbst furchtlos draußen anzutreffen: Cordula Natusch an Buch</p></div>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Ich bin ja der Meinung, dass es in Hamburg viel seltener regnet, als die Allgemeinheit immer behauptet. Wie oft hast du Rechercheausflüge verkürzt, abgebrochen oder gar nicht angetreten, weil das Wetter gebockt hat?</span></strong></p>
<p>Hm, mal nachdenken. Also wenn überhaupt, dann habe ich nur sehr selten eine Tour wegen des Wetters ausfallen lassen. Der Sommer war ja eher durchschnittlich. Aber gerade der Sonne-Wolken-Mix, den ich die meiste Zeit hatte, ist doch für Radtouren oder ausgiebige Spaziergänge viel besser geeignet als brüllende Hitze, oder? Und bei Regen ging es in eines der kleinen, unbekannten Museen. Die haben mich übrigens sehr fasziniert.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Du warst da doch überall, oder?</span></strong></p>
<p>Na klar, meist auch mehr als einmal.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Was ist dein eigener Lieblingstipp aus dem Buch? Wohin würdest du Hamburgkundige Besucher als erstes entführen?</span></strong></p>
<p>Das ist echt schwierig. Tatsächlich mag ich die Radtour an der Elbe entlang nach Rothenburgsort sehr gern. Sie ist für mich typisch für Hamburg mit ein bisschen Glitzer am Anfang, viel Hafen, Handel und Industrie zwischendurch und am Ende steht man plötzlich in einer grünen Idylle, obwohl man doch gerade erst losgefahren ist. Und ein sehr interessantes Museum wartet da auch noch.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Und wo geht ihr anschließend essen?</span></strong></p>
<p>In Winterhude im Trüffelschwein. So was von lecker, nett und sympathisch. Die haben mittlerweile ihren ersten Stern bekommen – und das völlig zu Recht! Das Restaurant liegt zwar in einer anderen Ecke der Stadt, aber dafür lohnt sich der Weg.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Hast du jemals darüber nachgedacht, selber Führungen anzubieten? Oder hast du längst alle Details vergessen, die du aufgeschrieben hast – wie nach einer wichtigen Klausur?</span></strong></p>
<p>Eigentlich nicht wirklich. Aber wer weiß, ich kann ja mal mit Freunden starten. Hast du Lust, liebe Gesa? Für die Details brauche ich allerdings meine Notizen …</p>
<p>(Was für eine Frage! Anm. der Blogred.)</p>
<p><strong>Eigentlich ist es Quatsch, das zu fragen, aber ich hätte so gern gewusst, wo du hingehst, wenn du an einem schönen Ort deine Ruhe haben willst. Ich gehe davon aus, dass du noch einen Ausweichort im Ärmel hast, wenn der von dir genannte in nächster Zeit überrannt wird.</strong></p>
<p>Ein wirklich wundervolles Fleckchen, vor allem im Frühjahr und im Sommer, ist der Botanische Sondergarten in Wandsbek. Einfach schön angelegt, eher klein, sehr ruhig und überhaupt nicht überlaufen. Wie ich ja im Reiseführer geschrieben habe: Da kann man mit einem Buch vor der Nase ganz prima die Zeit vertrödeln.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Und wo gehst du am liebsten hin, wenn du Trubel haben möchtest?</span></strong></p>
<p>Auf den Goldbek-Markt in Winterhude. Okay, das ist sehr zivilisierter Trubel. Ansonsten mag ich das Freundlich &amp; Kompetent in Barmbek sehr.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Sind noch Pfade in Hamburg übrig, die man verlassen kann? Mit anderen Worten – ist ein zweiter Band geplant? Hättest du überhaupt Lust darauf oder bist du froh, dass du dich wieder deiner eigentlichen Arbeit zuwenden kannst?</span></strong></p>
<p>Das war sogar das Schwierigste am Buch – zu entscheiden, welche Touren, welche Ecken ich rauslasse. Material habe ich also noch jede Menge. Ob es einen zweiten Band geben wird, entscheidet natürlich der Verlag. Lust dazu habe ich auf alle Fälle, auch wenn ich derzeit ganz froh bin, dass meine Wochenenden wieder mir und nicht mehr dem Buch gehören. Aber das wird sich schnell ändern, wie ich mich kenne. Sobald die Sonne rauskommt, bin ich wieder unterwegs.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Du bist ja freiwillig nach Hamburg gezogen. Aber hättest du je gedacht, dass du die Stadt mal so gut kennen würdest? Ist es typisch für dich, die ausgetretenen Pfade zu verlassen?</span></strong></p>
<p>Eigentlich habe ich eher den Eindruck, jeden Tag etwas Neues in Hamburg zu entdecken. Diese Stadt ist so groß, so vielseitig und alles ändert sich so schnell. Das macht es ja so spannend, sich in Hamburg zu bewegen. Und ja, das ist sehr typisch für mich. Ich bin schon als Kind mit unserem Hund an der Leine kreuz und quer durch meine Heimatstadt gelaufen, um nachzuschauen, wie es denn woanders aussieht. Wie gesagt, meine Neugier …</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Normalerweise schreibst du Ratgeber über dröge* Themen wie Finanzen, Akquise, Konzepte &#8230; du kennst also das Gefühl, dein eigenes Buch in den Händen zu halten. Ich kann mir vorstellen, dass es trotzdem anders war. Oder bist du schon so sehr Hamburgerin, dass du dir Luftsprünge verbietest?</span></strong></p>
<p>Natürlich ist der Hamburg-Reiseführer anders als meine Ratgeber, ein echtes Lieblingsprojekt eben (auch wenn mir meine anderen Bücher natürlich auch am Herzen liegen). Ich liebe Hamburg sehr und ein eigenes gedrucktes Buch über „meine“ Stadt vor mir liegen zu haben: Da habe ich mir schon einen Luftsprung erlaubt. Einen kleinen zumindest!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* unprofessionelle, voreingenommene und vor allem subjektive Wahrnehmung der Blogbetreiberin</p>
<hr />
<p><span style="line-height: 1.5;">Und jetzt seid Ihr dran. Kommentiert, welche Ecke Hamburgs Euch bisher gefällt und/oder wo Ihr noch nie wart und schon immer mal hin wolltet. Ihr habt bis zum 9.12.2015 um Mitternacht Zeit. Den/die Gewinner/-in zieht ein Assistenzkind per Los, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/5a3f29a7c1a4437a870849b3770330a2" alt="" width="1" height="1" /></p>
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