<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>hamburg Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
	<atom:link href="https://www.textfuss.de/tag/hamburg/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link></link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 29 May 2019 19:09:20 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/05/cropped-favicon-32x32.png</url>
	<title>hamburg Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
	<link></link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Ich war in der Kirche</title>
		<link>https://www.textfuss.de/ich-war-in-der-kirche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2016 10:19:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
		<category><![CDATA[amen]]></category>
		<category><![CDATA[grundschule]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[kirche]]></category>
		<category><![CDATA[plattdüütsch]]></category>
		<category><![CDATA[schule]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gesakram.de/?p=1723</guid>

					<description><![CDATA[<p>An die Sonne denken Meine Kinder gehen auf eine kleine Grundschule, deren Schüler, Schülerinnen und Lehrerinnen sich einmal im Jahr, nämlich kurz vor Weihnachten, geschlossen auf den Weg in die zwei Kilometer entfernte Kirche machen, um dort den anwesenden Eltern Weihnachtslieder ins Ohr zu brüllen. Ich schwinge mich bei klirrender Kälte aufs Rad, um die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/ich-war-in-der-kirche/">Ich war in der Kirche</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>An die Sonne denken</h1>
<p>Meine Kinder gehen auf eine kleine Grundschule, deren Schüler, Schülerinnen und Lehrerinnen sich einmal im Jahr, nämlich kurz vor Weihnachten, geschlossen auf den Weg in die zwei Kilometer entfernte Kirche machen, um dort den anwesenden Eltern Weihnachtslieder ins Ohr zu brüllen.</p>
<p><span id="more-1723"></span></p>
<p>Ich schwinge mich bei klirrender Kälte aufs Rad, um die heimelige Atmosphäre der reich verzierten Kirche zu atmen und eine gute Mutter zu sein. Die Kinder sind schon in die Bänke gestopft und die Türen an deren Ende geschlossen worden. Auf dem Weg zu einem freien Platz werde ich von Mara angesprochen, der Tochter einer guten Freundin. Wieso denn Gabel Gabel heiße. Ich halte das für eine Scherzfrage, doch nein, sie will das wirklich wissen und war von ihrer Mutter an mich verwiesen worden. Ich bleibe die Antwort schuldig und nehme hinter 2a und 2b Platz.</p>
<p>Der Pastor ergreift das Wort und heißt uns willkommen. Die 2a applaudiert, alle anderen fallen ein. Die Schulleiterin spielt Saxofon auf der Empore, ich google &#8222;gabel etymologie&#8220;. Wir singen &#8222;Kling, Glöckchen, klingelingeling&#8220;, jedenfalls die erste Strophe, danach wird es deutlich leiser, es liegen keine Texte aus.</p>
<p>Der Pastor erzählt was von der Weihnachtsgeschichte, die 2a applaudiert, alle anderen fallen ein.</p>
<p>Der Pastor verbeugt sich.</p>
<p>Die 2a führt ein Stück auf, es geht mit einem einzelnen Kind los, das eine Kerze in der Hand hat und allein doch nicht genug Licht macht. (Jedenfalls würde es nicht genug Licht machen, wenn es dunkel wäre.) Aber es bleibt nicht allein, da kommt schon das nächste Kind mit einer weiteren Kerze. Dann kommen sie in Kleingruppen. &#8222;Wir kommen dazu, allein bleibt ihr nicht, und mit uns bringen wir ein weiteres Licht.&#8220; Immer der gleiche Spruch, immer noch ein paar Kinder, so groß ist die Klasse doch eigentlich gar nicht? Zwischenapplaus gibt es auch keinen, da die 2a ja beschäftigt ist. Die 2b wird dafür regelmäßig von ihrer Lehrerin ermahnt, endlich still zu sein, wobei sie selbst deutlich lauter ist als die Kinder. Als die ersten Jacken fliegen, muss sich Tyler eine Bank weiter nach hinten setzen. Er soll an die Sonne denken. Ich grüble ob des pädagogischen Hintergrunds, aber da kommt schon der Schulchor nach vorn, beide dritten und vierten Klassen, die bequem vor dem Altar Platz finden und ordentlich Stimmung machen. Viel Applaus, die 2a steht als Animationsklasse wieder zur Verfügung.</p>
<p>Die Plattdüütschgruppe besteht aus lauter diskussionsfreudigen Hirten &#8211; darunter auch meine Tochter -, die sich dann aber doch noch auf den Weg zum lütten Jesus in de Krüff machen. &#8222;Künn we nu los?&#8220; &#8211; &#8222;Joh.&#8220; Abschließend singen sie &#8222;In de Wiehnachtsbäckerie&#8220;, es bleibt einem nichts erspart.</p>
<p>Direkt vor mir denkt Tyler offenbar an die Sonne, jedenfalls ist er ganz friedlich.</p>
<p>Zum Abschluss singen wir das Lieblingslied der Schule, &#8222;Zumba, zumba, welch ein Singen&#8220;, 2a und 2b überrunden den Organisten in ihrem Enthusiasmus, warten aber bei den Strophen immer brav, dass er sie wieder einholt.</p>
<p>Nun soll noch gebetet werden, statt zu applaudieren brüllen die Kinder ordnungsgemäß &#8222;AMEN!&#8220;. Auf dem Weg nach draußen halte ich Mara an. Die Gabel ist nach der Astgabel benannt, mehr konnte ich auf die Schnelle nicht herausfinden, sie findet das aber ausreichend. Ich darf kurz mit meinem Sohn sprechen, meine Tochter grüßt mich knapp und tauscht 1,5 Sätze mit mir aus, bevor sie mich mit einem deutlichen &#8222;Tschüs&#8220; meiner Wege schickt.</p>
<p>Ich schwinge mich wieder aufs Fahrrad. Auf dem Deich kommen mir einige Bewohner der Flüchtlingsunterkunft entgegen. &#8222;Hallo&#8220; grüße ich, denn hier macht man das so. &#8222;Moin&#8220; sagen sie.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/84e1e4bd3e9a4fff9debc4b1a56bb19e" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/ich-war-in-der-kirche/">Ich war in der Kirche</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Hamburg abseits der Pfade&#8220;: Interview mit Cordula Natusch</title>
		<link>https://www.textfuss.de/interview-mit-cordula-natusch/</link>
					<comments>https://www.textfuss.de/interview-mit-cordula-natusch/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2015 09:23:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[hamburgführer]]></category>
		<category><![CDATA[pfade]]></category>
		<category><![CDATA[reiseführer]]></category>
		<category><![CDATA[schlechtes wetter]]></category>
		<category><![CDATA[tipps]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gesakram.de/?p=1522</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#8222;Bisschen Glitzer am Anfang&#8220; Meine Freundin Cordula hat ein Buch geschrieben. Einen Reiseführer. Über Hamburg. Gähn!, denkt der ein oder andere, Hamburg kennen wir inzwischen doch ganz gut, was soll es da noch geben, überhaupt, PFADE, und die soll man dann AUCH NOCH verlassen, das kann ja nur im Matschchaos enden. Ja, denkste. Und die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/interview-mit-cordula-natusch/">&#8222;Hamburg abseits der Pfade&#8220;: Interview mit Cordula Natusch</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>&#8222;Bisschen Glitzer am Anfang&#8220;</h1>
<p>Meine Freundin Cordula hat ein <a href="https://sachsentorbuch.buchhandlung.de/shop/article/27714366/cordula_natusch_hamburg_abseits_der_pfade.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Buch</a> geschrieben. Einen Reiseführer. Über Hamburg. Gähn!, denkt der ein oder andere, Hamburg kennen wir inzwischen doch ganz gut, was soll es da noch geben, überhaupt, PFADE, und die soll man dann AUCH NOCH verlassen, das kann ja nur<span id="more-1522"></span> im Matschchaos enden.</p>
<p>Ja, denkste.</p>
<p>Und die Bilder sind auch nicht bunt!</p>
<p>Ja, stimmt. Das ist wie bei einem Roman, der funktioniert auch ohne Bilder. Man kann dieses Buch nämlich auch von vorn bis hinten einfach durchlesen. Am Anfang schrieb ich mir noch Tipps raus, aber das ließ ich alsbald bleiben, denn das muss man alles mal besuchen, am besten reicht ihr fürs nächste Frühjahr gleich mal eine Woche Urlaub ein. Das wird zwar nicht reichen, ist aber ein Anfang.</p>
<p>Das Buch wird euch in Keller ziehen, in Hinterhöfe und in die Vierlande.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Und das Tollste ist: Ihr könnt eins gewinnen! Wie das geht, steht unten.</span></strong></p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Wie hat Cordula es nun geschafft, so einen unglaublich coolen Reiseführer zu schreiben? Ich geh mal fragen.</span></p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Cordula, wie hast du das geschafft? Wo hast du dir Inspiration geholt? Oder waren das lauter Zufallsfunde?</span></strong></p>
<p>Das ist über die Jahre gewachsen. Ich bin vor fast neun Jahren nach Hamburg gezogen, weil ich schon immer nach Hamburg wollte. Seitdem bin ich viel in der Stadt unterwegs. Und da ich nicht wusste, wo man als Hamburger eher nicht hingeht, war ich schon in allen möglichen Ecken. In Rahlstedt etwa. Oder in Harburg und Barmbek-Nord. Einfach weil ich wissen wollte, wie es da aussieht. Ich bin von Natur aus furchtbar neugierig, frag mal meine Mutter, die kann ein Lied davon singen. Und ich rede gern mit Menschen. Die Hamburger selbst haben mit der Zeit ganz viele Tipps beigesteuert, was es in ihren Vierteln noch so zu sehen gibt.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Kann man, wenn man weiß, dass man drüber schreiben muss, das Ausprobieren der Routen und die Besichtigungen überhaupt noch richtig genießen? Warst du im Kopf schon am Formulieren oder hast du noch ein paar Tage abgewartet und dann nur beschrieben, was als besonders herausragend im Gedächtnis blieb?</span></strong></p>
<p>Meist war es so ein Mittelding. Anfangs hat es einfach nur Spaß gemacht, die Touren zu planen und auszuarbeiten. Aber natürlich stand dann irgendwann die Arbeit im Vordergrund. Oft hatte ich eine Checkliste dabei mit den Punkten, die ich noch klären musste, mit Motiven, die ich noch fotografieren wollte, und mit Terminen, die ich vorher mit Gesprächspartnern verabredet hatte. Das konnte dann auch mal stressig werden. Aber es ist ein tolles Gefühl, wenn man merkt, dass da etwas rund wird, dass die Dinge sich plötzlich ineinanderfügen. Und wenn man vielleicht noch etwas entdeckt, was die Tour zu etwas ganz Besonderem macht.</p>
<p>Notizen hatte ich mir schon immer gemacht, während ich unterwegs war. Das ist auch notwendig, sonst hätte ich zu viel vergessen. Oft hatte ich auch schon bestimmte Formulierungen im Kopf, die wollte ich möglichst schnell aufs Papier bringen. Allerdings habe ich den Text noch ungefähr siebenunddröfzig Mal umgeschrieben. Berufskrankheit …</p>
<div id="attachment_1523" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Cordula-Hamburg.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1523" class="size-medium wp-image-1523" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Cordula-Hamburg-300x200.jpg" alt="Autorin mit Buch" width="300" height="200" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Cordula-Hamburg-300x200.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Cordula-Hamburg-768x512.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Cordula-Hamburg-1030x687.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Cordula-Hamburg-1500x1000.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Cordula-Hamburg-705x470.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/12/Cordula-Hamburg-450x300.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1523" class="wp-caption-text">Auch im Herbst furchtlos draußen anzutreffen: Cordula Natusch an Buch</p></div>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Ich bin ja der Meinung, dass es in Hamburg viel seltener regnet, als die Allgemeinheit immer behauptet. Wie oft hast du Rechercheausflüge verkürzt, abgebrochen oder gar nicht angetreten, weil das Wetter gebockt hat?</span></strong></p>
<p>Hm, mal nachdenken. Also wenn überhaupt, dann habe ich nur sehr selten eine Tour wegen des Wetters ausfallen lassen. Der Sommer war ja eher durchschnittlich. Aber gerade der Sonne-Wolken-Mix, den ich die meiste Zeit hatte, ist doch für Radtouren oder ausgiebige Spaziergänge viel besser geeignet als brüllende Hitze, oder? Und bei Regen ging es in eines der kleinen, unbekannten Museen. Die haben mich übrigens sehr fasziniert.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Du warst da doch überall, oder?</span></strong></p>
<p>Na klar, meist auch mehr als einmal.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Was ist dein eigener Lieblingstipp aus dem Buch? Wohin würdest du Hamburgkundige Besucher als erstes entführen?</span></strong></p>
<p>Das ist echt schwierig. Tatsächlich mag ich die Radtour an der Elbe entlang nach Rothenburgsort sehr gern. Sie ist für mich typisch für Hamburg mit ein bisschen Glitzer am Anfang, viel Hafen, Handel und Industrie zwischendurch und am Ende steht man plötzlich in einer grünen Idylle, obwohl man doch gerade erst losgefahren ist. Und ein sehr interessantes Museum wartet da auch noch.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Und wo geht ihr anschließend essen?</span></strong></p>
<p>In Winterhude im Trüffelschwein. So was von lecker, nett und sympathisch. Die haben mittlerweile ihren ersten Stern bekommen – und das völlig zu Recht! Das Restaurant liegt zwar in einer anderen Ecke der Stadt, aber dafür lohnt sich der Weg.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Hast du jemals darüber nachgedacht, selber Führungen anzubieten? Oder hast du längst alle Details vergessen, die du aufgeschrieben hast – wie nach einer wichtigen Klausur?</span></strong></p>
<p>Eigentlich nicht wirklich. Aber wer weiß, ich kann ja mal mit Freunden starten. Hast du Lust, liebe Gesa? Für die Details brauche ich allerdings meine Notizen …</p>
<p>(Was für eine Frage! Anm. der Blogred.)</p>
<p><strong>Eigentlich ist es Quatsch, das zu fragen, aber ich hätte so gern gewusst, wo du hingehst, wenn du an einem schönen Ort deine Ruhe haben willst. Ich gehe davon aus, dass du noch einen Ausweichort im Ärmel hast, wenn der von dir genannte in nächster Zeit überrannt wird.</strong></p>
<p>Ein wirklich wundervolles Fleckchen, vor allem im Frühjahr und im Sommer, ist der Botanische Sondergarten in Wandsbek. Einfach schön angelegt, eher klein, sehr ruhig und überhaupt nicht überlaufen. Wie ich ja im Reiseführer geschrieben habe: Da kann man mit einem Buch vor der Nase ganz prima die Zeit vertrödeln.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Und wo gehst du am liebsten hin, wenn du Trubel haben möchtest?</span></strong></p>
<p>Auf den Goldbek-Markt in Winterhude. Okay, das ist sehr zivilisierter Trubel. Ansonsten mag ich das Freundlich &amp; Kompetent in Barmbek sehr.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Sind noch Pfade in Hamburg übrig, die man verlassen kann? Mit anderen Worten – ist ein zweiter Band geplant? Hättest du überhaupt Lust darauf oder bist du froh, dass du dich wieder deiner eigentlichen Arbeit zuwenden kannst?</span></strong></p>
<p>Das war sogar das Schwierigste am Buch – zu entscheiden, welche Touren, welche Ecken ich rauslasse. Material habe ich also noch jede Menge. Ob es einen zweiten Band geben wird, entscheidet natürlich der Verlag. Lust dazu habe ich auf alle Fälle, auch wenn ich derzeit ganz froh bin, dass meine Wochenenden wieder mir und nicht mehr dem Buch gehören. Aber das wird sich schnell ändern, wie ich mich kenne. Sobald die Sonne rauskommt, bin ich wieder unterwegs.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Du bist ja freiwillig nach Hamburg gezogen. Aber hättest du je gedacht, dass du die Stadt mal so gut kennen würdest? Ist es typisch für dich, die ausgetretenen Pfade zu verlassen?</span></strong></p>
<p>Eigentlich habe ich eher den Eindruck, jeden Tag etwas Neues in Hamburg zu entdecken. Diese Stadt ist so groß, so vielseitig und alles ändert sich so schnell. Das macht es ja so spannend, sich in Hamburg zu bewegen. Und ja, das ist sehr typisch für mich. Ich bin schon als Kind mit unserem Hund an der Leine kreuz und quer durch meine Heimatstadt gelaufen, um nachzuschauen, wie es denn woanders aussieht. Wie gesagt, meine Neugier …</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Normalerweise schreibst du Ratgeber über dröge* Themen wie Finanzen, Akquise, Konzepte &#8230; du kennst also das Gefühl, dein eigenes Buch in den Händen zu halten. Ich kann mir vorstellen, dass es trotzdem anders war. Oder bist du schon so sehr Hamburgerin, dass du dir Luftsprünge verbietest?</span></strong></p>
<p>Natürlich ist der Hamburg-Reiseführer anders als meine Ratgeber, ein echtes Lieblingsprojekt eben (auch wenn mir meine anderen Bücher natürlich auch am Herzen liegen). Ich liebe Hamburg sehr und ein eigenes gedrucktes Buch über „meine“ Stadt vor mir liegen zu haben: Da habe ich mir schon einen Luftsprung erlaubt. Einen kleinen zumindest!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* unprofessionelle, voreingenommene und vor allem subjektive Wahrnehmung der Blogbetreiberin</p>
<hr />
<p><span style="line-height: 1.5;">Und jetzt seid Ihr dran. Kommentiert, welche Ecke Hamburgs Euch bisher gefällt und/oder wo Ihr noch nie wart und schon immer mal hin wolltet. Ihr habt bis zum 9.12.2015 um Mitternacht Zeit. Den/die Gewinner/-in zieht ein Assistenzkind per Los, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/5a3f29a7c1a4437a870849b3770330a2" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/interview-mit-cordula-natusch/">&#8222;Hamburg abseits der Pfade&#8220;: Interview mit Cordula Natusch</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.textfuss.de/interview-mit-cordula-natusch/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>13</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wir fliehen doch &#8211; Leni bloggt (4)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/flucht-30-4-45/</link>
					<comments>https://www.textfuss.de/flucht-30-4-45/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2015 13:12:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[Vor 70 Jahren]]></category>
		<category><![CDATA[1945]]></category>
		<category><![CDATA[amerikaner]]></category>
		<category><![CDATA[flucht]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[kriegsende]]></category>
		<category><![CDATA[kz]]></category>
		<category><![CDATA[mecklenburg]]></category>
		<category><![CDATA[nazis]]></category>
		<category><![CDATA[russen]]></category>
		<category><![CDATA[treck]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gesakram.de/?p=1335</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute vor 70 Jahren brach Leni mit ihren Kindern vom Gut in Mecklenburg in Richtung Hamburg auf. Eine Entscheidung, die ihr Leben verändert hat. Was die Alternative zweifelsohne auch getan hätte. 15 km westlich von uns lagen die Amerikaner, die Russen 34 km östlich von uns. Dann die Nachricht, dass die Amis sich zurückziehen, die Russen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/flucht-30-4-45/">Wir fliehen doch &#8211; Leni bloggt (4)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute vor 70 Jahren brach Leni mit ihren Kindern vom Gut in Mecklenburg in Richtung Hamburg auf. Eine Entscheidung, die ihr Leben verändert hat. Was die Alternative zweifelsohne auch getan hätte.</p>
<hr />
<p>15 km westlich von uns lagen die Amerikaner, die Russen 34 km östlich von uns. Dann die Nachricht, dass die Amis sich zurückziehen, die Russen rücken nach.<span id="more-1335"></span></p>
<p>Nächtelang diskutiere ich mit meiner Schwägerin Elfi, was wir tun sollen. Sie spürt, dass der Krieg so gut wie vorbei ist. Jetzt zu fliehen sei gefährlicher als zu bleiben, meint sie. Gegen alle habe ich dieses Gut verteidigt. Die Nazis wollten es uns für eine lächerliche Summe abkaufen. Dann hat sich die Wehrmacht hier einquartiert. Auf unserem eigenen Grund wurde ein KZ errichtet. Können die Russen denn so viel schlimmer sein als all das?</p>
<p>Die durchziehenden Flüchtlinge sagen, wir sollen fliehen. Sie haben alles hinter sich gelassen und glauben trotzdem, dass sie die richtige Wahl getroffen haben.</p>
<p>Gestern haben wir drei Fahrzeuge gepackt. Alles, das sich verladen ließ, ist darauf gelandet. Heute früh wollen wir los, natürlich verzögert sich die Abfahrt. Elfi bleibt mit ihren drei Kindern zurück. Wenn sie doch noch fliehen will, bleibt ihr nur ein Fahrrad, aber das kann ich nun auch nicht mehr ändern. Sie wird sich durchschlagen.</p>
<p>Mit mir kommen die Gärtnerin und Paulina, meine illegale litauische Hausgehilfin. Die Kinder sind sehr aufgeregt, oftmals springen sie um die Gefährte herum, wenn wir wieder stehenbleiben. Also eigentlich die ganze Zeit. Meter um Meter kommen wir voran, überall Menschen, Menschen, Menschen. Heruntergekommene Frauen und Kinder.</p>
<p>Als die Kinder die erste Leiche im Straßengraben finden, zwinge ich sie, sich wieder auf die Wagen zu setzen. Habe ich wirklich das Richtige getan? Können die Russen denn schlimmer sein als das hier? Auf dem Gut hatte ich noch Würde, hier bin ich nur eine von vielen Müttern, die ihre Kinder verkrampft anlächeln.</p>
<p>Gottseidank haben wir es nicht so weit, auch in diesem Tempo sollten wir in einer Woche in Hamburg sein.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/de2ee778a35b4be4b62cc5c945eed5ad" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/flucht-30-4-45/">Wir fliehen doch &#8211; Leni bloggt (4)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.textfuss.de/flucht-30-4-45/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rechercheseminar und Schiffsbesuch</title>
		<link>https://www.textfuss.de/rechercheseminar-und-schiffsbesuch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2014 14:45:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
		<category><![CDATA[aufräumen]]></category>
		<category><![CDATA[hafen]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[kriegsschiff]]></category>
		<category><![CDATA[kriegszeit]]></category>
		<category><![CDATA[kz neuengamme]]></category>
		<category><![CDATA[recherche]]></category>
		<category><![CDATA[unordnung]]></category>
		<category><![CDATA[vergangenheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gesakram.de/?p=1186</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am Freitag war ich im KZ Neuengamme, das nur einen recht schwungvollen Steinwurf von meinem Wohnort entfernt liegt, und habe dort ein Rechercheseminar besucht. Thema: Ein Täter, Mitläufer, Zuschauer, Opfer in der Familie? Den ganzen Freitag über herrschte dichter Nebel, der sehr schön die undurchdringliche Suppe illustrierte, in der man herumrührt, wenn man Details über die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/rechercheseminar-und-schiffsbesuch/">Rechercheseminar und Schiffsbesuch</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag war ich im KZ Neuengamme, das nur einen recht schwungvollen Steinwurf von meinem Wohnort entfernt liegt, und habe dort ein <a href="http://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/index.php?id=424" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rechercheseminar</a> besucht. Thema: Ein Täter, Mitläufer, Zuschauer, Opfer in der Familie?<span id="more-1186"></span></p>
<p>Den ganzen Freitag über herrschte dichter Nebel, der sehr schön die undurchdringliche Suppe illustrierte, in der man herumrührt, wenn man Details über die NS-Zeit herausfinden möchte. Etwa 25 Personen waren gekommen, diese Seminare finden zweimal im Jahr statt und es melden sich wohl immer 35-40 Interessierte an. Der Bedarf ist also vorhanden. Die Anwesenden waren Mitte 30 bis 80, die meisten so um die 60. Viele, die gerade in Rente gekommen sind und nun endlich Zeit haben, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen.</p>
<div id="attachment_1188" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4002.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1188" class="size-medium wp-image-1188" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4002-300x225.jpg" alt="Schummrig-schaurig: KZ Neuengamme" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4002-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4002-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4002-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4002-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4002-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4002-450x338.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4002.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1188" class="wp-caption-text">Schummrig-schaurig: KZ Neuengamme</p></div>
<p>Wir lernten die verschiedenen Möglichkeiten kennen, an Informationen über unsere Vorfahren zu gelangen, zum Beispiel welche Archive uns zur Verfügung stehen.* Ich habe heute sofort eine Anfrage an das Bundesarchiv gestellt.</p>
<p>Beim Mittagessen kam ich mit einigen ins Gespräch. Wir stellten uns die Frage, ob wir heutzutage denn alles richtig machen und ob unsere EnkelInnen uns später etwas werden vorwerfen können. Den Umgang mit der Umwelt zum Beispiel, im vollen Wissen, dass wir unsere Nachkommen ins Verderben reiten. Ich fand das einen sehr spannenden Aspekt. Aus heutiger Sicht sagt man sich natürlich, dass fehlende Mülltrennung nicht mit einem Völkermord zu vergleichen ist &#8211; aber können wir denn sicher sein?</p>
<p>&#8222;Meine Oma sagt, sie hat früher beim Händewaschen das Wasser laufen lassen.&#8220; &#8211; &#8222;Das ist noch gar nichts! Mein Opa sagt, eine Mahlzeit ohne Fleisch kommt für ihn nicht infrage.&#8220;</p>
<p>Und wenn man uns dann fragt, sagen wir: &#8222;Doch, wir haben es gewusst. Aber so war es eben damals. Das haben alle so gemacht.&#8220;</p>
<p>Ich hoffe, das klingt auch in ein paar Jahrzehnten noch so übertrieben.</p>
<p>Zurück zum Seminar: Es hat mir viel gebracht und ich bin unendlich dankbar, dass ich nicht aus einer &#8222;Täterfamilie&#8220; komme.</p>
<p>Am Samstag war ich mit meinem Sohn, meinem Vater und dem Rest von Hamburg auf der &#8222;Sonne&#8220;, <a href="http://www.hamburg.de/schiffe/4407084/fs-sonne/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dem superneuen Forschungsschiff</a>, das in Hamburg vor Anker lag. Übrigens mit mehreren Brigaden an Sulo-Tonnen für die perfekte Mülltrennung auf hoher See. Daneben lag die HMS Tyne, ein englisches Kriegsschiff. In der Schlange sagte jemand hinter mir: &#8222;Guck mal, was für ein schönes Kriegsschiff.&#8220; Ja, wunderschön, so ein graues Ungetüm. Aber da bin ich wohl zu subjektiv unterwegs. Jedenfalls freute ich mich, dass mein Sohn die HMS Tyne nicht betreten wollte, als er erfuhr, dass es sich um ein Kriegsschiff handelt. Neuer Berufswunsch: Reeder.</p>
<div id="attachment_1189" style="width: 235px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4017.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1189" class="size-medium wp-image-1189" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4017-225x300.jpg" alt="HMS Tyne von der &quot;Sonne&quot; aus gesehen" width="225" height="300" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4017-225x300.jpg 225w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4017-768x1024.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4017-773x1030.jpg 773w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4017-1125x1500.jpg 1125w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4017-529x705.jpg 529w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4017-450x600.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4017.jpg 1536w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><p id="caption-attachment-1189" class="wp-caption-text">HMS Tyne von der &#8222;Sonne&#8220; aus gesehen</p></div>
<p>Auf dem Weg zum Essen-Fassen kommen wir an einem Akkordeonspieler vorbei. Anton möchte ihm Geld geben. Man soll es in den offenen Akkordeontransportkoffer werfen. Er findet das doof, er möchte es dem Mann lieber in die Hand geben, aber der spielt weiter und deutet mit der Nase zum Koffer. Mein Sohn gibt schließlich nach und legt das Geld in den Koffer, wartet noch ab, dass der Mann sich ordnungsgemäß bedankt und geht weiter. Dann dreht er sich um und ruft: &#8222;BITTE!&#8220;</p>
<p>Später kommen wir an einer ordentlich gemachten Matratze vorbei, davor ist eine Art Winztisch aufgebaut, darauf ein Schälchen mit Kleingeld, eine Banane und ein Apfel. Der Besitzer ist offenbar unterwegs und wir spenden ihm unser letztes Mini-Lion. Weil ihn das bestimmt freut. Ich hoffe sehr, dass sich niemand an seinen Sachen bedient.</p>
<p>Auf der Suche nach der HMS Tyne habe ich noch <a href="http://www.hamburg.de/schiffsradar/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diese großartige Seite</a> entdeckt, falls man mal wissen will, was im Hamburger Hafen so alles rumliegt.</p>
<p>Nun muss ich mich aber erst mal drum kümmern, was bei mir so alles rumliegt. Habe heute schon mehrfach meinen Stift suchen müssen. Die Briefe möchte ich am liebsten alle um mich herum ausbreiten, aber dazu fehlt mir der Platz. Man lässt mich leider nicht wochenlang das Wohnzimmer beschlagnahmen. Wie behaltet Ihr den Überblick über Euer Material?</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/626dcdc47999454d888c9fb82dc1287d" alt="" width="1" height="1" />* Dabei fiel mir wieder auf, dass der Hamburger an sich nicht in der Lage ist, ein kurzes i auszusprechen, nech?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/rechercheseminar-und-schiffsbesuch/">Rechercheseminar und Schiffsbesuch</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Literatur und/oder Essen</title>
		<link>https://www.textfuss.de/literatur-undoder-essen/</link>
					<comments>https://www.textfuss.de/literatur-undoder-essen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Sep 2014 09:20:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[arche verlag]]></category>
		<category><![CDATA[brittani sonnenberg]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[jubiläum]]></category>
		<category><![CDATA[literaturhaus]]></category>
		<category><![CDATA[michel bergmann]]></category>
		<category><![CDATA[pia ziefle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gesakram.de/?p=1121</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gestern war ich mit meiner gar reizenden Kollegin Britta (die ihre Sichtweise der gestrigen Begebenheiten ebenfalls gebloggt hat) im Literaturhaus, weil der Arche Verlag dort Jubiläum feierte und unter anderem die nicht weniger reizende Autorin Pia Ziefle zum Lesen verpflichtet hatte. (Genau, die Pia vom Interview neulich, die wieder so ein grandioses Buch geschrieben hat.) Britta und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/literatur-undoder-essen/">Literatur und/oder Essen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war ich mit meiner gar reizenden Kollegin Britta <a href="http://freith.de/stimme/2014/09/05/ich-habe-einen-keks-geklaut" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(die ihre Sichtweise der gestrigen Begebenheiten ebenfalls gebloggt hat) </a>im Literaturhaus, weil der <a href="http://www.arche-verlag.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arche Verlag</a> dort Jubiläum feierte und unter anderem die nicht weniger reizende Autorin Pia Ziefle zum Lesen verpflichtet hatte. (Genau, <a href="https://www.textfuss.de/ziefle-und-fuessle-im-gspraech/">die Pia vom Interview neulich</a>, die wieder so ein grandioses Buch geschrieben hat.)<span id="more-1121"></span></p>
<p>Britta und ich trafen uns früh genug an der Alster, um noch quatschen zu können, verspürten dann ein aufkommendes Hungergefühl, entschieden uns jedoch, die Würstchen der Alsterperle zu verschmähen. Stattdessen begaben wir uns direkt ins Literaturhaus, da kann man nämlich auch essen. Kann man in der Tat, wenn man das Bedürfnis nach Verschwendung verspürt. Hätte ich mein Geld direkt gegessen, wäre ich nicht weniger satt gewesen. Gut, es hätte wohl schlechter geschmeckt, dafür hätte ich zumindest bei den Münzen Aussicht auf Recycling gehabt.</p>
<div id="attachment_1122" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/09/PICT3936.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1122" class="size-medium wp-image-1122" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/09/PICT3936-300x225.jpg" alt="Literatur und Essen: ein Serviervorschlag" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/09/PICT3936-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/09/PICT3936-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/09/PICT3936-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/09/PICT3936-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/09/PICT3936-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/09/PICT3936-450x338.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/09/PICT3936.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1122" class="wp-caption-text">Literatur und Essen: ein Serviervorschlag</p></div>
<p>Wir gaben uns verschwenderisch und hatten dann aufgrund ihrer mangelnden Größe auch noch reichlich Zeit, uns die Nahrungsmittel einzuverleiben, die kurz vor Beginn der Lesung den Weg auf unseren Tisch fanden. Immerhin ging uns so für den Rest des Abends nicht der Gesprächsstoff aus. Mutmaßlich wäre das aber auch sonst nicht passiert, denn immerhin gab es angenehm kurze Reden, schöne Texte (<a href="http://brittanisonnenberg.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Brittani Sonnenberg</a>, <a href="http://www.piaziefle.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pia Ziefle</a> und <a href="http://michel-bergmann.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Michel Bergmann</a> lasen und das auch noch sehr gut) und hervorragende Stimmung. Diese wurde auch durch das nicht immer ganz einfache Handling der gereichten Essware gehoben &#8211; wer von Euch kann Glasnudeln mit einem einzelnen Holzstäbchen essen, das noch kurz vorher von Fleisch umrankt war?</p>
<p>Hoffentlich hat der Arche Verlag bald wieder Geburtstag. Dann bringe ich Kuchen mit.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/6db1aded37a545489e0c6b924d81813b" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/literatur-undoder-essen/">Literatur und/oder Essen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.textfuss.de/literatur-undoder-essen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>27.10.1939: Mein geliebtes Blättchen (Leni)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/271039-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Mar 2014 13:12:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[1939]]></category>
		<category><![CDATA[30er]]></category>
		<category><![CDATA[briefe]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[liebesbrief]]></category>
		<category><![CDATA[mecklenburg]]></category>
		<category><![CDATA[wäschehaus möhring]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesakram.wordpress.com/?p=677</guid>

					<description><![CDATA[<p>Leni war einen Monat mit Dicki (der zweijährigen Tochter) in Hamburg und hat Baby (ein Jahr alt) so lange auf dem Gut in Mecklenburg zurückgelassen. In der Zwischenzeit hat Baby oben vier neue Zähne bekommen und der Verwalter hat die Reservereifen der Autos verkauft. Nun wartet Leni auf Friedrich. den 27.10.39 Mein geliebtes Blättchen! Morgen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/271039-2/">27.10.1939: Mein geliebtes Blättchen (Leni)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Leni war einen Monat mit Dicki (der zweijährigen Tochter) in Hamburg und hat Baby (ein Jahr alt) so lange auf dem Gut in Mecklenburg zurückgelassen. In der Zwischenzeit hat Baby oben vier neue Zähne bekommen und der Verwalter hat die Reservereifen der Autos verkauft. Nun wartet Leni auf Friedrich.</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">den 27.10.39</p>
<p>Mein geliebtes Blättchen!</p>
<p>Morgen werde ich Dich <span id="more-677"></span>ja einmal hier haben und 2. wohl auch noch Deine genaue Ankunft schriftlich hören. Ich freue mich schon sehr mein Blättchen, vor allem, daß Du auch Baby siehst. Ich habe noch einen Wunsch für ihn und bitte Dich, wenn irgendmöglich es zu besorgen, da es mir sehr fehlt. Es ist eine Gummihose Größe 3 für Baby. Man kann nämlich nicht gegen die nassen Betten an, sie trocknen jetzt so schlecht und mein Zimmer ist den ganzen Tag mit Matratzen, Bettüchern und sonstigen Kindersachen geschmückt. Also wenn irgendmöglich bring sie bitte mit, Möhring auf dem neuen Wall hat sie noch. Ferner wär es sehr schön, wenn Du die Illustrierten mitbringst und wichtig sind Zigaretten, da es hier keine gibt. –<br />
Ich habe heiß gebadet, sogar sehr heiß und auch die Pillen genommen, die scheußlich schmecken, aber es hat bis jetzt nichts genützt. Wir müssen nun erstmal abwarten. –</p>
<p>Edith ist heute aus, sie ist vollkommen unbrauchbar, ich muß mich nachher in Hamburg gleich bemühen, jemand zu bekommen. Es ist natürlich sehr mühsam mit den Kindern, aber es geht beinahe besser, wenn sie aus ist. –</p>
<p>Mit W. hatte ich heute Krach wegen der fortgegebenen Reifen, wir haben uns in großem Ärger getrennt. Mama läßt Dich sehr grüßen, sie beschäftigt Dicki zur Zeit. Ich muß schließen, mein Mollchen, bis morgen. An Mutter habe ich noch nicht geschrieben, aber der Tag ist hin wie nichts. 1000 Bubben Deine Tiris</p>
<hr />
<p>Das <a title="Möhring" href="http://www.waeschehaus-moehring.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wäschehaus Möhring</a> gibt es übrigens noch immer.</p>
<p>Nach eigenen Angaben wurde Leni sehr schnell schwanger – offenbar trug auch dieser Ausflug zu ihrem Mann in der Hinsicht Früchte. Da am 30.6.1940 Christian geboren wurde, haben die Pillen und das heiße Baden nichts Gegenteiliges bewirkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/a10406dd74354025bdb383f00a300c9d" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/271039-2/">27.10.1939: Mein geliebtes Blättchen (Leni)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>23.09.1939: Mein geliebtes Molltier! (Leni)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/230939/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2014 10:17:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[1939]]></category>
		<category><![CDATA[30er]]></category>
		<category><![CDATA[briefe]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[hochzeitstag]]></category>
		<category><![CDATA[karow]]></category>
		<category><![CDATA[liebesbrief]]></category>
		<category><![CDATA[ludwigslust]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesakram.wordpress.com/?p=670</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen ist der zweite Weltkrieg ausgebrochen. Leni hat offenbar beschlossen, die Zeit lieber auf dem Gut zu verbringen. Was genau Friedrich in Hamburg macht, weiß ich nicht. N. den 23.9.39 Mein geliebtes Molltier! Wenn ich schon nicht selbst komme, so sollst Du wenigstens zu morgen einen sehr innigen Brief haben, mein Blättchen. All [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/230939/">23.09.1939: Mein geliebtes Molltier! (Leni)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen ist der zweite Weltkrieg ausgebrochen. Leni hat offenbar beschlossen, die Zeit lieber auf dem Gut zu verbringen. Was genau Friedrich in Hamburg macht, weiß ich nicht.</p>
<hr />
<p style="text-align: right;"><span style="font-size: 13px;">N. den 23.9.39</span></p>
<p>Mein geliebtes Molltier!</p>
<p>Wenn ich schon nicht selbst komme, so sollst Du wenigstens zu morgen <span id="more-670"></span>einen sehr innigen Brief haben, mein Blättchen. All meine Gedanken sind bei Dir und ich bin recht traurig, daß wir nicht zusammen sind. Ich habe heute den ganzen Vormittag versucht, mich mit Karow zu verständigen, der Mann wußte nicht mal wann Züge von Karow nach Ludwigslust fahren, geschweige denn von dort nach Hamburg. Schließlich hatte ich ihn überredet, doch mal nachzusehen, da ich doch unmöglich ins Blaue mit Dicki fahren kann und dann kam der Mann einfach nicht wieder ans Telefon. Ich versuchte es noch verschiedentlich, aber dieser Mensch muß vergessen haben, den Hörer wieder aufzulegen, denn es meldete sich keine Seele. Ich habe mich nun fest entschlossen, Donnerstag zu fahren und wenn das Wetter anhängig ist, Dicki mit zu bringen. Wir können dann unseren 3 jährigen Hochzeitstag und Babys Geburtstag zusammen verleben. Findest Du das nicht auch ganz gut? Sollten wir zu Heidis Hochzeit geladen sein, bin ich dann auch gleich in R. – Für Deinen lieben Brief, mein Moll, danke ich Dir sehr herzlich, Du hast wieder alles sehr gut erledigt, Du lieber Mensch.</p>
<p>Für uns hier fallen Milch und Brotkarten fort, da wir Selbstversorger in diesen Dingen sind. Wenn wir hier bleiben müssen wir uns wohl wirklich in Hamburg abmelden. Hast Du übrigens mal bei K.s angefragt wegen umziehen? Dieser Mensch geht ja stark auf die Neige wegen Kündigung. Hast Du B. auch mal über die Heim Sache gefragt, Achim wollte die Kündigung ja rückgängig machen. Die Geburtsscheine des Kindes brauche ich für die <span style="text-decoration: underline;">extra</span> Seife, die wir für Baby bekommen, ich muß dann einen Antrag in Güstrow schriftlich stellen, worauf wir sie erst bekommen. –</p>
<p>Wie mag es bei Euch im Geschäft sein, ob Ihr noch was zu tun habt?</p>
<p>Die Tiris sind schietig, Baby bekommt einen mächtigen Dickkopf, es läuft krebsrot an, wenn man ihm was wegnehmen will oder es sonst nicht nach seinem Kram geht. Es stößt dann mächtige Schreie aus.</p>
<p>Dicki ist auch stückig, sehr komisch ist, wenn sie bei ihrem Mittagsschlaf 2 Töpfe benötigt. Erst wird das eine für die eine Sache gebraucht und nach getaner Arbeit ins Bett gestellt, dann kommt ein neuer Topf an die Reihe. Die beiden können auch schon ganz nett miteinander spielen, Dicki bemuttert ihn mächtig. Die Erkältungen sind besser.</p>
<p>Mama und Tante Olga lassen grüßen.</p>
<p>Grüße Du Mutter und Kurt sehr herzlich und frage, ob es recht ist, wenn ich mit Dicki komme. Mutter hat doch sicher Freude an dem kleinen Tier. Es umarmt und bubbt Dich 1000 mal in Liebe Deine Leni.</p>
<p>Edith bringt dies extra hin, hoffentlich hast Du es morgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_671" style="width: 220px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/03/liebesbrief-16.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-671" class=" wp-image-671 " src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/03/liebesbrief-16.jpg?w=300" alt="Dicki schreibt auch was" width="210" height="158" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/03/liebesbrief-16.jpg 2048w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/03/liebesbrief-16-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/03/liebesbrief-16-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/03/liebesbrief-16-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/03/liebesbrief-16-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/03/liebesbrief-16-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/03/liebesbrief-16-450x338.jpg 450w" sizes="(max-width: 210px) 100vw, 210px" /></a><p id="caption-attachment-671" class="wp-caption-text">Dicki schreibt auch was</p></div>
<p>[Gekrickel] O Kuß v. Dicki.</p>
<hr />
<p>Mit dem &#8222;kleinen Tier&#8220; ist natürlich Dicki gemeint &#8211; das wiederum ist Helene, Lenis und Friedrichs Erstgeborene.</p>
<p><em> </em></p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/30c726e7279b4fb39669c25f32b872d6" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/230939/">23.09.1939: Mein geliebtes Molltier! (Leni)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>21.08.1936: Mein Liebes! (Leni)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/210836/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jan 2014 11:29:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[1936]]></category>
		<category><![CDATA[30er]]></category>
		<category><![CDATA[bornhold]]></category>
		<category><![CDATA[bremerhaven]]></category>
		<category><![CDATA[briefe]]></category>
		<category><![CDATA[dampfer]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[hochzeit]]></category>
		<category><![CDATA[intarsien]]></category>
		<category><![CDATA[liebesbrief]]></category>
		<category><![CDATA[möbel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesakram.wordpress.com/?p=625</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es ist so weit: Das Aufgebot wird bestellt, die Möbel für die gemeinsame Wohnung ausgesucht/bestellt/geändert/renoviert. N., den 21.8.36 Mein Liebes! Gleich, nachdem ich heute Deinen Einschreibebrief erhielt, begab ich mich zum Standesamt und habe dort alles erforderliche erledigt. Das Aufgebot geht nun nach Hamburg und R., hier in N. braucht es nicht [handschriftlich: doch] zu [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/210836/">21.08.1936: Mein Liebes! (Leni)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist so weit: Das Aufgebot wird bestellt, die Möbel für die gemeinsame Wohnung ausgesucht/bestellt/geändert/renoviert.</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">N., den 21.8.36</p>
<p>Mein Liebes!</p>
<p>Gleich, nachdem ich heute Deinen Einschreibebrief erhielt, begab ich mich zum Standesamt und habe dort alles erforderliche erledigt. Das Aufgebot geht nun nach <span id="more-625"></span>Hamburg und R., hier in N. braucht es <span style="text-decoration: line-through;">nicht</span> [handschriftlich: doch] zu hängen, da ich noch in Hamburg angemeldet bin. Die standesamtliche Trauung werden wir in Hamburg vornehmen, weil dann für Dich kein ganzer Tag verloren geht, denn hier müsste es bis ein Uhr gemacht sein und dass ich für Dich ja garnicht zu machen, wenn wir nicht einen Tag von unserer Hochzeitsreise ? einbüssen wollen. Bist Du damit einverstanden?</p>
<p>Während ich beim Standesamt war, wurde von Hamburg telefoniert, dass der Dampfer [mit Achim an Bord] erst Sonntag um 12 in Bremerhaven ist, womit unsere gleich nach Tisch geplante Abfahrt hinfällig war. Ich fahre nun morgen gleich nach dem Kaffee, um um 2 Uhr bei Dir zu sein, an der Kirche mein Lieb, Mama fährt vielleicht erst nach Tisch und wir könnten den Nachmittag gut zusammen sein, falls wir uns nicht um die Tapeten und die Wohnung bekümmern müssen. Hier ist das schönste Wetter und Lieb, sei nicht bös, aber ich bin aus 2 Gründen sehr froh, dass wir erst morgen fahren, denn ich fühl mich wieder garnicht gut und krieche nur so durch die Gegend, weil die Dinge hier ja auch keinen Aufschub erleiden dürfen, wenn ich heute nicht auf dem Amt gewesen wäre, könnten wir sicher nicht am 3. heiraten. Liebes, es sind keine 6 Wochen mehr, bist Du auch so glücklich?</p>
<p>Was unsere Einrichtung betrifft, bin ich selig, was wir hier jetzt beschlossen haben und schon in Arbeit ist und ich weiss genau, dass es Deinen vollen Beifall findet, weil es ganz Dein Geschmack ist. Unser Tischler hier hat Entwürfe gemacht, die ich Dir mitbringe, und fertigt die fehlenden Gegenstände fürs Schlafzimmer an. Die Betten werden poliert, sind in Arbeit. Die Nachttische sind entworfen und werden ähnlich wie die in meinem Zimmer jetzt ganz schlicht mahagoni mit kleinem Rand nach aussen wie die Betten und Einlege Arbeiten schlicht und fein. Ebenso der Toilettentisch mit Spiegel wird eingelegt, mahagoni mit 2 Schubladen an jeder Seite, Spiegel in der Mitte, Glasplatte auf den Schubladen, modern und doch zusammenpassend. Der Schrank steht ja leider in Hamburg und muss auch in der Art geändert werden, nur wird es sicher viel teurer, und ich weiss nicht, ob so gut.</p>
<p>Das Sofa von Deiner Mutter würde genau zu allem passen und sieht sicher gut auf der langen Wand aus im Schlafzimmer, die Kommode für Deine Hemden u.s.w. steht in Hamburg, es ist eine sehr kleine und hübsche, wie wir sie hier nicht haben, jedenfalls nicht so klein. Ob wir den kleine runden Tisch zu dem Sofa von Deiner Mutter fürs Schlafzimmer bekommen können?</p>
<p>Der Esszimmer Tisch bekommt andere Beine, so wie das Büffet und die bis dahin ausgesuchten Stühle, die Platte des Tisches ist genau so wie das Büffet von vorn, Wurzelholz und dann ist er sehr gross zu machen, er bleibt zwar eckig, denn er hat Schnitzarbeit am Rand, ich möchte sagen, genau wie das Büffet, ist das nicht ulkig? Was wollen wir mehr, somit wird es alles ziemlich einheitlich und vor allem schön. Ich bin sehr dafür, mein Lieb, dass wir Eure Stühle nehmen, vielleicht kann man ja andere Vorderbeine darunter machen, wie wir es hier mit dem Tisch auch machen, denn die gedrehten sind wirklich nicht so schön, unserer hatte sie auch und dann sind es solche Staubfänger, sie brauchen ja nur leicht geschweift zu sein und keine Kralle, wie die anderen Sachen, das müssen wir nochmal besprechen, die Form finde ich ja als ganzes viel schöner als die gekauften, und die hat jeder, aber wieviele habt Ihr denn?</p>
<p>Wir nehmen dann bei Bornhold etwas anderes dafür. Am liebsten möchte ich ja, dass unser Tischler auch die Wohnzimmer Sessel macht, aber ich glaube er hat nicht die Zeit oder wir müssten darauf warten und uns erstmal mit anderen helfen, aber darüber wollen wir uns mündlich unterhalten, nur gefiel mir keiner recht von denen bei Bornhold.</p>
<p>Eben rief das Standesamt an, ich muss mich doch ummelden. Liebes, ich muss jetzt schliessen, da ich Frau H. besuchen will, gestern war ich so elend, deshalb hab ich Dir auch nicht geschrieben, aber dies schicke ich ins Kontor. Ich freu <span style="text-decoration: underline;">[ab jetzt in handschriftlicher Sauklaue]</span> mich <span style="text-decoration: underline;">so</span> auf morgen, mein Lieb, auf Dich um 2 Uhr an der Kirche, sollte ich nicht da sein ruf bitte bei Alice an. Grüße Deine Mutter <span style="text-decoration: underline;">sehr</span>, was macht ihr Arm? Du musst bald herkommen wegen der Möbel, damit Du sie siehst, Liebes. Ich umarm Dich sehr und bin in Gedanken immer bei Dir, Deine Lini.</p>
<p>Mama hat gesagt, daß man Dich heute vom Kontor aus anruft und Bescheid sagt, daß wir nicht kommen</p>
<hr />
<p>Spannend sind die vielen Möbel ja eher nicht, interessant finde ich aber die Menge. Ein Sofa im Schlafzimmer zum Beispiel ist natürlich eine große Notwendigkeit (wo soll man sonst sitzen?). Anscheinend hatten sie ja ein gemeinsames Schlafzimmer. Die Betten kann man nicht bequem nebeneinander stellen, ein wenig Trennung wird also vorhanden gewesen sein. Gut gefällt mir &#8222;Einlege Arbeiten schlicht und fein&#8220; &#8211; das wird der Mühsal nicht ganz gerecht. Wundern tue ich mich über das Fragezeichen nach der Hochzeitsreise. Ist mutmaßlich eine geplant und Leni kennt die Details nicht? Oder steht noch aus, ob sie stattfindet?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/c136a2bb1b7642b0ab5828b8addd5eed" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/210836/">21.08.1936: Mein Liebes! (Leni)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>23.07.1936: Mein lieber Puck! (Leni)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/230736/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jan 2014 11:33:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[1936]]></category>
		<category><![CDATA[30er]]></category>
		<category><![CDATA[briefe]]></category>
		<category><![CDATA[floß]]></category>
		<category><![CDATA[güstrow]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[liebesbrief]]></category>
		<category><![CDATA[spaziergang]]></category>
		<category><![CDATA[teutendorf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesakram.wordpress.com/?p=599</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nachdem ich im November das Gut besucht habe, lässt es mir keine Ruhe. Am liebsten würde ich mich für einige Wochen mit dem Computer und den ganzen Ordnern dort verkriechen, um Ordnung in den ganzen Klumpatsch zu bringen. Die Idee ist momentan aber nicht praktikabel &#8211; ich suche noch nach einer Lösung. Einstweilen flüchte ich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/230736/">23.07.1936: Mein lieber Puck! (Leni)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich im November das Gut besucht habe, lässt es mir keine Ruhe. Am liebsten würde ich mich für einige Wochen mit dem Computer und den ganzen Ordnern dort verkriechen, um Ordnung in den ganzen <span id="more-599"></span>Klumpatsch zu bringen. Die Idee ist momentan aber nicht praktikabel &#8211; ich suche noch nach einer Lösung. Einstweilen flüchte ich dieses Wochenende gemeinsam mit meinen Kindern aus unserem Haus, in dem dann endlich die Treppe gestrichen wird. Großartigerweise können wir auf dem Gut unterkommen und dort auch bei schlechtem Wetter ganz bestimmt ein schönes Wochenende verleben. Floßfahren wird wohl nicht drin sein, auch ein Ausflug zum besagten See ist wohl utopisch. Ganz sicher werden wir aber zu Papas (hinten betont, nicht vergessen!) Grab gehen und den Wald unsicher machen &#8211; in der mulmigen Gewissheit, dass dort einst kurzzeitig ein KZ stand.</p>
<p>Ich mache es also wie Leni seinerzeit und verkünde: &#8222;Das Wochenende verbringen wir auf dem Gut.&#8220; :)</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">N., den 23. Juli 36</p>
<p>Mein lieber Puck!</p>
<p>Ich hoffte heute bestimmt einige Zeilen von Dir zu bekommen, aber leider ist daraus nichts geworden. Gleich fährt Albrecht nach Teutendorf und nimmt Götze bis Güstrow mit, der dies wieder mit nach Hamburg nimmt, sie sind schon vorgefahren. Heute morgen haben wir einen sehr grossen Spaziergang gemacht, zum See X <span style="text-decoration: underline;">[ca. 3 km Luftlinie entfernt]</span> unter anderem, bis eben wurde dann auschliesslich gebadet und gesonnt, zum Fischer hin und zurück geschwommen, die Kinder wurden vom Floss aus ins Wasser gehalten, einmal drohte es fast umzusinken, als Hermann und alle auf einer Seite standen, das Geschrei war natürlich gross.</p>
<p>Mein Lieb, ich freu mich so auf den Moment, wenn Du erst hier bist, und wieder möchte ich Dich sehr bitten, nicht so spät zu kommen, denn zu um 7 ½ mussten wir die Nachbarschaft am Sonnabend einladen, Frau H. hätte sich sonst selbst mit ihrem Besuch eingeladen, was sowieso schon ziemlich der Fall ist, es war leider nicht zu umgehen. Hoffentlich ist es für Dich nicht solche Hätze, mein Puck.</p>
<p>Für heute genug. Albrecht will jetzt starten. Sonntag kommt er eventuell wieder. Was meinst Du, wenn ich Montag mit Dir nach Hamburg fahre? Puck ich hoffe bestimmt morgen von Dir zu hören, sonst bin ich wirklich sehr traurig.</p>
<p>Es liebt Dich sehr Deine</p>
<p>Leni.</p>
<hr />
<p>Wer Hermann ist, weiß ich gerade noch nicht. Mein Informand wird sich hoffentlich bald melden.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/a2214b7c2a9e46e09e5c9dcc0b58127b" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/230736/">23.07.1936: Mein lieber Puck! (Leni)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>22.07.1936: Mein lieber guter Puck! (Leni)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/220736/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jan 2014 10:49:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[1936]]></category>
		<category><![CDATA[30er]]></category>
		<category><![CDATA[adler]]></category>
		<category><![CDATA[briefe]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[hochzeit]]></category>
		<category><![CDATA[kino]]></category>
		<category><![CDATA[liebesbrief]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesakram.wordpress.com/?p=589</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wer ist eigentlich diese Maria? Es muss eine Freundin von Albrecht sein, jedenfalls ist es nicht Lenis Schwester. Bei dem &#8222;Adler&#8220; handelt es sich um ein Auto &#8211; leider weiß ich nicht, welches Modell. N., den 22. Juli 36 Mein lieber guter Puck! Dein lieber Sonntagsgruss hat mich sehr erfreut und gern hätte ich Dir [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/220736/">22.07.1936: Mein lieber guter Puck! (Leni)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer ist eigentlich diese Maria? Es muss eine Freundin von Albrecht sein, jedenfalls ist es nicht Lenis Schwester. Bei dem &#8222;Adler&#8220; handelt es sich um ein Auto &#8211; leider weiß ich nicht, welches Modell.</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">N., den 22. Juli 36</p>
<p>Mein lieber guter Puck!</p>
<p>Dein lieber Sonntagsgruss hat mich sehr erfreut und gern hätte ich <span id="more-589"></span>Dir schon gestern geantwortet, aber augenblicklich ist hier dauernd ein grosser Trubel und man muss seine eignen Wünsche zurückstellen, da die Unternehmungen gemeinsam vor sich gehen. Sehr enttäuscht war ich über Albrecht, ich hatte ihn gebeten, Dich in Hamburg anzurufen oder auch gehofft, dass Ihr Euch sehen würdet. <span style="text-decoration: line-through;">Montag</span>Sonntagnacht fuhren er und Götze von hier, sie gingen nämlich garnicht erst zu Bett, und haben den Weg anscheinend ohne Einschlafen bewältigen können. Am Abend rief er an, dass sie am Montag noch um 10 Uhr wieder abfahren würden und des Nachts hier eintreffen. Da Albrecht mit Maria von 7-9 im Kino war, hat er wohl keine Zeit gehabt, Dich anzurufen. Puck, zum Glück sehen wir uns ja schon bald, ich freue mich unbändig, und hoffe, dass Du am Sonnabend nicht so spät kommst, kannst Du das machen, mein Lieb? Eine Einladung bei H’s liegt diesmal nicht vor, da wir am <span style="text-decoration: line-through;">Freitag</span> Donnerstag dort schon eingeladen sind. Freitag fährt Lotty mit den Kindern wieder fort, ich kann nicht sagen, dass ich traurig darüber bin, denn jetzt ist es abscheulich bunt, so niedlich die Kinder sind, kann man das dauernde Getobe und Getose nicht ertragen, da wir letzten Endes immer was neues angeben müssen, um für Unterhaltung zu sorgen. Hermann ist eben mit vollbeladenem Adler in den nächsten Ort gefahren, was ich sehr ungern sehe, zumal er den Wagen eben erst Probe gefahren hat, aber um mal eine Sekunde zum Schreiben zu haben, liess ich sie lieber ziehen.</p>
<p>Mein Puck, was meinst Du, soll ich am Montag mit Dir nach Hamburg fahren? Die Entscheidungen in vielen Dingen rücken jetzt so nah, dass es mir, so glücklich und selig ich bin, doch ganz komisch vorkommt, Dir auch mein Lieb? Schreib bitte mal darüber und vor allem vergiss nicht die Lösung aus Deinem vorletzten Brief mitzuschreiben!</p>
<p>Hoffentlich sagen sich Petersens und Otto nicht zu diesem Sonntag an, wir wären dann wieder so viele, durch die beiden Brautpaare von letztem Sonntag hat man eigentlich noch genug, wenn es alles auch äusserst nett war, und schliesslich angebracht, dass man die Frauen von unseren Verwaltern drüben mal kennen lernt, die eine wird sich sicherlich gut für drüben eignen, die andere macht mehr einen Stadt Eindruck.</p>
<p>Puck, sei nicht bös, dass dies ein so schlechter Brief geworden ist, und so kurz, aber der Gärtner kommt gleich, um dies mitzunehmen.</p>
<p>Wie nett sind übrigens die Bilder von Maria geworden, findest Du nicht auch, ich habe ihr schon durch Albrecht gedankt. Puck, ich freu mich <span style="text-decoration: underline;">so</span> auf Sonnabend und hole dann alles an Liebe zu Dir nach, was in meinem Briefen so dürftig ausfällt. Jeden Tag denke ich unzählige Male an Dich und wünsche Dich herbei um alles mit Dir zu geniessen, gestern erst habe ich einen Platz ausgesucht, wo wir später mal ein Haus<span style="text-decoration: line-through;">XXXX </span>hinbauen müssten, er ist ideal schön.</p>
<p>In Gedanken gebe ich Dir 1000 K. und bin Deine</p>
<p>Lini.</p>
<p>[handschriftl.] Entschuldige das Briefpapier, es liegt so angenehm im Schreibtisch immer zur Hand. [gemeint ist das Geschäftspapier von Papa]</p>
<hr />
<p>Die näherrückenden Entscheidungen beziehen sich auf die Hochzeit von Leni und Friedrich am 3.10.36. Dass aus dem Plan, ein Haus in die Nähe des Herrenhauses zu bauen, nichts wurde, ist aus heutiger Sicht nicht überraschend. Mich überrascht vielmehr, dass Leni offenbar nicht vorhatte, das Herrenhaus, das mehr als reichlich Platz bietet, zu bewohnen &#8211; und sei es nur am Wochenende.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/dc6645f63a8a4466a15adc190cf34fa9" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/220736/">22.07.1936: Mein lieber guter Puck! (Leni)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
