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	<title>güstrow Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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	<title>güstrow Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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		<title>06.01.1947: Die ganze Scheidung dauerte kaum eine Woche. (Friedrich)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/060147/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Apr 2014 08:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Brief von Friedrich, Lenis Mann, an seinen Schwager Rudolf, der in Guatemala wohnt &#8211; und folglich wenig Vorstellung hat, was das Nachkriegsleben kostet. So erfahren wir interessante Details. Der Brief ist handschriftlich, ich habe den Durchschlag, der auf herausgerissenen Heftseiten steht. Die Qualität ist sehr schlecht, daher fehlen mir ab und zu Wörter. R. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/060147/">06.01.1947: Die ganze Scheidung dauerte kaum eine Woche. (Friedrich)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Brief von Friedrich, Lenis Mann, an seinen Schwager Rudolf, der in Guatemala wohnt &#8211; und folglich wenig Vorstellung hat, was das Nachkriegsleben kostet. So erfahren wir interessante Details. Der Brief ist handschriftlich, ich habe den Durchschlag, der auf herausgerissenen Heftseiten steht. Die Qualität ist sehr schlecht, daher fehlen mir ab und zu Wörter.</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">R. den 6.1.47. [handschriftlich Leni: bestätigt mit Brief vom 6.5.47]</p>
<p>Lieber Rudolf!</p>
<p>Dein Brief vom 17.12.46 kommt heute an. Ich möchte ihn<span id="more-733"></span> gleich beantworten, denn verschieben ist nie gut. Hab zunächst einmal den herzlichsten Dank! Wir waren sehr traurig zu lesen, in welchen Schwierigkeiten Ihr Euch befindet. Geld haben wir genug, um zu kaufen, was es zu kaufen gibt, nicht genug, um die Menge zu kaufen, die es offiziell nicht zu kaufen gibt. Als Beispiele: 1 Pfund Kaffee RM 600.-, 1 Pfund Kuchen RM 85.-, 1 Pfund Mehl Rm 30.-, 1 Zigarette RM 5.- etc. Sollten es Deine Finanzen und die Post erlauben, wären wir Dir sehr dankbar, wenn Du gelegentlich etwas Kaffee direkt schicken würdest. Neuerdings sind auch für uns zwei beträchtliche Ereignisse eingetreten. 1) ist der Winter sehr schwer. Wir leben jetzt schon die zweite Kältewelle mit ca. 15° Kälte. Brennmaterial bekommen wir 2 Ztr. quietschnasses Holz im Monat. Das reicht für 2 Tage. Den Rest zu verschaffen, ist unserer „Initiative“ oder unserem Geldbeutel überlassen.</p>
<p>2) Durch die Bürgerschaftswahl vom Okt. 46 wurde Dr. Bucerius II als Bausenator durch einen SPD-Senat ersetzt. Ich möchte als seine rechte Hand ebenfalls zurücktreten. Ich habe diesen Schritt rechtzeitig freiwillig getan. Anschließend war ich mehrere Wochen verreist. U. a. besuchte ich auch Albrechts erste Frau in Murnau. Sie wohnt mit ihrer Schwester im Hause ihres Vaters, der im Ausland ist. Albrechts Sohn fand ich in bester Verfassung vor. Auch besuchte ich Mali, die einen Kunstgewerbeladen in Murnau betreibt. Sie hat vor, bald in die Schweiz zu fahren.</p>
<p>Du fragst nach Albrechts Schwager. [Als] wir in N. lebten und Albrecht in B.hat er uns manche Schwierigkeiten gemacht. Insbesondere war in der Zeit vielfach nicht angenehm, in der Albrechts erste Frau das Fortshaus von N. erbaute. Insgesamt waren das viele Monate. Sie hatte eine recht großzügige Art zu wirtschaften und saß ständig vor dem Rest. Albrecht hat ihr das Leben oft nicht leicht gemacht. Als Albrecht im Frühjahr 1946 Nina v. B. kennenlernte, ließ er sich ohne viel Vorbereitung von heute auf morgen scheiden. Die ganze Scheidung dauerte kaum eine Woche. Kaum 1 ½ Monate später wurde Nina geheiratet, die die Richtige zu sein scheint. Sie ist 22 Jahre alt, niedlich und weiß, was sie will. Beide wohnen am M’weg in Hbg. Wir sehen uns ganz oft und kommen gut miteinander aus.</p>
<p>Von Achim hörte ich <span style="text-decoration: underline;">nichts</span>. Hertha schrieb auch vor Wochen daß Achim einen Brief begonnen habe. Die Angelegenheit N. ist von großer Wichtigkeit, weil bei Verzögerung ein Kahlschlag zu befürchten ist. Die Russen unterstützen uns mit Holz. [D.h. es gibt Holzlieferungen aus dem Osten, denen der Wald um N. leicht zum Opfer fallen könnte.]</p>
<p>Ob Neger Albrechts Schwiegereltern abgeraten hat, die Ehe zu billigen, weiß ich nicht mit Sicherheit. Es ist jedoch möglich, da sich Neger nicht sehr begeistert äußerte. Albrecht und Neger sehen sich selten. Die Freundschaft scheint nicht sehr eng zu sein.</p>
<p>Du fragst nach meinem Flügel. Nachdem dieser etwa 1 Jahr beschlagnahmt war, konnte ich ihn mir wieder verschaffen. Hier im Haus kann ich ihn bis jetzt noch stellen. Bei Einweisung weiterer Flüchtlinge weiß ich nicht wohin damit. Zum Spielen ist es zur Zeit zu kalt. Als Leni mich im Oktober 45 in N. besuchte, wohnten wir eine Nacht bei den alten Sch. in Güstrow. Sie hatten eine andere gute Wohnung. Auch war er als Anwalt wieder zugelassen. Es ging ihnen damals nicht schlecht. Seitdem habe ich nichts mehr gehört.</p>
<p>Über meine beruflichen Pläne schreibe ich nächstens. Es ist jetzt derart kalt und die Verkehrsmittel derart schlecht und unzuverlässig, daß ich in R. bleibe. Abgesehen davon  daß die Züge reihenweise ausfallen, [unleserlich]</p>
<p>Eben hörte ich eine Rede des Hbg. Bürgermeisters Max Brauer, in der die ganze Hoffnungslosigkeit zum Ausdruck kam.</p>
<p>Wir denken viel an Dich und die Deinen, lieber Rudolf, und hoffen nur, daß Ihr und wir bald das Schlimmste überstanden haben. Einstweilen geht es noch abwärts. Hab auch vielen Dank für Deine Mühe, uns ein Paket durch Klaus zukommen zu lassen.</p>
<p>Herzlichst Dein Friedrich.</p>
<p>Grüß Ingrid von mir sehr herzlich.</p>
<hr />
<p>Und nun wissen wir auch, wie es mit dem Flügel weiterging. :)</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/35b03d6843f847ef9a7723461542ed18" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>01.11.1939: Mein geliebtes Blättchen (Leni)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Mar 2014 12:39:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[1939]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin hin und weg: Euch scheint das Wuschelvieh ebenso gut zu gefallen wie mir. Ich werde es, Christines Vorschlag folgend, Lolo nennen. Wild hat das Monster gegen den Namen &#8222;Herr Schleimbeutel&#8220; protestiert und wurde anschließend auch nicht zum Superhelden Staticman. Obwohl ich mich wirklich gefreut hätte! Das Buch bekommt also Christine. Interessante Hinweise auf [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_687" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/03/pict0003-3.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-687" class="size-medium wp-image-687" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/03/pict0003-3.jpg?w=300" alt="Schüttelmonster Lolo" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/03/pict0003-3.jpg 2048w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/03/pict0003-3-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/03/pict0003-3-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/03/pict0003-3-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/03/pict0003-3-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/03/pict0003-3-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/03/pict0003-3-450x338.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-687" class="wp-caption-text">Schüttelmonster Lolo</p></div>
<p>Ich bin hin und weg: Euch scheint das Wuschelvieh ebenso gut zu gefallen wie mir. Ich werde es, <strong>Christines</strong> Vorschlag folgend, Lolo nennen. Wild hat das Monster gegen den Namen &#8222;Herr Schleimbeutel&#8220; <span id="more-697"></span>protestiert und wurde anschließend auch nicht zum Superhelden Staticman. Obwohl ich mich wirklich gefreut hätte! Das Buch bekommt also Christine. Interessante Hinweise auf eine türkise Monster-Version kamen von Marina und einer weiteren <strong>Christine</strong>. Letztere sogar eins zum Kaufen gefunden und bekommt deshalb auch ein Buch (nämlich &#8222;Kein Ort für Fremde&#8220; von Ruth Rendell, gebrauchte Version).</p>
<p>Heute habe ich keine Lust auf Buchverlosung. Solltet Ihr trotzdem eins haben wollen, biete ich Euch <strong>&#8222;Horst go Home&#8220;</strong> von &#8211; darauf kommt Ihr nie! &#8211; Tine Wittler. Und sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt.* Eine Frage müsst Ihr dafür nicht beantworten. Auch nicht, wie lang eine Schreibstunde ist. Echt nicht. Auch nicht bis morgen um 12.</p>
<p>Dies ist übrigens der letzte Liebesbrief. Als nächstes kommen wieder Nachkriegsberichte.</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">N., den 1. Nov. 39</p>
<p>Mein geliebtes Blättchen!</p>
<p>Soeben habe ich die Kinder mit Edith erstmal an die frische Luft befördert und dann kommt anschließend immer meine Schreibstunde. Allerdings besteht sie oft nur aus 10 Minuten. –</p>
<p>Unsere Perle Edith hat heute gekündigt, zum 1. Dezember. Halb dachte ich es mir schon, da es ja sehr viele Rackereien in der letzten Zeit gegeben hat. Im Moment geht es wieder etwas besser mit ihr, sie versucht, nicht alles zu vergessen, aber kopflos ist sie im Ganzen doch. Eventuell gehe ich nochmal bei der Mutter vor. –</p>
<p>Vor einigen Tagen ist Grete von Mama an die Luft gesetzt worden, da sie zu Mamsell so frech geworden ist und vorher einfach 3 oder 4 Tage fort geblieben war, ohne etwas von sich hören zu lassen. Bei Edith ist es zum Teil der Grund, daß sie mehr verdienen will, was ich im Grunde ja auch verstehen kann. –</p>
<p>Am Freitag werde ich 9<sup>03</sup> aus Krakow fahren, über Güstrow. Der Zug hat gleich Anschluß, ich hoffe, daß Du an der Bahn bist. Ich werde eine Karte mit Rückfahrt nehmen. –</p>
<p>Ob sich wohl schon jemand auf die Anzeige gemeldet hat? Ich finde es ja süß, daß Du annonziert hast, nur mit dem Gutshausstand weiß ich nicht so recht, denn es sind ja fast ausschließlich die Kinder zu bedienen, mit Zimmern etc. –</p>
<p>Von Mama soll ich Dir noch sehr danken für Deine Besorgungen, auch für die Kämme. Das Armband und Pfeife ist zwar noch nicht hier. – Morgen arbeite ich mit Dicki im Garten, was sehr gut geht. Wir haben heute Rote Beete ausgebuddelt, Dicki fährt sie in ihrer Schiebkarre und ich in der großen zu Claußen. Baby sieht zu. Sehr bedrückt es mich, daß ich noch nicht an Mutter schrieb, aber jetzt ist es fast zu spät, denn heute wird es nichts mehr und übermorgen bin ich da. –</p>
<p>Wie es wohl mit dem Auto geworden ist? Mein Moll, wie es wohl bei Euch im Geschäft ist? Heute hatte ich von Ruth einen Brief, ihr Mann ist Truppenarzt bei Celle, sie ist mit ihren 3 Kindern in Magdeburg bei ihren Eltern und hat die Wohnung in Kiel zugemacht.</p>
<p>Liebes Menschlein, wir sehen uns bald, ich freu mich sehr. Die Kinder sind süß, Baby geht schon ganz viel. Sei umarmt von Deinen Tiris.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/0e0e9749fee44e658ae592589ea08087" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>23.07.1936: Mein lieber Puck! (Leni)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/230736/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jan 2014 11:33:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem ich im November das Gut besucht habe, lässt es mir keine Ruhe. Am liebsten würde ich mich für einige Wochen mit dem Computer und den ganzen Ordnern dort verkriechen, um Ordnung in den ganzen Klumpatsch zu bringen. Die Idee ist momentan aber nicht praktikabel &#8211; ich suche noch nach einer Lösung. Einstweilen flüchte ich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich im November das Gut besucht habe, lässt es mir keine Ruhe. Am liebsten würde ich mich für einige Wochen mit dem Computer und den ganzen Ordnern dort verkriechen, um Ordnung in den ganzen <span id="more-599"></span>Klumpatsch zu bringen. Die Idee ist momentan aber nicht praktikabel &#8211; ich suche noch nach einer Lösung. Einstweilen flüchte ich dieses Wochenende gemeinsam mit meinen Kindern aus unserem Haus, in dem dann endlich die Treppe gestrichen wird. Großartigerweise können wir auf dem Gut unterkommen und dort auch bei schlechtem Wetter ganz bestimmt ein schönes Wochenende verleben. Floßfahren wird wohl nicht drin sein, auch ein Ausflug zum besagten See ist wohl utopisch. Ganz sicher werden wir aber zu Papas (hinten betont, nicht vergessen!) Grab gehen und den Wald unsicher machen &#8211; in der mulmigen Gewissheit, dass dort einst kurzzeitig ein KZ stand.</p>
<p>Ich mache es also wie Leni seinerzeit und verkünde: &#8222;Das Wochenende verbringen wir auf dem Gut.&#8220; :)</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">N., den 23. Juli 36</p>
<p>Mein lieber Puck!</p>
<p>Ich hoffte heute bestimmt einige Zeilen von Dir zu bekommen, aber leider ist daraus nichts geworden. Gleich fährt Albrecht nach Teutendorf und nimmt Götze bis Güstrow mit, der dies wieder mit nach Hamburg nimmt, sie sind schon vorgefahren. Heute morgen haben wir einen sehr grossen Spaziergang gemacht, zum See X <span style="text-decoration: underline;">[ca. 3 km Luftlinie entfernt]</span> unter anderem, bis eben wurde dann auschliesslich gebadet und gesonnt, zum Fischer hin und zurück geschwommen, die Kinder wurden vom Floss aus ins Wasser gehalten, einmal drohte es fast umzusinken, als Hermann und alle auf einer Seite standen, das Geschrei war natürlich gross.</p>
<p>Mein Lieb, ich freu mich so auf den Moment, wenn Du erst hier bist, und wieder möchte ich Dich sehr bitten, nicht so spät zu kommen, denn zu um 7 ½ mussten wir die Nachbarschaft am Sonnabend einladen, Frau H. hätte sich sonst selbst mit ihrem Besuch eingeladen, was sowieso schon ziemlich der Fall ist, es war leider nicht zu umgehen. Hoffentlich ist es für Dich nicht solche Hätze, mein Puck.</p>
<p>Für heute genug. Albrecht will jetzt starten. Sonntag kommt er eventuell wieder. Was meinst Du, wenn ich Montag mit Dir nach Hamburg fahre? Puck ich hoffe bestimmt morgen von Dir zu hören, sonst bin ich wirklich sehr traurig.</p>
<p>Es liebt Dich sehr Deine</p>
<p>Leni.</p>
<hr />
<p>Wer Hermann ist, weiß ich gerade noch nicht. Mein Informand wird sich hoffentlich bald melden.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/a2214b7c2a9e46e09e5c9dcc0b58127b" alt="" width="1" height="1" /></p>
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