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	<title>1938 Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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	<title>1938 Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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		<title>27.09.1938: über die Wolle (Ingrid)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/270938/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Nov 2013 14:38:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ingrid ist noch immer in Deutschland und nutzt die Gelegenheit, um sich neu einzukleiden. den 27. Sept. [von Leni ergänzt: 38 N.] Liebe Leni, Schnell ein paar Worte über die Wolle. Mama will sie Dir geben, und erhält bei nächster Gelegenheit von drüben welche durch irgendjemand, dem ich sie mitgeben kann. Also bring sie schnell [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ingrid ist noch immer in Deutschland und nutzt die Gelegenheit, um sich neu einzukleiden.</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">den 27. Sept. [von Leni ergänzt: 38 N.]</p>
<p>Liebe Leni,</p>
<p>Schnell ein paar Worte über die Wolle. Mama will sie Dir geben, und erhält bei nächster Gelegenheit von drüben welche durch <span id="more-490"></span>irgendjemand, dem ich sie mitgeben kann.</p>
<p>Also bring sie schnell zu Niemann, mein Pullover (der Grüne) liegt dort noch. Dann mußt Du nochmal sagen, daß sie den Pull für Dich so und so abändern und mir den grünen so schnell wie möglich mit der Rechnung ans Kontor senden. Die Adresse haben sie. Das anfertigen <span style="text-decoration: line-through;">kostet</span> dauert nämlich 3 Wochen, aber sie meinten, den Pullover schon eher entbehren zu können.</p>
<div id="attachment_491" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/11/brief-34.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-491" class="size-medium wp-image-491 " src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/11/brief-34.jpg?w=300" alt="Schick!" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/11/brief-34.jpg 2048w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/11/brief-34-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/11/brief-34-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/11/brief-34-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/11/brief-34-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/11/brief-34-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/11/brief-34-450x338.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-491" class="wp-caption-text">Schick!</p></div>
<p>Du denkst sicher noch oft an N., das wirklich bei diesem Sonnenwetter noch sommerlich und herrlich ist. Das Wild hat sich leider ganz verzogen, man hört kaum noch einen Hirsch schreien. Wir radeln und rudern und ich probiere all die neuen sehr gut gelungenen Kleider an, Du wirst sie ja noch sehen, ich trage schon das grüne mit den durchgezogenen Steppnähten und das hellbalue mit dem Einsatz und Schnüren vorn. Auch hat Frl. D. mir alte Kleider fabelhaft geändert. Sie ist ein Daus, alles sitzt prima. Nun bleibt sie wahrscheinlich noch die ganze Woche für Mama, die ihre Novembertage vorwegnimmt.</p>
<p>Anna + Carlh. N. sind reizend.</p>
<p>Habt Ihr Hitlers Rede gestern abend gehört? Schrecklich ist die Spannung bis zum 1. Okt. Gut, daß man nicht immer daran denkt.</p>
<p>Grüsse Friedrich + Tirili, schade, das ihr nicht noch diese Tage hier seid. Und Tiri? Hoffentlich kommt es nun bald!</p>
<p>Sehr herzlich</p>
<p>Deine Ingrid.</p>
<p>Albrecht telefonierte gleich nach der Operation, die am Montag früh gemacht worden ist. Es ist gut verlaufen.</p>
<hr />
<p>Wurde Albrecht selbst operiert? Ich finde nichts darüber. Auch kann ich wieder einmal ein Wort nicht lesen, helft Ihr mir? Bei Ingrid muss man ja immer auch damit rechnen, dass sie sich verschrieben hat. Ihr Kommentar zu <a title="Hitlers Rede" href="http://www.ns-archiv.de/krieg/1938/tschechoslowakei/wollen-keine-tschechen.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hitlers Rede</a> ließ mich etwas ratlos zurück, denn man weiß ja nicht so recht, ob sie positiv oder negativ dazu eingestellt ist. Inzwischen bin ich mir sicher, dass Lenis Position deutlich dagegen war, das beruhigt mich sehr und so denke ich, dass man auch Ingrid eher einen entsetzten als einen begeisterten Unterton zuordnen darf.</p>
<p>Dies ist der letzte Brief aus der Vorkriegszeit. Während des Krieges gab es keinerlei Briefwechsel. Mittlerweile ist noch ein zweiter Ordner mit Briefen auf meinem Schreibtisch gelandet, die ich nun zwischen die bereits abgetippten ab 1945 ordnen muss. Es kann also sein, dass die Chronologie in Zukunft etwas leiden wird.</p>
<p>Edit: Harmen hatte die Freundlichkeit, mit mitzuteilen, dass Daus das Wort ist, das ich nicht finden konnte. Teufelskerl! Famos!</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/d836c7ce4cb54b6c9dd42c5b87eab6e2" alt="" width="1" height="1" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>19.06.1938: Vorzüglich in Wohnungen passende Vasen (Rudu)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/190638/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2013 09:20:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rudu und Ingrid reisen shoppend durch Deutschland und die Niederlande. Der Geburtstagsbrief dürfte fast pünktlich angekommen sein &#8211; Leni hatte am 21.6. Geburtstag und wurde 29. Hotel Frankfurter Hof, Frankfurt am Main  19.6.38.  Meine liebe Leni! Wir beide gedenken Deiner sehr herzlich und wollen mit Dir wünschen + hoffen, daß Dein kommendes Lebensjahr freudige und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rudu und Ingrid reisen shoppend durch Deutschland und die Niederlande. Der Geburtstagsbrief dürfte fast pünktlich angekommen sein &#8211; Leni hatte am 21.6. Geburtstag und wurde 29.</p>
<hr />
<div id="attachment_466" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/11/brief-33.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-466" class="size-medium wp-image-466" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/11/brief-33.jpg?w=300" alt="Achtung! Die Telefonnummer stimmt nicht mehr" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/11/brief-33.jpg 2048w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/11/brief-33-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/11/brief-33-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/11/brief-33-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/11/brief-33-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/11/brief-33-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/11/brief-33-450x338.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-466" class="wp-caption-text">Achtung! Die Telefonnummer stimmt nicht mehr</p></div>
<p>Hotel Frankfurter Hof, Frankfurt am Main</p>
<p style="text-align: right;"> 19.6.38.</p>
<p> Meine liebe Leni!</p>
<p>Wir beide gedenken Deiner sehr herzlich und wollen mit Dir wünschen + hoffen, <span id="more-465"></span>daß Dein kommendes Lebensjahr freudige und glückliche Ereignisse mit sich bringt.</p>
<p>Vor allem denke ich an den Moment im Okt. und zum anderen an die Pläne Deines Friedrich, für die ja bald in der einen oder anderen Weise ein Entschluss fällt.</p>
<p>Bei unserem Bummel durch die Stadt hier fanden wir in dem Rosenthal-Laden eine kleine Vase, die uns vorzüglich in Deine Wohnung zu passen schien. Wir haben sie nach N. schicken lassen und hoffen, daß Du Gefallen an ihr findest.</p>
<p>Von Amsterdam flogen wir über Brüssel, das wir uns gut besehen konnten in einem hellen Tag, nach Köln. Von dort per Dampfer nach Mainz. Von Frankfurt geht es jetzt nach Stuttgart – Tübingen. Bis jetzt ist mir ein Brief nach Holland nachgesendet – von U. – und ich hoffe, Ihr schickt die weitere eingetroffene Post nach Tübingen an das Tropengenesungsheim.</p>
<p>Wie mag es Bea gehen. Wir sprechen soviel von ihr.  – Grüß alle, Albrecht, Friedrich und vor allem Mama.</p>
<p>Dich umarmt in brüderlicher Liebe</p>
<div id="attachment_449" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-32-unten.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-449" class="size-medium wp-image-449 " src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-32-unten.jpg?w=300" alt="Der Brief stammt übrigens nicht vom Hotel" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-32-unten.jpg 2048w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-32-unten-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-32-unten-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-32-unten-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-32-unten-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-32-unten-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-32-unten-450x338.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-449" class="wp-caption-text">Der Brief stammt übrigens nicht vom Hotel</p></div>
<p>Dein Rudu.</p>
<p>Einen innigen Glückwunsch schickt Dir</p>
<p>Deine Ingrid.</p>
<hr />
<p>Der &#8222;Moment im Oktober&#8220; bezeichnet die Geburt von Lenis zweitem Kind. Was Rudu an der <a title="Tropenklinik Tü" href="http://www.tropenklinik.de/unser-haus/geschichte.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tropenklinik </a>in Tübingen wollte, konnte ich nicht herausfinden. Ob er seinem deutschen Arzt in Guatemala Medizin mitnehmen sollte? Warum lässt er die Post dorthin schicken und nicht in sein Hotel? Er selbst war ja wohl nicht krank, Ingrid hingegen ging es nicht blendend, ob das aber einen Aufenthalt in einer Tropenklinik nötig machte? Sorgenvoll klingt der Brief jedenfalls nicht. Das <a title="Frankfurter Hof" href="http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=3793411&amp;_ffmpar%5B_id_inhalt%5D=32507" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hotel Frankfurter Hof</a> gibt es noch immer, sieht recht mondän aus.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/1710a6398d8649f9989f5f40e9dde3cf" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/190638/">19.06.1938: Vorzüglich in Wohnungen passende Vasen (Rudu)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>14.04.1938: Du bist so gut und erleichterst es etwas &#8230; (Rudu)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/140438/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Oct 2013 11:29:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[1938]]></category>
		<category><![CDATA[briefe]]></category>
		<category><![CDATA[candillera]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rudu und Ingrid kommen nach Hamburg! Seine Schwiegermutter (&#8222;Mutter S.&#8220;), die gemeinsam mit seiner Mutter (&#8222;Mami&#8220;) zu Besuch in Guatemala war, ist mit Rudus Tochter Bea bereits unterwegs. Es würde mir etwas widerstreben, mein Kind der Oma mitzugeben und selber später hinterherzureisen. Was bewegt einen dazu? Warum fährt Mutter S. überhaupt vor? Ist es besser, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/140438/">14.04.1938: Du bist so gut und erleichterst es etwas &#8230; (Rudu)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Rudu und Ingrid kommen nach Hamburg! Seine Schwiegermutter (&#8222;Mutter S.&#8220;), die gemeinsam mit seiner Mutter (&#8222;Mami&#8220;) zu Besuch in Guatemala war, ist mit Rudus Tochter Bea bereits unterwegs. Es würde mir etwas widerstreben, mein Kind der Oma mitzugeben und selber später hinterherzureisen. Was bewegt einen dazu? Warum fährt Mutter S. <span id="more-447"></span>überhaupt vor? Ist es besser, mit Enkelkind zu reisen als allein?</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">14.4.38</p>
<div id="attachment_448" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-32-beide.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-448" class="size-medium wp-image-448" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-32-beide.jpg?w=300" alt="Briefpapier von Hotel Ritz, Mexico" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-32-beide.jpg 2048w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-32-beide-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-32-beide-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-32-beide-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-32-beide-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-32-beide-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-32-beide-450x338.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-448" class="wp-caption-text">Briefpapier von Hotel Ritz, Mexico</p></div>
<p>Meine liebe Leni &#8211;</p>
<p style="text-align: left;">am 9. ds. Mts. sind Mutter S. und Beate allein von B. Richtung Hbg. abgefahren, nicht wie es verabredet war, zusammen mit Mami. Mit Mami kommen Ingr. und ich über New-York, von wo wir am 3. Mai mit der „Europa“ abfahren. Es ist mit Mutter und auch mit Mama besprochen, daß Mutter und Beate gleich nach N. übersiedeln. Ich bitte Dich zu veranlassen, daß G. mit dem Wagen kommt und die beiden abholt. Du bist so gut und erleichterst es etwas, damit alles klappt. Die &#8222;Candillera&#8220; wird um den 30. April herum in Hbg. eintreffen. Mama hat, glaube ich, schon angeordnet, daß Mutter + Bea in den braunen Zimmern wohnen.<br />
Sehr gefreut habe ich mich zu hören, daß Du einen großen Teil des Jahres in N. sein willst!<br />
Erzählen wollen wir mündlich. Reiseroute: von hier nach Habana, Key-West, Miami – New-York – in Hbg. ca. am 9. Mai.<br />
Grüß Friedrich! und auch Bea + Mutter bei Eintreffen.</p>
<p style="text-align: left;">Es umarmt Dich innigst<br />
Dein Rudu.</p>
<hr />
<p style="text-align: left;">G. ist der Chauffeur. Was genau Leni nun erleichtern soll, ist mir nicht klar. Naja, Hauptsache, sie weiß, DASS sie erleichtern soll.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/b5b48050fdaf4484bdca4c20115623bd" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/140438/">14.04.1938: Du bist so gut und erleichterst es etwas &#8230; (Rudu)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>16.02.1938: Süße Bilder von Tirili (Ingrid)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/160238/</link>
					<comments>https://www.textfuss.de/160238/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Oct 2013 09:27:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gemein &#8211; die Bilder sind natürlich nicht mehr vorhanden. &#8222;Tirili&#8220; oder &#8222;Tirilibi&#8220; bezeichnet ein Baby oder eine Schwangerschaft. Leña ist Holz, chicharras sind Zikaden. &#8222;Mutti&#8220; ist Ingrids, &#8222;Mama&#8220; Rudus Mutter. Wer mir bei den Gardinen helfen kann, ist dazu hiermit herzlich aufgefordert. [Edit wenige Minuten nach Veröffentlichung: Das Rätsel wurde gelöst. Danke an Angela, Heike und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/160238/">16.02.1938: Süße Bilder von Tirili (Ingrid)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Gemein &#8211; die Bilder sind natürlich nicht mehr vorhanden. &#8222;Tirili&#8220; oder &#8222;Tirilibi&#8220; bezeichnet ein Baby oder eine Schwangerschaft. Leña ist Holz, chicharras sind Zikaden. &#8222;Mutti&#8220; ist Ingrids, &#8222;Mama&#8220; Rudus Mutter. Wer mir bei den Gardinen helfen kann, ist dazu hiermit herzlich aufgefordert. [Edit wenige Minuten nach Veröffentlichung: Das Rätsel wurde gelöst. Danke an Angela, Heike und Katja!]</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">V., 16.II.38</p>
<p>Meine liebe Leni,</p>
<p>Wenn ich Dir jetzt nicht schreibe, wird es vor<span id="more-426"></span> unserer Abreise nach Dtschld. bestimmt nichts mehr! Zweimal schon wurde die erste Seite eines Bogens beschrieben, zuletzt fing ich einen Brief an Dich im schönen Tapachula Hotel an, woraus Du schliessen kannst, wie sehr mir ein Brief an Dich auf der Seele liegt. Es ist aber kaum wieder gut zu machen, dass Du weder zur Geburt Eurer Kleinen noch zu Weihnachten oder sonst etwas von mir vernommen hast, obgleich ich schon Zeit genug gehabt hätte zu schreiben. Und Leni, wie sehr haben wir in großer Mitfreude an Friedrich und Dich gedacht als Tirilibi zur Welt kam und haben uns so gefreut über alle guten Nachrichten über sie und Euch. Sei mir nicht böse, daß ich Dir das nie einmal sagte, es gibt keinerlei Entschuldigung für diese träge Schreibfaulheit.</p>
<p>Mutti und Hertha haben uns natürlich viel von Euch Dreien erzählen müssen, ich kann mir Tirili so gut vorstellen[,] Eure Seligkeit über sie, Eure nette Wohnung. Du schilderst Euer Leben so anschaulich in dem rührend langen Brief an Rudu u. mich und dann hast Du uns so lieb zu Weihnachten geschrieben, Auch las ich Deinen letzten Brief an Achim und Hertha – Leni, Du mußt wissen, wie mich das alles gefreut hat und wie oft meine Gedanken bei Euch waren. Ich freue mich unendlich auf den Augenblick, wo wir uns alle wiedersehen und male mir mit Rudu oft aus, wie schön es zusammen mit Euch in N. wird.</p>
<p>Jetzt aber erstmal innigen Dank für das ganz wonnige Dirndlkleidchen für Beate! Ich bin ganz glücklich, dass es noch zu groß ist, so ist die Vorfreude lang, und Du kannst sie später so recht darin erleben. So lieb ausgesucht hast Du es, der Stoff ist zu niedlich! Und dann, Leni, die süßen Bilder von Tirili, die uns eine große Freude gemacht haben. Ja, wie sieht sie Friedrich ähnlich und ist ja ein schnuckliges baby, urgesund und fidel! Wenn wir kommen, läuft sie uns vielleicht schon entgegen; diesem Quecksilber ist derartiges mit 9 Monaten ja durchaus zuzutrauen.</p>
<p>Seit Sonnabend (12.II.) sind Mama, Rudu u. ich hier in V., nachdem wir eine herrliche Autofahrt von der Finca durchs Hochland nach Guatem. gemacht hatten. 3 Jahre bin ich nicht in diesen Gefilden gewesen, deshalb wollte Rudu mich auch so gerne mithaben und so bleibt Mutti diese 14 Tage mit Beate in B., wo sie bei B.s ja gut aufgehoben ist und vor allem Beate ganz für sich hat, worüber sie glücklich ist. Ende Februar treffen wir uns alle in U. wieder, dann haben wir dort noch ca. 5 Wochen, bis es los geht. Den beiden Müttern haben wir mit unserer schlanken Linie keinen gelinden Schrecken eingejagt, so drangen beide sehr auf diese Reise, die von uns garnicht so „ersehnt“ war, d. h. wir freuen uns natürlich, aber Du weißt, wie gern wir hier sind.</p>
<p>Zu schön ist es hier wieder bei Achim und Hertha! Mama schläft oben im Haus, Rudu + ich bei F’s in dem wirklich wunderschönen kleinen Haus, dass mich [!] mit seinem hübschen roten Ziegeldach den selbstgefertigten Fliesen und schönen Hölzern sehr gefällt. Wie hat sich in der Zwischenzeit hier alles verändert! In den T.C. [?] Zimmern empfängt uns Ilschen mit Tüllscheibengardinen, kleinen Strickdeckchen/allüberall und einem „sehr strammen Sohn“ der einen immer ein bißchen verkniffen u. verärgert ansieht. Sie und er sind aber glückselig und das ist ja die Hauptsache. Furchtbar nett ist Frau F. mit dem netten holländischen Akzent, wie hat sie ihr Haus hübsch eingerichtet!</p>
<p>Rugi, Jörg, Harald das Prachtkleeblatt! Rugi und Jörg spielen chicharras-Jäger, sammeln diese quakenden Biester in ihren Hosentaschen, unter Kissen, in Tüten, fahren stets mit gleicher Begeisterung leña im camion und haben den ganzen Tag strahlende, blitzende Augen. Eigentlich wollten wir Bea mitnehmen, doch die Reise mit den Tausend dummen Formalitäten wäre zu umständlich mit ihr gewesen. –</p>
<p>Mama schlief in U. + B. mit ihr zusammen, war somit die „Nacht-Oma“, Mutti fütterte sie am Tag u. hieß „Ange“ (andre) Oma oder „Tagoma“. Beide wurden zuerst nur mit „Tante“ angeredet, aber Beate gewöhnte sich ziemlich schnell an beide. Sie spricht alles nach: Morgends begrüßt sie mich mit: „Morgen, Mama, slapen.“ (gut geschlafen) Ihr Schönstes ist das „Cafetrinken“ nach dem Mittagsschlaf, dann sitzt sie auf einem hohen Klavierbock zwischen Rudu u. mir, hält zierlich ihre kleine Mokkatasse in der dicken Patschhand, den kleinen Finger abgespreizt „wie Tante Dora“ sagt Rudu. Überhaupt isst sie schon ganz manierlich allein, in U. an ihrem kleinen Tisch und Stuhl. Vor ein paar Tagen sah ich hier zum ersten Mal den San Rafael Film und Beas ersten Schritte. Zu nett! Wie ist es sonderbar, sich selbst im Film zu sehen, man macht die komischsten Bewegungen, von denen man gar keine Ahnung hat. In der Zwischenzeit (zwischen Filmaufnahme und jetzt) hat sie viel dunklere Haare bekommen, auch die Augen dunkeln stark nach. Auf die kleine R. in Baluarte, die im selben Alter ist, ist sie nicht gut zu sprechen, die Beiden reißen sich das Spielzeug aus den Händen, retten sich in eine sichere Ecke, von wo aus sie das Errungene mit schubsen, beißen und kratzen verteidigen.</p>
<p>Mutti schwimmt, läuft mit spazieren u. schlachtet, wir sind viel mit ihr hier herumgefahren damit sie auch all die Fincas kennen lernt; zum Schluß fahren wir noch mit ihr durchs Hochland, sie ist ganz die Alte und genießt alles unendlich, besonders die süße Bea. Neulich machte <span style="text-decoration: line-through;">sie</span> Mutti ihren ersten Ritt. Meine Reithose passt famos.</p>
<p>Wie freuen wir uns auf N.!</p>
<p>Jetzt will ich aber schließen, gleich geht’s nach Nicó zu Frau M., die ich im August mit der neugeborenen Kleinen zuerst begrüßte in Guatemala. Süss ist die kleine Tochter von Kurt u. Vera N., ein ganz besonders nettes Ehepaar , ich war viel mit ihr zusammen und mag sie zu gern.</p>
<p>Leni, ich weiß nicht, ob Dich dieser Brief etwas versöhnt hat, aber ich glaube, es wird herrlich mit untern [unseren] beiden Bugis später, in Deutschld, und ich werde Nichtgeschriebenes mündlich ordentlich nachholen.</p>
<p>Grüsse an Friedrich, viele herzliche auch von Rudu, Eurem Tirilibi einen dicken Bubben und Dir viel liebe Gedanken von Deiner Ingrid.</p>
<div id="attachment_427" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-31-1.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-427" class="size-medium wp-image-427" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-31-1.jpg?w=300" alt="Kryptisches Wort Teil 1" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-31-1.jpg 2048w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-31-1-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-31-1-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-31-1-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-31-1-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-31-1-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-31-1-450x338.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-427" class="wp-caption-text">Kryptisches Wort Teil 1</p></div>
<div id="attachment_428" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-31-2.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-428" class="size-medium wp-image-428 " src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-31-2.jpg?w=300" alt="Kryptisches Wort Teil 2" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-31-2.jpg 2048w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-31-2-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-31-2-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-31-2-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-31-2-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-31-2-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2013/10/brief-31-2-450x338.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-428" class="wp-caption-text">Kryptisches Wort Teil 2</p></div>
<hr />
<p>Typisch für Ingrid, ist auch dieser Brief wieder etwas atemlos zu Papier gebracht. Eine Kostprobe von der dynamischen Schrift habt Ihr auf den Fotos. Ich kannte Ingrid nicht, frage mich aber, ob sie &#8222;in echt&#8220; auch so überschwänglich war. [Edit 2: Verlässliche Quellen bestätigen meine Vermutung.]</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/9aaf8cc1d75a47d38287e7a82d08b897" alt="" width="1" height="1" /></p>
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