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	<title>Krimskrams Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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	<title>Krimskrams Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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		<title>Alte Möbelfreunde &#8211; ein Blogwichtelbeitrag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gesa Füßle]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Feb 2020 10:44:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jedes Jahr zu Weihnachten findet beim Netzwerk Texttreff das Blogwichteln statt, bei dem wir uns gegenseitig mit Blogbeiträgen beschenken. Dieses Jahr hat mich Ute Boronowsky bewichtelt. Ich habe wiederum bei Iris Jilke über verständliches Schreiben philosophiert. Ein neues Möbelstück zu kaufen ist einfach, aber langweilig. Es ist nur eines von vielen Geschwistern, die ihre Funktion [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Jedes Jahr zu Weihnachten findet beim <a href="http://texttreff.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzwerk Texttreff</a> das Blogwichteln statt, bei dem wir uns gegenseitig mit Blogbeiträgen beschenken. Dieses Jahr hat mich <a href="https://www.science-inbound.com/de/wer-wir-sind/ute-boronowsky" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ute Boronowsky</a> bewichtelt. Ich habe wiederum bei <a href="https://textakzent.de/gastartikel-verstaendliche-texte-schreiben/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Iris Jilke</a> über verständliches Schreiben philosophiert.</em><span id="more-3047"></span></p>
<div id="attachment_3048" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3048" class="size-medium wp-image-3048" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2020/02/Naehmaschine_650px-300x204.jpg" alt="" width="300" height="204" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2020/02/Naehmaschine_650px-300x204.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2020/02/Naehmaschine_650px.jpg 650w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-3048" class="wp-caption-text">Foto: Ute Boronowsky</p></div>
<p>Ein neues Möbelstück zu kaufen ist einfach, aber langweilig. Es ist nur eines von vielen Geschwistern, die ihre Funktion erfüllen. Damit es zum Möbelfreund werden kann, müssen wir erst zusammen eine Geschichte erleben.</p>
<p>Dass ich die alte Singer-Nähmaschine meiner Uroma erben würde, stand schon fest, als ich im Grundschulalter auf Omas Knien saß und krumme Stiche auf bunte Stoffläppchen nähte, während Oma – oder besser, Omma, wie wir Ruhrgebietsleute sagen – rhythmisch mit den Füßen den Antrieb bewegte. Meine Beine waren dafür viel zu kurz, und auch mit der Koordination haperte es noch.</p>
<p>Die Geschichte der Nähmaschine beginnt aber schon ein halbes Jahrhundert früher. Ommas Mutter – nennen wir sie der Einfachheit halber „Ur-Omma“, denn Omma und sie hatten den gleichen Vornamen – war Witwe, alleinerziehende Mutter zweier Kinder und Unternehmerin. Fotos zeigen sie aufrecht stehend, im schwarzen hochgeschlossenen Kleid, mit verkniffenem Mund. Hinter ihr etwa zwanzig Nähmaschinen, neben jeder ein junges Mädchen mit weißer Schürze, ebenfalls sehr aufrecht. Ihre „Lehrmädchen“, wie Omma sie nannte. Aus heutiger Sicht: Auszubildende und Mitarbeiterinnen in einem mittelständischen Handwerksbetrieb.</p>
<p>Ur-Omma managte ihre Schneiderwerkstatt erfolgreich, scheiterte jedoch wie so viele andere an der Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er Jahre. Bis auf die eine Singer wurde alles verkauft, die „Lehrmädchen“ standen auf der Straße, und auch sonst brachen düstere Zeiten an. Später erbte Omma die Nähmaschine, ich kam zur Welt, und wir entdeckten unser gemeinsames Hobby. Als Omma ins Pflegeheim zog, gab es – anders als bei anderen Erinnerungsstücken – keine Diskussion in der Familie. Die Singer kam zu mir. Vor einigen Jahren ist bei einem halbherzigen Versuch, sie wieder in Betrieb zu nehmen, das Antriebsseil gerissen. Damit darf sie jetzt offiziell „in Rente“ sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3049" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3049" class="size-medium wp-image-3049" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2020/02/Tisch_650px-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2020/02/Tisch_650px-300x197.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2020/02/Tisch_650px.jpg 650w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-3049" class="wp-caption-text">Foto: Ute Boronowsky</p></div>
<p>Meinen Schreibtisch dagegen traf ich erst Mitte der Nuller-Jahre in der Küche einer Kollegin und war blitzverliebt. „Ooch, so ein schöner Tisch, wo hast du den her?“ Jugendstil, gedrechselte Beine, runde Ecken, Eiche. Und das, obwohl „Eiche brutal“ doch ein Synonym für schreckliche Möbel ist. Hier passt kein anderes Holz. Und als wunderbares Detail noch eine – etwas abgestoßene – Besteckschublade mit einem runden messingfarbenen Knopf. Ein echter Küchentisch also.</p>
<p>Meine Kollegin hatte den Tisch eher aus praktischen Gründen aus ihrer Hamburger WG mitgenommen und konnte meine spontane Liebe nicht ganz nachvollziehen. Aber als wir beide ein paar Jahre später fast zeitgleich umzogen, bekam ich den Tisch. Heute dient er als Katzenliegeplatz, Schreibtisch und – so schließt sich der Kreis – Nähtisch für die mittlerweile elektrische Maschine. In der Schublade wohnen jetzt Briefmarken, USB-Sticks und anderer Kram.</p>
<p>Kürzlich habe ich überlegt, ihn gegen einen höhenverstellbaren Schreibtisch auszutauschen. Für meinen Rücken wäre das sicher besser. Das hieße aber auch: der Küchentisch müsste weg, denn für zwei ist kein Platz. Was tun? Ebay ist zu unpersönlich, Entsorgen kommt nicht in Frage. Und so werden alle Gäste zum Schreibtisch gelotst. „Schau mal, wäre der nicht was für dich / deinen Sohn / deine Mutter“? Bisher erfolglos. Und so experimentiere ich mit Schuhkartons, um die Höhe von Monitor, Tastatur und Maus zu variieren. Klappt eigentlich ganz gut und ist total nachhaltig. Alternativ habe ich mir höhenverstellbare Aufsätze angeschaut (Danke Gesa für den Tipp!) Ich denke, wir bleiben noch eine Weile zusammen, der Tischfreund und ich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-3050 alignnone" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2020/02/Ute_xing_linkedin_2.jpg" alt="" width="208" height="265" /></p>
<p><img decoding="async" src="https://vg08.met.vgwort.de/na/f2a4c0bc4bda4bb1a9df45cb1010f361" alt="" width="1" height="1" />Ute Boronowsky ist promovierte Biologin. Wenn sie nicht gerade an der Nähmaschine sitzt, textet und übersetzt sie wissenschaftliche und Marketing-Inhalte für die Pharma- und Biotechindustrie. Ute bloggt auf <a href="https://www.science-inbound.com/playground" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.science-inbound.<wbr />com/playground</a>.</p>
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		<title>Abwarten und Tee trinken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gesa Füßle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Sep 2019 12:22:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hauskram]]></category>
		<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
		<category><![CDATA[akzeptanz]]></category>
		<category><![CDATA[renovierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vielleicht kann man besser warten, wenn man Tee trinkt. Ich habe es nicht ausprobiert, denn ich halte Tee für eine grobe Fehlinterpretation von gutem Geschmack. Gewartet habe ich aber. Sicher hätte ich die Zeit anders nutzen können. Ich habe mich zurückgezogen und Dinge liegen lassen. Ich hätte weiter renovieren können. Aber ohne Deadline-Stress („Noch eine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht kann man besser warten, wenn man Tee trinkt. Ich habe es nicht ausprobiert, denn ich halte Tee für eine grobe Fehlinterpretation von gutem Geschmack. Gewartet habe ich aber. Sicher hätte ich die Zeit anders nutzen können. Ich habe mich zurückgezogen und Dinge liegen lassen. Ich hätte weiter renovieren können. Aber ohne Deadline-Stress („Noch eine Stunde, dann kommen die Kinder!“) macht mir das meiste keinen rechten Spaß.<span id="more-3012"></span></p>
<p>Es ist mir schwer gefallen, Dinge unkommentiert zu lassen (wer mich kennt, kann sich das wohl ungefähr vorstellen). Wie es zur Wendung kam, wissen wir nun alle nicht so recht. Tatsache ist, dass nach einem langen Jahr des Ausharrens meine Kinder wieder bei mir schlafen. Das ist so unfassbar toll, dass ich immer nur noch grinsen könnte. Somit habe ich dann auch umgehend die Renovierungsarbeiten wieder aufgenommen. Ich suhle mich in abblätternder und frischer Farbe sowie in großzügigen Staubmengen.</p>
<h2>Das Wichtige ist, sich nicht benagen zu lassen</h2>
<p>Im Hinterkopf nagt noch das Gifttier kleine Zweifel ins Gebälk. Doch das ist stabil, wenn es die vorhergehenden Axthiebe auch ausgehalten hat. Obwohl zugegebenermaßen ja auch immer wieder Kitt im Spiel war.</p>
<div id="attachment_3013" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3013" class="size-medium wp-image-3013" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/09/Halb-renoviert-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/09/Halb-renoviert-300x169.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/09/Halb-renoviert-768x432.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/09/Halb-renoviert-1030x579.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/09/Halb-renoviert-1500x844.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/09/Halb-renoviert-705x397.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/09/Halb-renoviert-450x253.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/09/Halb-renoviert.jpg 1632w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-3013" class="wp-caption-text">Leinölfarbe macht übrigens eine irre Sauerei</p></div>
<p>Aber genug der Gleichnisse und bunten Bilder. Apropos bunte Bilder: Alle sagen, man müsse „Orange is the new Black“ gucken. Ich glaube, ich habe fünf Folgen durchgehalten. Dann haben mich die Geschehnisse so runtergezogen, dass ich dieser Serie mich fortan verweigere. An dem Vorwurf, ich sei zu sensibel, ist vielleicht doch was dran. Nur, dass ich das nicht mehr als Vorwurf auffasse. Wenn ich in den letzten Jahren eins gelernt habe, dann ja wohl, dass sich niemand für seine Gefühle rechtfertigen muss, kann oder sollte. Zumal es ohnehin nichts bringt. Für meinen Geschmack rechtfertige ich mich ja auch nicht. Ich mag keinen Tee. Gar keinen. Ich kann auch mit Cola warten.</p>
<p>Man nennt das „radikale Akzeptanz“ – Dinge hinnehmen, die man nicht ändern kann. Klappt erstaunlich gut. Es ist ohnehin völlig sinnlos, sich ständig über irgendwas aufzuregen. Vor allem ist es völlig sinnlos, seine Lebenszeit mit Negativem zu verplempern. Damit verbaut man sich den Blick fürs Schöne und vergrätzt womöglich noch all die netten Menschen, mit denen man so viel Spaß haben könnte.</p>
<p>Ist nicht immer einfach, aber auf jeden Fall mit und ohne Tee gleich gut möglich.</p>
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		<title>Unordnung ist gefährlich</title>
		<link>https://www.textfuss.de/unordnung-ist-gefaehrlich/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Gesa Füßle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jul 2019 17:44:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hauskram]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Überschrift, die aus meiner Feder eher unglaubwürdig klingt. Wer mich kennt, weiß, dass Unordnung nur ein von der Gesellschaft aufgezwungenes Konzept ist, das man spielend leicht umgehen kann. Indem man sich einfach merkt, wo die Dinge sind, die man da hat fallen lassen, wo man gerade stand. Easy. Woher also dieser Sinneswandel? Keine Sorge, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Überschrift, die aus meiner Feder eher unglaubwürdig klingt. Wer mich kennt, weiß, dass Unordnung nur ein von der Gesellschaft aufgezwungenes Konzept ist, <span id="more-2997"></span>das man spielend leicht umgehen kann. Indem man sich einfach merkt, wo die Dinge sind, die man da hat fallen lassen, wo man gerade stand. Easy.</p>
<p>Woher also dieser Sinneswandel? Keine Sorge, es gibt gar keinen. Die Überschrift läutet nur einen Tatsachenbericht ein, der mich jedoch nicht auf Dauer bekehren wird. Seit Barbara Perfahl dereinst <a href="http://www.die-wohnpsychologin.de/2015/04/erfahrungsbericht-wohnpsychologische-beratung-home-office/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mein Arbeitszimmer mit mir neu gestaltet hat</a>, ist viel passiert. Tatsächlich habe ich ein besseres Sortiersystem (gleiche Dinge an den gleichen Platz – klingt so, als würde man das eh so machen, es ist aber erstaunlich, wie oft das nicht der Fall ist), aber meine Tendenz zur Unordnung bleibt und wird von mir auch nicht aktiv bekämpft. Das wochenendliche Erscheinen von AirBnB-Gästen fördert zumindest das regelmäßige Aufräumen der Gästezimmereinflugschneise.</p>
<h2>Restholzstapel</h2>
<p>Wie auch immer. Als mein Fachwerk fertig renoviert war, wollten die Zimmermänner die alten Balken und das Holz vom Gerüst wieder mitnehmen. Ich schritt ein, schließlich war das Gerüst bezahlt worden und aus dem Holz könnte man sicher was Tolles bauen. Gartenmöbel zum Beispiel.</p>
<div id="attachment_3000" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3000" class="size-medium wp-image-3000" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Selbstbaubettweb-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Selbstbaubettweb-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Selbstbaubettweb-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Selbstbaubettweb-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Selbstbaubettweb-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Selbstbaubettweb-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Selbstbaubettweb-450x338.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Selbstbaubettweb.jpg 2016w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-3000" class="wp-caption-text">Pfosten aus Gerüstbrettern, Rest aus Dachlatten</p></div>
<p>So lag das Holz nun also fast zwei Jahre in meinem Garten.</p>
<p>Im Februar fing ich an, Pläne für ein neues Bett zu machen, das fix umgesetzt wurde.</p>
<p>Im Juni hatte ich endlich eine gute Idee für eine Bank.</p>
<p>Der Holzstapel war nun so weit reduziert, dass er in den Keller wandern konnte. War aber trotzdem immer noch recht groß. Also zeichnete ich Baupläne für eine weitere Bank. Dafür holte ich zwecks Ausmessen und Schnittoptimierung diverse Bretter und Dachlatten wieder aus dem Keller hoch. Dann überkam mich akute Unlust und ein Eilauftrag, und da lagen sie nun. Als ich nur wenige Tage später im Dunkeln aus dem Badezimmer kam, stieß ich mir den mittleren Zeh des linken Fußes an einer der zugegebenermaßen nicht besonders geschickt platzierten Dachlatten. Salbe draufgeschmiert, ins Bett gegangen, am nächsten Tag Schmerzen, Krankenhaus, Zeh gebrochen, humpelhumpel. Folge: Am nächsten Tag den Freund die Bretter zusägen lassen, am Tag darauf die Bank gebaut. Währenddessen kam mir noch die Idee, ein Gartentor zu bauen. Nun werde ich also nachher ein paar Dachlatten hochholen und in die Diele legen, um dann in den nächsten Tagen … Ich weiß ja jetzt, wie man einen Dachziegelverband anlegt.</p>
<div id="attachment_2998" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2998" class="size-medium wp-image-2998" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/SelbstbauBeachClubBankweb-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/SelbstbauBeachClubBankweb-300x169.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/SelbstbauBeachClubBankweb-768x432.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/SelbstbauBeachClubBankweb-1030x579.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/SelbstbauBeachClubBankweb-1500x844.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/SelbstbauBeachClubBankweb-705x397.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/SelbstbauBeachClubBankweb-450x253.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-2998" class="wp-caption-text">Fachwerkständer als Füße, Gerüstbrett als Sitzfläche</p></div>
<h2>Bauen <del>ohne Sinn und Verstand</del> nur mit Zollstock und defektem Geodreieck</h2>
<p>Sachen aus Holz zu bauen, macht mir jedenfalls unglaublich Spaß, wenn ich nicht allzu sehr auf rechte Winkel und exakte Schnitte achten muss. Präzisionsarbeit mag ich nur am Text. Baut mehr Sachen! Denn, wie sagte ein nicht besonders weiser Mann neulich in seiner nicht besonders guten Rede: „Wenn ein Baum gefällt werden muss, kann man sogar das Holz verwenden!“ Die Tatsache, dass er sich bei der Holzverwendung auf Rumstehbaumscheiben beschränkt, zeigt, wie vielseitig man Holz einsetzen kann. Nämlich praktisch und dekorativ. Oder unpraktisch und doof. So viele Möglichkeiten!</p>
<div id="attachment_2999" style="width: 179px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2999" class="size-medium wp-image-2999" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Selbstbauterrassenbankweb-169x300.jpg" alt="" width="169" height="300" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Selbstbauterrassenbankweb-169x300.jpg 169w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Selbstbauterrassenbankweb-768x1365.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Selbstbauterrassenbankweb-579x1030.jpg 579w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Selbstbauterrassenbankweb-844x1500.jpg 844w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Selbstbauterrassenbankweb-397x705.jpg 397w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Selbstbauterrassenbankweb-450x800.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Selbstbauterrassenbankweb.jpg 1836w" sizes="(max-width: 169px) 100vw, 169px" /><p id="caption-attachment-2999" class="wp-caption-text">Dachlatten und ein paar breitere Bretter</p></div>
<p>Nun werde ich immer, wenn ich mein Gesäß auf die Bank niederlasse, an meinen gebrochenen Zeh denken müssen. Und an die lustige Dame am Krankenhausempfang, die mich fragte, welcher Zeh es sei.</p>
<p>Ich: „Der mittlere.“</p>
<p>Sie: „Der zweite oder der dritte?“</p>
<p>Ich: „Der dritte. Ich habe fünf Zehen.“</p>
<p>Sie, lachend: „Ach ja, stimmt. Ich habe um sechs Uhr angefangen. Das ist echt nicht meine Zeit.“</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/unordnung-ist-gefaehrlich/">Unordnung ist gefährlich</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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		<title>Oben</title>
		<link>https://www.textfuss.de/oben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Gesa Füßle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jul 2019 15:53:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
		<category><![CDATA[ausstellung]]></category>
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		<category><![CDATA[bremervörde]]></category>
		<category><![CDATA[gedenkstätte]]></category>
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		<category><![CDATA[sandbostel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin von Christa zum Thema Authentizität befragt worden. Das wollte ich hier noch gern unterbringen. Darum geht es aber gar nicht. Sondern um Steffens Oben. Wenn man mit einem &#8222;Experten für Gräueltaten&#8220; (Zitat Bergedorfer Zeitung) zusammenlebt, liegt es nahe, sich an dem Wissen dieser Person zu laben. Und so waren wir neulich in Sandbostel, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/oben/">Oben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin von <a href="https://www.christagoede.de/im-interview-gesa-fuessle/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christa zum Thema Authentizität befragt</a> worden. Das wollte ich hier noch gern unterbringen. Darum geht es aber gar nicht. Sondern um Steffens Oben. <span id="more-2977"></span></p>
<p>Wenn man mit einem &#8222;Experten für Gräueltaten&#8220; (Zitat Bergedorfer Zeitung) zusammenlebt, liegt es nahe, sich an dem Wissen dieser Person zu laben. Und so waren wir neulich in Sandbostel, mitten im Nichts in Niedersachsen. Bremervörde ist in der Nähe, doch dazu später. Sandbostel war im Zweiten Weltkrieg ein Kriegsgefangenenlager. Erst seit einigen Jahren ist es eine Gedenkstätte. <img decoding="async" class="size-medium wp-image-2983 alignleft" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Sandbostel-01-169x300.jpg" alt="Verfallende Baracke, Grünzeug wächst darin" width="169" height="300" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Sandbostel-01-169x300.jpg 169w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Sandbostel-01-768x1365.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Sandbostel-01-579x1030.jpg 579w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Sandbostel-01-844x1500.jpg 844w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Sandbostel-01-397x705.jpg 397w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Sandbostel-01-450x800.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Sandbostel-01.jpg 1836w" sizes="(max-width: 169px) 100vw, 169px" />Erstaunlicherweise stehen noch viele der Baracken. Eine nicht geringe Anzahl hat eine neue Nutzung erfahren, da sich dort ein kleines Industriegebiet angesiedelt hat. In den &#8230; genau. In den Baracken. Einige Gebäude auf dem Gedenkstättengelände verfallen kontrolliert.</p>
<p>Renovierungen an den anderen werden so vorgenommen, dass man immer erkennen kann, was neu und was alt ist. Zwischen ihnen war früher Sand bzw. Matsch, heute wächst dort Rasen und bis vor kurzem grasten dort auch noch die Schafe. In einer Baracke war der Schafstall untergebracht, auch das war noch sichtbar.</p>
<p>Es gibt eine umfangreiche Ausstellung mit viel Text, den ich nicht vollumfänglich ins Gehirn stopfen konnte. Einige Ausstellungsstücke sind geklaut worden.</p>
<p>So lange ich dort war, fand ich die Gedenkstätte interessant, ganz sachlich betrachtet. Berührt hat sie mich erst hinterher. Ich brauche manchmal etwas, bis ich das Gesehene verarbeiten kann, und ich finde es schwer, das dann in Worte zu fassen, was wiederum die kurzen Sätze erklärt. Jedenfalls muss ich wieder mal feststellen, wie gut es mir geht. Ich bin ganz oben auf der Gut-geh-Skala, trotz allem persönlichen Unbill.</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-2984" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Sandbostel-02-300x169.jpg" alt="Mehrere Holzbaracken nebeneinander, davor Rasen" width="300" height="169" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Sandbostel-02-300x169.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Sandbostel-02-768x432.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Sandbostel-02-1030x579.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Sandbostel-02-1500x844.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Sandbostel-02-705x397.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Sandbostel-02-450x253.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<h2>Woanders ist es auch nicht schön, aber anders</h2>
<p>Wir fuhren wieder los und hatten Hunger, den wir in Bremervörde stillen wollten. Wer ein spannendes Touristikziel sucht, ist hier ganz falsch. Zwischen wenig alten, dafür unschön angemalten, und neuen, unsensibel reingeklatschten Häusern fanden wir uns unvermittelt vor dem sich durch besondere Hässlichkeit auszeichnenden Kaufhaus Steffen wieder. Dort begaben wir uns zu &#8222;Steffens Oben&#8220;, dem Restaurant. Wir erwarteten das, was uns erwartete. Currywurst mit Steffens-Oben-Sauce wäre im Angebot gewesen, doch wir entschieden uns für andere, nicht weniger typische <del>Restaurant</del>Kantine-oben-im-Kaufhaus-Kost.</p>
<p>Der Gegensatz zwischen dem bedrückenden Besuch bei einer Elendsstätte und dem anschließenden überlustigen Aufenthalt in einer häusertechnisch verschandelten Kleinstadt, die aber immerhin mit der Parfümerie Jasmin Nadine aufwarten kann, ist völlig absurd. Ich empfehle trotzdem beides.</p>
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		<title>In der Versenkung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gesa Füßle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2019 16:11:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Rückblick Manchmal sind die Dinge nicht so, wie sie einem gefallen. Eine Weile kann man das ignorieren. Aber irgendwann dann nicht mehr. Dann kann es passieren, dass man in ein Loch fällt und eine lange Leiter und viel Puste braucht, um wieder an die Oberfläche zu gelangen. 2018 habe ich zum größten Teil in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Ein Rückblick</h1>
<p>Manchmal sind die Dinge nicht so, wie sie einem gefallen. Eine Weile kann man das ignorieren. Aber irgendwann dann nicht mehr. Dann kann es passieren, dass man in ein Loch <span id="more-2196"></span>fällt und eine lange Leiter und viel Puste braucht, um wieder an die Oberfläche zu gelangen.</p>
<p>2018 habe ich zum größten Teil in so einer Senke verbracht. Das war zeitweise auch ganz entspannend, weil ich mich mangels Fenstern mit meiner persönlichen Nabelschau beschäftigen konnte. Bildlich gesprochen. Nachdem die erste Jahreshälfte sämtliche Familienmitglieder an ihre absoluten Grenzen gebracht hatte, war ich die zweite Jahreshälfte krankgeschrieben.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2754 alignleft" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/05/Der-Hund-auf-der-Couch-300x200.jpg" alt="Der Hund auf der Couch" width="300" height="200" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/05/Der-Hund-auf-der-Couch-300x200.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/05/Der-Hund-auf-der-Couch-450x300.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/05/Der-Hund-auf-der-Couch.jpg 600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mit dem Jahreswechsel kam die berufliche Umorientierung. Freizeit habe ich seit der Trennung für die Umgestaltung des Hauses genutzt. Jedes Zimmer hat eine Veränderung erfahren, was nichts zuletzt daran liegt, dass es ein neues <em>Wir</em> gibt und dadurch mehr Betten gebraucht werden.</p>
<p>Um nicht durcheinander zu kommen, haben die Zimmer mittlerweile Nummern bekommen. Zusätzlich gibt es Namensschildtafeln, damit die jeweilige Person im Zimmer identifiziert werden kann. Der Hund, der vor einem Jahr unabhängig von den anderen neuen Mitbewohnern hier eingezogen ist, schläft mondän in der Bibliothek.</p>
<h2>Und nun?</h2>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-2745" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/05/Die-Tür-zur-Bibliothek-169x300.jpg" alt="Die Tür zur Bibliothek" width="180" height="320" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/05/Die-Tür-zur-Bibliothek-169x300.jpg 169w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/05/Die-Tür-zur-Bibliothek-397x705.jpg 397w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/05/Die-Tür-zur-Bibliothek.jpg 450w" sizes="(max-width: 180px) 100vw, 180px" />Ich arbeite wieder als freiberufliche Lektorin und Übersetzerin. Das fühlt sich gut an und macht mir Freude. Zusätzlich aber geben mein neuer Partner und ich Entzifferkurse. Weil so viele Menschen unleserliche alte Briefe und Dokumente zu Hause haben, die sie nicht lesen können. Das kann man aber lernen – und zwar relativ schnell. Und mit ganz viel Spaß.</p>
<p>Außerdem habe ich nun eine neue Website, die mir so gut gefällt, dass ich am liebsten den ganzen Tag darauf rumklicken würde, aber ich arbeite ja fleißig, wenn ich gerade nichts anderes tue.</p>
<p>Lange habe ich hier nichts geschrieben, weil ich keine Reserven dafür im Kopf hatte. Aber jetzt! Willkommen zurück, liebe Leserschaft!</p>
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		<title>Geile Scheiben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2017 15:18:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
		<category><![CDATA[eierschneider]]></category>
		<category><![CDATA[küchenkram]]></category>
		<category><![CDATA[messer]]></category>
		<category><![CDATA[scheibe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Essen, das sich an den Gaumen schmiegt Eine Trennung ist nicht nur ein Abschied, sie ist auch eine Rückbesinnung auf die eigenen Küchenwaren. Die Aufteilung unserer gemeinsamen Dinge lief komplikationslos und ohne Diskussionen ab. Dann kam der Tag, als ich eine Handvoll Küchengerätschaften zusammenwarf, um sie zu behalten. Ich besitze &#8211; von Geschirr und Besteck [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>Essen, das sich an den Gaumen schmiegt</h1>
<p>Eine Trennung ist nicht nur ein Abschied, sie ist auch eine Rückbesinnung auf die eigenen Küchenwaren. Die Aufteilung unserer gemeinsamen Dinge lief komplikationslos und ohne Diskussionen ab. Dann kam der Tag, als ich eine Handvoll Küchengerätschaften zusammenwarf, um sie zu behalten.</p>
<p><span id="more-1737"></span></p>
<p>Ich besitze &#8211; von Geschirr und Besteck mal abgesehen &#8211; wenig Küchenutensilien. Die paar, die ich habe, sind mir jedoch sehr lieb, denn sie begleiten mich schon lange und ich habe sie mir nicht ohne Grund angeschafft. Die Küche zählt nicht zu meinen präferierten Aufenthaltsorten, es sei denn, andere sind dort glücklich am Werkeln, dann stelle ich mich durchaus mal dazu. Aber auch ich habe meine Küchenmomente &#8211; vor allem, wenn außer mir niemand da ist, der dort Essen zubereitet &#8211; und dafür brauche ich neben einem Dosenöffner gewisse Gerätschaften.</p>
<p>Da wären die drei Messer, die ich mir vor über 20 Jahren für 9 Francs in Straßburg gekauft habe.</p>
<div id="attachment_1750" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/geile-scheiben-2.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1750" class="size-medium wp-image-1750" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/geile-scheiben-2-300x168.jpg" alt="drei Messer" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1750" class="wp-caption-text">Schneiden Fleisch in geile Scheiben. Oder Orangen, wenn man mal Glühwein macht. Oder Marzipan.</p></div>
<p>Da wäre meine Tupperdose aus Caen, über 10 Jahre alt und nicht mehr sehr hübsch.</p>
<div id="attachment_1751" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/geile-scheiben-3.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1751" class="size-medium wp-image-1751" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/geile-scheiben-3-300x168.jpg" alt="kleine Tupperdose" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1751" class="wp-caption-text">Gabs bei Monoprix im Angebot, ich habe darin hauptsächlich getrocknete Aprikosen zur Uni transportiert.</p></div>
<p>Da wären die Gewürzbehälter aus Schweden und Frankreich, diverse Jahrgänge.</p>
<div id="attachment_1752" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/geile-scheiben-4.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1752" class="size-medium wp-image-1752" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/geile-scheiben-4-300x168.jpg" alt="Gewürze" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1752" class="wp-caption-text">Zucker, Salz, Pfeffer, dazu Paprika. Ich hatte auch mal Oregano und irgendwelche anderen Kräuterbehältnisse, das waren aber deutsche Fabrikate und die sind tatsächlich inzwischen kaputt. Aus Frankreich kommen Nelken und Zimtstangen, also die Gläser. Der Inhalt wurde mehrfach ausgetauscht.</p></div>
<p>Unbestreitbar lauter nützliche Dinge.</p>
<p>Und dann wäre da noch der Eierschneider.</p>
<div id="attachment_1749" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/geile-scheiben-1.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1749" class="size-medium wp-image-1749" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/geile-scheiben-1-300x168.jpg" alt="Eierschneider" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1749" class="wp-caption-text">Quer. Das Ei muss auf jeden Fall quer in den Eierschneider.</p></div>
<p>Was ich denn damit wolle, wurde ich gefragt, als ich ihn auf das magere Häufchen der zu behaltenden Küchengerätschaften legte. Naja, Eier schneiden, oder? Klar. Aber &#8230; tja, es ist so: Ich mag hartgekochte Eier nur dann so richtig gern, wenn sie in Scheiben geschnitten sind.</p>
<p>Das Beste sind natürlich die Endscheiben ohne Eigelb. Man kann sie ob ihrer natürlichen Rundung perfekt an den Gaumen drücken. Essen, das sich an den Gaumen schmiegt, ist immer super. Kartoffelbrei zum Beispiel. Den isst man zwar nicht in Scheiben, dafür kann man ihn als Zusatzfeature durch die Zähne drücken. Aber gebt mir mal ein Marzipanbrot. Das muss gescheibselt werden. Nur so entfaltet es sein wahres Potenzial. Leider geht das nicht mit einem Eierschneider, der kann nur Eier, daher wohl auch der Name. Ich würde mutmaßen, dass eine Marzipankartoffel ihn auch schon überanstrengen würde, probiert es gern aus und teilt es mir dann mit, ich habe gerade keine Lust auf die Sauerei. Marzipanbrotscheiben jedenfalls,  mit Schokoladenrand, eignen sich hervorragend, um sie an den Gaumen zu drücken.</p>
<p>Neulich aß ich völlig überteuerte gebrannte Mandeln; seitdem fehlt mir ein Stück Schneidezahn. Kann einem mit drückoptimierten Scheiben nicht passieren, so was.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/18816c25f7f64d16b32b3c37f779400b" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Ich war in der Kirche</title>
		<link>https://www.textfuss.de/ich-war-in-der-kirche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2016 10:19:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
		<category><![CDATA[amen]]></category>
		<category><![CDATA[grundschule]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[kirche]]></category>
		<category><![CDATA[plattdüütsch]]></category>
		<category><![CDATA[schule]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>An die Sonne denken Meine Kinder gehen auf eine kleine Grundschule, deren Schüler, Schülerinnen und Lehrerinnen sich einmal im Jahr, nämlich kurz vor Weihnachten, geschlossen auf den Weg in die zwei Kilometer entfernte Kirche machen, um dort den anwesenden Eltern Weihnachtslieder ins Ohr zu brüllen. Ich schwinge mich bei klirrender Kälte aufs Rad, um die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>An die Sonne denken</h1>
<p>Meine Kinder gehen auf eine kleine Grundschule, deren Schüler, Schülerinnen und Lehrerinnen sich einmal im Jahr, nämlich kurz vor Weihnachten, geschlossen auf den Weg in die zwei Kilometer entfernte Kirche machen, um dort den anwesenden Eltern Weihnachtslieder ins Ohr zu brüllen.</p>
<p><span id="more-1723"></span></p>
<p>Ich schwinge mich bei klirrender Kälte aufs Rad, um die heimelige Atmosphäre der reich verzierten Kirche zu atmen und eine gute Mutter zu sein. Die Kinder sind schon in die Bänke gestopft und die Türen an deren Ende geschlossen worden. Auf dem Weg zu einem freien Platz werde ich von Mara angesprochen, der Tochter einer guten Freundin. Wieso denn Gabel Gabel heiße. Ich halte das für eine Scherzfrage, doch nein, sie will das wirklich wissen und war von ihrer Mutter an mich verwiesen worden. Ich bleibe die Antwort schuldig und nehme hinter 2a und 2b Platz.</p>
<p>Der Pastor ergreift das Wort und heißt uns willkommen. Die 2a applaudiert, alle anderen fallen ein. Die Schulleiterin spielt Saxofon auf der Empore, ich google &#8222;gabel etymologie&#8220;. Wir singen &#8222;Kling, Glöckchen, klingelingeling&#8220;, jedenfalls die erste Strophe, danach wird es deutlich leiser, es liegen keine Texte aus.</p>
<p>Der Pastor erzählt was von der Weihnachtsgeschichte, die 2a applaudiert, alle anderen fallen ein.</p>
<p>Der Pastor verbeugt sich.</p>
<p>Die 2a führt ein Stück auf, es geht mit einem einzelnen Kind los, das eine Kerze in der Hand hat und allein doch nicht genug Licht macht. (Jedenfalls würde es nicht genug Licht machen, wenn es dunkel wäre.) Aber es bleibt nicht allein, da kommt schon das nächste Kind mit einer weiteren Kerze. Dann kommen sie in Kleingruppen. &#8222;Wir kommen dazu, allein bleibt ihr nicht, und mit uns bringen wir ein weiteres Licht.&#8220; Immer der gleiche Spruch, immer noch ein paar Kinder, so groß ist die Klasse doch eigentlich gar nicht? Zwischenapplaus gibt es auch keinen, da die 2a ja beschäftigt ist. Die 2b wird dafür regelmäßig von ihrer Lehrerin ermahnt, endlich still zu sein, wobei sie selbst deutlich lauter ist als die Kinder. Als die ersten Jacken fliegen, muss sich Tyler eine Bank weiter nach hinten setzen. Er soll an die Sonne denken. Ich grüble ob des pädagogischen Hintergrunds, aber da kommt schon der Schulchor nach vorn, beide dritten und vierten Klassen, die bequem vor dem Altar Platz finden und ordentlich Stimmung machen. Viel Applaus, die 2a steht als Animationsklasse wieder zur Verfügung.</p>
<p>Die Plattdüütschgruppe besteht aus lauter diskussionsfreudigen Hirten &#8211; darunter auch meine Tochter -, die sich dann aber doch noch auf den Weg zum lütten Jesus in de Krüff machen. &#8222;Künn we nu los?&#8220; &#8211; &#8222;Joh.&#8220; Abschließend singen sie &#8222;In de Wiehnachtsbäckerie&#8220;, es bleibt einem nichts erspart.</p>
<p>Direkt vor mir denkt Tyler offenbar an die Sonne, jedenfalls ist er ganz friedlich.</p>
<p>Zum Abschluss singen wir das Lieblingslied der Schule, &#8222;Zumba, zumba, welch ein Singen&#8220;, 2a und 2b überrunden den Organisten in ihrem Enthusiasmus, warten aber bei den Strophen immer brav, dass er sie wieder einholt.</p>
<p>Nun soll noch gebetet werden, statt zu applaudieren brüllen die Kinder ordnungsgemäß &#8222;AMEN!&#8220;. Auf dem Weg nach draußen halte ich Mara an. Die Gabel ist nach der Astgabel benannt, mehr konnte ich auf die Schnelle nicht herausfinden, sie findet das aber ausreichend. Ich darf kurz mit meinem Sohn sprechen, meine Tochter grüßt mich knapp und tauscht 1,5 Sätze mit mir aus, bevor sie mich mit einem deutlichen &#8222;Tschüs&#8220; meiner Wege schickt.</p>
<p>Ich schwinge mich wieder aufs Fahrrad. Auf dem Deich kommen mir einige Bewohner der Flüchtlingsunterkunft entgegen. &#8222;Hallo&#8220; grüße ich, denn hier macht man das so. &#8222;Moin&#8220; sagen sie.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/84e1e4bd3e9a4fff9debc4b1a56bb19e" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Hallo Blog,</title>
		<link>https://www.textfuss.de/hallo-blog/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2016 12:04:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
		<category><![CDATA[entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[optimismus]]></category>
		<category><![CDATA[veränderung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>lange nicht mehr hier gewesen. In der Ecke stapeln sich die Betten, die noch beschrieben werden müssen. In der anderen liegt ein Haufen Briefe, der abgetippt werden möchte. Vor mir ein Berg Bücher, die ich gelesen und für gut befunden habe. Hinter mir ein turbulentes halbes Jahr. Ich habe vor einer ganzen Weile eine Entscheidung [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/hallo-blog/">Hallo Blog,</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>lange nicht mehr hier gewesen.</h1>
<p>In der Ecke stapeln sich die Betten, die noch beschrieben werden müssen. In der anderen liegt ein Haufen Briefe, der abgetippt werden möchte. Vor mir ein Berg Bücher, die ich gelesen und für gut befunden habe. Hinter mir ein turbulentes halbes Jahr.</p>
<p><span id="more-1703"></span></p>
<p>Ich habe vor einer ganzen Weile eine Entscheidung getroffen, die nicht nur mich betrifft. Und auch wenn es für mich die richtige war, hat sie mich fast meine ganze Kraft gekostet. Manchmal ist sogar mein normalerweise unerschütterlicher Optimismus plötzlich weg, wer weiß, wo der sich dann rumtreibt. Aber er kommt immer wieder.</p>
<p>Im letzten halben Jahr war ich auf Mallorca, ich war in Paris, ich habe einen Großteil meiner Freiberuflichkeit gegen eine Festanstellung eingetauscht, ich habe Menschen gefunden und verloren, ich habe Pläne geschmiedet und verworfen, ich war bei einem Nein-sagen-Workshop, bei der Hypnosetherapie und in Kairo. Nebenbei sehe ich der Welt beim Untergehen zu und frage mich, wo die Prioritäten liegen &#8211; mein kleines Universum oder das große Ganze?</p>
<div id="attachment_1704" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/11/20161021_104850.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1704" class="size-medium wp-image-1704" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/11/20161021_104850-300x168.jpg" alt="Pyramiden" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1704" class="wp-caption-text">So eine 4600 Jahre alte Pyramide lacht einen ja aus, wenn man ihr mit Problemen kommt. &#8222;Frag mich in hundert Jahren noch mal, wenns dann noch relevant ist. Ich hab grad Mittach.&#8220;</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/9fe82da2738c4b329a9945f06ecf28df" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Paris mit Bier</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2016 16:51:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Täschle mit Kaltgetränken Letztes Wochenende war ich in Paris. Dort gibt es jetzt mehr Sicherheit – oder Unsicherheit, je nach Sichtweise. Ich wohnte bei meinem besten Freund (dem von Bett 7) und verbrachte die Tage mit meiner besten Freundin (der von Bett 3a). Bei dem Besuch zahlreicher Markthallen fanden wir just an dem Tag, an [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Täschle mit Kaltgetränken</h1>
<p>Letztes Wochenende war ich in Paris. Dort gibt es jetzt mehr Sicherheit – oder Unsicherheit, je nach Sichtweise. Ich wohnte bei meinem besten Freund <a href="https://www.textfuss.de/nostalgiebetten-7/">(dem von Bett 7) </a>und verbrachte die Tage mit meiner besten Freundin <a href="https://www.textfuss.de/nostalgiebetten-3a/">(der von Bett 3a)</a>.</p>
<p><span id="more-1658"></span></p>
<p>Bei dem Besuch zahlreicher Markthallen fanden wir just an dem Tag, an dem der Schlafstättenbereitsteller bereitwillig zugesagt hatte, am Abend zu kochen, einen deutschen Tante-Emma-Laden eben dieses Namens.</p>
<div id="attachment_1662" style="width: 178px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_111847-e1456332315921.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1662" class="size-medium wp-image-1662" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_111847-e1456332315921-168x300.jpg" alt="Tante Emma Laden" width="168" height="300" /></a><p id="caption-attachment-1662" class="wp-caption-text">Deutsch, oder was?</p></div>
<p>Gleich mal reingehen, da gibt es ja immer lustiges Zeug. Händlmaiersenf in Eimern, zum Beispiel.</p>
<p>Und da stand es. Ganz unten im Bierregal. Jever. Der beste Freund liebt Jever. Das perfekte Mitbringsel, wenn man sich gerade selber eingeladen hat!</p>
<p>Flugs zwei Flaschen gekauft und weiter im Touri-Programm. Mal gucken, was am Eiffelturm so los ist. Oh, gar nicht mal viel. Aber blöderweise haben wir – Überraschung! – zwei gläserne Bierflaschen in der Tasche. Nein, sagt der Securitymann, das geht ja nun gar nicht. Versteckt die mal irgendwo.</p>
<p>[Hier Gedanken darüber einfügen, was ich von dem Rat halten soll, mein Gefahrgut im Gebüsch zu verstecken.]</p>
<p>Verstecken? Die Lungerleute hier warten doch nur darauf, dass die blöden Touris was verstecken, um es dann an sich zu reißen. UNSER BIER! Und nachher ist der Markt zu. Exen und neu kaufen ist keine Option.</p>
<p>Mal im Imbiss gegenüber fragen, ob sie die Flaschen aufbewahren können.</p>
<p>Nein, natürlich nicht. Verboten. Doch verstecken? Einem Penner zum Aufbewahren geben? Oder den Russen auf den Rikschas? Wir wollen die Flaschen MIT Inhalt wiederhaben. Fällt auch flach.</p>
<p>Wir setzen uns vor dem menschenleeren Spielplatz auf die Bank und prompt füllt es sich um uns herum mit Menschen. Mist. Aber wozu hat mein aufmerksamer Lieblingskumpel uns mit Einkaufstaschen ausgestattet? Damit man sie wegwerfen kann, natürlich. Wir packen die Flaschen hinein und versenken den Beutel in einem der Mülleimer, die ja nunmehr immer durchsichtige Beutel haben, weswegen man auffällig schlecht geschlossene Bierflaschen unauffällig in ihnen unterbringen kann.</p>
<p>Die maschinengewehrbewehrten Soldaten haben uns nicht bemerkt. Oder?</p>
<p>Auf zum Turm! Kalt isses da und oben muss man Schlange stehen. Aber man hat einen famosen Blick auf den Spielplatz, der wieder angenehm leer sein Dasein fristet. Keine Gefahr, dass die Mülltüten demnächst geleert werden. Es sei denn, sie haben ein festes Leerschema. Das wäre blöd. Haben sie aber bestimmt nicht.</p>
<p>Hoffentlich.</p>
<p>Das Bombenräumkommando ist auch noch nicht am Spielplatz eingetroffen.</p>
<p>Stunden später haben wir wieder festen Boden unter den Füßen und befreien das Täschle mit den Kaltgetränken. Ein kleiner Mayonnaise-Fleck, ansonsten keine Sachschäden entstanden. Das war ja einfach!</p>
<p>Später möchte ich noch zum Institut du monde arabe, weil die da einen hervorragenden Buchladen haben. [Wer noch nicht da war: aufs Dach gehen und Aussicht genießen.] Sicherheitsschleuse. Taschen durchleuchten.</p>
<p>Die zwei arabischen Sicherheitsbeamten reißen die Augen auf. Sind das Bierflaschen?</p>
<p>Ja.</p>
<p>Belgisches oder deutsches Bier?</p>
<p>Deutsches.</p>
<p>Ach, ihr seid aus Deutschland? – Das Gespräch nimmt eine persönliche Wendung, halt, Moment, möchte da jemand freundlich sein und uns das Bier abschnacken? Kommt gar nicht infrage!</p>
<p>Das Bier ist für einen arabischen Freund, sage ich.</p>
<p>Oh! OH! Sie haben einen arabischen Freund! Na dann, viel Spaß!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ja, Spaß hatten wir.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/8344c7bfe8194fcfaadded07a9f7afae" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Fluchthände</title>
		<link>https://www.textfuss.de/fluchthaende/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2015 07:33:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handkram]]></category>
		<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
		<category><![CDATA[blogger für flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[flüchtling]]></category>
		<category><![CDATA[ice]]></category>
		<category><![CDATA[snickers]]></category>
		<category><![CDATA[zug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was im Moment hilft Nein, dies wird kein Bericht über meine Hände, nicht primär. Meinen Händen geht es noch immer gut. Ich war im Zug, München-Hamburg.  Naja, erst war ich im Zug nach Berlin, ich war wohl mental nicht richtig anwesend, also von Pasing zurück zum Hauptbahnhof, und nur wegen der sensationellen Minute Verspätung des [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Was im Moment hilft</h1>
<p>Nein, dies wird kein Bericht über meine Hände, nicht primär. Meinen Händen geht es noch immer gut.</p>
<p>Ich war im Zug, München-Hamburg.  Naja, erst war ich im Zug nach Berlin, ich war wohl mental nicht richtig anwesend, also von Pasing zurück zum Hauptbahnhof, und <span id="more-1421"></span>nur wegen der sensationellen Minute Verspätung des Hamburgzugs habe ich es doch noch geschafft, den Heimatexpress zu erwischen. Im Zug war ich weiterhin geistig in anderen Sphären, korrigierte aber immerhin Rätsel und schlief vor mich hin. Irgendwo mitten in Deutschland setzte sich jemand neben mich. So weit, so uninteressant.</p>
<p>Dieser junge Typ neben mir war nervös. Es war eine allumfassende Nervosität, sie ging von den Händen aus und spann eine ganze Wolke um ihn herum. Er versuchte zu schlafen, lehnte sich dabei aber nicht an, seine Unentspanntheit lehnte sich aber ganz ungeniert an mich und schüttelte mich wach. Ich betrachtete die Nachbarhände aus den Augenwinkeln, sie waren dunkler als meine, was keine Kunst ist. Die Hände hielten nicht still, sie bewegten sich wellenförmig, als wollten sie die Gehirnströme ihres Besitzers nachzeichnen.</p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Ich stellte meine Musik aus.</span></p>
<p>Mein Nebenmann hatte ebenfalls einen Nebenmann, auf der anderen Seite des Ganges nämlich. Gespräche auf Arabisch. Das heißt ja noch nichts, es gibt viele arabischsprechende junge Menschen in Deutschland.</p>
<p>Mein Blick ging nach oben. Kein Gepäck.</p>
<p>Ich weiß, dass sich in Hamburg am Hauptbahnhof jemand kümmern wird, ich müsste jetzt nichts tun, ich könnte auch einfach weiterrätseln und die beiden in Ruhe lassen. Meine Verantwortung ist jedoch medizinisch: Wer so nervös ist, steht bestimmt kurz vorm Herzinfarkt.</p>
<p>Also biete ich mein Snickers an und schon sind wir mitten im Gespräch, Bilder von Booten, Fragen über Snickerspreise in Deutschland, Aufzählung der durchquerten Länder, die Strecke vom Irak bis Deutschland hat nur wenig länger gedauert als der bisherige Aufenthalt in Deutschland selbst, sie sind schon drei Tage hier. Wie alt bist du, wie viele Kinder hast du, warum so wenig? Im Irak würdest du einen Ring tragen, warum trägst du keinen Ring?</p>
<p>Zwei Brüder voller Vertrauen, voller Hoffnung, voller Müdigkeit und Angst.</p>
<p>Mein Nebenmann entspannt sich endlich, ich sage den beiden, dass ich sie am Hauptbahnhof dorthin bringe, wo sie erfahren, wie sie nach Schweden kommen. Im Endeffekt nimmt mir der Dolmetscher die ganze Gruppe (huch, da sind ja noch viel mehr!) direkt am Zug ab, ich sage noch &#8222;sie wollen alle nach Schweden weiter&#8220; und schon gehts los. Noch einmal die ausgestreckte Hand des jüngeren Bruders schütteln, alles Gute wünschen, weg sind sie.</p>
<p>War es nötig, sie anzusprechen? Die Frage beantwortet sich selbst. Es ist so nötig oder unnötig, wie jemandem die Tür aufzuhalten: In dem Moment hilft es.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/67c2bd6186c04c2281f94d3a95373b09" alt="" width="1" height="1" /></p>
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