<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>sehnsucht Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
	<atom:link href="https://www.textfuss.de/tag/sehnsucht/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link></link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 29 May 2019 18:57:55 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/05/cropped-favicon-32x32.png</url>
	<title>sehnsucht Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
	<link></link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Ode an die Freundschaft</title>
		<link>https://www.textfuss.de/ode-an-die-freundschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2015 09:34:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
		<category><![CDATA[(mein]]></category>
		<category><![CDATA[damals]]></category>
		<category><![CDATA[freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[sehnsucht]]></category>
		<category><![CDATA[wiedersehen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gesakram.de/?p=1379</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ich weiß nicht, warum ich eine Nomadin bin. Vielleicht wird irgendetwas im Gehirn getriggert, wenn man zu einem bestimmten Zeitpunkt einmal zu oft umzieht. Dann geht das immer so weiter. Ich bin mit 17 nach England gegangen und war dann 17 Jahre unterwegs, immer maximal 4 Jahre an einem Ort. 14 Umzüge, viermal davon für [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/ode-an-die-freundschaft/">Ode an die Freundschaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß nicht, warum ich eine Nomadin bin. Vielleicht wird irgendetwas im Gehirn getriggert, wenn man zu einem bestimmten Zeitpunkt einmal zu oft umzieht. Dann geht das immer so weiter.</p>
<p>Ich bin mit 17 nach England gegangen und war dann 17 Jahre unterwegs, immer maximal 4 Jahre an einem Ort. 14 Umzüge, <span id="more-1379"></span>viermal davon für kurze Zeit nach Hamburg. Je nach Aufenthaltsdauer bin ich mit viel oder wenig Kram umgezogen. (Meine Eltern werden an dieser Stelle sagen: &#8222;Dein ganzes Zeug war doch ständig bei uns!&#8220; &#8211; Danke, Mama und Papa!) Ich habe mir angewöhnt, Bücher nur zu behalten, wenn ich ganz sicher bin, dass ich sie noch einmal lesen werde. Bei jedem Buch, das ins Regal wandert, denke ich sofort ans Kistenschleppen.</p>
<div id="attachment_1382" style="width: 178px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/07/Sehnsucht-3.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1382" class="size-medium wp-image-1382" alt="Dafür, dass ich mindestens einen Roman pro Woche lese, hält sich das echt in Grenzen (Fachliteratur ist hier nicht erfasst)" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/07/Sehnsucht-3-168x300.jpg" width="168" height="300" /></a><p id="caption-attachment-1382" class="wp-caption-text">Dafür, dass ich mindestens einen Roman pro Woche lese, hält sich das echt in Grenzen (Fachliteratur ist hier nicht erfasst)</p></div>
<p>Wichtiger als das, das man an einen Ort bringt, ist aber, was man beim Wegzug zurücklässt. Freunde nämlich.</p>
<p>Ich lerne ständig neue Menschen kennen, auch eine Eigenschaft, die sich durch das viele Umziehen herausgebildet hat. Ich kann mich gut erinnern, wie ich vor 18 Jahre das erste Mal dachte, dass ich keine neuen Freunde gebrauchen kann, dass es mir zu viel wird, so viele nette Leute und keine Möglichkeit, sie häufig zu sehen. Dann ging es mit den E-Mails los und jetzt gibt es Facebook und man kann wenigstens aus der Ferne verfolgen, was einige von ihnen so tun und wo sie sich herumtreiben. Denn auch viele meiner Freundinnen und Freunde sind Nomaden.</p>
<p>Und so kommt es, wie es kommen muss: Die Jahre vergehen, ohne dass ich manche Freunde sehe. Manchmal bekomme ich regelrechtes Freundeweh, das ist wie Heimweh, nur auf Freundschaften bezogen. Und manchmal ergibt sich dann plötzlich die Möglichkeit, jemanden wiederzusehen. Wie ist das dann? Als wäre nichts gewesen. Weitermachen, wo man aufgehört hat. Die letzten Jahre rekapitulieren, in der Vergangenheit schwelgen und zurück in die Gegenwart kommen. Menschen, deren Lebenslinien eine Zeit lang mit meiner parallel laufen, sich dann entfernen (aber einigermaßen in Sichtweite bleiben), sich wieder annähern usw. Wellenförmige Freundschaften.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1381" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/07/Sehnsucht1.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1381" class="size-medium wp-image-1381" alt="Erinnerungen auf Fotopapier" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/07/Sehnsucht1-300x168.jpg" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1381" class="wp-caption-text">Erinnerungen auf Fotopapier</p></div>
<p><span style="line-height: 1.5;">Immer, wenn ich jemanden nach langer Zeit wiedersehe, werde ich danach schrecklich sentimental. Vor zwei Wochen war ich auf einer Hochzeit in den Niederlanden. Eine Freundin, die ich aus Frankreich kenne. Vor Jahren war ich öfter in den Niederlanden, hab dort und in Brüssel Praktikum gemacht. Die Hochzeit war ein einziges &#8222;Ach, <em>du</em> bist das! Wie ist es dir ergangen?&#8220;</span></p>
<p>Hinzu kommt, dass ich jetzt seit vier Jahren in Hamburg bin. Ich habe Familie (Mann und Kinder! Besser als jede Freundschaft!) und neuerdings eine kleine Festanstellung, ich kann hier nicht einfach weg. Und natürlich habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich darüber nachsinne, wie ich wenigstens einen Monat woanders verbringen könnte. Aber dann würde ich wieder neue Leute treffen. Es ist ein Teufelskreis.</p>
<div id="attachment_1383" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/07/Sehnsucht-2.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1383" class="size-medium wp-image-1383" alt="Leben auf Hochglanzpapier" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/07/Sehnsucht-2-300x168.jpg" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1383" class="wp-caption-text">Leben auf Hochglanzpapier</p></div>
<p>Wegen der Lenibriefe beschäftige ich mich außerdem mit meiner eigenen Familie. Haufenweise Menschen, die ich nicht kenne! Herrje! Ich muss mal nach Mexiko.</p>
<p>Auch ich habe übrigens eine beste Freundin. Aus dem Kindergarten. Wir sehen uns nicht häufig, vielleicht zweimal im Jahr &#8211; was mehr ist, als ich von den meisten anderen nichthamburger Freunden sagen kann. Bei genauerer Betrachtung haben wir kaum Gemeinsamkeiten, manchmal frage ich mich, ob wir überhaupt miteinander sprechen würden, wenn wir uns jetzt das erste Mal begegneten. Wahrscheinlich würden wir uns gar nicht erst begegnen. Aber mehr als bei allen anderen Freundschaften sind unsere Lebenslinien miteinander verwoben. Kein Jahr, in dem wir uns nicht gesehen haben. Kein besonderes Ereignis, das ohne den anderen stattfand.</p>
<p>Und die anderen? Wiedersehen nach 18 Jahren? Kein Problem. Letztes Jahr erledigt. Das war der Algerier, den ich aus Frankreich kenne. Die nächste Freundin habe ich seit 16 Jahren nicht gesehen. Es ist die Japanerin, die ich aus England kenne und die in der Schweiz lebt. Wir haben uns in Finnland das letzte Mal gesehen. Wird Zeit.<br />
<img decoding="async" alt="" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/c837a93564f44ed1bd6ca72b417c16e9" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/ode-an-die-freundschaft/">Ode an die Freundschaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blogparade: Fernweh</title>
		<link>https://www.textfuss.de/blogparade-fernweh/</link>
					<comments>https://www.textfuss.de/blogparade-fernweh/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Oct 2014 13:08:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
		<category><![CDATA[blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[ferngeweht]]></category>
		<category><![CDATA[fernweh]]></category>
		<category><![CDATA[reisen]]></category>
		<category><![CDATA[sehnsucht]]></category>
		<category><![CDATA[woanders]]></category>
		<category><![CDATA[wohnen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gesakram.de/?p=1151</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sabine Olschner fragt in ihrem gar wundervollen Blog nach unserem Fernweh. Davon habe ich genug, deshalb dachte ich, darauf kann ich ganz einfach antworten. Ganz so leicht ist es nun doch nicht. Ich habe ja schon einmal über das Heimatgefühl geschrieben und die Sehnsucht, meinen Wohnort ab und zu gegen einen anderen einzutauschen. Mittlerweile habe [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/blogparade-fernweh/">Blogparade: Fernweh</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sabine Olschner fragt in ihrem <a href="http://www.ferngeweht.de/blogparade-fernweh/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gar wundervollen Blog</a> nach unserem Fernweh. Davon habe ich genug, deshalb dachte ich, darauf kann ich ganz einfach antworten. Ganz so leicht ist es nun doch nicht.<span id="more-1151"></span></p>
<p>Ich habe ja schon einmal über das <a href="https://www.textfuss.de/heimat/">Heimatgefühl</a> geschrieben und die Sehnsucht, meinen Wohnort ab und zu gegen einen anderen einzutauschen. Mittlerweile habe ich einen dauerhaften Wohnsitz gefunden, den ich aus diversen Gründen auch nicht mehr aufgeben will. Höchstens mal ein bisschen.</p>
<p>Reisen ist gar nicht so sehr mein Ding. Ich verreise gern, klar, neue Dinge sehen usw., entspannen und so. Viel wichtiger ist mir aber, ab und zu für eine Weile woanders zu <em>sein</em>. Das erledigt sich nicht mit zwei Wochen Urlaub. Ich möchte mindestens vier Wochen woanders <em>wohnen</em>, richtig ankommen und in aller Ruhe meine Umgebung erkunden. Danach sehne ich mich. Wo das genau ist, spielt eigentlich keine Rolle. Natürlich gibt es Regionen, in die es mich mehr zieht, aber vielleicht würde mir eine andere, von der ich weniger weiß, auch gut gefallen.</p>
<div id="attachment_1157" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/10/11reykjavík.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1157" class="size-medium wp-image-1157" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/10/11reykjavík-300x225.jpg" alt="Fernweh - so ein diffuses Gefühl" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/10/11reykjavík-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/10/11reykjavík-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/10/11reykjavík-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/10/11reykjavík-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/10/11reykjavík-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/10/11reykjavík-450x338.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/10/11reykjavík.jpg 1600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1157" class="wp-caption-text">Fernweh &#8211; so ein diffuses Gefühl</p></div>
<p>Nun habe ich Familie, da kann man nicht einfach seinen Koffer packen und für eine Weile abhauen &#8211; denn auch das ist Teil meines Fernwehs: Es lässt keine Begleiter zu. Ich kann wundervoll mit Familie oder Freundinnen in den Urlaub fahren, das macht Spaß und gibt mir Energie. Wohin? Egal. Am liebsten nutze ich solche Urlaube, um alte Freunde zu treffen, denn wann kann man das schon. Da meine Freunde auch gern umziehen, ist es nicht einmal unbedingt nötig, immer in die gleichen Gegenden zu fahren.</p>
<p>Wenn meine Sehnsucht zu groß wird, fahren wir alle zusammen ein paar Tage weg, das stillt den akuten Fernhunger. <em>Dass</em> die Sehnsucht zu groß wird, merke ich, wenn ich anfange, nach längeren Auslandsaufenthalten (Stipendien o. Ä.) zu googeln. Bisher hätte ich noch ein zu schlechtes Gewissen, meinen Kinder einen Monat lang die Mutter wegzunehmen. Aber ich weiß, dass das nicht so bleiben wird. Und auch meine Kinder wissen das. Wenn ich für ein Wochenende wegfahre, steht mir meine Freude ins Gesicht geschrieben. Darüber wundern sie sich ein wenig, aber sie verstehen mich auch.</p>
<div id="attachment_1161" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_9930.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1161" class="size-medium wp-image-1161" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/10/MG_9930-300x199.jpg" alt="Fernweh - oft auch Sehnsucht nach anderem Essen (Foto: Christina Fuhrmann)" width="300" height="199" /></a><p id="caption-attachment-1161" class="wp-caption-text">Fernweh &#8211; oft auch Sehnsucht nach anderem Essen<br />(Foto: Christina Fuhrmann)</p></div>
<p>Dieses Jahr habe ich mit den Kindern (mein Mann strich zu Hause die Treppe mit rutschfester Farbe) ein Wochenende auf dem Ex-Gut meiner Urgroßeltern verbracht, ein sehr langes Wochenende* in Paris mit meiner Nachbarin, ein Wochenende mit Familie + Mustafa an der Nordsee und jetzt in den Herbstferien folgt noch ein Wochenende in Schleswig-Holstein für uns alle (inklusive Haithabu! Was freue ich mich!).</p>
<p>Ich hatte überlegt, im November für eine Woche allein aufs Gut zu fahren und dort ganz viel zu schreiben.** Ich fürchte nur, die Kinder werden mir das sehr übel nehmen, sie waren da so gern. Aber eine Woche woanders, das wäre schön. Mal sehen. Kostet ja auch Geld, ne?</p>
<p>* Eher war es wohl eine kurze Woche</p>
<p>** Optimistisch davon ausgehend, dass mein uralter Laptop auch Lust drauf hat.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/d86258d973cc4cfbb95b4dbe2507eb05" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/blogparade-fernweh/">Blogparade: Fernweh</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.textfuss.de/blogparade-fernweh/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Heimat &#8211; ein großes Wort (Blogparade)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/heimat/</link>
					<comments>https://www.textfuss.de/heimat/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Aug 2013 09:20:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
		<category><![CDATA[caen]]></category>
		<category><![CDATA[deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[england]]></category>
		<category><![CDATA[familie]]></category>
		<category><![CDATA[frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[gefühl]]></category>
		<category><![CDATA[glücklich]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[heimat]]></category>
		<category><![CDATA[klopapier]]></category>
		<category><![CDATA[münchen]]></category>
		<category><![CDATA[schule]]></category>
		<category><![CDATA[sehnsucht]]></category>
		<category><![CDATA[zuhause]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesakram.wordpress.com/?p=295</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mein momentanes Zuhause liegt hier – aber ist es auch meine Heimat? Ich bin der wunderbaren Blogparadenfrage von Katja Wenk nachgegangen und habe mir darüber Gedanken gemacht, was Heimat für mich bedeutet. Wie ich hier bereits erzählt habe, bin ich häufig umgezogen seit ich 17 war, habe längere Zeit im Ausland gelebt und verbrachte nur in [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/heimat/">Heimat &#8211; ein großes Wort (Blogparade)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mein momentanes Zuhause liegt <a href="https://www.textfuss.de/kirchwerder/">hier</a> – aber ist es auch meine Heimat? Ich bin der wunderbaren <a title="Blogparade Heimat" href="http://www.katjawenk.de/2013/08/blogparade-was-ist-eure-heimat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogparadenfrage </a>von Katja Wenk nachgegangen und habe mir darüber Gedanken gemacht, was Heimat für mich bedeutet.<br />
Wie ich <a href="https://www.textfuss.de/fremdsprachenlernen/">hier</a> bereits erzählt habe, bin ich häufig umgezogen seit ich 17 war, habe längere Zeit im Ausland gelebt und verbrachte nur in zwei Fällen ganze vier Jahre an einem Ort. Mein erster Gedanke war: Heimat ist da, wo meine Familie ist. Klar, mit meinem Mann und meinen Kindern kann ich überall glücklich sein. Aber ob das dann Heimat ist?</p>
<p>Und was war denn, bevor sie mein Leben auf den Kopf stellten?</p>
<p><span id="more-295"></span></p>
<p>Vertrautes ist Heimat. Als ich neulich bei meinem Bruder war, habe ich viele Kleinigkeiten von früher zwischen seinen Sachen entdeckt und mich gefreut – und wohlgefühlt. Ein heimisches Gefühl aufgrund gemeinsamer Erinnerungen.</p>
<p>Aufgewachsen bin ich in einer kleinen Gemeinde bei Hamburg.  Als ich 10 war, zogen wir von dort 400 m weiter in eine Kleinstadt und unser eigenes Haus. Ich hatte keineswegs etwas dagegen, es änderte sich ja kaum etwas. Aber ich hatte die Idylle verlassen. Dieser kleine Ort ist für mich mit so vielen Erinnerungen verknüpft, dass mir ganz schwindelig wird, wenn ich daran denke. Noch schwindeliger wird mir, wenn ich heutzutage dorthin fahre, was ich ab und zu tue, weil eins meiner Patenkinder dort lebt. Früher fand man in bestimmten Straßen wunderschöne alte Villen, in anderen weniger wunderschöne Mehrfamilienhäuser und in ein paar Ecken Siedlungen mit Einfamilienhäusern. Eine bunte Mischung eben. Wenn ich jetzt durch die Straßen flaniere, sind auf den alten Äckern Siedlungen entstanden. Aber nicht die Art von Siedlungen, die man sich gemeinhin vorstellt, sondern Villensiedlungen. Echt schräg. Dementsprechend vervilldert kommen mir die Bewohner des Örtchens vor. So eine ganz eigene Porsche-Cayenne-Welt. Merkwürdig. Zu Hause bin ich da nicht mehr. Sicher, es gibt noch ganze Straßenzüge, die fast unverändert sind (u. a. auf meinem alten Schulweg), da zieht sich mein Herz vor Sehnsucht zusammen, so schön ist es da. Aber wohnen? Nein. Die Zeiten sind vorbei.</p>
<p>Heimat ist eine sehnsuchtsvolle Erinnerung.</p>
<p>Mit 17 zog ich hinaus in die weite Welt. England – Deutschland – Frankreich – Deutschland – Schweden – Deutschland – Frankreich – Deutschland. Ja, es lässt sich nicht leugnen, verwurzelt bin ich in Deutschland. Das wäre aber zu allgemein. Im Ausland wurde ich mir meiner Heimat bewusster. Vieles bemerkt man eben erst, wenn es plötzlich anders ist. Allein das Klopapier! In Frankreich ist es hauchdünn, duftet und leuchtet gern in Pastellfarben. In England wurde es zu einem Machtkampf zwischen uns Schülerinnen und der Putzbrigade (außer Paula*). Beim Nachfüllen der riesigen Klopapierrollen mussten Plastikstöpsel von den Rollen entfernt werden, die die innere Papprolle der Riesenrolle vorm Kollabieren bewahrten. Eines Tages war die Kanalisation unseres Hauses verstopft, was uns großen Ärger einbrachte, denn die Plastikstöpsel waren heruntergespült worden. Nicht von uns, allerdings. Ich weiß gar nicht, ob den Raumpflegerinnen jemals mitgeteilt wurde, das nicht mehr zu tun. Immerhin hatten wir ja gar keinen Zugriff auf neue Klorollen. Jedenfalls ließen sich die drei nicht beirren und warfen die Teile weiterhin ins Klo statt in den danebenstehenden Mülleimer. Ohne runterzuspülen. Das mussten wir tun, wenn wir nicht im Klo nach Plastiknupsies fischen wollten.</p>
<p>Die Schule wurde dichtgemacht**, das Haus, in dem sich diese Geschichte abspielte, steht nicht mehr. Ich werde nie wieder dorthin zurückkehren, ins Klo gucken und mich an diese Episode erinnern können. Doch, erinnern kann ich mich. Da ist sie wieder, die sehnsuchtsvolle Erinnerung. Hach, ich war so gern da.</p>
<p>Es gibt auch Orte, an denen ich weniger gern war. Ein Jahr lang hatte ich das Pech, keine wirklich richtig gute Freundin in meiner Nähe zu haben. Es gab viele Mädchen, mit denen ich mich sehr gut verstand, aber darunter ist niemand, mit dem ich jetzt noch engen Kontakt habe. Losen, ja. Die Stimmung an der Schule hat nicht positiv zu meinem Wohlbefinden beigetragen. Wirklich unglücklich war ich aber nicht, es war schon in Ordnung. Erschwerend kam hinzu, dass das Jahr zuvor (das mit den Klos) so unglaublich schön war, dass selbst „genauso schön“ schwer zu erreichen gewesen wäre.</p>
<p>Unfassbar glücklich war ich immer in Frankreich. Dort würde ich gern viel öfter hinfahren. Ein guter Indikator, wie schön ich es fand, ist die Sehnsucht, die ehemalige Wohnstätte zu besuchen. In Caen vor meiner alten Tür zu stehen, ist ein Gefühl zerschmelzender Schokolade (was an der Farbe der Tür liegen dürfte), in Berlin durch meinen „Hood“ zu streifen macht mich lächeln und zwangsweise hungrig – auch wenn der leckere Chinamann nicht mehr da ist. Essen, überhaupt. Ehemalige Lieblingsfressgelegenheiten aufsuchen ist großartig. Dieses „Hier habe ich damals immer &#8230;“-Gefühl. Da fühle ich mich sofort heimisch.</p>
<p>Heimat ist eine genussvolle Erinnerung.</p>
<p>Auch in München habe ich gut gegessen, ich fand es schön dort, aber Sehnsucht verspüre ich nicht. Ich habe lustige, freundliche und auch sehr tiefschürfende Erinnerungen an München, wie das eben so ist, wenn man mal irgendwo wohnt. Ich freue mich, wenn ich nach München fahre und das Gefühl habe, dass ich mich auskenne.***</p>
<p>Als wir noch in München wohnten, tat sich plötzlich die Möglichkeit auf, nach Hamburg zu ziehen. Nie hätte ich gedacht, dass ich eines Tages in meine Heimat zurückkehren würde. Ja, Heimat, genau das war mein Gedanke. In 17 Jahren, in denen ich natürlich immer mal wieder (auch für ein paar Monate) in Hamburg war, hatte ich mich nie nach Hamburg gesehnt. Doch plötzlich war es zum Greifen nah und ich griff zu. Zu meinem großen Glück griff mein Mann begeistert mit. Nun bin ich hier und ich kann mich zum ersten Mal damit anfreunden, nicht mehr umzuziehen. Vielleicht möchte ich irgendwann für ein paar Monate woanders sein, das glaube ich schon. Aber meine Heimat ist hier.</p>
<p>Das ist das perfekte gute Gefühl.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* Paula putzte zeitversetzt allein und war unglaublich nett.</p>
<p>** Aus anderen Gründen. Wobei auch diese Episode von der schlechten Einteilung der Unkosten zeugt.</p>
<p>*** Das Gefühl täuscht. Mein Orientierungssinn ist erbärmlich.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/66bdc15c53ef4cde9954711e2c73cf53" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/heimat/">Heimat &#8211; ein großes Wort (Blogparade)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.textfuss.de/heimat/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>9</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
