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	<title>mustafa Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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	<title>mustafa Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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		<title>Mustafa hat angerufen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2014 07:25:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mustafa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieses Wochenende war ich nicht da und habe es verpasst: Mustafa hat angerufen. Viel hat er nicht gesprochen, erwähnte aber Feuerwehr und Polizei. Insgesamt war er wohl recht fröhlich. Sein Onkel sprach danach noch mit Andi und erzählte, Mustafa sei jetzt &#8222;not so sad anymore&#8220;. Fast zwei Monate ist er nun wieder in Afghanistan. Ich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Wochenende war ich nicht da und habe es verpasst: Mustafa hat angerufen. Viel hat er nicht gesprochen, erwähnte aber Feuerwehr und Polizei. Insgesamt war er wohl recht fröhlich.<span id="more-1135"></span></p>
<p>Sein Onkel sprach danach noch mit Andi und erzählte, Mustafa sei jetzt &#8222;not so sad anymore&#8220;. Fast zwei Monate ist er nun wieder in Afghanistan. Ich hätte nicht gedacht, dass es ihm so schwer fällt, wieder in sein altes Leben zu finden. Das nächste Mal wollen wir mit Bild skypen. Mal sehen, wie das wird. Es wird auch für mich nicht leicht sein, ihn zu sehen, wahrscheinlich sind wir nach dem Telefonat alle traurig. Aber das gehört nun einmal dazu.</p>
<p>Mit ein wenig Abstand kann ich sehen, dass Mustafas Aufenthalt bei uns auch meine Kinder verändert hat. Natürlich entwickeln sich Kinder in dem Alter ohnehin ständig weiter, aber gerade Anton, der ja immer der Kleine war, ist ein großer Bruder geworden. Auch wenn beide Kinder nicht greifen können, was Krieg bedeutet und was es heißt, in einem gefährlichen Gebiet zu wohnen, ist ihnen der Friede, der bei uns herrscht, sehr viel bewusster geworden.</p>
<p>Bei einem früheren Telefonat hatte ich Mustafas Onkel einmal gefragt, wie sicher es bei ihnen jetzt eigentlich sei. Er sagte: &#8222;Oh, it&#8217;s very safe now. It is great. I would say, it&#8217;s about 60 % safe.&#8220;</p>
<p>Sechzig Prozent. Und mein kleiner Mustafa mittendrin.<br />
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		<title>Eins, zwei, eins, zwei</title>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jul 2014 11:29:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mustafa]]></category>
		<category><![CDATA[afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[herzbrücke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8230; oder vielmehr: drei, zwei, eins, Flug. Wir nähern uns dem Abschied &#8211; am Samstag ist es so weit. Morgen wird gepackt und Mustafa seinen zahlreichen Geschenken zugeführt (ich werde berichten). Meinen Kindern ist soeben klar geworden, dass Mustafa übermorgen nicht mehr bei uns sein wird. Natürlich haben wir oft und viel darüber gesprochen, aber [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; oder vielmehr: drei, zwei, eins, Flug.</p>
<p>Wir nähern uns dem Abschied &#8211; am Samstag ist es so weit. Morgen wird gepackt und Mustafa seinen zahlreichen Geschenken zugeführt (ich werde berichten).<span id="more-1058"></span></p>
<p>Meinen Kindern ist soeben klar geworden, dass Mustafa übermorgen nicht mehr bei uns sein wird. Natürlich haben wir oft und viel darüber gesprochen, aber es war ja immer noch so weit weg &#8230; Die ersten Mundwinkel zucken schon.</p>
<p>Mustafa lacht und sagt: &#8222;Mustafa: jaaa, Afghanistan, ihr alle: buhuuu, traurig.&#8220;</p>
<p>Tja, recht hat er.</p>
<div id="attachment_1059" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/pict3878.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1059" class="size-medium wp-image-1059" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/pict3878-300x225.jpg" alt="Wenn man mal versucht, nebenbei ein Foto zu machen, kommen sie aus allen Löchern" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/pict3878-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/pict3878-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/pict3878-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/pict3878-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/pict3878-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/pict3878-450x338.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/07/pict3878.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1059" class="wp-caption-text">Wenn man mal versucht, nebenbei ein Foto zu machen, kommen sie aus allen Löchern gekrochen</p></div>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/8071cbb868c3420da3651db0794c0c20" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Was machen wir da?</title>
		<link>https://www.textfuss.de/was-machen-wir-da/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Jul 2014 06:04:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
		<category><![CDATA[Mustafa]]></category>
		<category><![CDATA[bogdan]]></category>
		<category><![CDATA[buddenbohm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ihr wisst ja, was wir machen. Nun weiß es auch der Rest der Welt: Isa und Max waren bei uns. Und haben das geschrieben.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr wisst ja, was wir machen. Nun weiß es auch der Rest der Welt: <a href="http://isabelbogdan.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Isa </a>und <a href="http://www.herzdamengeschichten.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Max </a>waren bei uns. Und haben <a href="http://wasmachendieda.de/2014-07-16/gesa-louise-fuessle-herzbrueckenmutter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das </a>geschrieben.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/4083c9fba53e493a9639353b14e5b6af" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Mustafa schläft</title>
		<link>https://www.textfuss.de/mustafa-schlaeft/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 May 2014 08:48:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mustafa]]></category>
		<category><![CDATA[afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[albertinenstiftung]]></category>
		<category><![CDATA[erster tag]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach 10 Uhr ging es gestern etwas durchwachsen weiter mit unserem Gastkind. Auf eine Stunde fröhliches Spielen folgte eine halbe Stunde Traurigkeit. Hatte Mustafa anfangs seine Schluchzer noch unterdrückt, schrie er seine Trauer jetzt heraus. Meine Kinder waren zwar darauf vorbereitet, dass er traurig sein würde, aber das war dann doch etwas viel. Kurz nachdem [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="line-height: 1.5;">Nach 10 Uhr ging es gestern etwas durchwachsen weiter mit unserem Gastkind. Auf eine Stunde fröhliches Spielen folgte eine halbe Stunde Traurigkeit. <span id="more-937"></span>Hatte Mustafa anfangs seine Schluchzer noch unterdrückt, schrie er seine Trauer jetzt heraus. Meine Kinder waren zwar darauf vorbereitet, dass er traurig sein würde, aber das war dann doch etwas viel. Kurz nachdem mein Mann zur Arbeit gegangen war, brach Anton zusammen und schrie mit. Schwierige Gesamtsituation, zumal sich beide gegenseitig hochschaukelten. Gottseidank habe ich eine sehr mütterliche Tochter, und so nahm Alma (5) ihren Bruder (4) mit in ihr Zimmer und beruhigte ihn dort.</span></p>
<div id="attachment_940" style="width: 235px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0006.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-940" class="size-medium wp-image-940 " src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0006-225x300.jpg" alt="Er ist der Größte!" width="225" height="300" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0006-225x300.jpg 225w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0006-768x1024.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0006-773x1030.jpg 773w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0006-1125x1500.jpg 1125w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0006-529x705.jpg 529w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0006-450x600.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0006.jpg 1536w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><p id="caption-attachment-940" class="wp-caption-text">Er ist der Größte!</p></div>
<p>Mustafa hingegen wollte sich so gar nicht beruhigen. Ich hatte das Gefühl, seine Traurigkeit zulassen zu müssen, damit er sie loswird, aber nach einer Stunde schien mir das nicht mehr die beste Option. So trommelte ich die Kinder zum DVD-Gucken zusammen, legte Shaun das Schaf ein und setzte Mustafa hin – auf dem Sofa war er ja schon.</p>
<p>Innerhalb von Minuten saß da ein Kind, das schallend lachte, viel mehr, als es meine Kinder bei einer DVD je tun. (Das könnten sie von ihren Eltern haben &#8230;)</p>
<p>Anschließend wurde weiter gespielt, geweint, gespielt, geweint. Anton legte sich um 17 Uhr völlig erschöpft in mein Bett und schlief ein, woraufhin ich das Abendbrot vorverlegte und die Kinder um 18:30 Uhr allesamt ins Bett verfrachtete. Vorgelesen haben wir<a href="http://www.moritzverlag.de/index.php?article_id=505" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> „Bitte anstellen!“</a>, ein großartiges Buch mit wenig Text, in dem quasi sämtliche Tiere der Welt Schlange stehen. Mustafa hat bei jedem Tier genickt und war sehr konzentriert bei der Sache. Im Bett fing er wieder an zu weinen, beruhigte sich dann aber mit ein bisschen Streicheln und schlief ein.</p>
<div id="attachment_941" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT00071.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-941" class="size-medium wp-image-941 " src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT00071-300x225.jpg" alt="Bücher landen auf dem zweitbesten Ablenkungsplatz" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT00071-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT00071-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT00071-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT00071-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT00071-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT00071-450x338.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT00071.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-941" class="wp-caption-text">Bücher landen auf dem zweitbesten Ablenkungsplatz</p></div>
<p>Um 5 Uhr rief Anton, Mustafa würde weinen. Ich habe ihn dann zu uns ins Bett geholt, wo er sich erst beruhigte, dann aber doch die Traurigkeit durchschlug. Eine Stunde später holte ich die Wimmelbücher, Alma kam und wir sahen sie gemeinsam an. Das ging prima. Das <a href="http://www.lomp.de/books/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flugzeugwimmelbuch </a>machte ihn dann wieder etwas traurig. Tja, und plötzlich drehte er sich auf die Seite und schlief ein. Jetzt ist es 10 Uhr, wir wecken ihn mal &#8230; Beim Anziehen hat er gerade mit Andi gesprochen. :)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gegessen hat Mustafa eigentlich ganz gut. Zum Mittagessen gab es Kartoffeldreiecke, doch er wollte nicht mitessen. Ich brachte ihm ein kleines Stück, er probierte, fand es gut, wollte aber trotzdem nicht mitkommen. Eine Stunde später hat er dann aber drei Stück verdrückt. Zum Abendbrot aß er Cashews und Weintrauben. Unser Brot – und besonders die Butter – findet er sehr interessant, zum Probieren konnte er sich aber noch nicht durchringen. Er trinkt tatsächlich sehr gerne Fruchtsäfte und probiert sich durch alle vorhandenen Sorten.</p>
<p>Um 16:30 legten die Kinder eine Zwischenmahlzeit mit Nüssen ein und Alma sagte irgendwas auf Paschto, woraufhin Mustafa antwortete und beide lachten. Tja, so ist das, wenn man die Sprache nicht versteht.</p>
<p>Am Freitag wird mit den Eltern telefoniert, darauf bin ich sehr gespannt. Angeblich kann Mustafas Vater sogar Englisch. Vielleicht können wir von ihm noch erfahren, was sie gut gebrauchen können. Ansonsten werden wir Gasteltern sehr gut betreut, wir haben überhaupt nicht das Gefühl, auf uns allein gestellt zu sein. Das ist sehr viel wert!</p>
<p>Zum Abschluss noch eine schöne Anekdote vom Flughafen.</p>
<p>Wir waren mit Mustafa auf dem Weg zum Auto.</p>
<p>Anton: „Mama, Mustafa hat ein Loch!“</p>
<p>Mama: „Ja, im Herz, das stimmt.“</p>
<p>Anton: „Nein! Doch, also ja, aber er hat auch DA ein Loch!“, und zeigt auf den Fuß, durch dessen Socke der große Zeh guckt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_938" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/pict00031.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-938" class="size-medium wp-image-938 " src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/pict00031-300x225.jpg" alt="Das sollte wohl reichen" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/pict00031-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/pict00031-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/pict00031-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/pict00031-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/pict00031-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/pict00031-450x338.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/pict00031.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-938" class="wp-caption-text">Das sollte wohl reichen</p></div>
<p>Ein Fahrrad kriegen wir wohl auch so organisiert. Jetzt suche ich eine Kommode (mir schwebt so ein halbhoher Malm vor) für Mustafas Klamotten – meine Freundin brachte gestern zwei riesige Taschen vorbei. Nach gründlicher Sichtung dürfte ihm etwa die Hälfte der Kleidung passen. Die kriege ich in Antons Schrank nicht mehr unter! Aber in der Nähe scheint es einige <span style="line-height: 1.5;">Second-Hand-</span><span style="line-height: 1.5;">Malms zu geben. </span></p>
<hr />
<p>Mustafa ist mit der <a href="http://www.albertinen.de/ueber_uns/albertinen_stiftung/projekte2/herzbruecke" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Herzbrücke </a>hier, die ständig Spenden braucht. Eure Flattr-Spenden verwenden wir direkt für Mustafa. Wer Flattr doof findet, bekommt vielleicht später noch eine Möglichkeit für Sachspenden, wenn wir genauer wissen, was Mustafas Familie dringend braucht. Allen, die uns so nett mit Wort und Tat unterstützen, möchte ich an dieser Stelle sehr herzlich danken!</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/66de0cd67c4c400e8f34758aba286a42" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/mustafa-schlaeft/">Mustafa schläft</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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		<title>Da isser!</title>
		<link>https://www.textfuss.de/da-isser/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 May 2014 08:52:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mustafa]]></category>
		<category><![CDATA[afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[albertinenstifung]]></category>
		<category><![CDATA[ankunft]]></category>
		<category><![CDATA[herz-op]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ganz ehrlich – vor der Geburt meiner Kinder war ich nicht so aufgeregt. Da ist man ja als Frau auch etwas beschäftigter. Gestern Abend also &#8230; 18:45 Wir treffen am vereinbarten Treffpunkt am Flughafen ein. Dort sind alle Gastfamilien mit ihren leiblichen Kindern versammelt, außerdem natürlich alle anderen, die mit der Aktion zu tun haben. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/da-isser/">Da isser!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="line-height: 1.5;">Ganz ehrlich – vor der Geburt meiner Kinder war ich nicht so aufgeregt. Da ist man ja als Frau auch etwas beschäftigter. Gestern Abend also &#8230;</span></p>
<p><strong>18:45</strong> Wir treffen am vereinbarten Treffpunkt am Flughafen ein. <span id="more-927"></span>Dort sind alle Gastfamilien mit ihren leiblichen Kindern versammelt, außerdem natürlich alle anderen, die mit der Aktion zu tun haben. Wir sind in einem eigenen Raum oberhalb vom Mövenpick-Restaurant, mit Panoramablick auf den Flughafen. Die Kinder sind also beschäftigt. Etwas zu essen gibt es auch. Ich bin erst ein bisschen irritiert, dass die Albertinenstiftung uns ein Essen ausgibt. Andererseits ist es die einzige materielle Zuwendung, die wir bekommen – und großen Hunger hat ohnehin niemand.</p>
<p><strong>19:24</strong> Mein Mann stellt auf seinem Handy fest, dass sich das Flugzeug gerade über Bad Oldesloe befindet.</p>
<p><strong>19:35</strong> Die Emirates-Maschine landet. Die Spannung steigt ins Unermessliche. Für mich war das der schlimmste Moment, so zwischen Sie-sind-da-Freude und Oh-Gott-wie-wird-das-nun. Drei Herzbrücke-Mitarbeiter sind aufgebrochen, um die Reisenden zu begrüßen. Die Kinder werden nach der Ankunft noch kurz untersucht.</p>
<p><strong>20:00</strong> Einige von uns stellen sich ans Geländer. Von dort aus hat man den Überblick über die Abflughalle und kann den Gang sehen, durch den die Kinder kommen werden.</p>
<p><strong>20:28</strong> Sie kommen! Natürlich von ganz woanders. Einmal quer durch die Halle, ein Trupp völlig erschöpfter Kinder, die kaum auf ihre Umgebung reagieren. Ganz vorn ein Kind in Hellblau – Mustafa!</p>
<p>Die Kinder werden nebeneinander an einen langen Tisch gesetzt, bekommen etwas zu trinken und werden darüber aufgeklärt, wie es jetzt weitergeht. Die meisten Kinder gucken mit großen Augen auf die Erwachsenen. Mustafa guckt aus dem Panoramafenster.</p>
<p>Ein Junge ist kahlrasiert, offenbar haben die Eltern in Afghanistan das Läuseproblem noch gelöst. Jede Gastfamilie ist mit Wurm- und Läusemittel ausgestattet worden.</p>
<p><strong>20:35</strong> Wir sollen kommen. Dr. Khorrami erklärt Mustafa, wer wir sind und dass er jetzt bei uns wohnen wird. Mustafa nickt. Wir erfahren, dass er Paschto spricht. So viel zu meinen Dari-Versuchen. :)</p>
<p>Bereitwillig geht Mustafa mit uns mit. Er hat eine kleine Reisetasche dabei, trägt ein schönes hellblaues Hemd (so ein langes) mit der passenden Hose. Sandalen, Socken und seine schwarze Kunstlederjacke, die wir schon vom Foto kennen. Wir nehmen uns ein bisschen Zeit, uns gegenseitig anzugucken. Wir sagen unsere Namen – Mustafa nickt. Kurz und konzentriert. Aber man sieht, dass er doch lieber Flugzeuge angucken will, also verbringen wir noch etwas Zeit an der Glasscheibe.</p>
<p>Schließlich brechen wir auf, Mustafa nimmt meine Hand, an seiner anderen hängen meine Kinder, immer abwechselnd. Erster Klobesuch – kein Problem. Ins Auto einsteigen und anschnallen – scheint er auch zu kennen. Er sitzt hinten in der Mitte, ich rechts, Alma links von ihm, beobachtet, möchte nichts trinken, isst aber Kekse. Wir haben ihm einen Kuschelhasen mitgebracht, er hält in jeder Hand ein Ohr, betrachtet einmal kurz das Gesicht, interessiert sich aber mehr für die Umgebung.</p>
<p>Am Anfang habe ich das Gefühl, er ist vollkommen weggetreten, weil er so regungslos ist. Er reagiert aber auf alles, was man zu ihm sagt.</p>
<p><strong>21:50</strong> Endlich zu Hause! Wir zeigen ihm das Bett und den Schlafanzug, er reagiert sofort und zieht sich aus. Unter dem dünnen Hemd hat er immerhin noch einen Fleecepulli und ein T-Shirt. Beim Ausziehen ist er etwas abgelenkt von Antons großem LKW und Kran.</p>
<p>Im Badezimmer strecke ich ihm die Zahnbürste hin, er schrubbt sich die Zähne. Nachdem er festgestellt hat, dass er nicht aufs Klo muss, verlässt er den Raum und schüttelt den Kopf, als ich ihm sage, dass er zurückkommen soll. Als ich den Waschlappen hochhalte, kommt er doch.</p>
<p><strong>22:10</strong> Er legt sich ins Bett, macht die Augen zu und schläft ein.</p>
<div id="attachment_929" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0009.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-929" class="size-medium wp-image-929 " src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0009-300x225.jpg" alt="Wegzehrung" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0009-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0009-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0009-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0009-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0009-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0009-450x338.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0009.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-929" class="wp-caption-text">Wegzehrung</p></div>
<p><strong>22:20</strong> Wir packen seine kleine Reisetasche aus. Darin sind Wechselhemd und –hose und diverse Tüten mit Nüssen, Kuchen und harten Eiern. Letztere haben die Reise nicht gut überstanden und werden von uns entsorgt. Außerdem finden wir drei verschiedene Medikamente. Am Flughafen hatte man uns gesagt, dass er Beta-Blocker nimmt, aber jetzt keine dabei habe.* Hier sind sie also, wie ich nach einem Telefonat mit Dr. Rieß erfahre. Die anderen beiden Medikamente werden heute eingehender betrachtet.</p>
<p><strong>1:00</strong> Anton steht auf der Treppe und heult. Er ist von Mustafas Husten aufgewacht und hat sich erschreckt. Na, wenn’s nur das ist!</p>
<p><strong>6:00</strong> Anton steht auf der Treppe und ruft nach uns. Ob sie spielen dürfen. Ja, klar! Im Schlafanzug machen sich die Jungs über die Fahrzeuge her.</p>
<p><strong>6:15</strong> Alma kommt in unser Zimmer und sagt: „Ajaregutete“. Habe Mustafa gesagt. Er würde die ganze Zeit so komische Sachen sagen. Und in der Tat: Sobald er mit unseren Kindern allein ist, spricht er wie ein Wasserfall. Bei uns beschränkt er sich auf Nicken und Kopfschütteln. Faszinierend ist, dass er immer sofort versteht, was wir zu ihm sagen, und entsprechend reagiert.</p>
<p>„Hast du Hunger?“ (Handzeichen: Hand am Mund) – Mustafa nickt, geht runter, setzt sich an den Tisch.</p>
<p>Bei Else (also beim Tante-Emma-Laden) verschmäht er die Brötchen, zeigt aber auf die Karotten. Ich sage, dass wir sie zu Hause haben, er lässt die Packung sofort los. Zum Frühstück gibt es also Karotten, Brötchen und all die spannenden Dinge, die in seiner Tasche waren: Cashew-Kerne, eine Art Weintrauben, Zimt-Kardamom-Kuchen, eine andere Art Weintrauben und Kichererbsen. Er isst etwas Karotte, dann aber doch lieber die Cashews. Erdnüsse mag er auch. Er sieht traurig aus, während er die Nüsse isst, eine winzige Tränenspur hat er im Gesicht. Kuscheln möchte er aber nicht und so überlasse ich erst einmal den Kindern das Entertainment.</p>
<p>Nach dem Essen steht Mustafa auf, wäscht sich die Hände (aber wie! So gründlich waschen sich unsere Kinder nie!), geht aufs Klo und wäscht sich noch einmal die Hände. Wow. Auch unsere Kinder staunen ob so viel Reinlichkeit.</p>
<p>Wir haben einen Steckbrief über ihn bekommen. Die Info Analphabeten-Kind entpuppt sich, ebenso wie die Er-spricht-Dari-Info, als nicht ganz richtig. Arm ist er zweifelsohne, ABER: Er kann ein bisschen lesen und kommt nächstes Jahr in die Schule. Wegen der OP wird er später eingeschult. Sein Vater studiert im 2. Semester Pharmazie. Mustafa mag Säfte (besonder Banane), Autos, Fahrradfahren** und – Achtung! – Spielkonsole spielen. Da werden wir ihn wohl enttäuschen müssen.</p>
<p><strong>9:44</strong> Mustafa räumt die Kinderzimmer um, trägt die Rutsche durch die Gegend und wirkt dabei nach wie vor sehr konzentriert. Sagt man ihm, dass ein Spielzeug in einem bestimmten Zimmer bleiben soll, folgt er sofort. Was ich höre, klingt recht wüst, laut und lustig. Die Kinder lachen.</p>
<div id="attachment_930" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/pict0006.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-930" class="size-medium wp-image-930 " src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/pict0006-300x225.jpg" alt="Mustafa räumt gern aus ..." width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/pict0006-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/pict0006-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/pict0006-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/pict0006-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/pict0006-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/pict0006-450x338.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/pict0006.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-930" class="wp-caption-text">Mustafa räumt gern aus &#8230;</p></div>
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<div id="attachment_931" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0007.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-931" class="size-medium wp-image-931" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0007-300x225.jpg" alt="... und um." width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0007-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0007-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0007-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0007-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0007-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0007-450x338.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/05/PICT0007.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-931" class="wp-caption-text">&#8230; und um.</p></div>
<p><strong>10:00</strong> Mustafa ist weg! Wir finden ihn im Badezimmer, er weint. Jetzt hat ihn sein Gastvater auf dem Schoß, Mustafa weint leise vor sich hin. Alma weicht nicht von seiner Seite und streichelt ihm den Kopf. Nach einigen Minuten leisen Schluchzens schläft er ein.</p>
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<p>Mustafa ist von seinen Eltern offenbar gut vorbereitet worden. Für mich sieht es so aus, als ob der die Geschehnisse als Notwendigkeit hinnimmt. Verstört ist er jedenfalls nicht. Und dass er Heimweh hat, ist mehr als verständlich.</p>
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<p>* Wegen des Herzfehlers ist es nötig, den Jungen etwas ruhigzustellen, heißt es. Und ja, wenn ich ihn mir heute so ansehe, wird das nach der OP sicher richtig lustig. Sieht nach einem Rennkind aus.</p>
<p>** <img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/b04f75aa125c49d79d39daa92b7b0b35" alt="" width="1" height="1" />Spätestens nach der OP werden wir Mustafa ein Fahrrad besorgen. Dafür können wir Euer Geld gut gebrauchen!</p>
<hr />
<p>Flattr-Spenden verwenden wir direkt für Mustafa. Wer für die Herzbrücke spenden will, tue dies bitte <a href="http://www.albertinen.de/ueber_uns/albertinen_stiftung/projekte2/herzbruecke" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>. Dort erfahrt Ihr auch, wieso die afghanischen Kinder nach Hamburg gekommen sind.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/da-isser/">Da isser!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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