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	<title>malaria Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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		<title>26.12.1932: Du scheinst Dich in Hamburg zu einem richtigen Sumpfhuhn auszubilden (Rudu)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jul 2013 10:06:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Endlich findet Rudu Zeit, einen langen Brief über seinen Aufenthalt in Guatemala und Mexiko zu verfassen. La V. den 26. Dez. 1932. Liebe Leni! Endlich komme ich dazu, Dir mal wieder einiges zu berichten und Dir voll vor allem noch nachträglich meine herzlichsten Glückwünsche zum Neuen Jahr zu senden. Möge Dir Euch weiterhin Deine Beschäftigung [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/261232/">26.12.1932: Du scheinst Dich in Hamburg zu einem richtigen Sumpfhuhn auszubilden (Rudu)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Endlich findet Rudu Zeit, einen langen Brief über seinen Aufenthalt in Guatemala und Mexiko zu verfassen.</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">La V. den 26. Dez. 1932.</p>
<p>Liebe Leni!</p>
<p>Endlich komme ich dazu, Dir mal wieder einiges zu berichten und Dir <del datetime="2013-07-15T09:51:58+00:00">voll</del> vor allem noch nachträglich meine herzlichsten Glückwünsche zum Neuen Jahr zu senden. Möge Dir <del datetime="2013-07-15T09:51:58+00:00">Euch</del> weiterhin Deine <span id="more-1907"></span>Beschäftigung Spaß machen und Du darin vorwärts kommen und auch sonst alles nach Wunsch vor sich gehen.<br />
Weißt Du, zum Schreiben hier zu kommen ist wirklich nicht so einfach. Viel unterwegs, mittags ist man faul und es ist dann warm und abends ist es durch all die Herren recht bunt. In diesen Weihnachtstagen ist es etwas besser und ich benutzte diese Gelegenheit.<br />
Zuletzt schrieb ich Dir vom Dampfer „Musa“ und schickte Dir M. 20.- (sie könnten ja unterwegs herausgenommen sein). Ein paar Tage waren wir in Guatemala City, besuchten Antigua, sahen M., W., Ns, G. etc. Dann nach B., wo ich ja leider ein paar Tage mit Malaria im Bett liegen mußte. B. finde ich in der Trockenzeit wunderschön – in der Regenzeit soll es ja außerordentlich feucht sein – und wir hatten es da wirklich sehr schön. Der Koch ist auf der Höhe, es war alles sehr nett gehalten. Ich schlief unten in Deinem Zimmer zuerst, bei der Krankheit oben in B. Mit Papa machte ich eine herrliche Reittour nach San M. und ich hatte ausgiebig Gelegenheit, Land und Leute kennenzulernen. In La U. war ich nur einen Tag, da durch die Krankheit schon zu viel Zeit verloren gegangen war, Papa und Achim waren schon vorgereist. Von dort dann über Mariscal nach Tapachula, wo, Du kennst ja den Rummel. Endlos Schwierigkeiten mit den Behörden, &#8211; sie wollten Mama und mich nicht ins Land lassen, wir mußten 1000 Pesos hinterlegen – und dann von Tapachula spät abends noch hinauf nach R. Unangesagt schneiten wir spät in die Geburtstagsfeier der T. hinein, es war uns komisch. Die Anlagen in R. fand ich wunderbar, es macht einen so geschlossenen, übersichtlichen Eindruck. Mama war auch angenehm überrascht über die Veränderungen im Haus, Olga scheint sich sehr viel Mühe gegeben zu haben. Im allgemeinen ist man hier ja ziemlich schlecht auf sie zu sprechen.<br />
In Vio ist es ja einfach fabelhaft, hier kann man es wirklich aushalten. Herthas gemütliches Heim, die schöne O. C., die netten Herren, durch die immer etwas Betrieb in die Bude kommt, Rugi, der alle durch seine Lebendigkeit erfreut – kurz, man mag hier sein. Von den kleineren Fincas wie Ch., N. kann ich ja nicht gerade sagen, dass [ich] dort allzulange meine Zelte aufschlagen möchte. Man ist doch auf die Dauer zu allein, besonders als Junggeselle. Doch wenn man viel zu tun hat, wird man das ja wohl garnicht so merken.<br />
Die Weihnachtsfeier [war] wirklich sehr nett. Ein fabelhaftes Essen, ein wunderhübsches Weihnachtsbäumchen ließen einen fast vergessen, daß man in den Tropen war und auf das schöne Winterwetter verzichten muss. Die Wärme kann ich sehr gut vertragen, mir ist es selten zu warm. Morgen früh mehr.<br />
27. Dez.<br />
Eben habe ich einen schicken Ritt hinter mir auf Richards Pferd, auf dem ich zu gern reite. Es ist so wunderbar flott unter anderen Vergnügen, das Getrotte des Mulas geht mir auf die Dauer gegen den Strich. Dabei habe ich in Ch. Grolli besucht, den ich sehr gern mag.<br />
Kurz nach Neujahr gehen wir wahrscheinlich wieder nach B.; Achim muß wohl hierbleiben, da Richard nach Mexiko City fährt um ein paar Tage zu bummeln.<br />
Rugi ist mir immer reizend. Neuerdings verschärft sich nur enorm sein Bock. Hertha wird noch manchen Tanz mit ihm haben. Mit Deiner Eisenbahn spielt er rührend.<br />
Deine Briefe werden von den Eltern immer sehr erfreut aufgenommen und besonders interessierte u. a., was Du über R. schriebst, haben wir doch bis dahin keine einzige Zeile von dort. Es ist wirklich unerhört, daß Maria es nicht fertig bringt, an Mama zu schreiben. Wenn Mama mit ihr zusammen ist, kommt Maria doch mit jedem Dreck zu ihr gelaufen und ist noch gerekt [?], wenn man Werner nicht genügend besucht. Doch das alles ist ja ein Schwanz ohne Ende.<br />
Na, Du scheinst Dich in Hbg. zu einem richtigen Sumpfhuhn auszubilden. Ich freue mich für Dich, daß Du mal ordentlich wie grad Leutchen triffst, Du allerlei mitmachst. Dein Brief an Hertha ist von mir gelesen, hoffentlich ist es Dir recht.<br />
Mit Hertha hatte ich einen langen Klöhn über Dich. Näheres wollen wir mündlich mal besprechen, denn nach meinem Dafürhalten bist Du so vernünftig, daß man nicht in Sorge zu sein braucht. Es handelt sich nicht um Deine Gesundheit, wie ein bischen kurzer Schlaf etc., sondern darum, ob Du unter den vielen Möglichkeiten, die Dir dort in Hbg. geboten werden, immer die Richtige triffst, ob Du unter den vielen Menschen Dich an die richtigen anschließt. Es ist schwer, das alles brieflich auszudrücken. Jedenfalls must Du genügend Zeit und genügend Sammlung aufbringen um mit Menschen, die Dir etwas geben können und Dich weiterbringen[,] nette Theaterstücke, gute Vorträge anzuhören. Es ist für Dich nicht leicht, da immer selbst das Richtige auszusuchen – dazu gehört Übung und Erfahrung – man muß in diesen Dingen am Anfang angeleitet werden. Vorzüglich ist in diesen Dingen Klaus, der immer irgendetwas gutes weiß und ein sicheres Urteil hat. Doch, wie gesagt, ich glaube bestimmt, daß Du allein den richtigen Weg hierin findest und Du nicht jeden Abend mit affigen Hamburgern leeres Geschwätze machst. So, Schluß damit und für diesmal auch mit unserem Klöhn, ich will Dir bald wieder berichten.<br />
Grüße von den Eltern und den sonstigen Familienmitgliedern. Grüß Du bitte Gerhard und Dittmar, nicht zu vergessen Clär und John.<br />
Einen dicken sehr lieben Bubben, liebe Leni,<br />
von Deinem Rudu</p>
<hr />
<p>Die Sorge von Rudu, dass seine kleine Schwester ihre Zeit mit &#8222;affigen Hamburgen&#8220; vergeuden könnte, finde ich fast rührend, obwohl ich mich natürlich gleichzeitig für das mangelnde Vertrauen in mein Urteilsvermögen bedanken würde. Vor allem, wenn das dann auch noch mit der Schwägerin betratscht wird!</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/167a542f1eab4d3ca74de18d7f006cde" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>07.12.1932: Wirklich wahnsinnig wirkende Mittel (Rudu)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jul 2013 10:51:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[30er]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rudu ist nach Amerika geflogen, wohl um die Ländereien von Papa und Guatemala im Allgemeinen zu besichtigen. Stattdessen wird er erstmal krank. El B., 7. Dez. 32. Liebe Leni – hoffentlich nicht zu spät sende ich Dir meine herzlichsten Weihnachtsgrüße mit dem Wunsch, daß Du die Tage so vergnügt und munter, wie irgend möglich verbringst. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/071232/">07.12.1932: Wirklich wahnsinnig wirkende Mittel (Rudu)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Rudu ist nach Amerika geflogen, wohl um die Ländereien von Papa und Guatemala im Allgemeinen zu besichtigen. Stattdessen wird er erstmal krank.</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">El B., 7. Dez. 32.</p>
<p>Liebe Leni –</p>
<p>hoffentlich nicht zu spät sende ich Dir meine herzlichsten Weihnachtsgrüße mit dem Wunsch, daß <span id="more-1906"></span>Du die Tage so vergnügt und munter, wie irgend möglich verbringst. Du bist ja Dein eigener Herr, man kann sich die Tage dann schon sehr nett gestalten.</p>
<p>Ich wollte Dir schon eher schreiben, aber mir ging es schon lange nicht gut. Am 22. kamen wir hier auf der Finca an. Am 23. war Papas Geburtstag und am 24. <span style="text-decoration: line-through;">ging</span> ritt ich mit ihm nach San M. und seit unserer Rückkehr am 26. fühlte ich mich nicht auf dem Damm. Man vermutet ja gleich den Magen und still für mich nahm ich gut wirkende Mittel. Endlich hatte ich solch Fieber, daß ich im Bett bleiben mußte, worauf Papa die Sache in die Hand nahm und mir Ricinus gab. Als auch das nichts nützte – ich hatte über 39° &#8211; kam Dr. A., der es auch noch mit einem wirklich wahnsinnig wirkenden Mittel versuchte. Nachdem ich so fast eine ganze Woche Abführmittel bekommen hatte – bis fast nichts mehr von mir übrig blieb – wurde dann festgestellt, daß es wohl Malaria ist, ich bekam 2 Einspritzungen und die Sache ist gut. Ich bin jetzt wieder auf, nur noch ein bischen matt. Dr. A. war wirklich sehr nett und scheint sehr tüchtig zu sein. Morgen geht es nach U., wo Papa schon seit Tagen ist und traurig ist, daß ich nicht mitkonnte, und übermorgen geht es nach Tapachula.</p>
<p>In Guatemala City waren wir ein paar Tage und besuchten auch Dr. G. Der erzählte ulkige Dinge von Dir und wir schrieben Dir eine Karte. Sehr nett war auch der Tag in Antigua.</p>
<p>Hier gab es natürlich zuerst unglaublich viel zu sehen und durch meine Krankheit bin ich natürlich nicht genügend hinausgekommen. Ich werde es nachholen, wenn wir hier in den nächsten Monaten noch einmal herkommen werden. Von La V. aus werde ich Dir näheres berichten.</p>
<p>Wie Du wohl bei B. Dich fühlst?? Wie es wohl in R. mit Oma[,] Maria, Werner + dem Kuh Elend gehen mag?? Wir sind sehr gespannt von Dir zu hören.</p>
<p>Von Herzen wünsche ich Dir nochmals, liebe Leni, eine recht vorzügliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Neue-Jahr.</p>
<p>Grüß alle, besonders Klaus, Günter, Ingrid wenn Du sie siehst.</p>
<p>Einen lieben O</p>
<p>von Deinem</p>
<p>Rudu.</p>
<hr />
<p>Der Arme! Eine Woche unbehandelte Malaria und dann auch noch Abführmittel, das klingt nicht nach Spaß!</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/28e88dc35ab248ce9c7be59449e26ddc" alt="" width="1" height="1" /></p>
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