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	<title>Handkram Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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	<title>Handkram Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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		<title>Fluchthände</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Oct 2015 07:33:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Was im Moment hilft Nein, dies wird kein Bericht über meine Hände, nicht primär. Meinen Händen geht es noch immer gut. Ich war im Zug, München-Hamburg.  Naja, erst war ich im Zug nach Berlin, ich war wohl mental nicht richtig anwesend, also von Pasing zurück zum Hauptbahnhof, und nur wegen der sensationellen Minute Verspätung des [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Was im Moment hilft</h1>
<p>Nein, dies wird kein Bericht über meine Hände, nicht primär. Meinen Händen geht es noch immer gut.</p>
<p>Ich war im Zug, München-Hamburg.  Naja, erst war ich im Zug nach Berlin, ich war wohl mental nicht richtig anwesend, also von Pasing zurück zum Hauptbahnhof, und <span id="more-1421"></span>nur wegen der sensationellen Minute Verspätung des Hamburgzugs habe ich es doch noch geschafft, den Heimatexpress zu erwischen. Im Zug war ich weiterhin geistig in anderen Sphären, korrigierte aber immerhin Rätsel und schlief vor mich hin. Irgendwo mitten in Deutschland setzte sich jemand neben mich. So weit, so uninteressant.</p>
<p>Dieser junge Typ neben mir war nervös. Es war eine allumfassende Nervosität, sie ging von den Händen aus und spann eine ganze Wolke um ihn herum. Er versuchte zu schlafen, lehnte sich dabei aber nicht an, seine Unentspanntheit lehnte sich aber ganz ungeniert an mich und schüttelte mich wach. Ich betrachtete die Nachbarhände aus den Augenwinkeln, sie waren dunkler als meine, was keine Kunst ist. Die Hände hielten nicht still, sie bewegten sich wellenförmig, als wollten sie die Gehirnströme ihres Besitzers nachzeichnen.</p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Ich stellte meine Musik aus.</span></p>
<p>Mein Nebenmann hatte ebenfalls einen Nebenmann, auf der anderen Seite des Ganges nämlich. Gespräche auf Arabisch. Das heißt ja noch nichts, es gibt viele arabischsprechende junge Menschen in Deutschland.</p>
<p>Mein Blick ging nach oben. Kein Gepäck.</p>
<p>Ich weiß, dass sich in Hamburg am Hauptbahnhof jemand kümmern wird, ich müsste jetzt nichts tun, ich könnte auch einfach weiterrätseln und die beiden in Ruhe lassen. Meine Verantwortung ist jedoch medizinisch: Wer so nervös ist, steht bestimmt kurz vorm Herzinfarkt.</p>
<p>Also biete ich mein Snickers an und schon sind wir mitten im Gespräch, Bilder von Booten, Fragen über Snickerspreise in Deutschland, Aufzählung der durchquerten Länder, die Strecke vom Irak bis Deutschland hat nur wenig länger gedauert als der bisherige Aufenthalt in Deutschland selbst, sie sind schon drei Tage hier. Wie alt bist du, wie viele Kinder hast du, warum so wenig? Im Irak würdest du einen Ring tragen, warum trägst du keinen Ring?</p>
<p>Zwei Brüder voller Vertrauen, voller Hoffnung, voller Müdigkeit und Angst.</p>
<p>Mein Nebenmann entspannt sich endlich, ich sage den beiden, dass ich sie am Hauptbahnhof dorthin bringe, wo sie erfahren, wie sie nach Schweden kommen. Im Endeffekt nimmt mir der Dolmetscher die ganze Gruppe (huch, da sind ja noch viel mehr!) direkt am Zug ab, ich sage noch &#8222;sie wollen alle nach Schweden weiter&#8220; und schon gehts los. Noch einmal die ausgestreckte Hand des jüngeren Bruders schütteln, alles Gute wünschen, weg sind sie.</p>
<p>War es nötig, sie anzusprechen? Die Frage beantwortet sich selbst. Es ist so nötig oder unnötig, wie jemandem die Tür aufzuhalten: In dem Moment hilft es.</p>
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		<title>Speichelfeste Freunde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2015 12:24:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handkram]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Letztes Wochenende war ich in einer meiner Ex-Heimatstädte. Die Sehnsucht übermannte mich dort insgesamt nicht, es ist eine Stadt, zu der ich nie den richtigen Zugang fand, obwohl ich dort wirklich unglaublich viele nette Menschen kenne. Einer davon war jahrelang nicht nur mein bester Freund, sondern auch der meines Mannes. Die beiden waren musiktechnisch auf [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Letztes Wochenende war ich in einer meiner Ex-Heimatstädte. Die Sehnsucht übermannte mich dort insgesamt nicht, es ist eine Stadt, zu der ich nie den richtigen Zugang fand, obwohl ich dort wirklich unglaublich viele nette Menschen kenne.</p>
<p><span id="more-1272"></span>Einer davon war jahrelang nicht nur mein bester Freund, sondern auch der meines Mannes. Die beiden waren musiktechnisch auf der gleichen Wellenlänge, gingen zusammen in Konzerte und unterhielten sich in Slayer-Zitaten. Ich hatte diesen Freund angeschleppt, oder vielmehr meine 85-jährige Vermieterin seinerzeit im Grundstudium, als sie ihn mir stolz (und augenzwinkernd) als meinen neuen Mitbewohner kredenzte. Umso schöner, dass wir uns viele Jahre später in der gleichen Stadt wiederfanden.</p>
<p>Dann bekam er ein Kind und beschloss über Nacht, dass Slayer nicht zur Rolle des liebenden Vaters passt. Es folgten weitere Beschlüsse und schon war der Kontakt gekappt und eine langjährige Freundschaft beendet. Kein Wiederbelebungsversuch meinerseits zeigte Erfolg.</p>
<p>So flanierte ich also durch die Straßen ebendieser meiner Ex-Heimatstadt und wurde doch ein wenig wehmütig (mal ganz abgesehen davon, dass sich um die Ecke von unserer Ex-Wohnung inzwischen ein Sushi-Restaurant befindet). Beinah hätte ich bei meinem Ex-besten-Freund geklingelt. Aber ich habe mich nicht getraut.</p>
<p>Einen Tag später war ich wieder zu Hause und fand ein Päckchen vor. Von meiner allerbesten Freundin seit Kindergartentagen. Schweiß- und speichelfeste Holzperlen. Damit ich mir neuen Schmuck machen kann. Ohne Silber.</p>
<p>Ja, manche Freunde bleiben auf der Strecke, wenn das Leben sich verändert. Oder auch nur so. Aber die richtig guten, die bleiben. Und wenn man ganz viel Glück hat, schenken sie einem sogar was Speichelfestes.</p>
<p>Neinnein, das ist nicht der wichtigste Punkt bei Freundschaften. Aber ein toller Bonus.</p>
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		<title>Handkram oder Ich war beim Quacksalber</title>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2015 09:27:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Schön ist, dass man so viel beachtet wird, wenn man immerzu Schmerzen hat. Oh ja, ich habe darüber nachgedacht, ob ich mir das Aua nur einbilde. Aber auch das habe ich, genau wie übermäßigen Stress, ausgeschlossen. Alles andere hatten ja schon die Ärzte verneint. Die Menschen, die mich so reichlich beachten, hatten natürlich auch viele [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schön ist, dass man so viel beachtet wird, wenn man immerzu Schmerzen hat. Oh ja, ich habe darüber nachgedacht, ob ich mir das Aua nur einbilde. Aber auch das habe ich, genau wie übermäßigen Stress, ausgeschlossen. Alles andere hatten ja schon die Ärzte verneint.</p>
<p><span id="more-1267"></span>Die Menschen, die mich so reichlich beachten, hatten natürlich auch viele Tipps parat. Und Adressen von Ärzten. Es ist sehr faszinierend, wie viele großartige Ärzte es zu geben scheint. Im Krankenhaus war mir am Ende geraten worden, zum TCM-Zentrum des UKE zu gehen. So richtig Lust hatte ich nicht darauf, immerhin hatte die Akupunktur gar nichts bewirkt. Ja, man muss das öfter ausprobieren. Aber da ich nun mit dieser langen Ärzteliste ausgestattet war und mich ohnehin mit der Selbstzahleridee <del>anfreunden</del> abfinden musste, ging ich die aufgelisteten Superdiagnostiker der Reihe nach durch.</p>
<p>Während ich noch mit Nachdenken beschäftigt war, machte ich einen Termin zur Reiki-Behandlung aus. Mich hatte mal eine Reiki-Freundin betatscht und sofort festgestellt, dass an meinen Armen was nicht stimmt. Dem wollte ich genauer nachgehen. Auf der Liege war es extrem entspannend, ich war die ganze Zeit im Halbschlaf und habe ein wenig geschnarcht. Das war mir dann ein bisschen peinlich und die Entspannung war so lange nicht mehr komplett entspannt, bis ich wieder im Halbschlaf war und wieder geschnarcht hab. Eine interessante Erfahrung, die mir aber leider ansonsten nicht weiterhalf.</p>
<p>Wohin also nun? Just als ich noch zweifelnd den Kopf wiegte, rief Dirk an. Dirk ist der Mann von Brigitte, die uns Mustafa verschafft hat. Und Dirk ist auch unser Hausmeister, d. h. er verschafft uns die Handwerker, die wir ab und zu brauchen. Nun rief er also an und sagte, er würde gerade die Praxis von einem Zahnarzt a. D. renovieren. Und der hätte von jemandem mit Schmerzen in der Hand erzählt, den er geheilt habe. Weil alles von den Zähnen kommt.</p>
<p>Hm.</p>
<p>Das mit den Zähnen habe ich schon öfter gehört und finde es als Ansatz einigermaßen plausibel. Dirk selbst war unschlüssig, ob er den Mann für einen Quacksalber oder einen Helden halten soll und das war wahrscheinlich auch der Grund, warum er mich so drängte, ihn mal anzurufen: Er wollte einfach mal wissen, wie er arbeitet.</p>
<p>Ich fand es in Ordnung, dass mir die Entscheidung so quasi abgenommen wurde und rief an.</p>
<p>Ja, da sei er genau der Richtige, freute sich der Scharlatan in mein Telefonohr. Wenn die Ärzte nichts finden, sind es die Zähne. Ich soll unbedingt mal kommen und vorher sämtliche Materialien recherchieren, die ich so in den Plomben und Kronen habe. Er würde dann Elektro-Akupunktur nach Dr. Voll machen.</p>
<p>Ich beschränkte mich bei meiner Recherche auf die letzten drei Zahnärzte, schickte Röntgenbilder weiter und wartete gespannt auf den Termin.</p>
<p>Ich habe kein Amalgam im Mund und meine zwei Kronen sind aus einer keramikbeschichteten Silberligatur.</p>
<p>Meine Zähne sehen gut aus, findet der Medizinmann. Hammer und Meißel, die neben dem Zahnarztstuhl liegen, räumt er verstohlen weg. Die habe Dirk da liegenlassen. Ich hoffe sehr, dass das stimmt.</p>
<p>&#8222;Na, dann testen wir mal. Setzen Sie sich mal da drüben hin.&#8220; Weg vom Hammer, das finde ich gut.</p>
<p>Meine silbernen Ohrstecker muss ich rausnehmen und dann bekomme ich ein Metallröhrchen in die rechte Hand, das mit einem Kabel an einem Apparat hängt. An die linke Hand drückt der Medicus eine Art Kugelschreiber am Kabel. Der Zeiger am Apparat schlägt aus. Neben mir steht noch ein Kasten mit Skala, da schlägt der Zeiger ebenfalls aus. Nur, dass er gar nicht mit dem Gerät verbunden ist.</p>
<p>&#8222;Beim Handy können wir ja auch akzeptieren, dass es ohne Kabel funktioniert&#8220;, sagt der Mann in Weiß.</p>
<p>Der Zeiger schnellt auf 80 hoch und geht bei stärkerem Druck wieder etwas zurück. Das sei ein typisches Zeichen für chronische Schmerzen, wird mir erklärt. Und dass der Normalwert bei 50 liege.</p>
<p>Ich freue mich ein bisschen. Offenbar &#8222;habe&#8220; ich was.</p>
<p>Der Mann drückt weiter, die Arzthelferin notiert. Er hält den Kuli an den toten Zahn, an die Krone, an den anderen toten Zahn, an dessen Krone und testet zwischendurch immer wieder an der Hand. Die Ausschläge verändern sich. Er öffnet eine Schublade mit etwa 500 winzigen Fläschchen, die ordentlich in einem Holzgestell liegen. Er nimmt einen Metallwürfel mit abgerundeten Ecken und eingravierten Kreisen und einem eckigen Fuß und stellt ihn auf ein paar Fläschchen. Die Ausschläge verändern sich. Dann nimmt er ein bestimmtes Fläschchen hinaus und steckt es in ein Metallgestell. Schon klar, das steht da nur so rum. Ohne Kabel.</p>
<p>Der Zeiger zeigt das Gleiche wie eben. Quecksilber ist es nicht. Aha. Anderes Fläschchen. Silber. Silber isses. Die Silberkronen müssen weg und die toten Zähne im Mund tun mir auch nicht gut. Das ist ja gut und schön, aber die Kronen sind viel jünger als meine Schmerzen. Die zweite ist von Dezember, da waren die Schmerzen schon an der Obergrenze.</p>
<p>&#8222;Lass uns doch mal die Ohrringe ausprobieren&#8220;, sagt da die Arzthelferin. Der Wunderheiler findet das offenbar einigermaßen überflüssig, tippt sie mit dem Kuli an, testet. Leider weiß ich nicht mehr, was die Nadel gemacht hat, aber man war sich einig: Silber geht bei mir gar nicht.</p>
<p>Ich soll mir die Zähne ziehen lassen (auch, wenn mein Zahnarzt das bestimmt nicht will) und die Ohrringe nachts rausnehmen. Jetzt könne ich sie wieder reinmachen.</p>
<p>Ich sehe die Füßlestecker an und habe überhaupt keine Lust, sie in mein Ohr zu stecken.</p>
<p>Als ich nach Hause gehe, fühle ich mich zufrieden. Das mit dem Zähneziehen muss ich noch überdenken. Zunächst einmal räume ich meinen kompletten Silberschmuck weg. Also meinen kompletten Schmuck. Ein bisschen was in Gold habe ich, bin aber kein Fan davon. Und auch in Gold ist Silber drin. Was für ein Schmu! Edelstahlschmuck soll ich mir anschaffen, sagt mein Netzwerk. Aber jetzt will ich erst mal gar keinen.</p>
<p>Ich habe mir mit 16 Ohrlöcher machen lassen. Ich habe meine Ohrstecker immer drin, tagsüber, nachts, im Schwimmbad, immer. Mit 20 gingen die Schmerzen los. Da könnte man einen Zusammenhang erkennen &#8211; was immerhin der erste Zusammenhang wäre, bisher habe ich nie irgendeinen Hinweis in meinem Leben gefunden, der mit den Schmerzen in Zusammenhang stehen könnte.</p>
<p>Keine Ohrringe, kein Schmuck. Sechs Tage nach der Untersuchung &#8222;vergesse&#8220; ich meine Tablette. Das mache ich ab und zu, um zu überprüfen, ob ich sie wirklich brauche. Am nächsten Morgen habe ich dann mehr Schmerzen als sonst, aber mit Einnahme der nächsten Tablette verschwinden sie wieder. Soll man nicht machen. Aber ich hasse das Gefühl, eventuell vielleicht unter Umständen Medikamente zu nehmen, obwohl es nicht nötig wäre.</p>
<p>Ich lasse also die Tablette weg, wache am nächsten Morgen auf und da ist &#8230; nichts. Keine Schmerzen.</p>
<p>Ich fange an zu arbeiten. Nichts. Ich lasse meine Hände absichtlich kalt werden. Nichts. Gegen Mittag fange ich an zu jubeln.</p>
<p>Eine Woche später teste ich Alkohol. Den hatte ich wochenlang weggelassen, weil er die offenbar schlecht gelaunten Nerven noch genervter machte. Ja, mit Alkohol kommen die Schmerzen wieder, jedenfalls ein bisschen. Aber sie gehen dann auch von allein. Lieber also erst mal weiterhin weglassen.</p>
<p>Das ist der aktuelle Stand. Und soeben habe ich festgestellt, dass der oben erwähnte Dr. Voll aus Plochingen kam. Wie die Füßles. So schließt sich der Kreis.</p>
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		<title>Vernebelte Hoffnungsschimmer</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jan 2015 10:26:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handkram]]></category>
		<category><![CDATA[hämochromatose]]></category>
		<category><![CDATA[klinik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ach, herrje. Gestern war ein wirrer Tag. Erst wurde mir meine Entlassung in Aussicht gestellt, weil nichts zu finden sei. Fand ich ziemlich deprimierend. Dann die Mitteilung, man habe erhöhte Eisenwerte entdeckt. Das könne die Symptome erklären. Therapie: Aderlass. Aber der Internist müsse noch mal gucken. Ich war mit der Welt versöhnt und malte mir [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/vernebelte-hoffnungsschimmer/">Vernebelte Hoffnungsschimmer</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, herrje. Gestern war ein wirrer Tag. Erst wurde mir meine Entlassung in Aussicht gestellt, weil nichts zu finden sei. Fand ich ziemlich deprimierend. Dann die Mitteilung, man habe erhöhte <span id="more-1233"></span>Eisenwerte entdeckt. Das könne die Symptome erklären. Therapie: Aderlass. Aber der Internist müsse noch mal gucken. Ich war mit der Welt versöhnt und malte mir meine Zukunft in leuchtenden Farben aus. (&#8222;Madame ist heute unpässlich. Sie frönt dem Aderlass.&#8220;)</p>
<p>Heute Morgen dann die Mitteilung, der Internist fände nix, die Werte kämen von einer Entzündung, auf die es sonst keinen Hinweis gibt. Soll ich mal vom Hausarzt beobachten lassen.</p>
<p>Wie unmondän! Ich bin empört, aber weniger niedergeschlagen als gestern, denn immerhin sind auch die Stunden mit Majanne und Inge gezählt. Die beiden sind etwas wortkarger geworden und ich bin immer wahnsinnig vertieft, was Majanne allerdings nicht davon abhält, meinen Namen zu brüllen, wenn ich zu lange keinen zustimmenden Laut von mir gegeben habe.</p>
<p>Ab und zu springt Irene auf und bewundert Majannes jeweiliges Strickgut. Doch auch bei den beiden kriselt es. Majannes Glotze wird nur zur Nacht ausgestellt, es läuft RTL, aber da der Kasten über mir hängt, entgehen mir die sicher sehr schönen Bilder. Folgerichtig liegt Majanne mir gegenüber, ich bin also schon aus optischen Gründen gezwungen, ins Handy, Buch oder Sudoku zu starren.</p>
<p>Irene also heute Morgen zu Majanne: &#8222;Bei dir läuft der Fernseher immer, oder?&#8220; &#8211; &#8222;Soll ich ihn ständig ausmachen, oder was!&#8220; &#8211; &#8222;Ist ja nicht dein Strom, ne?&#8220; &#8211; &#8222;Ich bin sehr strombewusst!&#8220;</p>
<p>Ich lehne mich innerlich zurück und freue mich auf Action, aber dann erzählen sich die beiden begeistert, wie sie zu Hause Strom sparen. Und dass, egal, wie schlimm die Ehe ist, keine Mutter von kleinen Kindern ihren Mann verlassen sollte. Da bleibt Irene auffallend wortkarg, aber Majanne ist eh in Fahrt, da passt kein Wort mehr rein. Wie lang ihre Haare früher waren, wie ihre Tochter plötzlich ausgezogen ist (&#8222;witzigerweise verstehen wir uns seitdem besser&#8220;) und wie sie den Betriebsausflug organisiert und die Zahlen unter den Schnapsflaschen notiert hat, damit jeder eine Chance hatte. (Bitte erklärt es mir nicht.)</p>
<p>Da steigt Irene wieder ein, denn ach, was war der Grünkohlausflug seinerzeit lustig und der viele Schnaps war dann ja auch ne gute Grundlage für den Grünkohl. Sie versteht sich mit ihrem Sohn besser als mit der Tochter, was kein Wunder ist, denn ihre Tochter ist Lehrerin (nicht meine Worte!!), ihr Sohn spielt Gitarre und sie singt dazu und ich muss an Ödipussi denken, nur mit Strickponcho.</p>
<p>Abgesehen davon rettet mir Musik die Laune und vor allem die Nacht. Irene hatte bis heute früh ein Langzeitblutdruckmessding am Arm, der davon alle paar Minuten beinah zerquetscht wurde. Akustisch dargestellt: brummmmm &#8211; BRUMMMMM &#8211; aua &#8211; AUA! &#8211; pochpochpfffffffff. Ich habe die ganze Nacht Musik gehört. Ohrstöpsel hatte ich zwar, aber gegen das Doppelschnarchen der beiden Damen, die die ganze Nacht wachlagen, wären sie nicht angekommen. Probiert habe ich es nicht, der zweite klemmte in seinem Behältnis fest.</p>
<p>Die zwar strom- aber wohl weniger umweltbewusste Majanne öffnet zum Frühstück eine mitgebrachte Coladose, die nicht zischt. Also flugs weggekippt und eine neue geöffnet. Mir bleibt der Unterschied der Zischstärke verborgen, aber ich suhle mich in dem überlegenen Gefühl, aus Gründen nicht mehr mit Getränkedosentönen vertraut zu sein.</p>
<p>Majanne strickt eine Jacke aus gemusterter Wolle, ganz ohne Fleischfarbe, die Ärmel sehen gestreift aus. Obwohl ihr Mann dagegen ist. Aber so kann er sich nicht wehren, es liegt ja an der Wolle. Die Jacke ist für Majanne selbst.</p>
<p>Ich muss mal raus, genau genommen will ich aufs Klo, ich habe ein einsames im Erdgeschoss entdeckt. &#8222;Zieh dir ne Jacke an!&#8220;, ruft Irene mir nach.<br />
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		<title>Wollkram</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jan 2015 07:18:34 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[wolle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Halb sechs am Morgen. Der übliche Herr duscht. Ich kann das ignorieren. Bis meine neue Nachbarin Inge ihr Licht anmacht und ihrerseits lautstark das Bad aufsucht. (Oh ja, das geht.) Es folgen Deospray, Haarspray, noch irgendein Spray und Parföng. Aus unerfindlichen Gründen weiß ich nichts über ihren Beruf (sie durfte zu Hause bleiben, als die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Halb sechs am Morgen. Der übliche Herr duscht. Ich kann das ignorieren. Bis meine neue Nachbarin Inge ihr Licht anmacht und ihrerseits lautstark das Bad aufsucht. (Oh ja, das geht.) Es folgen <span id="more-1231"></span>Deospray, Haarspray, noch irgendein Spray und Parföng. Aus unerfindlichen Gründen weiß ich nichts über ihren Beruf (sie durfte zu Hause bleiben, als die Kinder klein waren) und in mir verankert sich die Vision der Puffmutter.</p>
<p>Auch Majanne ist erwacht (&#8222;Vor elf kricht mich niemand wach&#8220;) und sagt: &#8222;So früh!&#8220; Inge: &#8222;Weiterschlafen!&#8220;</p>
<p>Sie löscht das Licht so laut es geht und ich sehe sie mit leicht gehobenem Haupt neben mir liegen, ist ja auch schwierig so mit gestylten Haaren.</p>
<p>Wieder geht das Licht an, diesmal ist es die Schwester. &#8222;Wissen Sie noch, wie der zweite Wert beim Zuckertest war?&#8220; &#8211; &#8222;&#8230;&#8220; &#8211; &#8222;Der wurde nicht eingetragen.&#8220; &#8211; &#8222;Öhm, 160?&#8220; &#8211; &#8222;Ja? Sonst müssten wir noch einmal &#8230;&#8220; &#8211; &#8222;Dochdoch, 160.&#8220;</p>
<p>Ein paar Minuten später steht sie mit meiner Akte da. &#8222;Der erste Wert war 162. Sind Sie sicher, dass der zweite &#8230;&#8220; Wir einigen uns auf 140, Majanne und Inge schmeißen ihre Glotzen an und ein neuer Tag im Gruselkabinett der Wolle beginnt.</p>
<p>Majanne und Inge stricken leidenschaftlich und aus ihrer Euphorie, eine Wollgenossin gefunden zu haben, schließe ich, dass sie in ihrer jeweiligen Welt mit ihrem Hobby allein sind. Als meine lustigen Zimmergenossinen weg waren, kam Majanne und klärte mich über ihr Leben auf. Ich sagte nicht viel, schrieb ein bisschen mit, damit Ihr was zum Lachen haben würdet, aber es war nicht mal wirklich unterhaltsam.</p>
<p>Dann kam Inge, Majannes Lebensgeschichte wurden noch einmal ausgerollt, Inges beschränkte sich auf raffinierte Möglichkeiten, umsonst an Wolle zu kommen. Das klappt so gut, dass sie ein extra Wollzimmer hat. Inge hatte die bisherigen sechs Stunden in der Klinik dazu genutzt, einen 40 cm langen und 10 cm breiten, fleischfarbenen Lappen zu stricken. Ich vergaß zu fragen, was es wird. Ein Stulpenschal vielleicht, das soll ihre Spezialität sein.</p>
<p>Bei den Gardinen sind sich die beiden uneinig. Majanne strickt ihre, während Inge ihre lieber häkelt. Dafür strickt sie breit gestreifte Kissen mit einer fetten Schleife drauf.</p>
<p>Ihr wollt wissen, wie es mir geht? Nervenwasser ohne Befund (das ist gut), Akupunktur mit Frau Wu, der tollen Stationsärztin, kein Befund in Sicht und um mich herum &#8230; naja, die hab ich wohl ausführlich genug erwähnt. Ich war schon besser drauf. Weil Ihr Euch so lieb kümmert, möchte ich Euch auch einen Gefallen tun. Es ist der Rat der weisen Majanne, den ich an Euch weitergebe: Geht nicht in Hannover aufs Schützenfest.</p>
<p><img decoding="async" alt="" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/f94e42dcf0ac4d27a2547be6ed5e51b2" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Nervkram</title>
		<link>https://www.textfuss.de/nervkram/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jan 2015 07:22:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handkram]]></category>
		<category><![CDATA[klinik]]></category>
		<category><![CDATA[krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[lumbalpunktion]]></category>
		<category><![CDATA[mütze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tür auf, Licht an. Sieben Uhr. &#8222;Guten Morgen! Jetzt machen Sie Zuckerbelastungstest.&#8220; Au ja.  Aber vorher noch Blutdruck  und so. Wir haben uns zimmerintern auf 110:70 geeinigt, eigentlich könnte man sich das Gemesse sparen. Bei der Temperatur ist es ähnlich, aber bei mir heißt es plötzlich: 37 Grad. &#8222;Haben Sie auf dem Ohr vielleicht geschlafen?&#8220; [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Tür auf, Licht an. Sieben Uhr. &#8222;Guten Morgen! Jetzt machen Sie Zuckerbelastungstest.&#8220; Au ja.  Aber vorher noch Blutdruck  und so. Wir haben uns zimmerintern auf 110:70 geeinigt, eigentlich könnte <span id="more-1224"></span>man sich das Gemesse sparen. Bei der Temperatur ist es ähnlich, aber bei mir heißt es plötzlich: 37 Grad. &#8222;Haben Sie auf dem Ohr vielleicht geschlafen?&#8220; Ja, anscheinend. Rechts bin ich gesund.</p>
<p>Gestern wurde ich lumbalpunktiert und durfte anschließend Cola trinken. Der Rheumatolohe war da und teilte mir bedauernd mit, dass ich kein Rheuma habe. Ich konnte nicht genau eruieren, was ihn daran so traurig machte. An Patienten mangele es ihm nicht, behauptete er überzeugend.</p>
<p>Hier noch einer von vielen schönen Dialogen:</p>
<p>Schwester: Mütze?</p>
<p>Ärztin: Mütze??</p>
<p>S: Müt Zett?</p>
<p>Ä: Mit Zett? &#8230; Ah, mit Set! Ach so. Nö.</p>
<p><img decoding="async" alt="" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/722bbb9711e84d63aabc62587bc1bdd2" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Klinikkram</title>
		<link>https://www.textfuss.de/klinikkram/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2015 09:43:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handkram]]></category>
		<category><![CDATA[einweisung]]></category>
		<category><![CDATA[frikadelle]]></category>
		<category><![CDATA[klinikessen]]></category>
		<category><![CDATA[krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[wackelpudding]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schön ist es hier. Ich habe mich für eine Woche einweisen lassen. Neurologie. Und Ihr alle so: Ich hab schon immer gesagt, dass die nicht richtig tickt. Aber deswegen bin ich nicht hier. Meine Hände tun weh und keiner weiß, warum. Das wird sich hier hoffentlich ändern. Beides. Jedenfalls werde ich hier hervorragend umsorgt, man [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schön ist es hier. Ich habe mich für eine Woche einweisen lassen. Neurologie. Und Ihr alle so: Ich hab schon immer gesagt, dass die nicht richtig tickt. Aber deswegen bin ich nicht hier. Meine Hände tun weh und keiner weiß, warum. Das wird sich hier hoffentlich ändern. Beides.</p>
<p><span id="more-1222"></span>Jedenfalls werde ich hier hervorragend umsorgt, man hält mich mit Untersuchungen beschäftigt. Das Essen ist nicht schlecht, gestern gab es Wackelpudding zum Nachtisch und ich konnte mit meiner übrigens ganz reizenden Zimmergenossin einen Frikadellen-gegen-Götterspeise-Deal klarmachen.</p>
<p>Beim Abendessen vergaß man uns dann, weil die Herren nebenan so verhungert waren, dass sie sich erfolgreich vordrängeln konnten. Wir teilen uns mit ihnen das Bad, das dementsprechend von beiden Seiten zugänglich ist. Ich denke über Rache nach, obwohl das Essen natürlich doch noch den Weg zu uns fand.</p>
<p>Ansonsten gammel ich hier angenehm rum und lasse mich ab und zu mit Stromstößen malträtieren. Dann sitzt man da und die Arme und Beine zucken wie bekloppt durch die Gegend. Womit der Kreis zum Nicht-richtig-Ticken geschlossen wäre. Ihr seht, die Grundfunktionen des Hirns sind noch vorhanden.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/9379da45270641e0bdf93b11de0729e3" alt="" width="1" height="1" /></p>
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