<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>lesen Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
	<atom:link href="https://www.textfuss.de/tag/lesen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link></link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 29 May 2019 19:00:19 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2019/05/cropped-favicon-32x32.png</url>
	<title>lesen Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
	<link></link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Nostalgiebetten &#8211; Bett 2</title>
		<link>https://www.textfuss.de/nostalgiebetten-2/</link>
					<comments>https://www.textfuss.de/nostalgiebetten-2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Nov 2015 07:49:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bettgeschichten: Nostalgiebetten]]></category>
		<category><![CDATA[bett]]></category>
		<category><![CDATA[bettgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[eigenes reich]]></category>
		<category><![CDATA[hausaufgaben]]></category>
		<category><![CDATA[kinderzimmer]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[puppenstube]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gesakram.de/?p=1470</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ist noch Restbuch da? Als mein Bruder schon eine Weile in der Schule war, wurden wir räumlich getrennt. Ich zog in die Küche – die den Raum allerdings vorher verlassen hatte. Sie stand jetzt da, wo sich vorher das Ehebett der Eltern befunden hatte, das wiederum ins alte Kinderzimmer gezogen war. Unser Etagenbett zog als [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/nostalgiebetten-2/">Nostalgiebetten &#8211; Bett 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>Ist noch Restbuch da?</h1>
<p>Als mein Bruder schon eine Weile in der Schule war, wurden wir räumlich getrennt. Ich zog in die Küche – die den Raum allerdings vorher verlassen hatte. Sie stand jetzt da, wo sich vorher das <span id="more-1470"></span>Ehebett der Eltern befunden hatte, das wiederum ins alte Kinderzimmer gezogen war. Unser Etagenbett zog als Hochbett mit mir um. Mein Bruder zog in die Praxis meiner Mutter. Die Praxis wurde in die riesige Halle verlegt. Das Wohnzimmer behielt seinen alten Platz.<br />
Am Kopfende meines Bettes hatte ich nun ein ehemaliges Klofenster, durch das es zog. Vielleicht rührt daher meine Zuneigung zu quadratischen Fenstern, durch die es zieht. Zum Verdunkeln hatte ich ein Stück dunkelblauen Cord, denn ich an drei Schrauben aufhängte. Die mittlere Schraube war ein bisschen niedriger als die anderen. Links neben dem Bett hing ein Engel, den meine Großeltern mir aus Italien mitgebracht hatten.<br />
Die Wand neben dem Bett war mit Holz verkleidet, denn wir befanden und in den 80ern und das war noch immer in oder meine Eltern nicht darüber informiert, dass es nicht mehr in war. So genau weiß ich das nicht. Ich habe immer gern die Maserung angeguckt. Heutzutage muss ja immer auf den Boden starren, wenn es einen nach Maserung gelüstet. Und dann heißt es, die Smartphones würden zu schlechter Haltung führen. Dabei ist es nur die Abwesenheit von Maserung auf Augenhöhe.</p>
<div id="attachment_1472" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/11/Bett-2.1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1472" class="size-medium wp-image-1472" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/11/Bett-2.1-300x168.jpg" alt="Engel" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1472" class="wp-caption-text">Engel, mittelhübsch</p></div>
<p>In diesem Bett habe ich angefangen, Bücher zu lesen. Ich lese nämlich am liebsten im Bett. Auf dem Bauch liegend. Dass ich gelesen habe, lag daran, dass ich es nun endlich konnte, weniger am Bett. Wobei man sich jetzt natürlich fragen könnte, ob sich mein Leseverhalten in einem anderen Bett anders entwickelt hätte. Tagsüber las ich nämlich auch damals kaum, das Bett war schließlich „oben“, da geht man ja nicht mal eben so hin. Dann lieber auf dem Boden sitzen und malen. Heutzutage arbeite ich am Schreibtisch, weil der Computer da ist, das widerstrebt mir auffallend. Meine Hausaufgaben habe ich Zeit meines Lebens auf dem Fußboden gemacht, wenn es denn lohnenswert schien, das Heft aufzuschlagen. Ihr werdet mir sicher zustimmen, dass das viel besser geht.</p>
<p>Das Bett war Zentrum meines ersten eigenen Reichs. Ich durfte den Teppich aussuchen (9 DM/qm) und die blaue Farbe für die Wände. Die Deckenhöhe betrug etwa vier Meter, ich hatte ein großes Fenster zur Straße, das, anders als die anderen Fenster, denn es war ja schließlich eigentlich das Ex-Küchenfenster, keinen Rollladen hatte. Ich bekam ein dunkelgrünes Stoffrollo. Damals schlief ich in absoluter Dunkelheit und hätte sicher behauptet, nicht anders schlafen zu können.</p>
<h2>Kinderzimmer oder Küche</h2>
<div id="attachment_1471" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/11/Bett-2.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1471" class="size-medium wp-image-1471" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/11/Bett-2-300x168.jpg" alt="Hochbett" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1471" class="wp-caption-text">Unterm Bett die Puppen</p></div>
<p>Das Gefühl zu diesem Bett ist stark ambivalent. Denn, man mag es kaum glauben, ich mag keine Veränderungen. Wenn sich etwas verändert, überfällt mich sofort die Sorge, dass ich vergessen könnte, wie es vorher war. Ich habe das Gefühl, meine eigene Vergangenheit zu verraten – und sei es nur, dass das Zimmer umgestellt wird. Was, wenn ich vergesse, wie es vorher war?<br />
Ja, was eigentlich?<br />
Man könnte das auch deutlich entspannter angehen. Inzwischen weiß ich, dass ich mir so gut wie alles merke, jedenfalls fühlt es sich so an. Ich weiß aber, dass ich auch Dinge vergessen habe. Dazu kommen wir bei Bett 17.<br />
Ich mutmaße, dass ich mir schon damals vorstellte, wie es in meinem alten Bett war.<br />
Wenn ich heute vor dem Haus stehe und das Fenster sehe, sage ich weise zu meinen Kindern: „Das da war mal mein Kinderzimmer“ und stelle mir gleichzeitig die alte Küche vor.</p>
<p>Mit diesem Bett kam also die größere Verantwortung. Es gehörte nie zu meinen Eigenschaften, Probleme mit ins Bett zu nehmen. Das mache ich auch heute noch nicht. Wenn ich ins Bett gehe, wartet mein Buch auf mich und ich mache es mir unter der Decke gemütlich.<br />
Mein größtes Prä-Bett-Problem war ergo damals wie heute: Was lese ich? Ist noch Restbuch da? Ich langte nach dem Buch auf der Fensterbank und alle akuten Probleme waren gelöst. Über den Rest kann man schlafen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/nostalgiebetten-2/">Nostalgiebetten &#8211; Bett 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.textfuss.de/nostalgiebetten-2/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blogparade: Wie entspannend sind Bücher?</title>
		<link>https://www.textfuss.de/wie-entspannend-sind-buecher/</link>
					<comments>https://www.textfuss.de/wie-entspannend-sind-buecher/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Aug 2014 13:47:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
		<category><![CDATA[bücher]]></category>
		<category><![CDATA[entspannung]]></category>
		<category><![CDATA[krimi]]></category>
		<category><![CDATA[leselampe]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[liebesgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[roman]]></category>
		<category><![CDATA[stress]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gesakram.de/?p=1084</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#8230; fragt meine Kollegin Stella Cornelius-Koch. Komische Frage, denke ich und lege mein Buch aus der Hand. Muss man überhaupt darüber nachdenken? Mich entspannt Lesen ungemein. Ich lese beruflich und habe lange Zeit &#8211; auch wegen der kleinen Kinder, die einen ständig davon abhalten &#8211; fast keine Bücher mehr einfach nur aus Spaß gelesen. Irgendwann [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/wie-entspannend-sind-buecher/">Blogparade: Wie entspannend sind Bücher?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; fragt meine Kollegin <a href="http://www.stress-abbauen-blog.de/blogparade-wie-entspannend-sind-buecher/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stella Cornelius-Koch</a>.</p>
<p>Komische Frage, denke ich und lege mein Buch aus der Hand. Muss man überhaupt darüber nachdenken?</p>
<p>Mich entspannt Lesen ungemein. Ich lese beruflich und habe <span id="more-1084"></span>lange Zeit &#8211; auch wegen der kleinen Kinder, die einen ständig davon abhalten &#8211; fast keine Bücher mehr einfach nur aus Spaß gelesen. Irgendwann stellte ich fest, dass mir das Einfach-so-Lesen enorm fehlte, kaufte mir eine Ans-Buch-klemm-Lampe fürs Bett und vertiefte mich wieder jeden Abend in ein Buch. Dann begann ich, Bücher fürs <a href="http://buch-magazin.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Buch-Magazin</a> zu rezensieren, wodurch ich jetzt immer bestens mit Lesestoff ausgestattet bin.</p>
<p>Ich lese gern Romane, momentan recherchebedingt besonders gern Bücher, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts spielen. Manche Bücher lese ich einfach nur ohne Hintergedanken als reine Unterhaltung, das können Krimis sein, Liebesgeschichten von mir aus auch. Ich betrachte auch Fachbücher als Freizeitlektüre. Und manchmal hat man Glück und ein Buch in der Hand, das einen so richtig fesselt. Das war zum Beispiel &#8222;In der Nacht&#8220; von Dennis Lehane. Ein Buch wie ein Film &#8211; inklusive dem Drang, wegsehen zu wollen, wenns brutal wird. Geht ja aber nicht.</p>
<p>War das nun entspannend? Ja. Denn durchs Lesen wird mein Kopf frei, umherschwirrende Gedankenfetzen ziehen sich zurück und machen der Fantasie Platz. Ich lese, bis mir die Augen zufallen. Manchmal bin ich auch vernünftig und mache das Licht früher aus.</p>
<p>Ich lese Papierbücher, was daran liegt, dass ich meine Rezensionsexemplare so bekomme. Einen Reader habe ich daher bisher nicht. Mit Hörbüchern komme ich leider gar nicht klar, weil ich dringend einschlafen muss, wenn mir jemand eine Weile lang etwas erzählt.</p>
<div id="attachment_1086" style="width: 235px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/08/pict3921.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1086" class="size-medium wp-image-1086" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/08/pict3921-225x300.jpg" alt="Nur Bücher, die wiederholt gelesen werden möchten, dürfen in dieses Regal. Alphabetisch und nach Sprachen sortiert." width="225" height="300" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/08/pict3921-225x300.jpg 225w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/08/pict3921-768x1024.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/08/pict3921-773x1030.jpg 773w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/08/pict3921-1125x1500.jpg 1125w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/08/pict3921-529x705.jpg 529w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/08/pict3921-450x600.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/08/pict3921.jpg 1536w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><p id="caption-attachment-1086" class="wp-caption-text">Nur Bücher, die wiederholt gelesen werden möchten, dürfen in dieses Regal. Alphabetisch und nach Sprachen sortiert.</p></div>
<p>Ich lese, wann immer die Freizeit es mir erlaubt, ich brauche dafür lediglich etwas Ruhe. Wo ich nicht lese: im Urlaub. Dort will ich in keine andere Welt eintauchen, dort will ich ganz sein. Im Urlaub lese ich eventuell einen Reiseführer und gern lokale Zeitschriften. Lektüre habe ich höchstens für die Fahrt dabei, aber auch da möchte ich lieber meine Umwelt aufsaugen.</p>
<p>Lesen ist an sich ja schon ein Kurzurlaub. Die Buchstaben entführen mich in eine andere Welt. Das funktioniert auch mit wirklich schlechten Büchern, allerdings ist das dann vielleicht nicht die Welt, die ich kennen möchte. Oder eine große Anzahl von Schreibfehlern bringt mich aus dem Konzept. Sehr, sehr selten finde ich überhaupt keinen Zugang zum Buch, die Tür in die fremde Welt bleibt zu. Das sind die sehr, sehr wenigen Fälle, in denen ich ein Buch nicht fertig lese.</p>
<p>Übrigens höre ich, wenn gerade kein Kapitelende in Sicht ist, mit dem Lesen immer nach dem ersten Absatz auf der linken Seite auf. So kann ich sofort weiterlesen, wenn ich das Buch wieder zur Hand nehme und muss nicht lange suchen, wo ich war. Spart wertvolle Sekunden!</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/93ee260ed4c54f7c85830b927fa37a91" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/wie-entspannend-sind-buecher/">Blogparade: Wie entspannend sind Bücher?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.textfuss.de/wie-entspannend-sind-buecher/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blogparade Fremdsprachenlernen: Von Vokabelpauken und Grammatiktests</title>
		<link>https://www.textfuss.de/fremdsprachenlernen/</link>
					<comments>https://www.textfuss.de/fremdsprachenlernen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 May 2013 08:32:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
		<category><![CDATA[englisch]]></category>
		<category><![CDATA[fleißproblem]]></category>
		<category><![CDATA[französisch]]></category>
		<category><![CDATA[fremdsprache]]></category>
		<category><![CDATA[gotisch]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[isländisch]]></category>
		<category><![CDATA[jiddisch]]></category>
		<category><![CDATA[latein]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[niederländisch]]></category>
		<category><![CDATA[schwedisch]]></category>
		<category><![CDATA[sprache]]></category>
		<category><![CDATA[vokabeln]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://gesakram.wordpress.com/?p=106</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ricarda Essrich möchte wissen, wie wir Fremdsprachen lernen. Dazu kann ich einiges beitragen. Meine erste Fremdsprache war Latein. Das ist ja eine ganz tolle Sprache. Damit kann man später super Französisch und so lernen. Aber dazu später. Latein, 5. Klasse, 1. Lektion: Servus clamat – der Sklave ruft. So weit, so gut. Neben diesem Satz [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/fremdsprachenlernen/">Blogparade Fremdsprachenlernen: Von Vokabelpauken und Grammatiktests</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Ricarda" href="http://www.essrich.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ricarda Essrich</a> möchte wissen, wie wir Fremdsprachen lernen. Dazu kann ich einiges beitragen.</p>
<p>Meine <strong>erste Fremdsprache</strong> war <span id="more-1897"></span>Latein. Das ist ja eine ganz tolle Sprache. Damit kann man später super Französisch und so lernen. Aber dazu später.</p>
<p>Latein, 5. Klasse, 1. Lektion: <i>Servus clamat</i> – der Sklave ruft. So weit, so gut. Neben diesem Satz erinnere ich mich noch an ein paar Vokabeln wie <i>tandem</i> – endlich und <i>debere</i> – schulden, müssen, verdanken.</p>
<p>Wie habe ich Latein gelernt? Gar nicht. Ich habe mich nie mit der Sprache anfreunden können, was mich bis heute etwas wundert. Immerhin habe ich das Latinum erlangt, ohne einen vernünftigen Satz übersetzen zu können. Die Antwort wäre also eher: Systematisch schummelnd habe ich Latein „gelernt“.</p>
<p>Meine <strong>zweite Fremdsprache</strong> war Englisch. Weil Latein so doof war, habe ich schon vor der 7. Klasse angefangen, mit Lernheften („Englisch lernen mit BBC“ – kennt das noch jemand?) und Kassetten Englisch zu lernen. Als der Unterricht an der Schule losging, fand ich es einfach. Von meinem Englischlehrer habe ich mir Agatha-Christie-Krimis ausgeliehen, bis er keinen Nachschub mehr hatte. Dann bin ich nach England gezogen und habe dort Abi gemacht. Vokabeln gelernt habe ich nur für Vokabeltests, aber da hat es gereicht, sie einmal durchzulesen. Ansonsten: Bücher lesen. Und natürlich in England wohnen, das hilft enorm. Die erste Vokabel, die ich dort bewusst kennengelernt habe, war <i>pregnant</i>. Aber nur, weil das bei <i>Neighbours</i> gerade Thema war. (Es ging um Natalie Imbruglia alias Beth, die dann aber „nur“ eine Vergiftung hatte &#8230;)</p>
<p>Später habe ich Anglistik studiert und mich mit Altenglisch und Mittelenglisch befasst. Das war sehr schön und ging prima ohne Vokabellernen. Grammatik wende ich nach Gefühl an.</p>
<p>Meine <strong>dritte Fremdsprache</strong> war Französisch, 9. Klasse. Trotz eines unfähigen (1. Jahr) bzw. eines stets kranken (2. Jahr) Lehrers lief auch das ganz gut. Viel gelernt haben wir trotzdem nicht. Als ich dann nach England ging und nach kürzester Zeit feststellte, dass <i>Chemistry A-level</i> (LK) nicht klappen würde, fragte mich die Französischlehrerin, ob ich es nicht mit – ja, genau – <i>French A-level</i> versuchen wollte. Ich stellte klar, dass ich gar kein Französisch konnte und ließ mich trotzdem überreden. Hat prima geklappt. Gelernt habe ich für die Prüfungen nicht, da ich der Überzeugung war (und bin), dass man unmöglich die thematisch passenden Vokabeln erwischen kann. Das wiederum würde bedeuten, dass man einfach ALLES lernen muss, und wer will das schon. Auswendig gelernt habe ich nur die Zitate aus den Büchern, weil wir mit Seitenzahlen zitieren mussten, aber ohne das Buch. Alles ging auch so, und in der Tat kam ein Text über Frösche vor, also die Vokabel hätte ich ja niemals gelernt. Irgendwie habe ich sie aber wohl erkannt.</p>
<p>Nach der Schule bin ich für ein halbes Jahr nach Straßburg gezogen und habe einen Französischkurs besucht. Einige Jahre später hing ich in Berlin rum und mein Studium zog sich wie Kaugummi. Ich wollte wieder ins Ausland, wo man zum Lernen <span style="text-decoration: line-through;">geprügelt</span> animiert wird. Da Frankreich das einzige Land war, das ein angefangenes Studium anerkannte, bin ich nach Caen gezogen. Vorher habe ich noch schnell ein Semester Französisch studiert.</p>
<p>Das Studium in Frankreich war sehr bereichernd, vor allem, weil ich altisländische Texte ins Französische übersetzen musste und es mir eher an den französischen als an den isländischen Vokabeln haperte. Ging aber trotzdem gut und ohne <span style="text-decoration: line-through;">viel</span> Gelerne.</p>
<p>Meine <strong>vierte Fremdsprache</strong> weiß ich jetzt gar nicht so genau. Ich habe in England kurz mit Italienisch angefangen, wurde aber gezwungen, den Unterricht abzubrechen (weil, völlig aus der Luft gegriffen natürlich, die Schule der Meinung war, ich würde nicht genug für die anderen Fächer tun).</p>
<p>Zu Beginn meines Studiums dachte ich, Russisch wäre ein prima Hauptfach. Im ersten Semester musste man einen Intensivkurs belegen, der offiziell 15 Wochenstunden hatte, tatsächlich aber 20. Nebenher sollte man noch nicht mit dem eigentlichen Studium beginnen. Das brachte ich nicht über mich, ging trotzdem zu den anderen Vorlesungen und verbrachte etwa 10 Stunden im Russischunterricht. Am Ende des Semesters stellte ich fest, dass mich Russisch eigentlich gar nicht interessierte, weil ich viel lieber Schwedisch lernen wollte. Mein Russischlehrer war stinksauer und hat nie wieder mit mir gesprochen.</p>
<p>Meine richtig gelernte<strong> vierte Fremdsprache</strong> war also Schwedisch. Das war nett und einfach und während dem ersten Semester habe ich angefangen, Astrid Lindgren im Original zu lesen. Also auch hier wieder lernen durch lesen. Später habe ich dann auch noch ein Jahr in Schweden studiert – u. a. Französisch und Unterwasserarchäologie, weil ohnehin klar war, dass mir die Scheine nicht anerkannt würden.</p>
<p>Im Grundstudium habe ich noch Niederländisch und ein bisschen Isländisch gelernt und nach meiner Rückkehr aus Schweden habe ich in Berlin an der VHS mit Hebräisch angefangen, das aber schnell abgebrochen, weil wir nur 2 Buchstaben pro Stunde durchnahmen, sich die Leute beschwert haben, dass es zu schnell ging und ich beinah Amok gelaufen wäre. Dann habe ich es mit Jiddisch versucht (wo man das Alphabet in der ersten Stunde komplett durchnahm), ging dann aber nach Frankreich usw.</p>
<p>Im Studium habe ich außerdem neben dem erwähnten Alt- und Mittelenglisch noch Alt- und Mittelhochdeutsch, Gotisch, Altisländisch und Mittelniederländisch gelernt. Dadurch, dass ich nur germanische Sprachen studiert habe, musste ich eigentlich nur einmal die Ablautreihen der starken Verben lernen. Praktisch. Immer wieder habe ich gedacht, dass ich doch inzwischen auch Latein kapieren müsste, immerhin habe ich mich ja recht viel mit toten Sprachen beschäftigt. Ich habe mir sogar die „Germania“ von Tacitus in der zweisprachigen Ausgabe angeschafft. Fehlanzeige. Manchmal helfen mir meine Französischkenntnisse ein bisschen.</p>
<p>Meine Schwächen liegen auf jeden Fall im Fleißbereich. Was sich nicht durch das Lesen von Texten lernen lässt, ist bei mir nicht willkommen. Deshalb kann ich auch so schlecht Isländisch, da muss man ganz viele Endungen lernen. Lesen kann ich es ganz gut, aber ich habe einfach zu wenig isländische Bücher. Vielleicht wird es doch noch was, wenn ich mehr lese.</p>
<p>Und <a title="Fremdsprachen!" href="http://schwedisch-lernen.org/index.php/schweden/posting/blogparade-so-habe-ich-sprachen-gelernt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier </a>geht es zu Ricardas Blogparade.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/da605b5d09d3470c836085a5acf25a5f" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/fremdsprachenlernen/">Blogparade Fremdsprachenlernen: Von Vokabelpauken und Grammatiktests</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.textfuss.de/fremdsprachenlernen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
