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	<title>klinik Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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	<title>klinik Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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		<title>Vernebelte Hoffnungsschimmer</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jan 2015 10:26:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handkram]]></category>
		<category><![CDATA[hämochromatose]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ach, herrje. Gestern war ein wirrer Tag. Erst wurde mir meine Entlassung in Aussicht gestellt, weil nichts zu finden sei. Fand ich ziemlich deprimierend. Dann die Mitteilung, man habe erhöhte Eisenwerte entdeckt. Das könne die Symptome erklären. Therapie: Aderlass. Aber der Internist müsse noch mal gucken. Ich war mit der Welt versöhnt und malte mir [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, herrje. Gestern war ein wirrer Tag. Erst wurde mir meine Entlassung in Aussicht gestellt, weil nichts zu finden sei. Fand ich ziemlich deprimierend. Dann die Mitteilung, man habe erhöhte <span id="more-1233"></span>Eisenwerte entdeckt. Das könne die Symptome erklären. Therapie: Aderlass. Aber der Internist müsse noch mal gucken. Ich war mit der Welt versöhnt und malte mir meine Zukunft in leuchtenden Farben aus. (&#8222;Madame ist heute unpässlich. Sie frönt dem Aderlass.&#8220;)</p>
<p>Heute Morgen dann die Mitteilung, der Internist fände nix, die Werte kämen von einer Entzündung, auf die es sonst keinen Hinweis gibt. Soll ich mal vom Hausarzt beobachten lassen.</p>
<p>Wie unmondän! Ich bin empört, aber weniger niedergeschlagen als gestern, denn immerhin sind auch die Stunden mit Majanne und Inge gezählt. Die beiden sind etwas wortkarger geworden und ich bin immer wahnsinnig vertieft, was Majanne allerdings nicht davon abhält, meinen Namen zu brüllen, wenn ich zu lange keinen zustimmenden Laut von mir gegeben habe.</p>
<p>Ab und zu springt Irene auf und bewundert Majannes jeweiliges Strickgut. Doch auch bei den beiden kriselt es. Majannes Glotze wird nur zur Nacht ausgestellt, es läuft RTL, aber da der Kasten über mir hängt, entgehen mir die sicher sehr schönen Bilder. Folgerichtig liegt Majanne mir gegenüber, ich bin also schon aus optischen Gründen gezwungen, ins Handy, Buch oder Sudoku zu starren.</p>
<p>Irene also heute Morgen zu Majanne: &#8222;Bei dir läuft der Fernseher immer, oder?&#8220; &#8211; &#8222;Soll ich ihn ständig ausmachen, oder was!&#8220; &#8211; &#8222;Ist ja nicht dein Strom, ne?&#8220; &#8211; &#8222;Ich bin sehr strombewusst!&#8220;</p>
<p>Ich lehne mich innerlich zurück und freue mich auf Action, aber dann erzählen sich die beiden begeistert, wie sie zu Hause Strom sparen. Und dass, egal, wie schlimm die Ehe ist, keine Mutter von kleinen Kindern ihren Mann verlassen sollte. Da bleibt Irene auffallend wortkarg, aber Majanne ist eh in Fahrt, da passt kein Wort mehr rein. Wie lang ihre Haare früher waren, wie ihre Tochter plötzlich ausgezogen ist (&#8222;witzigerweise verstehen wir uns seitdem besser&#8220;) und wie sie den Betriebsausflug organisiert und die Zahlen unter den Schnapsflaschen notiert hat, damit jeder eine Chance hatte. (Bitte erklärt es mir nicht.)</p>
<p>Da steigt Irene wieder ein, denn ach, was war der Grünkohlausflug seinerzeit lustig und der viele Schnaps war dann ja auch ne gute Grundlage für den Grünkohl. Sie versteht sich mit ihrem Sohn besser als mit der Tochter, was kein Wunder ist, denn ihre Tochter ist Lehrerin (nicht meine Worte!!), ihr Sohn spielt Gitarre und sie singt dazu und ich muss an Ödipussi denken, nur mit Strickponcho.</p>
<p>Abgesehen davon rettet mir Musik die Laune und vor allem die Nacht. Irene hatte bis heute früh ein Langzeitblutdruckmessding am Arm, der davon alle paar Minuten beinah zerquetscht wurde. Akustisch dargestellt: brummmmm &#8211; BRUMMMMM &#8211; aua &#8211; AUA! &#8211; pochpochpfffffffff. Ich habe die ganze Nacht Musik gehört. Ohrstöpsel hatte ich zwar, aber gegen das Doppelschnarchen der beiden Damen, die die ganze Nacht wachlagen, wären sie nicht angekommen. Probiert habe ich es nicht, der zweite klemmte in seinem Behältnis fest.</p>
<p>Die zwar strom- aber wohl weniger umweltbewusste Majanne öffnet zum Frühstück eine mitgebrachte Coladose, die nicht zischt. Also flugs weggekippt und eine neue geöffnet. Mir bleibt der Unterschied der Zischstärke verborgen, aber ich suhle mich in dem überlegenen Gefühl, aus Gründen nicht mehr mit Getränkedosentönen vertraut zu sein.</p>
<p>Majanne strickt eine Jacke aus gemusterter Wolle, ganz ohne Fleischfarbe, die Ärmel sehen gestreift aus. Obwohl ihr Mann dagegen ist. Aber so kann er sich nicht wehren, es liegt ja an der Wolle. Die Jacke ist für Majanne selbst.</p>
<p>Ich muss mal raus, genau genommen will ich aufs Klo, ich habe ein einsames im Erdgeschoss entdeckt. &#8222;Zieh dir ne Jacke an!&#8220;, ruft Irene mir nach.<br />
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		<title>Wollkram</title>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2015 07:18:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handkram]]></category>
		<category><![CDATA[akupunktur]]></category>
		<category><![CDATA[klinik]]></category>
		<category><![CDATA[schützenfest]]></category>
		<category><![CDATA[wolle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Halb sechs am Morgen. Der übliche Herr duscht. Ich kann das ignorieren. Bis meine neue Nachbarin Inge ihr Licht anmacht und ihrerseits lautstark das Bad aufsucht. (Oh ja, das geht.) Es folgen Deospray, Haarspray, noch irgendein Spray und Parföng. Aus unerfindlichen Gründen weiß ich nichts über ihren Beruf (sie durfte zu Hause bleiben, als die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Halb sechs am Morgen. Der übliche Herr duscht. Ich kann das ignorieren. Bis meine neue Nachbarin Inge ihr Licht anmacht und ihrerseits lautstark das Bad aufsucht. (Oh ja, das geht.) Es folgen <span id="more-1231"></span>Deospray, Haarspray, noch irgendein Spray und Parföng. Aus unerfindlichen Gründen weiß ich nichts über ihren Beruf (sie durfte zu Hause bleiben, als die Kinder klein waren) und in mir verankert sich die Vision der Puffmutter.</p>
<p>Auch Majanne ist erwacht (&#8222;Vor elf kricht mich niemand wach&#8220;) und sagt: &#8222;So früh!&#8220; Inge: &#8222;Weiterschlafen!&#8220;</p>
<p>Sie löscht das Licht so laut es geht und ich sehe sie mit leicht gehobenem Haupt neben mir liegen, ist ja auch schwierig so mit gestylten Haaren.</p>
<p>Wieder geht das Licht an, diesmal ist es die Schwester. &#8222;Wissen Sie noch, wie der zweite Wert beim Zuckertest war?&#8220; &#8211; &#8222;&#8230;&#8220; &#8211; &#8222;Der wurde nicht eingetragen.&#8220; &#8211; &#8222;Öhm, 160?&#8220; &#8211; &#8222;Ja? Sonst müssten wir noch einmal &#8230;&#8220; &#8211; &#8222;Dochdoch, 160.&#8220;</p>
<p>Ein paar Minuten später steht sie mit meiner Akte da. &#8222;Der erste Wert war 162. Sind Sie sicher, dass der zweite &#8230;&#8220; Wir einigen uns auf 140, Majanne und Inge schmeißen ihre Glotzen an und ein neuer Tag im Gruselkabinett der Wolle beginnt.</p>
<p>Majanne und Inge stricken leidenschaftlich und aus ihrer Euphorie, eine Wollgenossin gefunden zu haben, schließe ich, dass sie in ihrer jeweiligen Welt mit ihrem Hobby allein sind. Als meine lustigen Zimmergenossinen weg waren, kam Majanne und klärte mich über ihr Leben auf. Ich sagte nicht viel, schrieb ein bisschen mit, damit Ihr was zum Lachen haben würdet, aber es war nicht mal wirklich unterhaltsam.</p>
<p>Dann kam Inge, Majannes Lebensgeschichte wurden noch einmal ausgerollt, Inges beschränkte sich auf raffinierte Möglichkeiten, umsonst an Wolle zu kommen. Das klappt so gut, dass sie ein extra Wollzimmer hat. Inge hatte die bisherigen sechs Stunden in der Klinik dazu genutzt, einen 40 cm langen und 10 cm breiten, fleischfarbenen Lappen zu stricken. Ich vergaß zu fragen, was es wird. Ein Stulpenschal vielleicht, das soll ihre Spezialität sein.</p>
<p>Bei den Gardinen sind sich die beiden uneinig. Majanne strickt ihre, während Inge ihre lieber häkelt. Dafür strickt sie breit gestreifte Kissen mit einer fetten Schleife drauf.</p>
<p>Ihr wollt wissen, wie es mir geht? Nervenwasser ohne Befund (das ist gut), Akupunktur mit Frau Wu, der tollen Stationsärztin, kein Befund in Sicht und um mich herum &#8230; naja, die hab ich wohl ausführlich genug erwähnt. Ich war schon besser drauf. Weil Ihr Euch so lieb kümmert, möchte ich Euch auch einen Gefallen tun. Es ist der Rat der weisen Majanne, den ich an Euch weitergebe: Geht nicht in Hannover aufs Schützenfest.</p>
<p><img decoding="async" alt="" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/f94e42dcf0ac4d27a2547be6ed5e51b2" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Nervkram</title>
		<link>https://www.textfuss.de/nervkram/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jan 2015 07:22:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handkram]]></category>
		<category><![CDATA[klinik]]></category>
		<category><![CDATA[krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[lumbalpunktion]]></category>
		<category><![CDATA[mütze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tür auf, Licht an. Sieben Uhr. &#8222;Guten Morgen! Jetzt machen Sie Zuckerbelastungstest.&#8220; Au ja.  Aber vorher noch Blutdruck  und so. Wir haben uns zimmerintern auf 110:70 geeinigt, eigentlich könnte man sich das Gemesse sparen. Bei der Temperatur ist es ähnlich, aber bei mir heißt es plötzlich: 37 Grad. &#8222;Haben Sie auf dem Ohr vielleicht geschlafen?&#8220; [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Tür auf, Licht an. Sieben Uhr. &#8222;Guten Morgen! Jetzt machen Sie Zuckerbelastungstest.&#8220; Au ja.  Aber vorher noch Blutdruck  und so. Wir haben uns zimmerintern auf 110:70 geeinigt, eigentlich könnte <span id="more-1224"></span>man sich das Gemesse sparen. Bei der Temperatur ist es ähnlich, aber bei mir heißt es plötzlich: 37 Grad. &#8222;Haben Sie auf dem Ohr vielleicht geschlafen?&#8220; Ja, anscheinend. Rechts bin ich gesund.</p>
<p>Gestern wurde ich lumbalpunktiert und durfte anschließend Cola trinken. Der Rheumatolohe war da und teilte mir bedauernd mit, dass ich kein Rheuma habe. Ich konnte nicht genau eruieren, was ihn daran so traurig machte. An Patienten mangele es ihm nicht, behauptete er überzeugend.</p>
<p>Hier noch einer von vielen schönen Dialogen:</p>
<p>Schwester: Mütze?</p>
<p>Ärztin: Mütze??</p>
<p>S: Müt Zett?</p>
<p>Ä: Mit Zett? &#8230; Ah, mit Set! Ach so. Nö.</p>
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