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	<title>freunde Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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	<title>freunde Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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		<title>Heimweh &#8211; Leni bloggt (2)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/heimweh-12-4-45/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2015 09:01:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir sitzen in der Falle. Die spärlichen Nachrichten, die aus Hamburg zu uns dringen, lassen nichts Gutes vermuten. Ich habe Angst, zurückzukehren. Von der anderen Seite strömen die Nachrichten des Monster-Russen an uns vorbei, wer zu spät aufbrach, konnte der Zerstörung seiner Heimat noch zusehen. Ich habe mein Haus mit der Wehrmacht teilen müssen, das [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sitzen in der Falle. Die spärlichen Nachrichten, die aus Hamburg zu uns dringen, lassen nichts Gutes vermuten. Ich habe Angst, zurückzukehren. Von der anderen Seite strömen die Nachrichten des Monster-Russen an uns vorbei, wer zu spät aufbrach, konnte der Zerstörung seiner Heimat noch zusehen. <span id="more-1297"></span></p>
<p>Ich habe mein Haus mit der Wehrmacht teilen müssen, das war schlimm genug. Werden die Amerikaner uns vor den Russen erreichen? Ich hoffe es. Wir hoffen es alle. Und dann gibt es noch diejenigen, die weiterhin am Sieg festhalten.</p>
<p>Meine Schwägerin sagt, sie geht hier nicht mehr weg. Sie ist in diesem Krieg schon zu oft geflohen, sagt sie. Sie sahen dem Pistolenlauf schon ins Auge. Wenn wir vor der einen Gefahr fliehen, begeben wir uns in eine andere, sagt sie.</p>
<p>Ich habe dieses Gut gegen alles verteidigt, jetzt kann ich es nicht den Russen überlassen.</p>
<p>Wir bleiben.</p>
<hr />
<p>So ähnlich waren Lenis Gedanken vielleicht vor 70 Jahren.</p>
<p>Bisher sind derartige Entscheidungen an mir vorbei gegangen. Und doch sitze ich hier und habe Heimweh nach meiner Vergangenheit. Die letzte Woche hatten wir Besuch von einem Freund von mir, den ich vor 19 Jahren kennengelernt und vor einem Jahr das erste Mal wiedergesehen habe. Er wohnt in Frankreich und nun ist er wieder dort. Überhaupt weist Frankreich eine hohe Dichte meiner Freundschaften auf, ich habe zweimal dort gelebt und jedesmal sind sehr wichtige, richtige und gute Freundschaften entstanden. Meine wichtigste Freundschaft aus England ist die zu einer Japanerin, die jetzt in der Schweiz wohnt.</p>
<p>All diese Menschen sehe ich nur alle Jubeljahre und es ist in Ordnung, weil wir einfach da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Das ist schön und entspannt und man kann sich ja auch nicht ständig sehen. Da kann schon mal das ein oder andere Jahrzehnt vergehen. Aber manchmal vermisse ich sie eben doch.</p>
<p>Und manchmal zerreißt es mich dabei fast. Das ist dann wie falschrumes Heimweh. Heimweh nach der guten alten Zeit, die doch jetzt aber auch nicht schlecht ist, es ist ja alles gut und so.</p>
<p>In diesen Momenten habe ich eine Ahnung, was es heißt, seine Heimat zu verlieren. Das möchte ich bitte niemals erleben müssen.</p>
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		<title>Speichelfeste Freunde</title>
		<link>https://www.textfuss.de/speichelfeste-freunde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2015 12:24:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handkram]]></category>
		<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Letztes Wochenende war ich in einer meiner Ex-Heimatstädte. Die Sehnsucht übermannte mich dort insgesamt nicht, es ist eine Stadt, zu der ich nie den richtigen Zugang fand, obwohl ich dort wirklich unglaublich viele nette Menschen kenne. Einer davon war jahrelang nicht nur mein bester Freund, sondern auch der meines Mannes. Die beiden waren musiktechnisch auf [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Letztes Wochenende war ich in einer meiner Ex-Heimatstädte. Die Sehnsucht übermannte mich dort insgesamt nicht, es ist eine Stadt, zu der ich nie den richtigen Zugang fand, obwohl ich dort wirklich unglaublich viele nette Menschen kenne.</p>
<p><span id="more-1272"></span>Einer davon war jahrelang nicht nur mein bester Freund, sondern auch der meines Mannes. Die beiden waren musiktechnisch auf der gleichen Wellenlänge, gingen zusammen in Konzerte und unterhielten sich in Slayer-Zitaten. Ich hatte diesen Freund angeschleppt, oder vielmehr meine 85-jährige Vermieterin seinerzeit im Grundstudium, als sie ihn mir stolz (und augenzwinkernd) als meinen neuen Mitbewohner kredenzte. Umso schöner, dass wir uns viele Jahre später in der gleichen Stadt wiederfanden.</p>
<p>Dann bekam er ein Kind und beschloss über Nacht, dass Slayer nicht zur Rolle des liebenden Vaters passt. Es folgten weitere Beschlüsse und schon war der Kontakt gekappt und eine langjährige Freundschaft beendet. Kein Wiederbelebungsversuch meinerseits zeigte Erfolg.</p>
<p>So flanierte ich also durch die Straßen ebendieser meiner Ex-Heimatstadt und wurde doch ein wenig wehmütig (mal ganz abgesehen davon, dass sich um die Ecke von unserer Ex-Wohnung inzwischen ein Sushi-Restaurant befindet). Beinah hätte ich bei meinem Ex-besten-Freund geklingelt. Aber ich habe mich nicht getraut.</p>
<p>Einen Tag später war ich wieder zu Hause und fand ein Päckchen vor. Von meiner allerbesten Freundin seit Kindergartentagen. Schweiß- und speichelfeste Holzperlen. Damit ich mir neuen Schmuck machen kann. Ohne Silber.</p>
<p>Ja, manche Freunde bleiben auf der Strecke, wenn das Leben sich verändert. Oder auch nur so. Aber die richtig guten, die bleiben. Und wenn man ganz viel Glück hat, schenken sie einem sogar was Speichelfestes.</p>
<p>Neinnein, das ist nicht der wichtigste Punkt bei Freundschaften. Aber ein toller Bonus.</p>
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		<title>Rückblick 2014</title>
		<link>https://www.textfuss.de/rueckblick-2014/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Dec 2014 16:09:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Zeit läuft weiter, auch wenn ein Jahr zu Ende geht. Dennoch ist das für mich der richtige Moment, innezuhalten und darüber nachzudenken, was in den letzten zwölf Monaten alles geschehen ist. Im Januar fand sich mein Erfolgsteam zusammen, bestehend aus drei famosen Damen, mit denen sich der Berufsalltag so viel leichter bewerkstelligen lässt. Im [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeit läuft weiter, auch wenn ein Jahr zu Ende geht. Dennoch ist das für mich der richtige Moment, innezuhalten und darüber nachzudenken, was in den letzten zwölf Monaten alles geschehen ist.<span id="more-1210"></span></p>
<p>Im <strong>Januar</strong> fand sich mein Erfolgsteam zusammen, bestehend aus drei famosen Damen, mit denen sich der Berufsalltag so viel leichter bewerkstelligen lässt.</p>
<p>Im <strong>Februar</strong> passierte nichts &#8211; außer, dass wir öffentlich äußerten, Gasteltern für die Herzbrücke werden zu wollen. Im <strong>März</strong> wanderte ich eintägig durchs Siegerland (wer mich kennt, wundert sich an dieser Stelle bitte ordnungsgemäß), zwei Tage später bekamen wir Besuch: Aufklärung über die Aufgaben als Gasteltern eines Herzbrückenkindes. Im <strong>April</strong> <a href="http://www.fiftyfive.eu/de/blog/allgemein/warum-eigentlich-gesa-fuessle-beginnt-zu-reiten" target="_blank" rel="noopener noreferrer">habe ich mit dem Reiten angefangen</a> (weiterwundern!), die Kinder auch.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>&#8222;Wie wars beim Reiten?&#8220; &#8222;Toll, wir sind Loopings geritten!&#8220; &#8222;Ja! Ich auch!&#8220; &#8222;Und wie geht das?&#8220; &#8222;Da muss man so &#8230; und so &#8230;&#8220; Ah. Slalom.</p>
<p>— Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/507116785339215872">3. September 2014</a></p></blockquote>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Wenn man dem Illustratorenbruder sagt, dass man sich Reitzeug zum Geburtstag wünscht. &lt;3 <a href="http://t.co/9ek1fy2skG">pic.twitter.com/9ek1fy2skG</a></p>
<p>— Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/481455923375124480">24. Juni 2014</a></p></blockquote>
<p><script charset="utf-8" type="text/javascript" src="//platform.twitter.com/widgets.js" async=""></script>Im <strong>Mai</strong> kam <a href="http://www.gesakram.de/category/mustafa/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mustafa</a>. Ende Mai verbrachte ich ein paar Tage in Paris, dann kam die Zeit der Familienausflüge im <strong>Juni</strong> und <strong>Juli</strong>, ein <a href="http://wasmachendieda.de/2014-07-16/gesa-louise-fuessle-herzbrueckenmutter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview</a> und <a href="http://www.amazon.de/Sprachkalender-Schwedisch-2015-Gesa-F%C3%BC%C3%9Fle/dp/3875486862/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1419262552&amp;sr=8-1&amp;keywords=schwedisch+sprachkalender" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mein Schwedischkalender</a>. Und dann der Abschied von Mustafa. Anschließend Wacken. Einschulung der Tochter im <strong>August</strong> und damit der erste Schul-Elternabend, beim Lektorentag im <strong>September </strong>hatte ich deutlich mehr Spaß. Am Wochenende war ich das erste Mal beim Schwertschaukampf. Aktiv. (Nach fast sechs Monaten Reitunterricht wundert sich jetzt niemand mehr, oder?) <strong>Oktober</strong> und <strong>November</strong> haben wohl auch stattgefunden, ja, doch, Equilibriumkonzert und <a href="https://ebookcamp.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eBookCamp</a>, da war was. Ansonsten war ich viel beim Arzt.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>&#8222;Can&#8217;t find anything,&#8220; said the neurologist. &#8222;Which doctor could?&#8220; &#8222;A neurologist.&#8220; &#8222;You ARE a neurologist.&#8220; &#8222;But I can&#8217;t find anything.&#8220; — Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/535099369671106560">19. November 2014</a></p></blockquote>
<p><script charset="utf-8" type="text/javascript" src="//platform.twitter.com/widgets.js" async=""></script>Der <strong>Dezember</strong> war bisher angenehm unspektakulär, außer, dass <a href="https://minimore.de/shop/christiane-frohmann-hg-tausend-tode-schreiben-version-14/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;1000 Tode&#8220;</a> erschienen ist. (Kaufen! Guter Zweck!)</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Ich stelle mir vor, wie alle AutorInnen gerade lesen und weinen wie ich. <a href="https://twitter.com/FrauFrohmann">@FrauFrohmann</a> — Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/539365475625734144">1. Dezember 2014</a></p></blockquote>
<p>Zu den Lenibriefen bin ich zu wenig gekommen, habe aber inzwischen Kontakt zu diversen Verwandten, die ich noch nicht kannte. Die besten Rezensionsexemplare auf meinem Tisch waren &#8222;In der Nacht&#8220; (Dennis Lehane), &#8222;Welt in Flammen&#8220; (Benjamin Monferat) und &#8222;Länger als sonst ist nicht für immer&#8220; (Pia Ziefle). Insgesamt habe ich etwa 25 Bücher rezensiert (die meisten fürs <a href="http://buch-magazin.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Buch-Magazin</a>).<br />
Ansonsten sah mein Arbeitsalltag überwiegend so aus:</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Stift suchen. Stift finden. Musik anmachen. Stift suchen. Stift finden. Irgendwann werde ich aufräumen müssen. — Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/536811698288877568">24. November 2014</a></p></blockquote>
<p>Und die Kinder?</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Sohn (4): &#8222;Wenn mir eine Spinne ins Ohr kriechen würde, das wär SCHLIMM.&#8220; Ich: &#8222;Warum sollte sie das tun?&#8220; Sohn: &#8222;Um zu hören.&#8220; — Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/489679940225617920">17. Juli 2014</a><span style="color: #2b2b2b; font-size: 16px; line-height: 1.5;"> </span></p></blockquote>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Tochter (5) schreibt ihr Lieblingsbuch von <a href="https://twitter.com/joschasauer">@joschasauer</a> ab. <a href="http://t.co/vl0acLhY0T">pic.twitter.com/vl0acLhY0T</a></p>
<p>— Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/430295570452738048">3. Februar 2014</a></p></blockquote>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>&#8222;Was machst du da?&#8220; &#8222;Arbeiten.&#8220; &#8222;Hier sieht es aber ganz schön unordentlich aus.&#8220; &#8222;Hier arbeite ich ja auch.&#8220; <a href="https://twitter.com/hashtag/spielbesuch?src=hash">#spielbesuch</a></p>
<p>— Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/519482731844366336">7. Oktober 2014</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>&#8222;Mama, kannst du mir einen grünen Landwal malen?&#8220; &#8222;Einen GRÜNEN LANDwal? Bist du sicher?&#8220; &#8222;Ja, das kommt auf der CD vor.&#8220; <a href="https://twitter.com/hashtag/gr%C3%B6nlandwal?src=hash">#grönlandwal</a></p>
<p>— Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/529655595906121730">4. November 2014</a></p></blockquote>
<p>Insgesamt:</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Freundschaftsbilanz 2014: Tolle Leute kennengelernt, alte Freunde nach Jahrzehnten wiedergesehen. Schönes Jahr. — Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/544446636899192832">15. Dezember 2014</a></p></blockquote>
<p>Das Bild oben stammt von <a href="http://www.schwarzmalerei.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jan Philipp Schwarz</a>.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/6652b730d28f4d0c89dff9e2bc1bbbf2" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/rueckblick-2014/">Rückblick 2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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