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	<title>unordnung Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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	<title>unordnung Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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		<title>Arbeitszimmerordnung</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2015 14:54:08 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[wohnpsychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vielleicht erinnert Ihr Euch noch. Im Januar habe ich mithilfe von Barbara Perfahl mein Arbeitszimmer umstrukturiert und großartig herumgetönt, dass es von jetzt an ordentlich bleiben würde. In der Zwischenzeit erschien Barbaras Buch Ein Zuhause für die Seele, das ich eifrig gelesen habe. Vor der Lektüre hätte ich behauptet, mit meinem Zuhause sei alles okay. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/arbeitszimmerordnung/">Arbeitszimmerordnung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht erinnert Ihr Euch noch. Im Januar habe ich mithilfe von Barbara Perfahl <a href="http://www.die-wohnpsychologin.de/2015/04/erfahrungsbericht-wohnpsychologische-beratung-home-office/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mein Arbeitszimmer umstrukturiert</a> und großartig herumgetönt, dass es von jetzt an ordentlich bleiben würde.</p>
<p><span id="more-1370"></span>In der Zwischenzeit erschien Barbaras Buch <a href="http://www.die-wohnpsychologin.de/ein-zuhause-fuer-die-seele/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein Zuhause für die Seele</a>, das ich eifrig gelesen habe. Vor der Lektüre hätte ich behauptet, mit meinem Zuhause sei alles okay. Währenddessen fiel mir dann auf, dass unser Gästezimmer (das zu einem guten Dreiviertel Rumpelkammer war) mir Unbehagen bereitete. Fazit: Inzwischen ist das Gästezimmer neu hergerichtet.</p>
<p>Aber wie macht Barbara diesen ganzen Wohnpsychokram eigentlich? Ich habe sie ein bisschen ausgequetscht. Und am Ende verrate ich Euch, was aus meinem Arbeitszimmer geworden ist.</p>
<p><strong>Gesa: „Ein Zuhause für die Seele“ impliziert, dass das Zuhause sich primär nach den eigenen Bedürfnissen richten sollte. Den inneren, nicht den praktischen. Was sind die klassischen seelischen Bedürfnisse, die die Menschen haben?</strong></p>
<p>Barbara [denkt Euch ihren wunderbaren österreichischen Akzent bitte unbedingt dazu!]: In Bezug auf das Wohnen gibt es sechs Grundbedürfnisse: Sicherheit, Erholung, Gemeinschaft, Selbstdarstellung, das Gestalten der Umwelt und ästhetische Bedürfnisse. Diese Funktionen sollte unser Zuhause also für uns erfüllen &#8211; wobei die Menschen sich ja deutlich darin unterscheiden, wie stark diese Bedürfnisse jeweils ausgeprägt sind. Für den einen ist super wichtig, dass seine Wohnung eine sichere Höhle ist (das ist der mit den fünf Schlössern an der Tür), der andere muss sich kreativ ausleben und räumt alle zwei Wochen die Möbel um. Und für den dritten ist es am wichtigsten, dass er möglichst viele Gäste empfangen und bewirten kann. Oft sind sich die Menschen ihrer Wohnbedürfnisse aber gar nicht bewusst.</p>
<p><strong>Wie seelenlos sind die Wohnungen, zu denen du gerufen wirst? Wie hoch muss der Leidensdruck sein, bis man dich um Rat fragt?</strong></p>
<p>Seelenlos sind eigentlich die wenigsten Wohnungen, zu denen ich gerufen werde. Für den Außenstehenden sehen die Wohnungen oft sogar richtig schön aus. Das Problem ist eher, dass die Bewohner sich in der Wohnung oder einem bestimmten Raum der Wohnung nicht so 100%ig wohl fühlen &#8211; und nicht wissen, warum.</p>
<p><strong>Warum hast du dieses Buch geschrieben? Nimmst du dir damit nicht selbst die Kunden weg?</strong></p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Ich habe schon vor Beginn meiner Selbständigkeit festgestellt, dass es sehr wenig Literatur zum Thema Wohnpsychologie gab, und die paar Bücher, die es gab, für ein wissenschaftliches Publikum geschrieben waren. Für den ratsuchenden Leser gab es praktisch nichts. Außerdem hatte ich das Bedürfnis, der Welt zu erzählen, was ich als Wohnpsychologin eigentlich so mache. :-) Ich glaube aber nicht, dass ich mir selber die Kunden wegnehme &#8211; vielleicht kann ein Teil meiner Leser mit Hilfe meines Buches alleine ein Wohnproblem lösen. Andere aber denken sich möglicherweise, das soll sich die Wohnpsychologin lieber doch einmal persönlich ansehen.</span></p>
<p><strong>Ich habe erlebt, wie du arbeitest. So subtil, dass man es hinterher kaum benennen kann – und doch verschwinden die Problemzonen des Zimmers. Ist dieser Prozess für dich anstrengend oder fliegen dir die Antworten einfach zu?</strong></p>
<p>Meist ist es für mich ganz leicht: Das, was ich sehe, verbindet sich meist schnell mit dem, das mir die Bewohner der Wohnung erzählen. Manchmal ist es aber auch recht knifflig, das eigentliche Problem zu finden &#8211; Spaß macht es mir aber immer!</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Wie bist du auf die Idee gekommen, Wohnpsychologin zu werden? Wie sind die Reaktionen auf deinen Beruf?</span></strong></p>
<p>Ich hatte nach Jahren des wissenschaftlichen Arbeitens und einer Leitungstätigkeit das Gefühl: War es das? Soll das so bis zur Rente weitergehen? Und ich bekam das unbändige Bedürfnis mich in meinem Beruf mit einem &#8222;schönen&#8220; Thema zu beschäftigen, einem, das mir einfach Freude macht. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich den Gedanken hatte: Kann ich nicht einfach meinen erlernten Beruf, die Psychologie, mit meinem Traumthema Einrichten/Raumgestaltung kombinieren? Voilà! Da war sie, die Wohnpsychologie. Mit Freude habe ich damals festgestellt, dass sich auch die wissenschafltiche Psychologie schon lange mit dem Thema Architektur und Wohnen beschäftigt &#8211; und habe daraus dann ein Beratungsangebot entwickelt.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Du hilfst nicht nur Problemwohnungen, sondern auch Läden und sogar leeren Häusern, die verkauft werden sollen. Wie muss man sich das vorstellen?</span></strong></p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Es geht im Grunde immer um die zwei Fragen: Wie wirken Räume auf uns und wie kann man Räume optimal für die jeweiligen Nutzer gestalten? Und bei Läden geht es darum, dass die Kunden sich wohl fühlen &#8211; dann kaufen sie mehr. Ich checke für meine Auftraggeber, ob es in ihrem Laden Optimierungsbedarf und -möglichkeiten gibt und mache dann Vorschläge zur Umgestaltung. Manchmal rufen mich Geschäftsinhaber aber auch, weil die Umsätze weit hinter den Erwartungen zurückbleiben und sich nicht genau erklären lässt, warum &#8211; das kann viel mit der Ladengestaltung zu tun haben. Beim Home Staging, also dem Herrichten von Immobilien für den Verkauf, geht es darum, mit Leihmöbeln und -dekoration aus einem leeren Haus ein Wohlfühlhaus zu machen. 80% der Kaufinteressenten können sich nämlich nicht vorstellen, wie leere Räume eingerichtet aussehen. Und auch ein Hauskauf ist eine emotionale Entscheidung &#8211; man kommt in ein Haus und hat sofort das Gefühl &#8222;Das könnte es sein!&#8220; Oder eben nicht. </span></p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Und nun? Was sind deine nächsten Projekte? Oder bist du jetzt rundum zufrieden?</span></strong></p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Rundum zufrieden &#8211; im Sinne von: alles erledigt &#8211; gibts bei mir fast nie. Im Moment denke ich gerade über das nächste Buchprojekt nach. Ganz oben auf meiner Liste steht aber das bisher vernachlässigte regelmäßige Schreiben von Blogbeiträgen &#8211; und mein neuer Newsletter. Außerdem gebe ich im August einen <a href="http://www.die-wohnpsychologin.de/workshop-wohnpsychologie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Workshop in Wohnpsychologie</a>!</span></p>
<p><strong>Vielen Dank, liebe Barbara!</strong></p>
<hr />
<p>Und nun zurück zum ursprünglichen Thema: mein Arbeitszimmer. Ich bin wahrhaft keine ordentliche Person, nein, das kann man wirklich nicht sagen. Ordnung halte ich nur in kleinen Dingen, mein Kopf ist sehr gut sortiert, obwohl ich manchmal denke, dass ich ihn öfter mal ausmisten sollte. In meinem Arbeitszimmer sammeln sich Zettel, Papiere (Zettel), Ausdrucke (Zettel) sowie die Kartons mit den Dingen, die irgendwann weggeschickt werden müssen. Ganz ehrlich also: Supermegaordentlich ist es hier nicht. Aber. Ich habe heute Morgen genau fünf Minuten lang das überflüssige Chaos beseitigt und das Zimmer sah wieder annehmbar aus. Das wäre früher in dem Zeitrahmen nicht möglich gewesen.</p>
<p>Ich habe inzwischen ein Stehpult von Freunden bekommen. Dort korrigiere ich Rätsel und balanciere dabei auf einem Ballkissen. Momentan stehen drei Computer unter meinem Schreibtisch &#8211; mein alter hat den Geist aufgegeben, wartet aber noch darauf, dass ich die restlichen Dateien aus ihm herausschneide. Und dann steht da der Ex-Computer meines Mannes, der ersatzweise einsprang [der Computer]. Das müsste nicht sein, Kategorie &#8222;Kann wech&#8220;, muss man sich aber drum kümmern. [Wo entsorgt Ihr Eure alten Hartwaren?]</p>
<p>Die Kanban-Wand ist nicht wieder auferstanden. Da ich momentan keine langwierigen Projekte habe, brauche ich sie aber auch gerade nicht.</p>
<p>Ach, Ihr wollt Fotos? Bitte!</p>
<div id="attachment_1372" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/07/Arbeitszimmer1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1372" class="size-medium wp-image-1372" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/07/Arbeitszimmer1-300x168.jpg" alt="Arbeitszimmer mit geräumigem Stehpult" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1372" class="wp-caption-text">Arbeitszimmer mit geräumigem Stehpult</p></div>
<div id="attachment_1371" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/07/Arbeitszimmer3.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1371" class="size-medium wp-image-1371" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/07/Arbeitszimmer3-300x168.jpg" alt="Hier und da stehen Dinge rum" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1371" class="wp-caption-text">Hier und da stehen Dinge rum</p></div>
<div id="attachment_1373" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/07/Arbeitszimmer2.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1373" class="size-medium wp-image-1373" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/07/Arbeitszimmer2-300x168.jpg" alt="Mein Arbeitsplatz" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1373" class="wp-caption-text">Mein Arbeitsplatz</p></div>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/439c704fb2624cf58dcbb65000ba7236" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Rückblick 2014</title>
		<link>https://www.textfuss.de/rueckblick-2014/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Dec 2014 16:09:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Zeit läuft weiter, auch wenn ein Jahr zu Ende geht. Dennoch ist das für mich der richtige Moment, innezuhalten und darüber nachzudenken, was in den letzten zwölf Monaten alles geschehen ist. Im Januar fand sich mein Erfolgsteam zusammen, bestehend aus drei famosen Damen, mit denen sich der Berufsalltag so viel leichter bewerkstelligen lässt. Im [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeit läuft weiter, auch wenn ein Jahr zu Ende geht. Dennoch ist das für mich der richtige Moment, innezuhalten und darüber nachzudenken, was in den letzten zwölf Monaten alles geschehen ist.<span id="more-1210"></span></p>
<p>Im <strong>Januar</strong> fand sich mein Erfolgsteam zusammen, bestehend aus drei famosen Damen, mit denen sich der Berufsalltag so viel leichter bewerkstelligen lässt.</p>
<p>Im <strong>Februar</strong> passierte nichts &#8211; außer, dass wir öffentlich äußerten, Gasteltern für die Herzbrücke werden zu wollen. Im <strong>März</strong> wanderte ich eintägig durchs Siegerland (wer mich kennt, wundert sich an dieser Stelle bitte ordnungsgemäß), zwei Tage später bekamen wir Besuch: Aufklärung über die Aufgaben als Gasteltern eines Herzbrückenkindes. Im <strong>April</strong> <a href="http://www.fiftyfive.eu/de/blog/allgemein/warum-eigentlich-gesa-fuessle-beginnt-zu-reiten" target="_blank" rel="noopener noreferrer">habe ich mit dem Reiten angefangen</a> (weiterwundern!), die Kinder auch.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>&#8222;Wie wars beim Reiten?&#8220; &#8222;Toll, wir sind Loopings geritten!&#8220; &#8222;Ja! Ich auch!&#8220; &#8222;Und wie geht das?&#8220; &#8222;Da muss man so &#8230; und so &#8230;&#8220; Ah. Slalom.</p>
<p>— Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/507116785339215872">3. September 2014</a></p></blockquote>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Wenn man dem Illustratorenbruder sagt, dass man sich Reitzeug zum Geburtstag wünscht. &lt;3 <a href="http://t.co/9ek1fy2skG">pic.twitter.com/9ek1fy2skG</a></p>
<p>— Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/481455923375124480">24. Juni 2014</a></p></blockquote>
<p><script charset="utf-8" type="text/javascript" src="//platform.twitter.com/widgets.js" async=""></script>Im <strong>Mai</strong> kam <a href="http://www.gesakram.de/category/mustafa/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mustafa</a>. Ende Mai verbrachte ich ein paar Tage in Paris, dann kam die Zeit der Familienausflüge im <strong>Juni</strong> und <strong>Juli</strong>, ein <a href="http://wasmachendieda.de/2014-07-16/gesa-louise-fuessle-herzbrueckenmutter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview</a> und <a href="http://www.amazon.de/Sprachkalender-Schwedisch-2015-Gesa-F%C3%BC%C3%9Fle/dp/3875486862/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1419262552&amp;sr=8-1&amp;keywords=schwedisch+sprachkalender" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mein Schwedischkalender</a>. Und dann der Abschied von Mustafa. Anschließend Wacken. Einschulung der Tochter im <strong>August</strong> und damit der erste Schul-Elternabend, beim Lektorentag im <strong>September </strong>hatte ich deutlich mehr Spaß. Am Wochenende war ich das erste Mal beim Schwertschaukampf. Aktiv. (Nach fast sechs Monaten Reitunterricht wundert sich jetzt niemand mehr, oder?) <strong>Oktober</strong> und <strong>November</strong> haben wohl auch stattgefunden, ja, doch, Equilibriumkonzert und <a href="https://ebookcamp.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eBookCamp</a>, da war was. Ansonsten war ich viel beim Arzt.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>&#8222;Can&#8217;t find anything,&#8220; said the neurologist. &#8222;Which doctor could?&#8220; &#8222;A neurologist.&#8220; &#8222;You ARE a neurologist.&#8220; &#8222;But I can&#8217;t find anything.&#8220; — Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/535099369671106560">19. November 2014</a></p></blockquote>
<p><script charset="utf-8" type="text/javascript" src="//platform.twitter.com/widgets.js" async=""></script>Der <strong>Dezember</strong> war bisher angenehm unspektakulär, außer, dass <a href="https://minimore.de/shop/christiane-frohmann-hg-tausend-tode-schreiben-version-14/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;1000 Tode&#8220;</a> erschienen ist. (Kaufen! Guter Zweck!)</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Ich stelle mir vor, wie alle AutorInnen gerade lesen und weinen wie ich. <a href="https://twitter.com/FrauFrohmann">@FrauFrohmann</a> — Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/539365475625734144">1. Dezember 2014</a></p></blockquote>
<p>Zu den Lenibriefen bin ich zu wenig gekommen, habe aber inzwischen Kontakt zu diversen Verwandten, die ich noch nicht kannte. Die besten Rezensionsexemplare auf meinem Tisch waren &#8222;In der Nacht&#8220; (Dennis Lehane), &#8222;Welt in Flammen&#8220; (Benjamin Monferat) und &#8222;Länger als sonst ist nicht für immer&#8220; (Pia Ziefle). Insgesamt habe ich etwa 25 Bücher rezensiert (die meisten fürs <a href="http://buch-magazin.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Buch-Magazin</a>).<br />
Ansonsten sah mein Arbeitsalltag überwiegend so aus:</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Stift suchen. Stift finden. Musik anmachen. Stift suchen. Stift finden. Irgendwann werde ich aufräumen müssen. — Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/536811698288877568">24. November 2014</a></p></blockquote>
<p>Und die Kinder?</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Sohn (4): &#8222;Wenn mir eine Spinne ins Ohr kriechen würde, das wär SCHLIMM.&#8220; Ich: &#8222;Warum sollte sie das tun?&#8220; Sohn: &#8222;Um zu hören.&#8220; — Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/489679940225617920">17. Juli 2014</a><span style="color: #2b2b2b; font-size: 16px; line-height: 1.5;"> </span></p></blockquote>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Tochter (5) schreibt ihr Lieblingsbuch von <a href="https://twitter.com/joschasauer">@joschasauer</a> ab. <a href="http://t.co/vl0acLhY0T">pic.twitter.com/vl0acLhY0T</a></p>
<p>— Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/430295570452738048">3. Februar 2014</a></p></blockquote>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>&#8222;Was machst du da?&#8220; &#8222;Arbeiten.&#8220; &#8222;Hier sieht es aber ganz schön unordentlich aus.&#8220; &#8222;Hier arbeite ich ja auch.&#8220; <a href="https://twitter.com/hashtag/spielbesuch?src=hash">#spielbesuch</a></p>
<p>— Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/519482731844366336">7. Oktober 2014</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>&#8222;Mama, kannst du mir einen grünen Landwal malen?&#8220; &#8222;Einen GRÜNEN LANDwal? Bist du sicher?&#8220; &#8222;Ja, das kommt auf der CD vor.&#8220; <a href="https://twitter.com/hashtag/gr%C3%B6nlandwal?src=hash">#grönlandwal</a></p>
<p>— Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/529655595906121730">4. November 2014</a></p></blockquote>
<p>Insgesamt:</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Freundschaftsbilanz 2014: Tolle Leute kennengelernt, alte Freunde nach Jahrzehnten wiedergesehen. Schönes Jahr. — Gesa (@textfuss) <a href="https://twitter.com/textfuss/status/544446636899192832">15. Dezember 2014</a></p></blockquote>
<p>Das Bild oben stammt von <a href="http://www.schwarzmalerei.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jan Philipp Schwarz</a>.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/6652b730d28f4d0c89dff9e2bc1bbbf2" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/rueckblick-2014/">Rückblick 2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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		<title>Rechercheseminar und Schiffsbesuch</title>
		<link>https://www.textfuss.de/rechercheseminar-und-schiffsbesuch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2014 14:45:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Freitag war ich im KZ Neuengamme, das nur einen recht schwungvollen Steinwurf von meinem Wohnort entfernt liegt, und habe dort ein Rechercheseminar besucht. Thema: Ein Täter, Mitläufer, Zuschauer, Opfer in der Familie? Den ganzen Freitag über herrschte dichter Nebel, der sehr schön die undurchdringliche Suppe illustrierte, in der man herumrührt, wenn man Details über die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/rechercheseminar-und-schiffsbesuch/">Rechercheseminar und Schiffsbesuch</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag war ich im KZ Neuengamme, das nur einen recht schwungvollen Steinwurf von meinem Wohnort entfernt liegt, und habe dort ein <a href="http://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/index.php?id=424" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rechercheseminar</a> besucht. Thema: Ein Täter, Mitläufer, Zuschauer, Opfer in der Familie?<span id="more-1186"></span></p>
<p>Den ganzen Freitag über herrschte dichter Nebel, der sehr schön die undurchdringliche Suppe illustrierte, in der man herumrührt, wenn man Details über die NS-Zeit herausfinden möchte. Etwa 25 Personen waren gekommen, diese Seminare finden zweimal im Jahr statt und es melden sich wohl immer 35-40 Interessierte an. Der Bedarf ist also vorhanden. Die Anwesenden waren Mitte 30 bis 80, die meisten so um die 60. Viele, die gerade in Rente gekommen sind und nun endlich Zeit haben, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen.</p>
<div id="attachment_1188" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4002.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1188" class="size-medium wp-image-1188" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4002-300x225.jpg" alt="Schummrig-schaurig: KZ Neuengamme" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4002-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4002-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4002-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4002-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4002-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4002-450x338.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4002.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1188" class="wp-caption-text">Schummrig-schaurig: KZ Neuengamme</p></div>
<p>Wir lernten die verschiedenen Möglichkeiten kennen, an Informationen über unsere Vorfahren zu gelangen, zum Beispiel welche Archive uns zur Verfügung stehen.* Ich habe heute sofort eine Anfrage an das Bundesarchiv gestellt.</p>
<p>Beim Mittagessen kam ich mit einigen ins Gespräch. Wir stellten uns die Frage, ob wir heutzutage denn alles richtig machen und ob unsere EnkelInnen uns später etwas werden vorwerfen können. Den Umgang mit der Umwelt zum Beispiel, im vollen Wissen, dass wir unsere Nachkommen ins Verderben reiten. Ich fand das einen sehr spannenden Aspekt. Aus heutiger Sicht sagt man sich natürlich, dass fehlende Mülltrennung nicht mit einem Völkermord zu vergleichen ist &#8211; aber können wir denn sicher sein?</p>
<p>&#8222;Meine Oma sagt, sie hat früher beim Händewaschen das Wasser laufen lassen.&#8220; &#8211; &#8222;Das ist noch gar nichts! Mein Opa sagt, eine Mahlzeit ohne Fleisch kommt für ihn nicht infrage.&#8220;</p>
<p>Und wenn man uns dann fragt, sagen wir: &#8222;Doch, wir haben es gewusst. Aber so war es eben damals. Das haben alle so gemacht.&#8220;</p>
<p>Ich hoffe, das klingt auch in ein paar Jahrzehnten noch so übertrieben.</p>
<p>Zurück zum Seminar: Es hat mir viel gebracht und ich bin unendlich dankbar, dass ich nicht aus einer &#8222;Täterfamilie&#8220; komme.</p>
<p>Am Samstag war ich mit meinem Sohn, meinem Vater und dem Rest von Hamburg auf der &#8222;Sonne&#8220;, <a href="http://www.hamburg.de/schiffe/4407084/fs-sonne/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dem superneuen Forschungsschiff</a>, das in Hamburg vor Anker lag. Übrigens mit mehreren Brigaden an Sulo-Tonnen für die perfekte Mülltrennung auf hoher See. Daneben lag die HMS Tyne, ein englisches Kriegsschiff. In der Schlange sagte jemand hinter mir: &#8222;Guck mal, was für ein schönes Kriegsschiff.&#8220; Ja, wunderschön, so ein graues Ungetüm. Aber da bin ich wohl zu subjektiv unterwegs. Jedenfalls freute ich mich, dass mein Sohn die HMS Tyne nicht betreten wollte, als er erfuhr, dass es sich um ein Kriegsschiff handelt. Neuer Berufswunsch: Reeder.</p>
<div id="attachment_1189" style="width: 235px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4017.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1189" class="size-medium wp-image-1189" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4017-225x300.jpg" alt="HMS Tyne von der &quot;Sonne&quot; aus gesehen" width="225" height="300" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4017-225x300.jpg 225w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4017-768x1024.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4017-773x1030.jpg 773w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4017-1125x1500.jpg 1125w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4017-529x705.jpg 529w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4017-450x600.jpg 450w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/11/PICT4017.jpg 1536w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><p id="caption-attachment-1189" class="wp-caption-text">HMS Tyne von der &#8222;Sonne&#8220; aus gesehen</p></div>
<p>Auf dem Weg zum Essen-Fassen kommen wir an einem Akkordeonspieler vorbei. Anton möchte ihm Geld geben. Man soll es in den offenen Akkordeontransportkoffer werfen. Er findet das doof, er möchte es dem Mann lieber in die Hand geben, aber der spielt weiter und deutet mit der Nase zum Koffer. Mein Sohn gibt schließlich nach und legt das Geld in den Koffer, wartet noch ab, dass der Mann sich ordnungsgemäß bedankt und geht weiter. Dann dreht er sich um und ruft: &#8222;BITTE!&#8220;</p>
<p>Später kommen wir an einer ordentlich gemachten Matratze vorbei, davor ist eine Art Winztisch aufgebaut, darauf ein Schälchen mit Kleingeld, eine Banane und ein Apfel. Der Besitzer ist offenbar unterwegs und wir spenden ihm unser letztes Mini-Lion. Weil ihn das bestimmt freut. Ich hoffe sehr, dass sich niemand an seinen Sachen bedient.</p>
<p>Auf der Suche nach der HMS Tyne habe ich noch <a href="http://www.hamburg.de/schiffsradar/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diese großartige Seite</a> entdeckt, falls man mal wissen will, was im Hamburger Hafen so alles rumliegt.</p>
<p>Nun muss ich mich aber erst mal drum kümmern, was bei mir so alles rumliegt. Habe heute schon mehrfach meinen Stift suchen müssen. Die Briefe möchte ich am liebsten alle um mich herum ausbreiten, aber dazu fehlt mir der Platz. Man lässt mich leider nicht wochenlang das Wohnzimmer beschlagnahmen. Wie behaltet Ihr den Überblick über Euer Material?</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/626dcdc47999454d888c9fb82dc1287d" alt="" width="1" height="1" />* Dabei fiel mir wieder auf, dass der Hamburger an sich nicht in der Lage ist, ein kurzes i auszusprechen, nech?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/rechercheseminar-und-schiffsbesuch/">Rechercheseminar und Schiffsbesuch</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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