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	<title>tupperdose Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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		<title>Geile Scheiben</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2017 15:18:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Essen, das sich an den Gaumen schmiegt Eine Trennung ist nicht nur ein Abschied, sie ist auch eine Rückbesinnung auf die eigenen Küchenwaren. Die Aufteilung unserer gemeinsamen Dinge lief komplikationslos und ohne Diskussionen ab. Dann kam der Tag, als ich eine Handvoll Küchengerätschaften zusammenwarf, um sie zu behalten. Ich besitze &#8211; von Geschirr und Besteck [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Essen, das sich an den Gaumen schmiegt</h1>
<p>Eine Trennung ist nicht nur ein Abschied, sie ist auch eine Rückbesinnung auf die eigenen Küchenwaren. Die Aufteilung unserer gemeinsamen Dinge lief komplikationslos und ohne Diskussionen ab. Dann kam der Tag, als ich eine Handvoll Küchengerätschaften zusammenwarf, um sie zu behalten.</p>
<p><span id="more-1737"></span></p>
<p>Ich besitze &#8211; von Geschirr und Besteck mal abgesehen &#8211; wenig Küchenutensilien. Die paar, die ich habe, sind mir jedoch sehr lieb, denn sie begleiten mich schon lange und ich habe sie mir nicht ohne Grund angeschafft. Die Küche zählt nicht zu meinen präferierten Aufenthaltsorten, es sei denn, andere sind dort glücklich am Werkeln, dann stelle ich mich durchaus mal dazu. Aber auch ich habe meine Küchenmomente &#8211; vor allem, wenn außer mir niemand da ist, der dort Essen zubereitet &#8211; und dafür brauche ich neben einem Dosenöffner gewisse Gerätschaften.</p>
<p>Da wären die drei Messer, die ich mir vor über 20 Jahren für 9 Francs in Straßburg gekauft habe.</p>
<div id="attachment_1750" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/geile-scheiben-2.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1750" class="size-medium wp-image-1750" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/geile-scheiben-2-300x168.jpg" alt="drei Messer" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1750" class="wp-caption-text">Schneiden Fleisch in geile Scheiben. Oder Orangen, wenn man mal Glühwein macht. Oder Marzipan.</p></div>
<p>Da wäre meine Tupperdose aus Caen, über 10 Jahre alt und nicht mehr sehr hübsch.</p>
<div id="attachment_1751" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/geile-scheiben-3.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1751" class="size-medium wp-image-1751" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/geile-scheiben-3-300x168.jpg" alt="kleine Tupperdose" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1751" class="wp-caption-text">Gabs bei Monoprix im Angebot, ich habe darin hauptsächlich getrocknete Aprikosen zur Uni transportiert.</p></div>
<p>Da wären die Gewürzbehälter aus Schweden und Frankreich, diverse Jahrgänge.</p>
<div id="attachment_1752" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/geile-scheiben-4.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1752" class="size-medium wp-image-1752" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/geile-scheiben-4-300x168.jpg" alt="Gewürze" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1752" class="wp-caption-text">Zucker, Salz, Pfeffer, dazu Paprika. Ich hatte auch mal Oregano und irgendwelche anderen Kräuterbehältnisse, das waren aber deutsche Fabrikate und die sind tatsächlich inzwischen kaputt. Aus Frankreich kommen Nelken und Zimtstangen, also die Gläser. Der Inhalt wurde mehrfach ausgetauscht.</p></div>
<p>Unbestreitbar lauter nützliche Dinge.</p>
<p>Und dann wäre da noch der Eierschneider.</p>
<div id="attachment_1749" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/geile-scheiben-1.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1749" class="size-medium wp-image-1749" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2017/01/geile-scheiben-1-300x168.jpg" alt="Eierschneider" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1749" class="wp-caption-text">Quer. Das Ei muss auf jeden Fall quer in den Eierschneider.</p></div>
<p>Was ich denn damit wolle, wurde ich gefragt, als ich ihn auf das magere Häufchen der zu behaltenden Küchengerätschaften legte. Naja, Eier schneiden, oder? Klar. Aber &#8230; tja, es ist so: Ich mag hartgekochte Eier nur dann so richtig gern, wenn sie in Scheiben geschnitten sind.</p>
<p>Das Beste sind natürlich die Endscheiben ohne Eigelb. Man kann sie ob ihrer natürlichen Rundung perfekt an den Gaumen drücken. Essen, das sich an den Gaumen schmiegt, ist immer super. Kartoffelbrei zum Beispiel. Den isst man zwar nicht in Scheiben, dafür kann man ihn als Zusatzfeature durch die Zähne drücken. Aber gebt mir mal ein Marzipanbrot. Das muss gescheibselt werden. Nur so entfaltet es sein wahres Potenzial. Leider geht das nicht mit einem Eierschneider, der kann nur Eier, daher wohl auch der Name. Ich würde mutmaßen, dass eine Marzipankartoffel ihn auch schon überanstrengen würde, probiert es gern aus und teilt es mir dann mit, ich habe gerade keine Lust auf die Sauerei. Marzipanbrotscheiben jedenfalls,  mit Schokoladenrand, eignen sich hervorragend, um sie an den Gaumen zu drücken.</p>
<p>Neulich aß ich völlig überteuerte gebrannte Mandeln; seitdem fehlt mir ein Stück Schneidezahn. Kann einem mit drückoptimierten Scheiben nicht passieren, so was.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/18816c25f7f64d16b32b3c37f779400b" alt="" width="1" height="1" /></p>
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