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	<title>transport Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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	<title>transport Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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		<title>04.11.1945: Hans geht es 2- (Leni)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/041145/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2013 14:50:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leni ist in Berlin bei Hans und hat nun auch Friedrich wieder. Sie warten noch immer auf einen Transport zurück nach Hamburg. den 4.11.45 Liebe Mutter! Leni [bis hier Friedrichs Schrift, dann Lenis] Wir sitzen hier noch immer und warten auf den regulären Transport, der angeblich am 1?.[an der Stelle gelocht]11. direkt nach Hamburg gehen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Leni ist in Berlin bei Hans und hat nun auch Friedrich wieder. Sie warten noch immer auf einen Transport zurück nach Hamburg.</p>
<hr />
<p style="text-align: right;">den 4.11.45</p>
<p>Liebe Mutter! <span style="text-decoration: line-through;">Leni</span> [bis hier Friedrichs Schrift, dann Lenis] Wir sitzen hier noch immer und warten auf den regulären Transport, <span id="more-535"></span>der angeblich am 1?.[an der Stelle gelocht]11. direkt nach Hamburg gehen soll. Das Warten ist gräßlich, zumal Friedrich und ich keine Lebensmittelkarten haben, wir bekommen sogenannte Flüchtlingskost für die wir täglich lange anstehen müssen, weil es so prima organisiert ist.</p>
<p>Hans geht es 2-, er hatte Brechdurchfall und bekam Tagelang nur Tee, jetzt ißt er um so mehr aber Gemüse ist fast garnicht zu beschaffen. Sein eines Ohr eitert wieder, aber er hat keine Schmerzen dabei. Im Ganzen ist er sehr süß, ich habe nur große Not mit seiner Bekleidung, da ich einmal fast nichts hier habe und das Wenige trocknet sehr langsam, denn an Heizen ist garnicht zu denken. Die Fenster sind nur verpappt und somit weht stets ein kalter Wind. Wir kommen alle von einer Erkältung in die andere. Friedrich wollte morgen nochmal in die Nähe vom Gut nach Mecklenburg fahren, um das Nötigste an Essen zu organisieren, doch sind die Zugverbindungen derartig miserabel, daß er bis Freitag nicht zurück sein kann. Wir schaffen es auch noch so bis dahin, wenn nur der Transport nicht wieder verschoben wird. Der Weg meiner Herfahrt ist unmöglich mit Hans zu machen, ohne ihn wären wir längst dort.</p>
<p>Das Gut war ein trauriges Bild. Tante Olga lebt und ist munter. Meine Gedanken sind viel bei Euch. Ob Paulina noch da ist und wie es vor allem den Kindern geht. Haben wir unser Holz bekommen? Konntest Du à persona 2 Zentner Kartoffeln bekommen?</p>
<p>Jetzt müssen wir für Hans und Friedrich auch noch je zwei haben. Ist es bei uns im Keller sehr feucht? Evtl. sind wir nächsten Sonntag dort. Friedrich muß nach seiner Gefangenschaft furchtbar ausgesehen haben, jetzt geht es schon wieder, er wurde entlassen, da er dicke Beine hatte, sein Herz war nicht in Ordnung.</p>
<p>Wenn ich nochmal zum Gut könnte, ist es möglich von Deinen Sachen was zu retten, denn <span style="text-decoration: line-through;">alles</span> vieles findet man bei unseren Leuten wieder. Als ich am 15.10. dort eintraf, wurden gerade alle Gutsbesitzer ausgewiesen und es war wie ein Wunder, daß man mich nicht auch irgendwo nach 30 km auf der Straße absetzte. Vorsichtshalber zog ich in den nächstgrößeren Ort. Wir sind sehr froh, daß wir bei Irmgard H. hier wohnen können, die Arme hat auch viel durchgemacht. Frau H. [wohl die Mutter] ist in Mönchen Gladbach, als ich kam war sie noch hier. Alle Nachbarn müssen fort.</p>
<p>Ob bei Euch schon Schule ist? Wie geht es bei O’s und hast Du von Kurt gehört? Hoffentlich sehen wir uns nächsten Sonntag, sonst frieren wir hier wohlmöglich noch ein.</p>
<p>Herzliche Grüße von uns dreien</p>
<p>Deine Leni.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/5f086455847f4ee580ec008567f234d7" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>10.10.1945: Inge sorgt für mich genau so rührend wie für den Jungen (Leni)</title>
		<link>https://www.textfuss.de/101045/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Nov 2013 12:48:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leni hat es geschafft, sich nach Berlin durchzuschlagen. Sie hat den kleinen Hans wiedergefunden. Nun muss sie jedoch noch einmal nach Mecklenburg, um dort Friedrich zu treffen und zu versuchen, noch ein paar Dinge vom Gut zu retten. Der Rückweg muss über Berlin gehen, da sie mit Hans einen regulären Transport nehmen will. Sie lässt [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Leni hat es geschafft, sich nach Berlin durchzuschlagen. Sie hat den kleinen Hans wiedergefunden. Nun muss sie jedoch noch einmal nach Mecklenburg, um dort Friedrich zu treffen und zu versuchen, noch ein paar Dinge vom Gut zu retten. Der Rückweg muss über Berlin gehen, da sie mit Hans einen regulären Transport nehmen will. Sie lässt ihren Sohn also noch einmal <span id="more-530"></span>für ein paar Tage zurück &#8211; wie schwer muss ihr das gefallen sein, aber wie froh wird sie auch gewesen sein, Friedrich wiederzusehen!</p>
<p>[Auf Papier „République Française, Paris, le &#8230;.. 193&#8230;.“]</p>
<hr />
<p style="text-align: right;"> Berlin 10. Okt. 45</p>
<p>Liebe Mutter! [Friedrichs Mutter]</p>
<p>Frau H. fährt heute mit einem Transport nach Köln und wird dieses hoffentlich befördern können. Ich hoffe nächste Woche mit Frau S. auf reguläre Weise fortzukommen oder mit einem Transport, der aber meistens von Woche zu Woche verschoben wird. Ich kann natürlich auch auf dieselbe Weise fahren wie mein Herweg war, doch ist dieses für Hans zu strapazierend, wir wären Tage unterwegs und die Züge sind so unbeschreiblich voll, wie man es sich bei Euch nicht vorstellen kann. – Inge P. hat unbeschreiblich rührend für Hans gesorgt. Er war so herunter, daß er von allen aufgegeben wurde und ich möchte nun nicht, da sie ihn jetzt wieder so weit hat, [ihn] einer stark strapaziösen Fahrt aussetzen. Andererseits möchte und muß ich schnell zurück, da ich keine Lebensmittelkarten habe und bekomme und meine mitgenommenen Vorräte zu Ende gehen. Inge sorgt für mich genau so rührend wie für den Jungen. – Ich will heute nach Mecklenburg fahren, jedoch weiß man nie wieviele Tage solche Fahrt dauert. Im nächsten Ort beim Gut hoffe ich Friedrich zu sehen, vielleicht ist es ja möglich daß er mit mir kommt. Frau H. hat mir ausführlich vom Gut erzählt, schriftlich kann ich das nicht wiedergeben. Martha S. will auch per Auto fahren, wenn ich an der Grenze abgesetzt werde, so wird sie jedenfalls das Kind mitnehmen. Schon wegen der Kälte müssen wir uns eilen, auch daß Hans aus Berlin kommt, denn Fensterscheiben gibt es in Inges Wohnung nicht.</p>
<p>Ich hoffe Du hast meine verschiedenen Postkarten erhalten , sodaß du über meine Reise orientiert warst. Wie sind die Kinder, kommt Ihr zurecht? Ist Paulina noch da, mir wäre lieb wenn sie bliebe bis wir zurück sind.</p>
<p>Ich hoffe am 15 oder 16. dort zu sein, jedenfalls braucht Ihr Euch nicht sorgen wenn es später ist, dann ist es nur um einen bequemen Weg zu haben. Konntest Du mir Winterkartoffeln besorgen? Und ist die Sendung aus Lübeck da?</p>
<p>Herzliche Grüße an alle</p>
<p>Deine Leni</p>
<hr />
<p>In Inges Wohnung muss es verdammt kalt gewesen sein ohne Fensterscheiben. Nach den Erzählungen war die Wohnung verwüstet und Hans spielte in den Trümmern. Leider gibt es keinerlei Angaben, wie er auf das Wiedersehen mit seiner Mutter reagiert hat.</p>
<p>Edit: Doch gibt es &#8211; Hans saß auf dem Topf und hat seine Mutter zu deren großen Entsetzen nicht erkannt.</p>
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