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	<title>schwedisch Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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	<title>schwedisch Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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		<title>Croissant, Carrefour, Carte Bleue: Blogparade Frankreich von Katja Flinzner</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jan 2014 12:05:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Katja hat den Frankreichmonat ausgerufen, da juckt es mich natürlich sofort in den Fingern. Ich habe zweimal in Frankreich gewohnt: Mit 19 habe ich ein halbes Jahr lang einen Französischkurs in Straßburg besucht, am Ende meines Studiums (lassen wir das mit dem Alter, auch in einer jüngeren Version wäre ich viel älter gewesen als meine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Blogparade Frankreich" href="http://www.mehrsprachig-handeln.de/blog/2014/01/06/croissant-carrefour-carte-bleue-blogparade-frankreich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">K</a><a title="Blogparade Frankreich" href="http://www.mehrsprachig-handeln.de/blog/2014/01/06/croissant-carrefour-carte-bleue-blogparade-frankreich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">atja </a>hat den Frankreichmonat ausgerufen, da juckt es mich natürlich sofort in den Fingern.</p>
<p>Ich habe zweimal in Frankreich gewohnt: Mit 19 habe ich ein halbes Jahr lang einen Französischkurs in Straßburg besucht, am Ende meines Studiums <span id="more-593"></span>(lassen wir das mit dem Alter, auch in einer jüngeren Version wäre ich viel älter gewesen als meine Mitstudierenden) verbrachte ich zwei Jahre in Caen, wo ich auch meinen Abschluss in Deutsch (mittelgut) und Skandinavistik (gar nicht schlecht) machte.</p>
<p>In <strong>Straßburg</strong> erlebte ich zahlreiche lustige Dinge, die aber weniger mit dem Land zu tun hatten, daher kann ich darüber wenig berichten. Interessant war, dass man mit der normalen Busfahrkarte im 7er-Bus nach Kehl rüberfahren konnte. Das war auch gut so, denn die BahnCard war in französischen Reisebüros (damals war es ja noch nicht so mit Internet) zwar bekannt, konnte aber auch nach mehreren STUNDEN des Probierens nicht erfolgreich auf eine Fahrkartenbuchung angewendet werden.</p>
<p>Aus <strong>Caen</strong> hingegen kann ich mehr erzählen. Los ging es an meinem Heimatbahnhof bei Hamburg, wo ich eine Fahrkarte erstehen wollte (mit Internet war es auch damals noch nicht so). Ich erklärte dem netten Menschen hinterm Tresen mein Anliegen, er sah etwas ratlos aus, tippte, und fragte dann schließlich, wie man den Ort schreibe. Ich sprach: „C-A-E-N“ und er stieß erleichtert hervor: „Ach, Cannes!“ Ich habe die Fahrkarte mehrfach geprüft, hatte aber bis zum Schluss leichte Sorge, wo ich ankommen würde.</p>
<p>Seinerzeit trug ich meine Haare kurz. Wenn ich in Caen zum Frisör ging, musste ich um jeden Millimeter feilschen, der mir abgeschnitten werden sollte. Es ging den (übrigens fast grundsätzlich elegant schwarzgekleideten) Frisörinnen einfach nicht in den Kopf, dass eine Frau sich freiwillig der Wirkung langer Haare berauben wollte.</p>
<p>Auf die häufig gestellte Frage nach meinem Familienstand antwortete ich stets wahrheitsgemäß, dass ich einen Freund in Deutschland habe. Die Reaktion: „Ach, dann bist du also Single.“</p>
<p>Wirklich interessant war es aber an der Uni. Hier könnte ich sehr ausschweifend werden, aber ich mag Frankreich wirklich. Breiten wir also über die Tücken der Bürokratie (die die deutsche leicht in den Schatten stellen kann) den Mantel des Schweigens.</p>
<p>Ich hatte mich für meine alten Fächer Deutsch, Englisch und Schwedisch eingeschrieben und suchte mir aus den ausgehängten Kursen diejenigen aus, die für mich interessant klangen. Zwei Tage später wurde ich angesprochen, warum ich bei Kurs X nicht anwesend gewesen sei – und erst da dämmerte es mir, dass die angeschlagenen Kurse sämtlichst von mir besucht werden sollten. So war schnell klar, dass die drei Fächer nicht parallel würden laufen können. Der Abschied von Englisch fiel mir nicht schwer, ich hatte schon um den Verlust meiner Englischkenntnisse gebangt, würde ich mich weiter dem schrecklichen Akzent der AnglistInnen aussetzen.</p>
<p>Nun saß ich also in deutschen und skandinavischen Veranstaltungen, jeweils größtenteils von Deutschen bzw. Skandinaviern unterrichtet. Die Deutschen hatten sich sehr gut an das französische System angepasst: Bei Verben wurde zuallererst die Gruppe genannt, zu der sie gehörten. Da ich die Nummern eher nicht verinnerlicht hatte, waren meine deutschen Grammatiknoten entsprechend. Themen wie Landeskunde oder Literatur wurden meist als Vorlesungen abgehandelt. Das ist durchaus wörtlich zu verstehen: Vorn saß der oder die Lehrende und las vor. Wir schrieben auf. Also Diktat. Eine einzige Professorin zog den deutschen Stil vor, was die französischen Studentinnen vollkommen überforderte. Einer der wenigen Fälle, dass sie bei mir abschrieben.</p>
<p>In der Skandinavistik sah es etwas anders aus. Der Lehrkörper bestand aus zwei Franzosen und Dozentinnen aus allen skandinavischen Ländern. Der eine Franzose zeichnete sich durch eine gewisse Verplantheit aus, die sich auch in seinen wirren Locken widerspiegelte, der andere war der Chef, sehr schlau und sehr gefestigt in seinen Ansichten.</p>
<p>In meinem ersten Jahr in Caen hatten wir (drei) bei ihm altisländische Übersetzung. Ich hatte einige Jahre mit Altisländisch hinter mir, konnte die Texte problemlos verstehen – allein, es haperte an meinem Schriftfranzösisch. Der Unterricht sah ungefähr so aus – es ging um die Übersetzung von Ragnars saga lóðbrókar. Þóra bekommt einen Lindwurm geschenkt, den sie auf einem Schatz in ihrer Laube platziert. Natürlich fängt er dort sogleich an zu wachsen – und mit ihm das Gold unter ihm. Bald hat er keinen Platz mehr.</p>
<p>Wir sind an dieser Stelle:</p>
<p><i>Nú liggr hann utan um skemmuna, svá at saman tók höfuð ok sporðr, ok illr gerist hann viðreignar, ok þorir engi maðr at koma til skemmunnar fyrir þessum ormi nema sá einn, er honum færir fæðslu, ok oxa þarf hann í mál.</i></p>
<p>Prof: „Virginie, vous pouvez traduire ?“</p>
<p>Virginie: „&#8230;“</p>
<p>Prof: „Tatiana ?“</p>
<p>Taz: „Euh, ‚Maintenant &#8230;‘“</p>
<p>Prof: „Louise ?“</p>
<p>Ich: „Maintenant il est couché autour du pavillon, alors que la tête et la queue se touchent.“</p>
<p>Prof: „Oui, c’est pas faux.“</p>
<p>Es folgen einige Ausführungen über die französische Sprache und wie schön man mit ihr Dinge ausdrücken kann. Insbesondere, dass der Lindwurm um die Laube liegt, könne man schöner sagen.</p>
<p>Prof: „Je pense à un mot qui commence avec un l.“</p>
<p>Alle: „?“</p>
<p>Virginie: „Enrouler ?“</p>
<p>Prof: „Non. Lover.“</p>
<p>Um mich herum: Augenrollen.</p>
<p>Ich: „C’est quoi ?“</p>
<p>Prof: „C’est ce que fait un serpent.“</p>
<p>Hier ist die Übersetzung in ihrer von mir notierten endgültigen Fassung: <em>Alors il est lové autour du pavillon si bien que la tête et la queue se touchaient et il était horrible d’avoir affaire à lui et personne n’osait approcher le pavillon à cause de ce serpent sauf celui qui lui apportait à manger, et il lui faillait un bœuf par repas.</em></p>
<p>Wie viel banaler klingt da doch die deutsche Übersetzung von Ulrike Strerath-Bolz: <em>Nun liegt er außen um das Haus, so daß Kopf und Schwanzspitze aneinanderstießen, und er ist so bösartig, daß niemand es wagt, sich dem Haus zu nähern wegen dieses Wurmes, außer dem Mann, der ihm Futter bringt, und dafür braucht es jedesmal einen Ochsen.</em></p>
<p>Nun begab es sich, dass wir im zweiten Jahr bei einer Isländerin Altisländisch hatten, die naturgemäß mehr Gewicht auf das Textverständnis als die Poesie der Übersetzung legte. In einer mündlichen Abschlussprüfung sollten wir Verbformen im Text bestimmen. Das konnte ich und erreichte 20/20. Bekanntermaßen eine Note, die in Frankreich eher nicht vergeben wird. Die bereits gut assimilierte schwedische Dozentin* schlug dann auch umgehend Alarm. Die Isländerin argumentierte dagegen, dass es sich um eine Note wie in Mathe handelt – alles richtig lässt keinen Spielraum nach oben – und ich durfte meine Note behalten. Somit quasi meine erste 1 in Mathe, indirekt.</p>
<div id="attachment_594" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/frankreich-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-594" class="size-medium wp-image-594" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/frankreich-1.jpg?w=300" alt="Uniklausurpapier" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/frankreich-1.jpg 2048w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/frankreich-1-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/frankreich-1-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/frankreich-1-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/frankreich-1-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/frankreich-1-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/frankreich-1-450x338.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-594" class="wp-caption-text">Uniklausurpapier</p></div>
<div id="attachment_595" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/frankreich-2.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-595" class="size-medium wp-image-595" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/frankreich-2.jpg?w=300" alt="Uniklausurpapiernamensumknickecke" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/frankreich-2.jpg 2048w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/frankreich-2-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/frankreich-2-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/frankreich-2-1030x773.jpg 1030w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/frankreich-2-1500x1125.jpg 1500w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/frankreich-2-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/frankreich-2-450x338.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-595" class="wp-caption-text">Uniklausurpapiernamensumknickecke</p></div>
<p>Klausuren wurden anonym auf Uni-eigenem Papier geschrieben. Oben rechts schrieb man seinen Namen auf, befeuchtete den Rand des Blattes und klebte die Ecke um, sodass der Name nicht mehr sichtbar war. Eine schöne Sache, als einzige Schwedischstudentin bzw. mit typisch deutschem Schriftbild behaftete eine von drei Studentinnen relativ überflüssig.</p>
<p>Bei meiner Abschlussarbeit stand ich plötzlich vor der Frage, in welcher Sprache sie zu verfassen sei. Die einfache Regel: Französische Studierende schreiben auf Französisch oder „ihrer“ skandinavischen Sprache (was natürlich niemand freiwillig macht), skandinavische Studierende schreiben auf Französisch. Da ich nach Professorenmeinung eher als skandinavische Studentin einzuordnen war, wollte er mir Französisch aufzwängen. Ich hielt das für Quatsch, weil a) alle meine Quellen aufgrund des Themas auf Schwedisch oder Deutsch waren und (vor allem) b) weil ich den von ihm erwarteten gehobenen Stil niemals erreicht hätte. (Ich denke an ein Wort mit i – <i>inacceptable</i>.) Ich versprach, zur Verteidigung der Arbeit einen Kuchen mitzubringen und durfte auf Schwedisch schreiben.</p>
<p>Am Tag der Prüfung kaufte ich eine große Schokoladentorte auf dem Weg zu Uni. Bei meiner Verteidigung sollten der französische Professor, der wirrhaarige französische Dozent und die schwedische Dozentin anwesend sein. Leider kam der Krauskopf nicht und so überließ ich den beiden allein die Torte. Wenige Stunden später erfuhr ich, dass sie sie allein aufgegessen hatten, ohne irgendeinem Mitglied der Fakultät auch nur einen Krümel abzugeben. Das erstaunte mich sowohl menschlich als auch körperlich über alle Maßen.</p>
<p>Abschließend könnte ich mich noch über meine Liebe zu Paris auslassen, meiner absoluten Lieblingsstadt, dem Geruch in der Metro, den Bauten, den Restaurants &#8230; aber das wird dann wieder so sentimental. Im Übrigen kommen die größten mir bekannten Metalfreaks aus Frankreich.</p>
<p>*Im Jahr zuvor war sie noch die Schwedischdozentin gewesen. Dann hatte sie erfolgreich an der Sorbonne promoviert und war fortan die schwedische Dozentin, die auch Landeskundethemen unterrichten durfte. Für den Schwedischunterricht bekamen wir eine neue Schwedin, die bedeutend entspannter war.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/193a0e9ba80146d59bcc399ab8227361" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Blogparade Fremdsprachenlernen: Von Vokabelpauken und Grammatiktests</title>
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		<pubDate>Mon, 27 May 2013 08:32:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ricarda Essrich möchte wissen, wie wir Fremdsprachen lernen. Dazu kann ich einiges beitragen. Meine erste Fremdsprache war Latein. Das ist ja eine ganz tolle Sprache. Damit kann man später super Französisch und so lernen. Aber dazu später. Latein, 5. Klasse, 1. Lektion: Servus clamat – der Sklave ruft. So weit, so gut. Neben diesem Satz [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Ricarda" href="http://www.essrich.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ricarda Essrich</a> möchte wissen, wie wir Fremdsprachen lernen. Dazu kann ich einiges beitragen.</p>
<p>Meine <strong>erste Fremdsprache</strong> war <span id="more-1897"></span>Latein. Das ist ja eine ganz tolle Sprache. Damit kann man später super Französisch und so lernen. Aber dazu später.</p>
<p>Latein, 5. Klasse, 1. Lektion: <i>Servus clamat</i> – der Sklave ruft. So weit, so gut. Neben diesem Satz erinnere ich mich noch an ein paar Vokabeln wie <i>tandem</i> – endlich und <i>debere</i> – schulden, müssen, verdanken.</p>
<p>Wie habe ich Latein gelernt? Gar nicht. Ich habe mich nie mit der Sprache anfreunden können, was mich bis heute etwas wundert. Immerhin habe ich das Latinum erlangt, ohne einen vernünftigen Satz übersetzen zu können. Die Antwort wäre also eher: Systematisch schummelnd habe ich Latein „gelernt“.</p>
<p>Meine <strong>zweite Fremdsprache</strong> war Englisch. Weil Latein so doof war, habe ich schon vor der 7. Klasse angefangen, mit Lernheften („Englisch lernen mit BBC“ – kennt das noch jemand?) und Kassetten Englisch zu lernen. Als der Unterricht an der Schule losging, fand ich es einfach. Von meinem Englischlehrer habe ich mir Agatha-Christie-Krimis ausgeliehen, bis er keinen Nachschub mehr hatte. Dann bin ich nach England gezogen und habe dort Abi gemacht. Vokabeln gelernt habe ich nur für Vokabeltests, aber da hat es gereicht, sie einmal durchzulesen. Ansonsten: Bücher lesen. Und natürlich in England wohnen, das hilft enorm. Die erste Vokabel, die ich dort bewusst kennengelernt habe, war <i>pregnant</i>. Aber nur, weil das bei <i>Neighbours</i> gerade Thema war. (Es ging um Natalie Imbruglia alias Beth, die dann aber „nur“ eine Vergiftung hatte &#8230;)</p>
<p>Später habe ich Anglistik studiert und mich mit Altenglisch und Mittelenglisch befasst. Das war sehr schön und ging prima ohne Vokabellernen. Grammatik wende ich nach Gefühl an.</p>
<p>Meine <strong>dritte Fremdsprache</strong> war Französisch, 9. Klasse. Trotz eines unfähigen (1. Jahr) bzw. eines stets kranken (2. Jahr) Lehrers lief auch das ganz gut. Viel gelernt haben wir trotzdem nicht. Als ich dann nach England ging und nach kürzester Zeit feststellte, dass <i>Chemistry A-level</i> (LK) nicht klappen würde, fragte mich die Französischlehrerin, ob ich es nicht mit – ja, genau – <i>French A-level</i> versuchen wollte. Ich stellte klar, dass ich gar kein Französisch konnte und ließ mich trotzdem überreden. Hat prima geklappt. Gelernt habe ich für die Prüfungen nicht, da ich der Überzeugung war (und bin), dass man unmöglich die thematisch passenden Vokabeln erwischen kann. Das wiederum würde bedeuten, dass man einfach ALLES lernen muss, und wer will das schon. Auswendig gelernt habe ich nur die Zitate aus den Büchern, weil wir mit Seitenzahlen zitieren mussten, aber ohne das Buch. Alles ging auch so, und in der Tat kam ein Text über Frösche vor, also die Vokabel hätte ich ja niemals gelernt. Irgendwie habe ich sie aber wohl erkannt.</p>
<p>Nach der Schule bin ich für ein halbes Jahr nach Straßburg gezogen und habe einen Französischkurs besucht. Einige Jahre später hing ich in Berlin rum und mein Studium zog sich wie Kaugummi. Ich wollte wieder ins Ausland, wo man zum Lernen <span style="text-decoration: line-through;">geprügelt</span> animiert wird. Da Frankreich das einzige Land war, das ein angefangenes Studium anerkannte, bin ich nach Caen gezogen. Vorher habe ich noch schnell ein Semester Französisch studiert.</p>
<p>Das Studium in Frankreich war sehr bereichernd, vor allem, weil ich altisländische Texte ins Französische übersetzen musste und es mir eher an den französischen als an den isländischen Vokabeln haperte. Ging aber trotzdem gut und ohne <span style="text-decoration: line-through;">viel</span> Gelerne.</p>
<p>Meine <strong>vierte Fremdsprache</strong> weiß ich jetzt gar nicht so genau. Ich habe in England kurz mit Italienisch angefangen, wurde aber gezwungen, den Unterricht abzubrechen (weil, völlig aus der Luft gegriffen natürlich, die Schule der Meinung war, ich würde nicht genug für die anderen Fächer tun).</p>
<p>Zu Beginn meines Studiums dachte ich, Russisch wäre ein prima Hauptfach. Im ersten Semester musste man einen Intensivkurs belegen, der offiziell 15 Wochenstunden hatte, tatsächlich aber 20. Nebenher sollte man noch nicht mit dem eigentlichen Studium beginnen. Das brachte ich nicht über mich, ging trotzdem zu den anderen Vorlesungen und verbrachte etwa 10 Stunden im Russischunterricht. Am Ende des Semesters stellte ich fest, dass mich Russisch eigentlich gar nicht interessierte, weil ich viel lieber Schwedisch lernen wollte. Mein Russischlehrer war stinksauer und hat nie wieder mit mir gesprochen.</p>
<p>Meine richtig gelernte<strong> vierte Fremdsprache</strong> war also Schwedisch. Das war nett und einfach und während dem ersten Semester habe ich angefangen, Astrid Lindgren im Original zu lesen. Also auch hier wieder lernen durch lesen. Später habe ich dann auch noch ein Jahr in Schweden studiert – u. a. Französisch und Unterwasserarchäologie, weil ohnehin klar war, dass mir die Scheine nicht anerkannt würden.</p>
<p>Im Grundstudium habe ich noch Niederländisch und ein bisschen Isländisch gelernt und nach meiner Rückkehr aus Schweden habe ich in Berlin an der VHS mit Hebräisch angefangen, das aber schnell abgebrochen, weil wir nur 2 Buchstaben pro Stunde durchnahmen, sich die Leute beschwert haben, dass es zu schnell ging und ich beinah Amok gelaufen wäre. Dann habe ich es mit Jiddisch versucht (wo man das Alphabet in der ersten Stunde komplett durchnahm), ging dann aber nach Frankreich usw.</p>
<p>Im Studium habe ich außerdem neben dem erwähnten Alt- und Mittelenglisch noch Alt- und Mittelhochdeutsch, Gotisch, Altisländisch und Mittelniederländisch gelernt. Dadurch, dass ich nur germanische Sprachen studiert habe, musste ich eigentlich nur einmal die Ablautreihen der starken Verben lernen. Praktisch. Immer wieder habe ich gedacht, dass ich doch inzwischen auch Latein kapieren müsste, immerhin habe ich mich ja recht viel mit toten Sprachen beschäftigt. Ich habe mir sogar die „Germania“ von Tacitus in der zweisprachigen Ausgabe angeschafft. Fehlanzeige. Manchmal helfen mir meine Französischkenntnisse ein bisschen.</p>
<p>Meine Schwächen liegen auf jeden Fall im Fleißbereich. Was sich nicht durch das Lesen von Texten lernen lässt, ist bei mir nicht willkommen. Deshalb kann ich auch so schlecht Isländisch, da muss man ganz viele Endungen lernen. Lesen kann ich es ganz gut, aber ich habe einfach zu wenig isländische Bücher. Vielleicht wird es doch noch was, wenn ich mehr lese.</p>
<p>Und <a title="Fremdsprachen!" href="http://schwedisch-lernen.org/index.php/schweden/posting/blogparade-so-habe-ich-sprachen-gelernt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier </a>geht es zu Ricardas Blogparade.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/da605b5d09d3470c836085a5acf25a5f" alt="" width="1" height="1" /></p>
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