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	<title>paris Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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	<title>paris Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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		<title>Paris mit Bier</title>
		<link>https://www.textfuss.de/paris-mit-bier/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2016 16:51:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
		<category><![CDATA[beste freunde]]></category>
		<category><![CDATA[bier]]></category>
		<category><![CDATA[eiffelturm]]></category>
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		<category><![CDATA[paris]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Täschle mit Kaltgetränken Letztes Wochenende war ich in Paris. Dort gibt es jetzt mehr Sicherheit – oder Unsicherheit, je nach Sichtweise. Ich wohnte bei meinem besten Freund (dem von Bett 7) und verbrachte die Tage mit meiner besten Freundin (der von Bett 3a). Bei dem Besuch zahlreicher Markthallen fanden wir just an dem Tag, an [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Täschle mit Kaltgetränken</h1>
<p>Letztes Wochenende war ich in Paris. Dort gibt es jetzt mehr Sicherheit – oder Unsicherheit, je nach Sichtweise. Ich wohnte bei meinem besten Freund <a href="https://www.textfuss.de/nostalgiebetten-7/">(dem von Bett 7) </a>und verbrachte die Tage mit meiner besten Freundin <a href="https://www.textfuss.de/nostalgiebetten-3a/">(der von Bett 3a)</a>.</p>
<p><span id="more-1658"></span></p>
<p>Bei dem Besuch zahlreicher Markthallen fanden wir just an dem Tag, an dem der Schlafstättenbereitsteller bereitwillig zugesagt hatte, am Abend zu kochen, einen deutschen Tante-Emma-Laden eben dieses Namens.</p>
<div id="attachment_1662" style="width: 178px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_111847-e1456332315921.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1662" class="size-medium wp-image-1662" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2016/02/20160221_111847-e1456332315921-168x300.jpg" alt="Tante Emma Laden" width="168" height="300" /></a><p id="caption-attachment-1662" class="wp-caption-text">Deutsch, oder was?</p></div>
<p>Gleich mal reingehen, da gibt es ja immer lustiges Zeug. Händlmaiersenf in Eimern, zum Beispiel.</p>
<p>Und da stand es. Ganz unten im Bierregal. Jever. Der beste Freund liebt Jever. Das perfekte Mitbringsel, wenn man sich gerade selber eingeladen hat!</p>
<p>Flugs zwei Flaschen gekauft und weiter im Touri-Programm. Mal gucken, was am Eiffelturm so los ist. Oh, gar nicht mal viel. Aber blöderweise haben wir – Überraschung! – zwei gläserne Bierflaschen in der Tasche. Nein, sagt der Securitymann, das geht ja nun gar nicht. Versteckt die mal irgendwo.</p>
<p>[Hier Gedanken darüber einfügen, was ich von dem Rat halten soll, mein Gefahrgut im Gebüsch zu verstecken.]</p>
<p>Verstecken? Die Lungerleute hier warten doch nur darauf, dass die blöden Touris was verstecken, um es dann an sich zu reißen. UNSER BIER! Und nachher ist der Markt zu. Exen und neu kaufen ist keine Option.</p>
<p>Mal im Imbiss gegenüber fragen, ob sie die Flaschen aufbewahren können.</p>
<p>Nein, natürlich nicht. Verboten. Doch verstecken? Einem Penner zum Aufbewahren geben? Oder den Russen auf den Rikschas? Wir wollen die Flaschen MIT Inhalt wiederhaben. Fällt auch flach.</p>
<p>Wir setzen uns vor dem menschenleeren Spielplatz auf die Bank und prompt füllt es sich um uns herum mit Menschen. Mist. Aber wozu hat mein aufmerksamer Lieblingskumpel uns mit Einkaufstaschen ausgestattet? Damit man sie wegwerfen kann, natürlich. Wir packen die Flaschen hinein und versenken den Beutel in einem der Mülleimer, die ja nunmehr immer durchsichtige Beutel haben, weswegen man auffällig schlecht geschlossene Bierflaschen unauffällig in ihnen unterbringen kann.</p>
<p>Die maschinengewehrbewehrten Soldaten haben uns nicht bemerkt. Oder?</p>
<p>Auf zum Turm! Kalt isses da und oben muss man Schlange stehen. Aber man hat einen famosen Blick auf den Spielplatz, der wieder angenehm leer sein Dasein fristet. Keine Gefahr, dass die Mülltüten demnächst geleert werden. Es sei denn, sie haben ein festes Leerschema. Das wäre blöd. Haben sie aber bestimmt nicht.</p>
<p>Hoffentlich.</p>
<p>Das Bombenräumkommando ist auch noch nicht am Spielplatz eingetroffen.</p>
<p>Stunden später haben wir wieder festen Boden unter den Füßen und befreien das Täschle mit den Kaltgetränken. Ein kleiner Mayonnaise-Fleck, ansonsten keine Sachschäden entstanden. Das war ja einfach!</p>
<p>Später möchte ich noch zum Institut du monde arabe, weil die da einen hervorragenden Buchladen haben. [Wer noch nicht da war: aufs Dach gehen und Aussicht genießen.] Sicherheitsschleuse. Taschen durchleuchten.</p>
<p>Die zwei arabischen Sicherheitsbeamten reißen die Augen auf. Sind das Bierflaschen?</p>
<p>Ja.</p>
<p>Belgisches oder deutsches Bier?</p>
<p>Deutsches.</p>
<p>Ach, ihr seid aus Deutschland? – Das Gespräch nimmt eine persönliche Wendung, halt, Moment, möchte da jemand freundlich sein und uns das Bier abschnacken? Kommt gar nicht infrage!</p>
<p>Das Bier ist für einen arabischen Freund, sage ich.</p>
<p>Oh! OH! Sie haben einen arabischen Freund! Na dann, viel Spaß!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ja, Spaß hatten wir.</p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/8344c7bfe8194fcfaadded07a9f7afae" alt="" width="1" height="1" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mama war weg</title>
		<link>https://www.textfuss.de/mama-war-weg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jun 2014 07:03:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mustafa]]></category>
		<category><![CDATA[afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[herzbücke]]></category>
		<category><![CDATA[kindergarten]]></category>
		<category><![CDATA[paris]]></category>
		<category><![CDATA[zahnarzt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über Himmelfahrt habe ich mich für fünf Nächte mit meiner Nachbarin nach Paris verdrückt. Die Reise hatten wir im Januar gebucht, als wir noch nichts von einem Mustafa wussten. Darüber bin ich sehr froh, sonst wären wir wahrscheinlich nicht gefahren. Wir ließen also meinen Mann mit drei Kindern zurück, doch bei denen lief alles ganz [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Über Himmelfahrt habe ich mich für fünf Nächte mit meiner Nachbarin nach Paris verdrückt. Die Reise hatten wir im Januar gebucht, als wir noch nichts von einem Mustafa wussten. Darüber bin ich sehr froh, sonst wären wir wahrscheinlich nicht gefahren. Wir ließen also meinen Mann mit drei Kindern zurück, doch bei denen lief alles ganz prima, wie mir von allen Seiten berichtet wurde. &#8222;Beim Einkaufen war Papa stressig&#8220;, sprach die Tochter, aber das kann man ja auch verstehen.<span id="more-1001"></span></p>
<div id="attachment_1003" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/06/Paris-6.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1003" class="size-medium wp-image-1003 " src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/06/Paris-6-300x199.jpg" alt="Auf dem Dach des Printemps" width="300" height="199" /></a><p id="caption-attachment-1003" class="wp-caption-text">Auf dem Dach des Printemps (Foto: Nachbarin)</p></div>
<p>Paris war selbstverständlich so wunderschön, wie es immer ist. Für mich war es eine ganz neue Erkenntnis, dass ich diese Stadt besser kenne als jede andere. Ich habe normalerweise null Orientierungssinn, aber hier konnte ich eigentlich immer spüren, wo es langging. Jeden Morgen telefonierte ich mit den Kindern, auch Mustafa sagte &#8222;Hallo Mama&#8220; und &#8222;ja, Mama&#8220;.</p>
<p>Am Dienstag kamen wir gegen Mittag wieder zu Hause an, die Kinder waren angemessen erfreut. Mustafa spricht natürlich inzwischen noch mehr, er spielt hauptsächlich mit Anton und die beiden diskutieren viel miteinander, wie man beispielsweise die Autos am besten aufbaut. Wenn Anton hinfällt, sagt Mustafa &#8222;Entschuldigung&#8220; &#8211; Anton: &#8222;Nein, Mustafa, das warst du nicht!&#8220; &#8211; Mustafa: &#8222;Entschuldigung!&#8220; usw. Kleine Missverständnisse im Kinderalltag. Ansonsten hört man: &#8222;Anton! Komma mit!&#8220; oder auch &#8222;Anton! Gehma weg!&#8220;</p>
<p>Mustafa erzählte mir, dass er mit Papa und Alma Fähre gefahren ist und dass er beim Zahnarzt war, bei dem es einen Fernseher an der Decke gibt. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die <a href="http://www.grosseundkleinezaehne.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zahnarztpraxis</a>, besonders natürlich an Dr. Steffi, die Mustafa umsonst behandelt. Dienstag wurden am Bauch die Fäden gezogen und nun ist er wieder ganz heil und zufrieden.</p>
<div id="attachment_1004" style="width: 209px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/06/Paris-1.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1004" class="size-medium wp-image-1004 " src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/06/Paris-1-199x300.jpg" alt="Ich hatte mich in Paris auch schnell wieder eingelebt" width="199" height="300" /></a><p id="caption-attachment-1004" class="wp-caption-text">Ich hatte mich in Paris auch schnell wieder eingelebt (Foto: Nachbarin)</p></div>
<p>Eigentlich war der Plan, Mustafa mit Alma in die Vorschule zu schicken. Nun wurde die Vorschullehrerin im letzten Moment zögerlich und da die Jungs so gut zusammen spielen, ist er heute zum Schnuppern in den Kindergarten gegangen. Auch dahin ein dickes Dankeschön!</p>
<p>Mustafa hat sich wirklich toll eingelebt. Und wenn er nun vormittags im Kindergarten ist, müssen wir die Fernsehkabel auch nicht mehr aus- und umstecken, damit er nicht den ganzen Vormittag vor der Glotze sitzt. Hat eh nicht geholfen. Technik ist keine Herausforderung für ihn.</p>
<hr />
<p>Eure Spenden sind willkommen, vor allem natürlich direkt bei der <a href="http://www.albertinen.de/ueber_uns/albertinen_stiftung/projekte2/herzbruecke" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Herzbrücke</a>. Von der Höhe der eingegangenen Spendengelder hängt es ab, wie viele herzkranke Kinder aus Afghanistan in Deutschland operiert werden können. Alles, was bei uns an Spenden ankommt und nicht direkt für Mustafa verwendet wird, überweisen wir später an die Herzbrücke.<img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/8ad7c28bfed548489d41b9a55b76581c" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/62d6d3ca984b41939396329b7606ee8b" alt="" width="1" height="1" /></p>
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