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	<title>kram Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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	<title>kram Archive - Textfuss - Gesa Füßle</title>
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		<title>Arbeitszimmerordnung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2015 14:54:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[arbeitszimmer]]></category>
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		<category><![CDATA[kram]]></category>
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		<category><![CDATA[wohnpsychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vielleicht erinnert Ihr Euch noch. Im Januar habe ich mithilfe von Barbara Perfahl mein Arbeitszimmer umstrukturiert und großartig herumgetönt, dass es von jetzt an ordentlich bleiben würde. In der Zwischenzeit erschien Barbaras Buch Ein Zuhause für die Seele, das ich eifrig gelesen habe. Vor der Lektüre hätte ich behauptet, mit meinem Zuhause sei alles okay. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/arbeitszimmerordnung/">Arbeitszimmerordnung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht erinnert Ihr Euch noch. Im Januar habe ich mithilfe von Barbara Perfahl <a href="http://www.die-wohnpsychologin.de/2015/04/erfahrungsbericht-wohnpsychologische-beratung-home-office/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mein Arbeitszimmer umstrukturiert</a> und großartig herumgetönt, dass es von jetzt an ordentlich bleiben würde.</p>
<p><span id="more-1370"></span>In der Zwischenzeit erschien Barbaras Buch <a href="http://www.die-wohnpsychologin.de/ein-zuhause-fuer-die-seele/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein Zuhause für die Seele</a>, das ich eifrig gelesen habe. Vor der Lektüre hätte ich behauptet, mit meinem Zuhause sei alles okay. Währenddessen fiel mir dann auf, dass unser Gästezimmer (das zu einem guten Dreiviertel Rumpelkammer war) mir Unbehagen bereitete. Fazit: Inzwischen ist das Gästezimmer neu hergerichtet.</p>
<p>Aber wie macht Barbara diesen ganzen Wohnpsychokram eigentlich? Ich habe sie ein bisschen ausgequetscht. Und am Ende verrate ich Euch, was aus meinem Arbeitszimmer geworden ist.</p>
<p><strong>Gesa: „Ein Zuhause für die Seele“ impliziert, dass das Zuhause sich primär nach den eigenen Bedürfnissen richten sollte. Den inneren, nicht den praktischen. Was sind die klassischen seelischen Bedürfnisse, die die Menschen haben?</strong></p>
<p>Barbara [denkt Euch ihren wunderbaren österreichischen Akzent bitte unbedingt dazu!]: In Bezug auf das Wohnen gibt es sechs Grundbedürfnisse: Sicherheit, Erholung, Gemeinschaft, Selbstdarstellung, das Gestalten der Umwelt und ästhetische Bedürfnisse. Diese Funktionen sollte unser Zuhause also für uns erfüllen &#8211; wobei die Menschen sich ja deutlich darin unterscheiden, wie stark diese Bedürfnisse jeweils ausgeprägt sind. Für den einen ist super wichtig, dass seine Wohnung eine sichere Höhle ist (das ist der mit den fünf Schlössern an der Tür), der andere muss sich kreativ ausleben und räumt alle zwei Wochen die Möbel um. Und für den dritten ist es am wichtigsten, dass er möglichst viele Gäste empfangen und bewirten kann. Oft sind sich die Menschen ihrer Wohnbedürfnisse aber gar nicht bewusst.</p>
<p><strong>Wie seelenlos sind die Wohnungen, zu denen du gerufen wirst? Wie hoch muss der Leidensdruck sein, bis man dich um Rat fragt?</strong></p>
<p>Seelenlos sind eigentlich die wenigsten Wohnungen, zu denen ich gerufen werde. Für den Außenstehenden sehen die Wohnungen oft sogar richtig schön aus. Das Problem ist eher, dass die Bewohner sich in der Wohnung oder einem bestimmten Raum der Wohnung nicht so 100%ig wohl fühlen &#8211; und nicht wissen, warum.</p>
<p><strong>Warum hast du dieses Buch geschrieben? Nimmst du dir damit nicht selbst die Kunden weg?</strong></p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Ich habe schon vor Beginn meiner Selbständigkeit festgestellt, dass es sehr wenig Literatur zum Thema Wohnpsychologie gab, und die paar Bücher, die es gab, für ein wissenschaftliches Publikum geschrieben waren. Für den ratsuchenden Leser gab es praktisch nichts. Außerdem hatte ich das Bedürfnis, der Welt zu erzählen, was ich als Wohnpsychologin eigentlich so mache. :-) Ich glaube aber nicht, dass ich mir selber die Kunden wegnehme &#8211; vielleicht kann ein Teil meiner Leser mit Hilfe meines Buches alleine ein Wohnproblem lösen. Andere aber denken sich möglicherweise, das soll sich die Wohnpsychologin lieber doch einmal persönlich ansehen.</span></p>
<p><strong>Ich habe erlebt, wie du arbeitest. So subtil, dass man es hinterher kaum benennen kann – und doch verschwinden die Problemzonen des Zimmers. Ist dieser Prozess für dich anstrengend oder fliegen dir die Antworten einfach zu?</strong></p>
<p>Meist ist es für mich ganz leicht: Das, was ich sehe, verbindet sich meist schnell mit dem, das mir die Bewohner der Wohnung erzählen. Manchmal ist es aber auch recht knifflig, das eigentliche Problem zu finden &#8211; Spaß macht es mir aber immer!</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Wie bist du auf die Idee gekommen, Wohnpsychologin zu werden? Wie sind die Reaktionen auf deinen Beruf?</span></strong></p>
<p>Ich hatte nach Jahren des wissenschaftlichen Arbeitens und einer Leitungstätigkeit das Gefühl: War es das? Soll das so bis zur Rente weitergehen? Und ich bekam das unbändige Bedürfnis mich in meinem Beruf mit einem &#8222;schönen&#8220; Thema zu beschäftigen, einem, das mir einfach Freude macht. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich den Gedanken hatte: Kann ich nicht einfach meinen erlernten Beruf, die Psychologie, mit meinem Traumthema Einrichten/Raumgestaltung kombinieren? Voilà! Da war sie, die Wohnpsychologie. Mit Freude habe ich damals festgestellt, dass sich auch die wissenschafltiche Psychologie schon lange mit dem Thema Architektur und Wohnen beschäftigt &#8211; und habe daraus dann ein Beratungsangebot entwickelt.</p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Du hilfst nicht nur Problemwohnungen, sondern auch Läden und sogar leeren Häusern, die verkauft werden sollen. Wie muss man sich das vorstellen?</span></strong></p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Es geht im Grunde immer um die zwei Fragen: Wie wirken Räume auf uns und wie kann man Räume optimal für die jeweiligen Nutzer gestalten? Und bei Läden geht es darum, dass die Kunden sich wohl fühlen &#8211; dann kaufen sie mehr. Ich checke für meine Auftraggeber, ob es in ihrem Laden Optimierungsbedarf und -möglichkeiten gibt und mache dann Vorschläge zur Umgestaltung. Manchmal rufen mich Geschäftsinhaber aber auch, weil die Umsätze weit hinter den Erwartungen zurückbleiben und sich nicht genau erklären lässt, warum &#8211; das kann viel mit der Ladengestaltung zu tun haben. Beim Home Staging, also dem Herrichten von Immobilien für den Verkauf, geht es darum, mit Leihmöbeln und -dekoration aus einem leeren Haus ein Wohlfühlhaus zu machen. 80% der Kaufinteressenten können sich nämlich nicht vorstellen, wie leere Räume eingerichtet aussehen. Und auch ein Hauskauf ist eine emotionale Entscheidung &#8211; man kommt in ein Haus und hat sofort das Gefühl &#8222;Das könnte es sein!&#8220; Oder eben nicht. </span></p>
<p><strong><span style="line-height: 1.5;">Und nun? Was sind deine nächsten Projekte? Oder bist du jetzt rundum zufrieden?</span></strong></p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Rundum zufrieden &#8211; im Sinne von: alles erledigt &#8211; gibts bei mir fast nie. Im Moment denke ich gerade über das nächste Buchprojekt nach. Ganz oben auf meiner Liste steht aber das bisher vernachlässigte regelmäßige Schreiben von Blogbeiträgen &#8211; und mein neuer Newsletter. Außerdem gebe ich im August einen <a href="http://www.die-wohnpsychologin.de/workshop-wohnpsychologie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Workshop in Wohnpsychologie</a>!</span></p>
<p><strong>Vielen Dank, liebe Barbara!</strong></p>
<hr />
<p>Und nun zurück zum ursprünglichen Thema: mein Arbeitszimmer. Ich bin wahrhaft keine ordentliche Person, nein, das kann man wirklich nicht sagen. Ordnung halte ich nur in kleinen Dingen, mein Kopf ist sehr gut sortiert, obwohl ich manchmal denke, dass ich ihn öfter mal ausmisten sollte. In meinem Arbeitszimmer sammeln sich Zettel, Papiere (Zettel), Ausdrucke (Zettel) sowie die Kartons mit den Dingen, die irgendwann weggeschickt werden müssen. Ganz ehrlich also: Supermegaordentlich ist es hier nicht. Aber. Ich habe heute Morgen genau fünf Minuten lang das überflüssige Chaos beseitigt und das Zimmer sah wieder annehmbar aus. Das wäre früher in dem Zeitrahmen nicht möglich gewesen.</p>
<p>Ich habe inzwischen ein Stehpult von Freunden bekommen. Dort korrigiere ich Rätsel und balanciere dabei auf einem Ballkissen. Momentan stehen drei Computer unter meinem Schreibtisch &#8211; mein alter hat den Geist aufgegeben, wartet aber noch darauf, dass ich die restlichen Dateien aus ihm herausschneide. Und dann steht da der Ex-Computer meines Mannes, der ersatzweise einsprang [der Computer]. Das müsste nicht sein, Kategorie &#8222;Kann wech&#8220;, muss man sich aber drum kümmern. [Wo entsorgt Ihr Eure alten Hartwaren?]</p>
<p>Die Kanban-Wand ist nicht wieder auferstanden. Da ich momentan keine langwierigen Projekte habe, brauche ich sie aber auch gerade nicht.</p>
<p>Ach, Ihr wollt Fotos? Bitte!</p>
<div id="attachment_1372" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/07/Arbeitszimmer1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1372" class="size-medium wp-image-1372" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/07/Arbeitszimmer1-300x168.jpg" alt="Arbeitszimmer mit geräumigem Stehpult" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1372" class="wp-caption-text">Arbeitszimmer mit geräumigem Stehpult</p></div>
<div id="attachment_1371" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/07/Arbeitszimmer3.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1371" class="size-medium wp-image-1371" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/07/Arbeitszimmer3-300x168.jpg" alt="Hier und da stehen Dinge rum" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1371" class="wp-caption-text">Hier und da stehen Dinge rum</p></div>
<div id="attachment_1373" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/07/Arbeitszimmer2.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1373" class="size-medium wp-image-1373" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2015/07/Arbeitszimmer2-300x168.jpg" alt="Mein Arbeitsplatz" width="300" height="168" /></a><p id="caption-attachment-1373" class="wp-caption-text">Mein Arbeitsplatz</p></div>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/439c704fb2624cf58dcbb65000ba7236" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<item>
		<title>Kram, Krämer, am krämsten</title>
		<link>https://www.textfuss.de/kram/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[leitzordner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jan 2014 08:46:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimskrams]]></category>
		<category><![CDATA[blogwichteln]]></category>
		<category><![CDATA[fummelkram]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Blogwichtelbeitrag von Annette Lindstädt Blogwichteln wird immer zum Jahresende/Nächstjahresanfang vom Netzwerk Texttreff veranstaltet. Wie beim &#8222;richtigen&#8220; Wichteln bekommt jede einen Namen zugelost &#8211; und für diejenige verfasst sie dann einen Blogbeitrag. Mir wurde Annette von der Worthauerei zugelost &#8211; und hier ist das Ergebnis! Ein paar sehr schöne Gedanken zum Thema &#8222;Kram&#8220;. Lassen wir [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Blogwichtelbeitrag von Annette Lindstädt</p>
<p>Blogwichteln wird immer zum Jahresende/Nächstjahresanfang vom <a title="Blogwichtelbeiträge" href="http://www.texttreff.de/archives.php?id=A2013121" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzwerk Texttreff</a> veranstaltet. Wie beim &#8222;richtigen&#8220; Wichteln bekommt jede einen Namen zugelost &#8211; und für diejenige verfasst sie dann einen Blogbeitrag. Mir wurde Annette von der <a title="Worthauerei" href="http://www.worthauerei.de/blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Worthauerei </a>zugelost &#8211; und hier ist das Ergebnis! Ein paar sehr schöne Gedanken zum Thema &#8222;Kram&#8220;. Lassen wir sie zu Wort kommen:</p>
<hr />
<p>In diesem wunderbar <span id="more-604"></span>nostalgischen Blog geht es um Kram. Und „Kram“ ist ja eins dieser fabelhaften Wörter, die so universell verwend- und kombinierbar sind, dass man ohne sie gar nicht auskommt. Ich jedenfalls nicht. Ich habe beim Nachdenken über diesen Gastbeitrag festgestellt, dass ich Kram täglich mehrmals verwende, und zwar in den unterschiedlichsten Zusammenhängen.</p>
<div id="attachment_607" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-kinderkram.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-607" class="size-medium wp-image-607" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-kinderkram.jpg?w=300" alt="Kinderkram" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-kinderkram.jpg 1000w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-kinderkram-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-kinderkram-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-kinderkram-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-kinderkram-450x338.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-607" class="wp-caption-text">Kinderkram</p></div>
<p>Doch erst mal zu den Fakten: <a title="Definitionskram" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kram" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikipedia</a> sagt, Kram bezeichne „unwichtige oder minderwertige Angelegenheiten oder Kleinteile oder auch ein Durcheinander vieler schwer unterscheidbarer Dinge.“ Als Synonyme bei <a title="Synonymkram" href="http://de.wiktionary.org/wiki/Kram" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wiktionary</a> werden genannt: Bettel, Gerümpel, Klimbim, Plunder, Zeug. Ich kenne noch die schönen Begriffe Geraffel, Gelumpe, Gerlerch, Plörren, Krempel, Tinnef und Krusch (mit langem U), aber fragt mich nicht, woher.</p>
<p>Eins haben sie gemeinsam: Synonyme von und Kombinationen mit Kram, die man so findet, sind allesamt negativ konnotiert. Gesakram selbstverständlich ausgenommen, aber das ist schließlich ein Sonderfall. Ich will die Synonyme hier mal nicht näher analysieren, denn das würde ein Erforschen verschiedenster regionaler Herkunft erfordern und führte zu weit. Schließlich geht es hier um Kram und nicht um Krempel.</p>
<p>Also mal zu den Kombinationen bzw. Ableitungen. Da wären zuerst der Krämer nebst dazugehörigem -laden und entsprechender -seele zu nennen. Mag man die drei? Nicht wirklich. Wobei – beim norddeutschen Teil meiner Familie konnte ich einen durchaus neutralen Gebrauch des Begriffes Krämerladen wahrnehmen, der die sonst mitschwingende Kleinkariertheit hanseatisch-nüchtern ignoriert und recht wertneutral ein kleines Geschäft bezeichnet, in dem man alles Mögliche und Notwendige bekommt, und das oftmals in sehr kleinen Mengen. Seine direkten Verwandten, der Geheimnis- und der Umstandskrämer, sind jedoch eindeutig unsympathische Gesellen. Wen von beiden man schlimmer findet, ist sicherlich subjektiv – mich persönlich treiben Umstandskrämer in den Wahnsinn, während ich Geheimniskrämer gut aushalten kann (bin ja rechercheerfahren und kriege Dinge notfalls auch anders raus).</p>
<p>Die bisher genannten sind jedoch nicht die Kram-Komposita, die ich täglich verwende – die kommen jetzt:</p>
<div id="attachment_606" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-kabelkram.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-606" class="size-medium wp-image-606" src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-kabelkram.jpg?w=300" alt="Kabelkram - oft ein ziemlicher Tüddelkram" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-kabelkram.jpg 1000w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-kabelkram-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-kabelkram-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-kabelkram-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-kabelkram-450x338.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-606" class="wp-caption-text">Kabelkram &#8211; oft ein ziemlicher Tüddelkram</p></div>
<p>Mit einem Hamburger als Ehemann hielt unmittelbar das Wort „Tüddelkram“ hier Einzug. Im Grunde ist Tüddelkram nichts anderes als Kram: überflüssiges Zeug, das immer genau da rumliegt, wo man es nicht braucht. Aber klingt es nicht viel netter als das schnöde „Kram“?</p>
<p>„Was für ein Nervkram!“ ist ein in unserer Familie häufig gebrauchter Ausruf. Typischerweise verwendet, wenn technische Geräte nicht so funktionieren, wie sie sollen, eine aussetzende Netzverbindung in den Wahnsinn treibt oder bürokratische Hemmnisse die Geduld auf eine harte Probe stellen.</p>
<div id="attachment_605" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-handarbeitskram.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-605" class="size-medium wp-image-605 " src="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-handarbeitskram.jpg?w=300" alt="Handarbeitskram - kann schnell zu Fummelkram werden" width="300" height="225" srcset="https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-handarbeitskram.jpg 1000w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-handarbeitskram-300x225.jpg 300w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-handarbeitskram-768x576.jpg 768w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-handarbeitskram-705x529.jpg 705w, https://www.textfuss.de/wp-content/uploads/2014/01/blogwichteln-handarbeitskram-450x338.jpg 450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-605" class="wp-caption-text">Handarbeitskram &#8211; kann schnell zu Fummelkram werden</p></div>
<p>Ungeduld ist auch der Treiber für den Fluch „Verdammter Fummelkram!“ – das verwenden wir hier innerfamiliär (Blitzumfrage: Sagt das außer uns noch jemand?), wenn irgendwas Fummeliges zu bewältigen ist. Oft in kausalem Zusammenhang mit Reparaturen, Handarbeiten oder dem Zusammenbau zimmergroßer Konstruktionen aus Lego oder Playmobil zu hören.</p>
<div>
<p>Und jetzt hab ich über die Assoziationskette Fummelkram-Playmobil-Kinderzimmer-Kind tatsächlich doch noch eine einzige positiv besetzte Kombination mit Kram gefunden, die vor allem bei der minderjährigen Bewohnerin sehr angesagt ist: Süßkram.</p>
<hr />
<p>Vielen Dank, Annette! Und ich kann Dir bestätigen, dass auch ich häufiger Fummelkram verfluche. Bei den Synonymen kenne ich Kruscht mit T, statt Tinnef sage ich Tünnef, statt Zeug sage ich Zeuchs. Auch Plörren verwende ich, während ich Gelumpe nur von meinem Süddeutschen Mann kenne (dann natürlich als Glump). Witzigerweise ist &#8211; im Gegensatz zum Krämer &#8211; bei mir der Kinderkram negativ besetzt. Das ist alles, was baby-acker (oder -eier)-leicht geht.</p>
<p>Mein eigener Blogwichtelbeitrag ging übrigens an Julia Dombrowski und beschäftigt sich mit den bisher von der Forschung wenig beachteten <a title="Gedankenzombies" href="http://www.zombies-im-netz.de/gedankenzombie-studie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gedankenzombies</a>.</p>
</div>
<p><img decoding="async" src="https://vg02.met.vgwort.de/na/c9329c61dc7d4f7f8effa6ad6d964549" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.textfuss.de/kram/">Kram, Krämer, am krämsten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.textfuss.de">Textfuss - Gesa Füßle</a>.</p>
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